Ramrod landete auf Alamo, auf denen die geringsten Schäden verzeichnet wurden. Noch während der Landung wurde Ramrod von den Kadetten mit großer Freude empfangen. April begrüßte ihren Vater, beide hatten sich seit der letzten Schlacht nicht mehr gesehen. Team Ramrod waren zu Vorbildern geworden, die jungen Kadetten konnten sich gut mit den vier Star Sheriffs identifizieren, eben weil sie noch so jung waren und mit dem Friedenswächter Ramrod, dem Flaggschiff des Oberkommandos unterwegs waren.
Commander Eagle und die weiteren Befehlshaber ließen die Kadetten die vier in Empfang nehmen, es steigerte bei den jungen Menschen den Willen, sich weiterhin anzustrengen, um ihre Ziele zu erreichen! Und so ein bisschen Ruhm tat den Vieren auch mal gut, dachte sich Charles. Colt genoss es sichtlich, April und Fireball sahen sich erst fragend an, aber stiegen in die ansteckende Freude mit ein und so manches beklemmendes Gefühl löste sich. Saber war von dem Jubel erst sehr überrascht, doch er gestand es seinem Team zu, verdient hatten sie es allemal! Nach der Begrüßung trennten sich die Wege der vier, um sich in ihren Bereichen umzusehen.
Saber betrat zusammen mit Commander Eagle die Akademie und ließ den Blick durch die Flure schweifen. Hier hatte er seine Ausbildung zum Strategen begonnen und gleichzeitig die klassische Kadettenausbildung absolviert. General Whitehawk und seine Ausbilder hatten sein Talent damals schnell erkannt und gezielt gefördert. Ein leichtes Schmunzeln huschte über Sabers Gesicht, als er sich daran erinnerte, dass selbst sein Vater damals Bedenken gehabt hatte, ihm in so jungen Jahren ein eigenes Team anzuvertrauen. Doch auch dank seines Vaters, der ihm immer den Rücken gestärkt hatte und mit Tipps zur Seite stand, hatte Saber seine Intuition vertraut und konnte sich nach wie vor auf diese verlassen.
„Herzlich willkommen, Richard!“ schüttelte der Direktor, sichtlich stolz, die Hand des Schotten. „Bitte nehmen Sie Platz, entschuldigen Sie den verspäteten Empfang, es war doch sehr kurzfristig”, begründete der Direktor seine Verspätung, als sie sich an den Meeting-Tisch setzten.
Commander Eagle lachte kurz auf: „Du hast vergessen zu erwähnen, dass die Kadetten uns mit Meuterei gedroht hatten!“ fügte er noch hinzu. Alle lachten auf: „Das nächste Mal werden wir unter Radar anreisen!“, schlug der Schotte vor. Kaffee wurde serviert.
April war mit Ilka im Labor verabredet. Colt und Fireball setzten, nachdem sie die Blondine verabschiedet hatten, ihren Weg über das Gelände fort. „Hast du auch eine Verabredung, Cowboy?“, fragte Fireball, als er April nachsah. Colt richtete seinen Hut. „Noch nicht!“, antwortete er und ließ seinen Blick über das Gelände schweifen. Eine Gruppe junger Frauen lief wenige Meter an den beiden vorbei. Colt sah ihnen nach Fireball beobachtete das Schauspiel, atmete tief ein und rollte mit seinen Augen. „Unverbesserlich!“, murmelte er und ging weiter. „Hey, wo willst du hin?“, rief Colt seinem Freund nach und folgte ihm. „Robin Bericht erstatten!“ – „Was denn, was denn, die vier haben doch nur freundlich geguckt.“, verteidigte sich der Lockenkopf. Fireball lachte: „Ich guck’ dich auch freundlich an und du gerätst nicht ins Träumen!“, erwiderte Fireball darauf frech grinsend. Der Cowboy lachte und stemmte seine Hände in die Hüften: „Hombre, an die Träume mit dir habe ich mich gewöhnt. Und keine von den Ladies hier kommt nie, nicht an Robin heran!“
Absatz #2
Shinjiro zog sich an, Doctor Morel hatte ihn untersucht. In den letzten Tagen hatte er sich aktiviert und konnte wieder ohne größere Einschränkungen laufen und hatte so etwas wie einen Tag, Nacht Rhythmus. Doch eines war auffällig: sein schneller Leistungsabfall, mehrmals am Tag musste er Pausen einlegen und hatte ab und zu einen hallenden Husten. Morel setzte sich in einen der gemütlichen Polstersessel und zeigte dem ihm an, es auch zu tun! „Nun, nach vier Tagen, kann ich eine sichere Diagnose stellen!“, begann Morel und trug etwas auf dem Tablet ein. Shinjiro setzte sich auf das Sofa dem Doctor gegenüber und wartete ab.
