5.300 Wörter, 28 Minuten Lesedauer.
Absatz #1
Colt und Fireball hielten zusammen mit April auf Ramrod die Stellung und verrichteten einen Aufklärungsflug. April wollte einige Daten abgleichen über die Kraft der Lumen Energie, um es in die Entwicklung für den Schutzschild der Schiffe einzubringen.
Auf Jarr saßen Jarred und Shinjiro im privaten Bereich des Palastes auf der Terrasse, bei Tee und Gebäck zusammen und unterhielten sich, naja zumindest Jarred tat es…dabei blickten sie in den weitläufigen Park. In der Ferne gingen Marianne und Hitomi spazieren. Inzwischen waren die beiden zwischen den Bäumen und Hecken kaum noch zu erkennen.
Jarred lehnte sich entspannt in seinem Sessel zurück und genoss die warme Spätsommer Luft und blickte in den Park, wo die tief stehende Sonne den Park in ein schimmerndes, goldenes Licht tauchte. „Hast du ein Schweigegelübde abgelegt?“, fragte er schließlich direkt, aber mit einem leichten Schmunzeln. Shinjiro warnte seinen Blick vom Park ab und sah zu Jarred. Einen Moment lang sah er ihn schweigend an, dann richtete er seinen Blick wieder in den Park. Marianne und Hitomi waren zwischen den Bäumen verschwunden und nicht mehr zu sehen.
Jarred beobachtete Shinjiro und wartete ab, ob er heute eine Antwort bekommen würde, denn der Japaner machte keine Anstalten, etwas dergleichen zu tun. “Ich weiß, es war eine mächtige Flut, die über dich kam. Ich weiß nicht, wie du das alles hier siehst, weil du nicht sprichst, aber ich will das du weißt, ich tu’ das nicht, weil du der First Grad bist, oder der Captain, der vor 17 Jahren mein Königreich vor einer Invasion gerettet hat! Nein, ich tue das, als dein Freund, ich möchte, dass es dir und deiner Familie gut geht, dein Titel, oder Rang stand dabei niemals an erster Stelle!” beendete Jarred ruhig seine Worte und stellte seine Tasse wieder ab.
Shinjiro sah weiter geradeaus, räusperte sich und begann heiser zu sprechen: „Weißt du, ich bin dabei, alles für mich zu sortieren …“ Es war der erste Satz, den Shinjiro seit Tagen mit Jarred sagte. „Und das verschlägt dir die Sprache?“, fragte Jarred. Shinjiro atmete hörbar aus: „Weißt du, ich kann das ganze Ausmaß nicht greifen, noch weniger in Worte fassen.“, begann er, musste aber eine kurze Pause einlegen, bevor er weitersprechen konnte: „Ich meine, ich wusste es, aber ich habe überhaupt keinen emotionalen Zugriff auf das alles. Es ist einfach nur ein Film. Ich stehe daneben und bin Zuschauer.“ versuchte er es für Jarred zu erklären.
Jarred nickte einige Male, er glaubte tatsächlich, zu verstehen. Shinjiro drehte sich Jarred zu: „Weißt du, mein Vater hat es mir immer und immer wieder gesagt …“, begann er und verstummte kurz. „Es ging immer nur darum..“, sprach er etwas leiser, lehnte sich wieder zurück und überschlug seine Beine. Jarred zog fragend seine Augenbrauen zusammen. Sein Freund hatte zwar seine Stimme wiedergefunden, doch er sprach in Rätseln oder ihm fehlten tatsächlich die richtigen Worte.
“Du meinst, es ging ihm nur um den First Grad?” hakte Jarred sicherheitshalber mal nach. Shinjiro nickte leicht und schüttelte dann doch wieder mit seinem Kopf. Schweigen entstand. Und Jarred blickte vor sich in den Park und ließ sich das Gesagte durch den Kopf gehen. Es dauerte eine Weile, bis Shinjiro weiter sprechen konnte: “Mir ist alles absolut bewusst!” lachte Shinjiro kurz etwas zynisch auf, um darauf sofort wieder zu verstummen: “Der Grade war sein Ziel, aber nie meins.”, gab er zu… Jarred sah zu seinem Freund und hörte weiter zu: “Ich bin mit der Intention damals nach Alamo gegangen, um Jetpilot zu werden, ich wollte nichts anderes als fliegen!” Jarred nickte, er hatte das immer irgendwie geahnt.
„Das, was folgte, konntest du nicht beeinflussen, weil es beschlossene Sache war!” fügte Jarred mit an. Shinjiro nickte: “Ich nahm es hin…” war alles, was er dazu sagte. Jarred musste etwas schmunzeln: “Du hast jedoch damals alles dagegen getan, nicht sichtlich, aber durchaus provozierend!” erinnerte er sich zurück. Shinjiro ging es nicht anders: “Ja und ich hätte dein Angebot damals angenommen.”, gestand er und atmete lange leise aus. Jarred musterte darauf erstaunt seinen Freund. “Tja, Blut ist dicker als Wasser…”, kommentierte Jarred darauf und nahm von seinem Tee.