„Die Lungenentzündung hat sie körperlich sehr geschwächt, was auch nicht zu übersehen ist!“, sagte Morel und blickte Shinjiro entgegen, er hatte schnell an Gewicht verloren und so, wie es aussah, auch seine Stimme. Denn egal wer mit ihm ein Gespräch beginnen wollte, Shinjiro hörte einfach nur zu, ein Nicken, als Antwort war schon das höchste der Gefühle. Sogar Jarred hatte Mühe, seinen Freund zu irgendeinem kommunikativen Austausch zu bekommen. Was genau das zu bedeuten hatte, wusste Morel noch nicht, so beschränkte er sich erst einmal nur auf die körperlichen Symptome.
Colt und Fireball hörten Colonel Murry im Hangar aufmerksam zu, als der alte Fluglehrer acht Kadetten einen der neuesten Kampfjets des Oberkommandos erklärte. Kurz darauf wurde Murry von einem Fluglehrer abgelöst, der den technischen Teil der Einweisung übernahm. Ganz in alter Murry-Manier begrüßte er die beiden und beglückwünschte sie zu ihrem erfolgreichen Einsatz. „Wie es aussieht, gibt es genug Anwärter!“, sagte Fireball und zeigte auf die Gruppe der Kadetten. Murry nickte: „Anwärter, ja. Doch der Zunder fehlt! Herzblut, Begeisterung und die Liebe zu diesem Maschinchen. Von zehn bringen vielleicht vier die richtige Leidenschaft mit“, erzählte der Ältere. „Zunder, also…“, sagte Fireball und ging auf den neuen Jet zu. Morel nickte: „Ja, Zunder mit ein bisschen Aggressivität, was man durchaus benötigt als Kampfpilot!“, fasste Murry noch einmal zusammen.
Colt lief grinsend neben dem Fluglehrer her und beobachtete seinen Freund. „Darf ich?“, fragte Fireball und zeigte auf den Jet. Murry machte eine Handbewegung und Fireball stieg die Treppe hinauf, die zum geöffneten Cockpit führte, ließ seinen Blick über die Systeme schweifen und war begeistert.
„Wie ich gehört und vor allem gesehen habe, konnten sie den Arrow Stricker schon erfolgreich im Kampf einsetzen!“ sprach Murry und Colt nahm etwas Schuldbewusst seinen Hut ab und ging sich durch seine Locken. Wusste er doch, dass er den Bronco ohne eine zulässige Lizenz geflogen hatte. „Nun, Sir, ja!“, gab er zu. Murry grinste: „Ich verbuche den Einsatz als Kriegs relevant!“ Da pustete Colt erleichtert seine Luft aus, auf ein Untersuchungsverfahren hatte er nun so gar keine Lust! „Ihr Vorgesetzter Major Lancelot sieht es im Übrigen genauso”, fügte Murry noch mit an. Darauf konnte der Cowboy auch wieder grinsen.