“Es geht nur um Macht, auch bei dir!” begann Shinjiro und zeigte auf Jarred. Dieser musste etwas lächeln: “Natürlich..” nickte er, “es ist eine Kunst, es ist die Beherrschung von Macht, sonst wird es totalitär!”, sagte er und stellte seine Tasse zurück und überschlug seine Beine. “Richtig!”, stimmte Shinjiro seinem Freund zu: “Beherrschung, Einfluss und Korrektur! Drei Wörter, die Negativ und Positiv ausgelegt werden können. Es geht immer, egal wo, um Macht, im Kleinen wie im Großen, aber im Großen.”, und Shinjiro nahm seine Tasse.
“Züchtigung ist eine Art von Korrektur!”, erwiderte darauf Jarred. Shinjiro nickte: “Ja, um etwas wieder in die vorgegebene Bahn zu lenken, die Mittel dabei sind egal, da zählt nur das Ziel, das Ergebnis, das Endprodukt. Und voila, hier sitzt es!”, sagte er sarkastisch und nahm einen Schluck von seinem Tee… “Ein totaler Wahnsinn!”, fügte er mit an, als er seine Tasse abstellte. „Und jetzt? Was hast du vor?“, wollte Jarred wissen.
Shinjiro zuckte darauf nur mit seinen Schultern und sah seinem Freund völlig ernst in die Augen: „Ich kündige.“ Jarred blinzelte einen Moment und dann prustete er los: „Du… was?“, brachte er zwischen zwei Lachern hervor. „Ich kündige.“ wiederholte Shinjiro nochmal ernst. Darauf hielt sich Jarred lachend seinen Bauch. „Das kannst du nicht!“ Shinjiro rollte genervt mit seinen Augen. „Natürlich, kann ich zurücktreten.“ sagte er und lehnte sich gelassen in seinen Sessel zurück. Jarred schüttelte lachend den Kopf. „Das würde ich zu gern sehen. Wie willst du das den Verteidigungsministern, deinem Stab, den Generalen des Generalstabs der Erde und schließlich mir als König glaubhaft erklären? So ein Gesuch wird, wenn überhaupt, nur unter ganz bestimmten Umständen genehmigt.“ Shinjiro blieb jedoch weiter vollkommen ernst: „Ganz einfach.“ Jarred zog eine Augenbraue hoch. „Mit einem Brief.“ .. und für einen Moment herrschte Stille.

Dann prustete Jarred los und hielt sich seinen Bauch. „Du willst mir ernsthaft erzählen, dass ein Brief genügt, um die halbe militärische Führung des Neuen Grenzland davon zu überzeugen?“ Shinjiro zuckte gelassen mit seinen Schultern. „Ich schreibe schöne Briefe, fag Hitomi…” begann er, weiterhin ernst, “Du lachst nur, weil du noch nie einen von mir bekommen hast.“ Darauf lachte Jarred nur noch mehr und hatte Angst, gleich keine Luft mehr zu bekommen.
Erst als er sich langsam wieder beruhigt hatte, sah Shinjiro ihn wieder fragend an: „Was macht dich eigentlich so sicher, dass ich es nicht tue?“ Jarred holte tief Luft und grinste: “Weil es so ist, du hast die Zügel in den Händen und gib es zu, du genießt es auch, du wirst sie nicht abgeben und nicht loslassen, bis du dir sicher bist, dass alles in den richtigen Bahnen ist. Du weißt ganz genau, dass du es mit deiner Stellung in der Hand hast!”, erklärte Jarred.
“Hm!” nickte der Japaner darauf vor sich hin. “Und du?”, fragte Shinjiro seinen Freund. Jarred nickte Shinjiro entgegen: “Noch ist Roland nicht so weit, ich ziehe einen langsamen Rückzug vor, frag in zwei oder drei Jahren noch einmal nach!” eröffnete er seinen Plan. “Gut, also in fünf!”, war Shinjiros Feststellung. Jarred lachte wieder und Shinjiro hob seine Augenbrauen und lehnte sich wieder gemütlich in den Sessel zurück. “Und deswegen weiß ich, dass auch du das Feld nicht räumst, bevor es sauber ist! Das steht in deinem Blut, da kannst du dich auf den Kopf stellen!”, fügte Jarred noch mit an. Shinjiro lehnte seinen Kopf zurück und blickte in den Himmel. “Ja, so wird es wohl sein!”, murmelte er.
Jarred nickte bestätigend: “Also nimmst du das Schwert entgegen, Seii Taishōgun?” wollte Jarred jetzt wissen. Shinjiro atmete tief ein und aus: “Nein!” kam es diesmal tatsächlich sehr ernst und überzeugend von ihm. Jarred sah etwas erschrocken und vor allem fragend zu Shinjiro: “Damit bringst du deinen Sohn um sein Geburtsrecht!”, warf er darauf besorgt ein, er konnte es gerade nicht fassen.
“Mein Vater ist der Seii Taishōgun, er muss auch zu seiner Ära stehen und es annehmen bzw. entgegennehmen, ich werde nicht vorgreifen. Und alles wird zu seiner Zeit kommen.”, erklärte Shinjiro und gab zu, dass er selbst noch nicht wusste, wie das ausgehen wird. Jarred verstand. “Es ist gar nicht so verschieden, dein Großvater hat das Königreich Jarr ins Neue Grenzland gebracht, er hat es aufgebaut, du bereitest in deiner Ära den Weg, wohin es gehen soll, dein Sohn wird es ausführen, vereinen und festigen, alles, was dann kommt, kannst du nicht mehr beeinflussen…”, erklärte Shinjiro.
„Also wird sich Japan für das Neue Grenzland öffnen?“, schlussfolgerte Jarred und hakte nach. Shinjiro zuckte mit den Schultern, nickte aber und sagte: „Darauf wird es hinauslaufen. Der Samuraistand wird symbolisch wieder ausgerufen. Somit treten die Miyake, die kaiserlichen Nebenlinien, wieder hervor. Klare ‚Anweisungen‘ wird er nicht aussprechen, alles geschieht über Gesten, und diese sind eindeutig.“ erklärte Shinjiro Jarred verstand: “Kūki o yomu!”, erwiderte Jarred. Shinjiro nickte. “Also ist mit dem Schwert der Hikaris Japan im Grenzland vertreten.” Shinjiro blickte nickend zu Jarred: “Die Japaner brauchen dieses Symbol. Das sollten sie bekommen. Aber nicht von mir!”, sagte er, machte eine Pause und blickte vor sich in den Park: “Das ist mein Sohn.” Jarred verstand: “Erstaunlich!” kam es darauf von ihm und ließ sich alles noch einmal durch seinen Kopf gehen.

“Jetzt verstehst du, was ich mit verrückt meine, oder?” fragte Shinjiro nach. Jarred nickte langsam, denn tatsächlich war die Sache mehr als Überwältigend, so als ob Shinjiros Vater das alles gewusst hatte und seinen ältesten Sohn hier platzieren wollte, um das zu realisieren: “Als ob es so sein sollte, dass du der First Gard…”, doch er sprach nicht zu Ende und schüttelte jetzt etwas entsetzt mit seinem Kopf.
Shinjiro grinste: “Wie gesagt, ich bereite den Weg, mein Sohn hat das Charisma, diesem zu gehen, auf ihn springen die Menschen an, er ist offen für das Neue, er strahlt die Zukunft praktisch aus, weil er seinen Background angenommen hat, der jetzt beginnt in ihm zu reifen.”
Jarred nickte anerkennend, wenn er darüber nachdachte. Jede Generation hat ihre Aufgabe und Herausforderungen. “Also siehst du die Sache zwischen deinem Vater und dir genauso?”, Shinjiro riss darauf seine Augen auf und sah Jarred an: “Nein!” sagte er schnell und unmissverständlich. “Ändern kann man es nicht mehr.” war Shinjiros Antwort. Jarred verstand es nicht. Shinjiro sah Jarred an und erkannte, dass sich sein Freund mit dieser Antwort nicht zufrieden geben würde: “Was soll ich jetzt tun? Zum Schluss wäre er immer noch mein Vater und egal wie man es drehen und wenden würde, man käme immer zum selben Ergebnis. Es ist geschehen, rückgängig machen kann man es nicht!” Und Shinjiro machte eine kleine Pause, in der er tief ein- und ausatmete und wieder nach Worten suchte.

Jarred beobachtete seinen Freund, der offen und klar über diesen Teil seiner Vergangenheit sprach, wie nie zuvor. Und doch sichtlich damit zu kämpfen hatte. Shinjiro sah an Jarred vorbei, schluckte und schüttelte langsam mit seinem Kopf: “Ich bin ihm dankbar!” Jetzt entgleisten Jarred tatsächlich alle Gesichtszüge: “Nein, nicht für den Drill oder die Züchtigung, nein! Weißt du, mein Sohn hatte einen tollen “Vater” … !” Jarred zog nach dem Gehörten seine Augenbrauen zusammen, er wurde gerade sauer: “Mein Sohn!”, begann Shinjiro erneut, musste aber eine kleine Pause machen, bevor er widersprach, presste er fest seine Lippen aufeinander: “Shinji hatte den Vater, den ich mir als Kind gewünscht hatte, er durfte es erleben! Das sehe und fühle ich jedes Mal, wenn ich in seine Augen schaue, die voller Lebensfreude und Vertrauen sind! Und dafür bin ich meinem Vater dankbar!”, beendete Shinjiro und musste schwer schlucken, was ihm kaum gelang.
Jarred musste sichtlich mit seinen Gefühlen kämpfen. Sein Freund hatte gerade das ausgesprochen, was sein Vater ihm angetan und genommen hatte. Doch nach Shinjiros wertschätzenden Worten blieb ein bitterer Nachgeschmack. Denn Jarred wusste, wie kein anderer, dass es für Shinjiro das Größte gewesen war, endlich Vater zu werden. Er erinnerte sich nur zu gut daran, wie schmerzhaft der Verlust der Tochter. Hitomi und Shinjiro getroffen hatte und warscheinli9ch immernoch schmerzt. Monatelang hatte die Trauer über ihrem Leben gelegen und dennoch hatten beide nie aufgehört, sich gegenseitig Halt zu geben. Tatsächlich wussten davon nur eine handvoll Menschen.