„Dann gibt es also tatsächlich Fluglizenzen für Seifenkisten?“ Murry und Colt drehten ihre Köpfe Richtung Jet. „Sie wollten Zunder, Colonel?“ knurrte der Cowboy und zeigte auf Fireball, der vor dem geöffneten Verdeck des Kampfjets stand und die beiden breit angrinste. „Jetzt zeige ich dir Zunder, Hombre!“, sagte er und ging auf die Treppe zu. Fireball riss seine Augen auf und sprang in das Cockpit, als der Cowboy die Treppe verschob.
Absatz #3
„Ihre Herztöne sind in Ordnung, doch ich höre seit Beginn ihrer Lungenentzündung ein systolisches Herzgeräusch.“ begann Morel und machte eine Pause. Shinjiro sah den Doctor nur ruhig an. Und Morel begann zu erklären: „Wahrscheinlich hat sich der verschleppte Infekt auf das Herz gelegt und die Lungenentzündung trug nun nicht dazu bei das es besser wurde, das kann alles schon mal aus dem Takt bringen, die Behandlung wird etwas langwierig sein, Training ist bis zu einer gewissen Herzfrequenz erlaubt, allerdings dürfen sie so lange bis das Geräusch verschwunden ist, nicht selbst Fliegen.“ beendete der Doctor seine Diagnose.
Shinjiro lehnte sich zurück und nickte nur leicht. „Ich werde sie auf Medikamente einstellen, nichts dauerhaftes, aber die Systolis auszuheilen.“ Shinjiro nickte darauf erschöpft und ging sich einatmend durch die Haare. Ein Schweigen entstand zwischen den beiden. Morel nahm seine Lesebrille ab und musterte den Captain einige Zeit: „Fällt es Ihnen auch schwer zu sprechen?“, fragte er ruhiger. Shinjiro blickte zu Morel und atmete abermals tief ein, beim Ausatmen konnte man so etwas wie ein Lächeln. Und er schüttelte mit seinem Kopf. Dr. Morel nickte darauf, als er merkte, dass er auch diesmal keine Antwort bekommen würde: „Ich weiß, dass sie mit ihrer Frau reden, nicht viel, aber sie tun es.” sagte Morel feststellend, wartete einige Augenblicke und stand auf: „Ich kann mir vorstellen, dass viel in ihnen los ist, Shinjiro. Vielleicht hilft es ihnen, wenn sie sich auf eines dieser Dinge konzentrieren!“ Shinjiro sah zu Morel, der Arzt nickte ihm zu und verließ das Zimmer.
Eine Weile sah Shinjiro dem Arzt nach, setzte sich darauf entspannter in das Sofa und lehnte seinen Kopf nach hinten und sein Blick fiel auf den Nachttisch. Langsam stand er auf und nahm fragend das kleine rote Spielzeugauto in seine Hände und drehte es einige Male und plötzlich fühlte sich das Auto viel schwerer an und es wurde immer unschärfer.
+++ Flashback+++
Er krabbelte über weiche Tatami Matten vor ihm erstreckte sich ein langer schmaler Flur eines traditionellen japanischen Hauses. Die Nachmittagssonne fiel durch die Shoji-Schiebetüren und tauchte den Gang in ein warmes, goldenes Licht, er lachte, das Schattenspiel gefiel ihm und er klatschte vor Freude in seine kleinen Händchen. Neugierig hielt er inne und sah sich um. Dabei erschrak er etwas, sah sich um und verzog leicht sein Gesicht, denn der Flur war plötzlich ganz fremd… Da glitt leise eine Shoji Schiebetür zur Seite. „Da bist du ja, wo ist denn Obāsan…Bist du ein Entdecker? Fragte die junge Frau mit einer ihm vertrauten sanften Stimme und kniete sich zu ihm und lächelte ihn liebevoll an, strich ihm sanft über seine Wange und hob ihn behutsam auf ihre Arme. Sofort nahm er ihren vertrauten Duft wahr und wurde ruhig, schmiegte seinen kleinen Kopf an ihre Schulter, lauschte ihrem ruhigen Herzschlag und schloss zufrieden seine Augen.