Doch als schließlich ihr Sohn geboren wurde, war es, als hätte Shinjiro ein Stück Hoffnung zurückgewonnen. Er war in dieser Rolle vollkommen aufgegangen. Und wenn er heute mit seinem Sohn zusammen war, sah man sofort, wie sehr er das Vatersein liebte. Jede gemeinsame Minute schien er bewusst zu genießen. Und gerade deshalb schmerzte dieser Gedanke umso mehr.

Sechzehn lange Jahre, in denen ein anderer diese Rolle gelebt hatte. Sechzehn Jahre voller erster Worte, erster Schritte, Geburtstage, Trost und gemeinsamer Erinnerungen, die unwiederbringlich verloren waren. Shinjiro musste nicht nur seinen Platz als Vater finden, sondern auch gegen sechzehn verlorene Jahre ankämpfen, Jahre, die ihm niemand zurückgeben konnte. Jarred senkte für einen Moment seinen Blick. Er hätte diese Worte niemals so respektvoll ausgesprochen. Nicht, weil sie falsch waren, sondern weil er wusste, wie tief sie seinen Freund treffen mussten.
“Wann hörte es auf?”, fragte Jarred nach, denn dieses Puzzleteil fehlte laut Dr. Morel immer noch. Shinjiro lehnte seinen Kopf an und blickte nachdenklich geradeaus. Jarred wartete und nahm sich erneut von einer süßen kleinen Köstlichkeit. “Mit 16, na ja, fast 17!”, antwortete Shinjiro und atmete tief ein. “Möchtest du darüber reden?” fragte Jarred. Shinjiro setzte sich in eine andere Position und schüttelte fest mit seinem Kopf: “Hitomi und ich sind dabei, es abzugleichen.”, erklärte er, um seinen Freund nicht im Regen stehen zu lassen. Jarred nickte, er würde Shinjiro die Zeit geben, die er benötigte, doch sollte es zu lange dauern, würde er nachhaken und das wusste auch sein Gegenüber! “Und Gott?”, wechselte Jarred das Thema, er wusste, dass sein Freund einem theologischen Gespräch nicht auswich. Shinjiro betrachtete Jarred eine Weile und stellte mit seinem Blick die Gegenfrage. Jarred hielt dem Blick seines Freundes stand und begann zu nicken. Shinjiro sah weiterhin Jarred an und nickte selbst: “Ja, die Tatsache, dass wir nach ihm fragen, beweist, dass es ihn gibt!”, sagte er ruhig. “Seit wann?”, fragte Jarred, er wusste zwar den Hintergrund, doch so tief und klar hatten sie beide noch nie darüber gesprochen. Shinjiro lehnte sich wieder in seinem Sessel zurück und blickte kurz vor sich, bevor er erneut Blickkontakt mit Jarred aufnahm:
“Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?” zitierte Shinjiro und setzte weiter an: “Das steht im Römer, ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich es gelesen habe. Dieser Vers ist unser Verlobungsspruch. Ich gebe zu, heute klingt er sehr trotzig, das finden Hitomi und ich auch. Aber damals standen viele gegen uns… sprach Shinjiro fest, aber sehr ruhig. Jarred nickte leicht. „Wir waren nicht älter als 14, als sie mir zum ersten Mal davon erzählt hat. Ich habe ihr einfach nur zugehört. Anfangs waren es nur nette Geschichten, doch nach und nach haben sich diese Geschichten immer mehr in mein Leben eingefügt. Damals habe ich das noch nicht so wahrgenommen, aber mit jeder weiteren Geschichte oder jedem Gebet, das sie mit mir geteilt hat, sah ich es in ihren Augen. Sie hat es ausgestrahlt… das tut sie übrigens heute noch.”, fügte er schmunzelnd hinzu. Jarred lächelte zurück, denn aus Shinjiros Augen strahlte es gerade genau so. “Jesus sagt: “Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid! Und ich werde euch Ruhe geben.” Und tatsächlich hat er das immer getan… immer!“, sagte er leiser und lehnte sich zurück.

„Er hält, was er verspricht!“, bestätigte Jarred. Shinjiro nickte und beide sahen wieder in Richtung des Parks, wo die beiden Frauen langsam wieder in ihr Sichtfeld kamen. Shinjiro zeigte mit einer Hand in ihre Richtung und sagte: „Sie kam in mein Leben, als ich versuchte, mich von allem um mich herum abzuschotten. Ich habe die Menschen um mich herum kaum noch wahrgenommen. „Ich erinnere mich an diese Zeit nur noch, wie durch einen grauen Filter, doch dann stand sie plötzlich vor mir und wollte mich verprügeln.“ Jarred musste grinsen. „Ich habe sie ‚Ziege‘ genannt und sie war beleidigt.“ und er konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Jarred lachte und kommentierte das Bild, das er vor sich sah: „Der Beginn einer wunderschönen Liebesgeschichte.“ Shinjiro bestätigte das Grinsen seines Freundes mit einem Seitenblick: „Seitdem verging kein Tag, an dem ich nicht an sie gedacht habe.“
Jarred war gerührt von dem, was ihm sein Freund da erzählte, und er hatte langsam eine Ahnung, worauf Shinjiro hinaus wollte. „Er hat sie an deine Seite gestellt!“, sagte Jarred. Shinjiro nickte: „Ja, … Verdient? … Nein! … Es ist reine Gnade.“ sagte Shinjiro und beobachtete die beiden Frauen, die amüsiert in eine Richtung schauten und wandte sich wieder Jarred zu.