+++Flashback Ende+++
Die Erinnerung löste sich langsam auf. Shinjiro blinzelte einige Male und das Bild von dem Auto in seiner Hand wurde wieder schärfer. Er atmete tief ein und ein sanfter Geruch stieg ihm in die Nase, den er nicht deuten konnte. Er setzte sich auf das Bett und stellte das Auto wieder auf den Nachttisch und sah sich um…
Absatz #4
„Wie ich sehe, ist das zwischen den beiden nicht besser geworden!“ Hallte die Stimme des Direktors durch den Hangar. „Doch Sir, mittlerweile wollen sie sich nicht mehr umbringen!“, scherzte Saber recht schottisch. Charles musste grinsen. „First Lieutenant Hikari, was machen sie in einem zehn Millionen Dollar teuren Jet, der, soweit ich weiß, nicht ihrer ist!“, kam es streng und fordernd vom Direktor. Colt zog seinen Kopf ein und schob so unauffällig und vor allem vorsichtig die Treppe wieder an den Jet.
Saber beobachtete es aus seinem Augenwinkel und drückte sich ein Grinsen weg. „Nun, ähm!“, suchte Fireball nach einer Erklärung. „Ich habe ihm erlaubt, sich den Jet anzusehen.“, rettete Murry schnell. Fireball erreichte den letzten Treppenabsatz und salutierte den Neuankömmlingen zu. Und Murry stellte den Anwesenden den neuen Jet vor.
Nach der Vorstellung verließen Saber, Colt, Fireball und Commander Eagle den Hangar. Und gingen gemeinsam durch die schattenspendenden Grünflächen, um sich die neuen Truppenübungsplätze anzusehen. Dabei unterhielten sich Charles und Saber über alles Mögliche, auch der Zustand von Captain Hikari war ein Thema.
„Um den Laden in Schwung zu bringen, fehlt Werbung und gute PR!“, grätschte Fireball in die laufende Unterhaltung. Alle verstummten und sahen ihn fragend an. Fireball spürte die Blicke auf sich, ups, da hatte er wohl seine Gedanken, in die er so vertieft gewesen war, laut ausgesprochen. „War nur so..“, sagte er entschuldigend und dachte weiter nach. „Hm …!“, hörte man darauf Commander Eagle. „Erzähl!“, forderte daraufhin der Schotte Fireball auf. Der Japaner sah sich kurz um und begann: „Wisst ihr, was das für eine Uhr ist?“ fragte er in die Runde. Saber und Eagle machten im ersten Moment ein fragendes Gesicht: „Klar, eine CJP-Smartwatch, eine der neuesten!“, antwortete der Cowboy überraschend. Fireball grinste: „Richtig, woher weißt du das?“ Saber blickte zu Colt, Charles Blick ruhte noch auf den jungen Hikari, er verstand gerade nichts. „Hombre, ich habe in den letzten Monaten mehr Zeit in Wartezimmern mit dessen Lektüre verbracht, als du hinterm Steuerknüppel, außerdem schaue ich abends gerne Fernsehen.“ Saber atmete leicht ein, er glaubte zu wissen, worauf Shinji hinaus wollte.
Fireball nickte: „Genau, man konnte sie nicht übersehen, alle Informationen gab es, egal wo, ob Zeitungen, TV, Internet, es nervte schon, ich wollte sie nicht und was habe ich gemacht?“ Charles verstand. „Du hast sie gekauft!“, und der ältere schob seine Uniformjacke etwas nach oben, und an seinem Handgelenk prangte die neue CJP-Smartwatch, nur in einem etwas gesetzteren Design. Saber musste lachen. „Das Oberkommando muss sich zeigen, da, wo sich die Zielgruppe befindet! Jeder kennt das KOK, aber was wir hier alles genau machen, wissen wenige und wenn, nur mit Abstand.“ Eagle verschränkte nachdenklich seine Arme: „Werbung, bis es wehtut.“ Fireball nickte: „Genau, überall!“ Saber strich sich kurz über sein Kinn und zeigte auf seinen Piloten: „Und du bist genau der Richtige dafür.“ Darauf entglitten Fireball alle Gesichtszüge.
„He, he, hehehehehe …“, begann Colt loszulachen, als er das entsetzte Gesicht seines Freundes sah. „Und du auch!“, grinste Saber nun Richtung Cowboy. „Oh, Mann!“, hörte Colt schlagartig auf mit Lachen. „Die Presse-Abteilung hatte sowas schon geplant, es wurde damals, nach der Vereidigung, wegen der unschönen Sache aufgeschoben..“, erinnerte sich Charles und lief mit Saber weiter.
Colt und Fireball blieben zurück und sahen den beiden nach: „Na toll, jetzt ende ich als Maskottchen!“, kam es von Colt und sah blitzartig neben sich. „Shinji!“, knurrte er und ging einen Schritt auf Fireball zu. Fireball trat darauf zwei zurück, hob seine Hände und wurde etwas schneller mit seinem Rückzug, doch ein Grinsen konnte er nicht unterdrücken: „Und jedes Jahr einen Kalender, der schärfsten Scharfschützen, oder so …!“ setzte er witzelnd noch mit drauf.
„Sobald Lumen Energie auf das Schiff trifft, wird sie damit um 80 Prozent neutralisiert.“ stellte Ilka einen neuen externen Prototyp vor, der die Schiffe manövrierunfähig hielt. „Das ist perfekt, die Schiffe müssen damit nicht tagelang umgerüstet werden!“, sagte April fasziniert und neigte sich über das Gerät: um es genauer zu betrachten: „Nur was ist mit den restlichen 20 Prozent, je nach Stärke könnten diese zum Problem werden!“ sprach April ihre Gedanken aus. Ilka nickte: „Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lumen zur eigenen Energieversorgung zu nutzen!“ April richtete sich lächelnd auf: „Das ergibt viele neue Einsatzmöglichkeiten!“, sagte die Blondine begeistert.
Fireball und Colt überholten Saber und den Commander. „Ihn könnt ihr streichen, für euren PR Quatsch!“, rief Colt und zeigte Richtung Fireball, der schon einige Meter entfernt war und lief ihm nach. „Das erwähnen wir nicht!“, sagte Eagle. Saber schüttelte mit seinem Kopf: „Nein!“, stimmte er Charles grinsend zu. Und sie mussten lachen. „Wie soll das mit den beiden weitergehen?“, fragte Charles darauf. „Sir, ich hoffe auf das Alter, in 40 Jahren werden sie nicht mehr so schnell laufen können.“ Eagle lachte, sowas wie Colt und Fireball hatte er in seinen ganzen Dienstjahren noch nicht erlebt. Und doch musste der Commander zugeben, es brachte immer wieder Schwung ins Oberkommando: „Ich finde, es wird Zeit fürs Abendessen!“, merkte Eagle an. Saber blickte auf seine Uhr: „Ja, Sir!“, und grinste. „Die ist aber auch wirklich gut.“, bestätigte Charles, als er die CJP-Smartwatch ebenfalls am Handgelenk des Schotten betrachtete. Saber nickte und die beiden tauschten sich auf dem Weg zum Abendessen über die Smartwatch aus.
Hitomi öffnete vorsichtig die Tür, sie wollte Shinjiro ihn nicht wecken, falls er eingeschlafen war. Leise trat sie ein und entdeckte Shinjiro tatsächlich schlafend vor, allerdings saß er in einem Sessel und war beim Lesen eingenickt. Das aufgeschlagene Buch lag noch auf seinem Schoß, während sein Kopf entspannt an der Lehne ruhte. Ein sanftes Lächeln huschte über ihr Gesicht. Sie musste unwillkürlich schmunzeln und ging mit leisen Schritten auf ihn zu. Sachte, strich sie durch seine doch schon wieder längeren Haare.