„Weißt du, was ’30 Grad links‘ bedeutet?“ Jarred hob die Augenbrauen, er wusste gerade nicht, worauf Shinjiro hinauswollte. „Ja!“, antwortete er dennoch. Shinjiro lachte kurz etwas sarkastisch auf: „30 Grad links bedeutet nichts! Es ist ein letzter verzweifelter Versuch, eine Hoffnung. Ein solches Manöver gelingt vielleicht einmal bei 50 Versuchen und das auch nur mit sehr viel Glück. Seitdem habe ich es nicht einmal mehr geschafft! Das ist wie diese Floskel vor einem Kampf: ‚Keiner bleibt zurück!‘, obwohl jeder weiß, dass es nicht umzusetzen ist. Aber es ist die letzte Hoffnung, die der Mensch hat. Das Manöver vor 17 Jahren war weder Können noch Glück. Denn ich war zu gar nichts mehr fähig, an alles, was ich mich erinnere, ist diese Stille und diese unglaubliche Helligkeit in diesem Kanal, obwohl es um mich herum nicht still gewesen sein konnte!“, berichtete Shinjiro. Und in Jarred Erinnerungen erschien der letzte Akt des Kampfes vor 17 Jahren und atmete tief ein und aus.
„Diese Stille habe ich schon einmal erlebt, damals auf der Brücke …“ Jarred erinnerte sich an diese Geschichte, als Shinjiro sich im Alter von 13 Jahren mit seinem Fahrrad von der Brückentreppe stürzen wollte. „Du hast also alles bis zum Ende mitbekommen?“, fragte Jarred nach, er konnte es kaum fassen und hatte immer gehofft, dass Shinjiro bewusstlos geworden war. „Ja, aber wie gesagt, es war nicht schlimm, ich sah diejenigen, die ich liebe!”
„Jeder Atemzug ist reine Gnade und eine Chance! Das wurde mir tatsächlich erst bewusst, als ich zurückkam und allein in der Suite stand.“ erzählte Shinjiro weiter. Jarred nickte und fragte sich, war er täglich dankbar für das, was er hatte? Er würde sich wohl demnächst auch wieder mehr damit befassen! Auf alle Fälle freute er sich, dass Shinjiro seine Sprache wiedergefunden hatte und musste lächeln: “Gut, dass du wieder sprichst, ein First Grad ohne Stimme wäre kompliziert!” Shinjiro musste lachen: “Das bin ich auch mit, aber davon abgesehen, es wäre interessant.” Jarred lachte auf, er würde Shinjiro dieses Spielchen sogar zutrauen! Die Damen kamen wieder zurück an den Tisch.

Absatz #2
Eine Woche später:
Saber betrat das Offizierskasino mit dem Ziel, sich heute um den liegengebliebenen Schreibkram zu kümmern, bevor Captain Hikari das Kommando wieder übernehmen würde. Er hoffte, dass Colt ihm dabei helfen könnte, sobald er mit seinen Aufgaben auf Ramrod fertig war. Als er die untere Etage des Casinos betrat, musste er etwas frustriert feststellen, dass alle Séparées besetzt waren. Es war ungewöhnlich viel los, fand der Schotte als er sich genauer umsah. So entschied er sich, die Treppen hinaufzugehen und hoffte, zumindest noch einen Fensterplatz ergattern zu können. Allein in ein Büro wollte er sich nicht zurückziehen!
Colt ließ sich von Dave noch einige Feinheiten am Bronco Buster erklären, währenddessen beschlossen sie, auch noch eine kleine Runde zu drehen. “Echt? Wolltest du dich nicht zusammen mit dem Säbelschwinger um die heißgeliebte Büroarbeit kümmern?” fragte Fireball frech grinsend in die Unterhaltung der beiden hinein. Dave und Colt sahen auf: “Und welchen Job schwänzt du gerade, Kurzer?” wollte Dave wissen und nahm seine Sonnenbrille ab. Fireball rollte demonstrativ mit seinen Augen. “Ich bin die Bodenkontrolle für euer Seifenkistenrennen!” konterte er. Doch jetzt war es Colt, der seine Hände in die Hüften stemmte: “Meine Seifenkiste, hat dir den Hintern freigehalten, damit du mit dem dicken Ramrod einen Freiflug hattest!” erinnerte er seinen Freund und zeigte Richtung Parkposition. “Dick? Du bezeichnest Ramrod als Dick, du spinnst doch, warte bis April das hört!“ drohre der Japaner darauf: “Ramrod fliegt euch in Grund und Boden, wenn ich mit den sogenannten Dicken nur ein wenig Schub gebe, fliegen eure Pappschachteln weg!”