Darauf öffnete er langsam seine Augen und sie lächelte ihm liebevoll zu: „Das Bett wäre bequemer!“, schlug sie vor und umarmte ihn. Shinjiro genoss ihre Umarmung und nahm ihren Geruch intensiv auf: „Danke..“, hauchte er ihr ins Ohr, Hitomi verstand, sie lösten sich nach wenigen Augenblicken und sie sah ihn tief in seine Augen. Shinjiro musterte Hitomi vor sich und blieb an ihren Augen hängen, er wusste, ohne dass es ihm jemand erzählt hatte, dass sie täglich von früh bis spät bei ihm gewesen war.
Absatz #5
Zwei Tage später
Ramrod hatte Alamo am frühen Abend verlassen und nahm wieder Kurs auf Jarr. An Bord freute man sich auf den sogenannten Heimflug. Sieben Tage waren sie auf Patrouille im Neuen Grenzland gewesen. Vor einem Jahr hätte das niemanden gestört, stellte jeder für sich fest. Die Nachricht, dass es Captain Hikari wieder besser ging, hatte Saber bereits erreicht. Sollte er trotz seines Krankenstands Anweisungen geben, würde ein Teil des Stabes auf Jarr vertreten sein. Somit würde Captain Lorenz bereits morgen wieder auf Jarr eintreffen.
Und kaum hatte Saber die Nachricht gelesen, erschien auch schon die nächste Mitteilung. Darin ordnete Captain Hikari an, den Militärstützpunkt auf Jarr nur noch mit einer Minimalbesetzung aus Yuma zu versehen. Im selben Atemzug erinnerte er an die anstehenden Truppenverlegungen. Saber lehnte sich darauf schmunzelnd zurück. „Ja“, murmelte er. „Dem Captain geht es definitiv wieder besser.“ musste er leicht grinsen.
Die Reduzierung der Truppen würde Saber nach der Landung direkt veranlassen. Nur mit den geplanten Truppenverlegungen wollte er sich jedoch weiterhin zurückhalten, um sicherzustellen, dass die Verteidigung des Sektors A bis zum Eintreffen der weiteren Delegationen der Erde aufrechterhalten blieb. An dieser Entscheidung würde er festhalten.
Absatz #6
Ein hungriger Cowboy schlich auf leisen Sohlen in die Küche. Es war inzwischen doch recht spät geworden. Robin und Joshua schliefen bereits. Nach der Landung hatte es einfach noch zu viel zu erledigen gegeben und Colt hatte Saber damit nicht allein lassen wollen. Fireball und April hatten sich währenddessen um Ramrod gekümmert.
Nun lagen zwei freie Tage vor ihnen. Und der Lockenkopf überlegte, was er morgen mit Robin und Joshua unternehmen könnte. Zu viel Action kam für seine Liebste inzwischen nicht mehr infrage. Außerdem ging ihm Laramie einfach nicht mehr aus dem Kopf. Gedankenverloren öffnete er den Kühlschrank.
10 Minuten später saß er am Küchentisch und surfte, während er seinen Snack verzehrte, im Internet und begann, die News über den Angriff, bei dem seine Eltern ums Leben kamen, zu recherchieren. Auf einem anderen geöffneten Tab suchte er den ersten erwähnten Artikel über die Rückkehr der Outrider heraus.
Beide Ereignisse fielen in einem Zeitraum von gerade einmal einer Woche. Somit waren seine Eltern unter den ersten Opfer des zweiten Outrider Kriegs… Er erschaschierte weiter, und fand heraus, dass obwohl das Oberkommando von vereinzelten Angriffen seitens der Outrider wusste, war der zivile Flugverkehr damals weder eingestellt noch eingeschränkt worden, wäre es bekannt gewesen, hätten seine Eltern sich nicht so einem Risiko ausgesetzt! Dessen war er sich zu 100 Prozent sicher! Doch er benötigte mehr Informationen, an diese würde er nur mithilfe von Saber kommen, News aus der Presse waren das eine, doch die internen Berichte des Oberkommandos, würden aufschlussreicher sein! Er stand auf, die Müdigkeit meldete sich und er beschloss, schlafen zu gehen.
Shinjiro war aufgestanden und hatte sich vorsichtig durch das Zimmer bewegt. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es bereits halb zwei Uhr morgens war. Langsam trat er ans Fenster. In der dunklen Scheibe spiegelte sich sein Gesicht. Einen Moment lang sah er sich selbst schweigend in die Augen, während draußen die Nacht über dem Palast und Jarr lag.
Er fühlte sich immer noch benebelt und hatte das Gefühl, nicht mehr richtig wach zu werden. Er wandte sich vom Fenster ab, sein Blick fiel wieder auf das rote Spielzeugauto…Der Flashback hallte immer noch nach, die Stimme, der Geruch, alles war real, doch wohin es gehörte, wusste er nicht. Er ging ins Bad, um sich mit kaltem Wasser zu erfrischen und hoffte, damit auf andere Gedanken zu kommen.
Er musste sich bewegen und verließ leise das Zimmer. Auf dem Gang blieb er einen Moment stehen und ihm wurde klar, dass er sich im privaten Bereich des Palastes befand. Die Einrichtung war deutlich schlichter und weniger prunkvoll als in den repräsentativen Flügeln. Shinjiro entschied sich, dem Korridor nach Osten zu folgen. Denn wenn er sich nicht völlig irrte, müsste er auf den langen Panorama-Flur gelangen.
Alles war ruhig, in diesem Bereich, hier gab es wenig Personal, im Privaten hielten es Jarred und Marianne so familiär wie möglich. Die spärliche, aber ausreichende Beleuchtung in der Nacht ließ den farbenfrohen weichen Teppich erkennen, den er unter seinen Füßen spürte. Er ging an einem Raum vorbei, dessen Tür angelehnt war, blickte kurz hinein und ging weiter, doch er stoppte und drehte sich um.
Im Türrahmen blieb er stehen und blickte in einen schlicht eingerichteten Raum ohne viel Schnickschnack, die Wände waren zur Hälfte mit dunklem Holz verkleidet, Stühle standen vor dem Holzkreuz, das mittig an der Wand befestigt war. Es gab irgendwo eine spärliche Lichtquelle, die hinter der halb geöffneten Tür sein musste, einsehen oder ausmachen konnte er sie nicht. Aber es reichte, um den Raum zu erkennen.
Sein Blick ruhte einen Moment auf dem Kreuz und er lehnte sich gegen den Türrahmen und verschränkte seine Arme. „Guten Morgen, Shinjiro!“, wurde er aus seinen Gedanken gerissen, er machte Dr. Morel etwas Platz, als dieser an ihm vorbeilief und die Tür weit öffnete und zum Bücherregal ging.
„Ich bin erstaunt, sie hier anzutreffen.“, sprach Morel ohne ihn anzusehen und blickte dabei weiter in das volle Bücherregal. Shinjiro beobachtete den Arzt, die selbe Frage, was der Doctor um diese Uhrzeit hier machte, schwirrte ihm auch durch seinen Kopf, sagte jedoch nichts.
„Sie reden also nicht mehr mit mir!“, kam es jetzt feststellend von Morel, der sich Shinjiro nun zuwandte und musterte. Shinjiro atmete kurz tief ein, veränderte aber nichts an seiner Haltung: „Shinjiro!“, wiederholte Morel und blickte über seine schmale Lesebrille und musste etwas schmunzeln. „Ist es deswegen?“, fragte der Arzt und wartete einen Moment, doch von seinem Patienten kam wieder nichts.
„Ich habe die Erlaubnis, sie so zu nennen!“, erklärte der ältere und griff nach einem Buch und sah es sich an. „Nicht von mir!“, kam es unerwartet von Shinjiro und stieß sich vom Türrahmen ab, blieb jedoch weiter vor dem Raum stehen. Morel nickte wissentlich: „Ich weiß, doch ich möchte Shinjiro kennenlernen!“, erwiderte Morel, während er das Buch in seiner Hand aufschlug. Nach einigen Momenten der Stille klappte Dr. Morel das Buch hörbar wieder zu. Das Geräusch reichte, um Shinjiro etwas aufblicken zu lassen.