Dave und Colt sahen sich an: “Pappschachteln?” wiederholten sie gleichzeitig und griffen nach dem Japaner und zogen ihn in den Hangar, die Waterjet Dusche war längst überfällig. Im Hangar angekommen, stoppten sie abrupt: “Gibt es irgendein Problem?” fragte Connel McGraeff, der zusammen mit König Jarred, Lorenz und Captain Hikari im Hangar stand und dem König die neu eingetroffenen “Arrow Striker” für die königliche Flotte präsentierte.

Dave ließ Fireball sofort los und salutierte der Gruppe entgegen. Der Cowboy löste ebenfalls seinen Griff und musterte den Vater seines Hombres, der mit verschränkten Armen vor ihnen stand und die Szene schweigend beobachtete. Er hatte sichtlich abgenommen und schien nicht offiziell im Dienst zu sein. Darauf ließ zumindest seine Zivilkleidung schließen. Colt salutierte ebenfalls und stieß mit seiner linken Hand Fireball gegen die Schulter, der noch ganz perplex von Dave’s und Colts Aktion war. “Nein Sir!” antwortete Dave für alle und legte Fireball demonstrativ einen Arm um die Schultern.

Connel McGraeff roch natürlich die kleine Verschwörung und sah nun zum Sohn des First Grads, um dessen Version der Geschichte zu hören. Fireball löste sich aus Dave’s liebevoller Umarmung. “Ich war dabei für die … Arrow Striker … einen Slot zu organisieren…”, das Wort Seifenkiste verkniff er sich schmerzhaft in Anwesenheit der Obrigkeiten. Jarred blickte kurz zu Shinjiro, der in sich hinein grinste, das erkannte der König an dessen Blick sofort. “Ähm, ja, Genau.” nickte Dave und gab Fireball einen kleinen Schubs nach vorn, damit dieser verschwindet. Colt musste jetzt auch grinsen, das kleine Schauspiel gefiel ihm. Fireball ging an Lorenz und den anderen vorbei und murmelte sehr leise auf Japanisch: “Ich fasse es nicht einen Start Slot für Seifenkisten!” als er an seinem Vater vorbeiging. Captain Hikari sah weiterhin zu Wilcox und Dave konnte sich aber nach dem Gehörten sein Grinsen nicht mehr ganz verkneifen.
“Abtreten! …der Waterjet ist leider außer Betrieb!” sagte McGraeff gespielt, bedauernd und zeigte jetzt seinen Gästen an, ihren Weg im Hangar fortzusetzen. Dave und Colt sahen sich an.
“Der Grade ist vor Ort!” erreichte Saber eine Nachricht auf seinem Communicator und musste lachend mit seinem Kopf schütteln. “War klar, dass sein Scharfschütze auch gleich auf diesen traf.” Verwundert war Saber trotzdem, denn offiziell schien Captain Hikaris Besuch auf dem Stützpunkt nicht zu sein. Die Frage, die ihn jetzt jedoch mehr beschäftigte, war: “Wo bleibt die Klatschtante Colt?” und legte seinen Com wieder zurück auf den Tisch und blickte zu Royu, zu dem er sich ins Séparée gesetzt hatte und ebenfalls vor einem Stoß Arbeit saß. “Ach!” kam es vom Japaner und legte sein Tablet auf den Tisch. “Stimmt etwas nicht?” fragte der Schotte und wunderte sich im nächsten Augenblick über seine Neugier. Royu blickte zum jungen Major: “Hängen Sie es nicht an die große Glocke, aber in den nächsten 5 Tagen geht es für die stationierten Einheiten zurück nach Yuma!”
Saber hob überrascht seine Augenbrauen und loggte sich in die Stabs-Benachrichtigungen ein. Und tatsächlich, Hikari kommandiert die Einheiten des Oberkommandos und 50 Prozent der Delegation zurück ins Oberkommando. Saber atmete lange aus: “Das dürfte für Yuma eine logistische Herausforderung werden!” dachte er.
Dave und Colt saßen in ihren Strikern und rollten zum Übungsfeld und erwarteten den “Take-off” des Towers.
Saber und Royu sahen auf, als sie einen schweigenden Besucher an ihrem Tisch bekamen. Der Schotte musterte den Neuankömmling: “Du bist nicht Colt!” sagte er darauf feststellend. “Puh, da habe ich aber Glück!” antwortete Fireball, der von seinem Platz aus auf das Rollfeld sah. Royu grinste und widmete sich wieder seinem Tun.
Saber legte seinen Stift ab und fragte jetzt genauer nach: “Wo ist Colt?” Fireball hob eine Hand: “Da…” und zeigte nach draußen in den Himmel. Saber blickte nach draußen und kniff seine Augen zusammen, in der Ferne erkannte er zwei Arrows und atmete frustriert aus.
“Würdest du?” fragte Lorenz, der neben Hikari stand und die Arrows am Himmel beobachtete: “Nein!” kam es schnell von Shinjiro und er nahm seine Sonnenbrille ab, als sie in das Hauptgebäude betraten. “Das Oberkommando ist etwas in Panik, wegen der Truppenverlegung.” berichtete Lorenz während sie den Gang Richtung Offizierskasino entlang liefen. “Sie haben genug Zeit…” war Shinjiros Kommentar zu den wohl internen News, die ihm Lorenz da gerade mitteilte.
Lorenz lachte: “Das Oberkommando ist dann, nennen wir es mal, komplett ausgebucht.” Shinjiro sah auf, immer wieder blieben Offiziere stehen, nickten und salutierten ihm zu, was nichts Ungewöhnliches war, doch etwas schien heute anders zu sein. Shinjiro lief weiter: “Wie sieht der Plan aus?” fragte er seinen Air Base Captain und bog in das Offizierskasino, das er noch nie so voll gesehen hatte, ein.
Lorenz und Hikari erreichten die ersten drei Stufen der Treppe: “Sir!” hallte eine Stimme durch den unteren Teil, Captain Hikari und Lorenz drehten sich etwas überrascht der Stimme zu und blickten in die Gesichter der Offiziere, die sich langsam vor der Treppe versammelten. Nach wenigen Augenblicken, der Stille, nahm ein Sergeant gut hörbar die Grundposition ein, streckte sich durch und salutierte, darauf taten es ihm alle anderen gleich. Captain Hikari blickte weiter still in die Gesichter der Männer und Frauen, die seinen Blick fest erwiderten.
Auch auf den Gängen, von den man in das Casino blicken konnte, standen Menschen, die am Kampfgeschehen vor ca. fünf Wochen direkt und indirekt beteiligt gewesen waren. Sein Rundumblick endete bei Lorenz, der ihm an grinste: “Willkommen zurück First Grad!” sprach Lorenz dann etwas lauter, damit es alle hörten.
Captain Hikari musste leicht schmunzeln und salutierte nun auch Lorenz und darauf allen Anwesenden zu. Ein Nicken seinerseits beendete das Strammstehen und er ging langsamer als zuvor unter Applaus die Treppenstufen hinauf, wo ebenfalls Offiziere, darunter Saber, Fireball und Royu standen. Royu zeigte seinem Bruder den Weg in das Séparée an, damit Shinjiro aus dem Sichtfeld kam.
Shinjiro atmete tief ein, auf so einen Empfang war er nicht vorbereitet gewesen und setzte sich. sah zu Lorenz, dieser schüttelte mit seinem Kopf: “Damit habe ich nichts zu tun, das nennt man Buschfunk!” grinste er, auch ihm hatten „Der Grande ist im Haus” Nachrichten erreicht. Saber hörte das Gesagte und verstand jetzt Colts plötzliche Tratschtanten-Ambitionen. Gerührt war der Schotte, was eine dankbare und vertrauens-signalisierende Geste! Fireball verabschiedete sich von der Gruppe und verließ stillschweigend das Offizierscasino.
Saber sah seinem Piloten noch kurz hinterher und setzte sich dann an den Tisch. Und begrüßte den jetzt Captain persönlich: “Sir, es ist schön, sie wieder hier zu haben!” Hikari musterte darauf seinem Major und nickte diesem zu, danach wandte er sich an Lorenz: “Also er freut sich…” zeigte dabei auf Saber und grinste den Deutschen entgegen. “Hmm!” kam es langgezogen von Lorenz: “Ich habe mich auch gefreut, dass du wieder da bist!” kam es darauf von Lorenz. “Was machst du hier?” Ist kein Freuen, sondern ein Synonym für, “Ich habe nicht aufgeräumt!”konterte Shinjiro darauf.
Lorenz sah darauf Hilfe suchend zu Royu, dieser lachte dem aschblonden Captain entgegen und zeigte auf seinen Bruder und auf sich: “Versteht ihr jetzt, dass ich der Sonnenschein dieser Familie bin?” Lorenz sah zum Schotten, der sich beinahe an seinem mittlerweile kalten Kaffee verschluckt hatte: “Entschuldigung!” kam es von Saber, der sichtlich versuchte, seine Fassung zu wahren. “Ruf das nächste Mal vorher an, dann besorge ich Blumen!”, sagte Lorenz darauf fest zu Shinjiro und lehnte sich in seinem Stuhl etwas eingeschnappt zurück.
“Das Aufstellen der Truppen und das ab-kommando hätte genügt!” erwiderte der Hikari darauf, Saber nickte, er wusste, dass dieser Seitenhieb von Hikari vor allem an ihn ging und räusperte sich: “Sir, wir, ich war mir nicht …”, weiter kam Saber nicht, Hikari unterbrach den Schotten: “Die Anweisung war klar und wenn ich mich nicht auf meinen Stab während meiner Abwesenheit verlassen kann, habe ich wohl den falschen!”, sagte Captain Hikari fest und sah in die Runde. Royu spitzte seine Lippen und sah jeden am Tisch abwechselnd an.
“Bis morgen!”, sagte der Captain und stand auf. Saber und Lorenz erhoben sich, um ihn zu verabschieden. “Ja, er ist wieder da!”, nickte Lorenz vor sich hin und setzte sich wieder. Saber pustete seine Luft scharf aus seiner Nase aus: “Ja!”, antwortete der Schotte und nahm auch wieder Platz, um das Programm der “Truppen Koordination” aufzurufen. Nur um es danach gleich wieder zu schließen: “Es ist alles fertig!”, kommentierte Saber und warf seinen Pen vor sich auf den Tisch, er wurde gerade sauer.
Absatz #3
Colt stieg aus seinem Bronco Buster aus und war begeistert. Er fand, dass er die neuen Tricks und Kniffe voll draufhatte! Die beiden bedankten sich für den Flug und sahen grinsend auf die Arrows, die in der untergehenden Sonne glänzten.
„Ein schönes Bild!“, kommentierte der Lockenkopf grinsend den Anblick. Und schiere im nächsten Moment erschrocken auf. „Taufe, Cowboy!“ und eiskaltes Wasser lief ihm den Rücken hinunter. Colt machte einen Satz nach vorn und fuhr sich fluchend über den Nacken. Die Besatzung der Detroit, die sich inzwischen hinter ihm versammelt hatte, brach in schallendes Gelächter aus. „Ist das Square Dance oder ein texanischer Regentanz?“, fragte man sich, Dave winkte ab: „Nee! Das ist der seltene Cowboy-Lachs, der nur bei kaltem Wasser springt!“ Steve schüttelte grinsend mit seinem Kopf. „Versuch bloß nicht, damit Geld zu verdienen, du verhungerst!“ – „Ich hab schon bessere Tänzer gesehen und die hatten beide Beine eingegipst!“ Colt lachte auf und sah tropfend in die Runde mit einem gespielt beleidigten Blick. “Das war gelungen!” ging er auf die Jungs zu und bedankte sich mit einem Handschlag. Dave, der wie immer seine Fliegerbrille auf der Nase hatte, trat vor Colt: “Willkommen im Arrow Striker Team, First Lieutenant!“ und salutierte, Colt grinste breit und tat es Dave gleich. Die jungen Männer gingen zurück in den Hangar, die Stimmung war ausgelassen. Colt bildete das Schlusslicht und sah seinen Landsmännern nach, er fühlte sich pudelwohl, “warum war ihm nie in den Sinn gekommen, zur Army zu gehen?” fragte er sich und musste im nächsten Moment nickten, als es ihm wieder bewusst wurde, warum er hier war!
Saber und Lorenz haben sich in das Büro auf dem Stützpunkt zurückgezogen, um Rücksprache mit Yuma und Alamo zu halten, auch dort wusste man bereits seit einigen Stunden Bescheid. Rosso der via Hypercom zugeschaltet war, klärte die beiden auf: “Wie ihr dem Plan entnehmen könnt, werden in den nächsten 24 Stunden Truppen aus England, Japan und ein Abkommando aus Frankreich unter Général Charlier sein, angesichts der Feierlichkeiten für die Hochzeit, des Kronprinzen, diese verlassen, Jarr darauf zu 90 Prozent auch wieder Richtung Erde.” begann Rosso zu erklären.
Saber nickte und machte sich Notizen. Für den militärischen Akt hatte Saber schon vor einigen Tagen aus dem Palast einen genauen Ablaufplan bekommen. Dieser Akt machte einen kleineren Teil der Feierlichkeiten aus, aber es würde ein sehr aussagekräftiger werden. “Die Engländer werden mit einer 200 Mann Besatzung eintreffen, darunter werden 40 Mann des schottischen Marine-Corps sein. Der Befehlshaber ist ein gewisser: General-Major George und unter aller Ehren ihr Vater General Lancelot, er wird symbolisch Schottland vertreten!”, teilte Rosso Saber mit.
Der Highlander nickte, er wusste, dass sich das sein Vater nicht nehmen lassen würde. Rosso fuhr weiter fort mit seiner Ankündigung: Die Delegation der Amerikaner bleiben weiterhin auf Jarr vertreten! Nach der militärischen Zeremonie setzen zwei US-Schiffe ihren Weg nach Alamo und Yuma fort, wo sie bis auf Weiteres stationiert bleiben. Welche es sein werden, liegt in McGraeff’s eigenständigen Ermessen.
Saber strich die Mannstärke zum aktuellen Zeitpunkt an und war beeindruckt. “Die Japaner kommen mit zwei Schiffen, die Yugana und Hiasu begleitet werden sie von 5 Jets.” Lorenz nickte: “Ja, das ist mir bekannt! Die Jets unterliegen vor Ort meinem Befehl!”, teilte Lorenz mit. Rosso nickte: “Der Befehlshaber ist ein Admiral Ito, sie werden nur für die Feierlichkeiten vor Ort sein, die Hiasu und die Jets setzen wie die Amerikaner zwei Tage später ihren Weg nach Yuma fort.” Beendete Rosso und legte, den Plan bei Seite. “Eine schöne Mischung!” kam es von Lorenz. Saber nickte und sah in die Runde: “Wie viel Freiheit obliegt uns für ein symbolisches Statement?” wollte Saber von den beiden wissen. “Was schwebt ihnen vor, Richard?” Saber musste schmunzeln und erklärte.
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