„Warum treten Sie nicht ein? Ich unterhalte mich ungern zwischen Tür und Angel!“, lud Morel jetzt ein und nahm seine Lesebrille ab. Doch von Shinjiro kam keine Reaktion. Morel schmunzelte leicht: „Lassen Sie mich raten, Sie sind hier nur vorbeigegangen, richtig?“ fragte er weiter, als er wieder vor dem Regal stehen blieb.
Shinjiro zog leicht fragend seine Augenbrauen zusammen. „Und doch stehen sie hier seit fast 10 Minuten!“, fuhr der ältere wissentlich fort. Shinjiro hob leicht seinen rechten Arm und sah auf das schwarze Armband, das sein Handgelenk schmückte und nicht zu entfernen war. „Damit sie nicht verloren gehen!“, kam ihm Morel mit einem Grinsen zuvor und stellte das Buch wieder zurück ins Regal. „Was eine Kunst hier wäre!“, kam es darauf leicht sarkastisch von Shinjiro und ließ seinen Arm wieder sinken. „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen!“, sprach Morel nach einigen Augenblicken. „Das steht im Johannes!“, kam es darauf von Shinjiro und sah etwas erschrocken auf.
Morel schmunzelte leicht: „Ich bin beeindruckt!“, nickte er. Doch Shinjiro blieb weiter ausdruckslos und blickte an dem Doctor vorbei. „Wollen wir uns setzen?“, fragte Morel und zeigte auf einen der gepolsterten Stühle. Shinjiro lehnte sich wieder an den Türrahmen. „Ihre Frau ist Christin!“ Begann Morel und Shinjiro blickte auf: „Sie hatten sogar eine christliche Trauung, für die sie sich haben taufen lassen, das ist nichts, was man einfach so macht!“, fuhr Morel fort und machte eine kleine Pause, bevor er weiter sprach: „Ihren Sohn ließen sie als Baby segnen.“ Shinjiro beobachtete den Arzt stumm: „Es war ihr Wunsch!“, erwiderte Shinjiro darauf knapp. Morel schmunzelte und schüttelte wissentlich mit seinem Kopf und zeigte seinen Gesprächspartner erneut an sich zu setzen.
Shinjiro blickte zur Decke und atmete tief ein und kam der Bitte des Arztes unwillig nach. „Das war nicht bloß eine einfache Wunscherfüllung, sondern eine Entscheidung, die sie vollkommen bewusst getroffen haben. Ich kenne sie nun auch schon eine ganze Weile, ich saß an ihrem Tisch und Sie tun nichts, worüber Sie nicht gut nachgedacht haben!“ Shinjiro presste seine Lippen aufeinander und schluckte leicht. Shinjiro blickte schweigend vor sich auf den Boden. Er hatte damit gerechnet, dass dieses Gespräch früher oder später kommen würde. Die Frage traf ihn jedoch unvorbereitet, nicht, weil er keine Antwort hatte.
„Ich kann verstehen, dass das für Sie nicht leicht ist“, sagte Morel ruhig. „Wenn ein Leben von Gewalt, Schmerz, Zurückweisung und Angst geprägt war, bauen die meisten Menschen Mauern um sich herum. Sie lernen, ihre Gefühle zu verbergen, um nicht noch einmal verletzt zu werden.“ Er sah auf, Shinjiro blieb weiter still und Morel sprach weiter, er war sich sicher, dass sein Gegenüber ihm genau zuhörte: „Als First Grad und als Captain Hikari beherrschen Sie das außergewöhnlich gut. Doch sobald das Protokoll endet, die Uniform wegfällt und nur noch Shinjiro, der Freund, der Ehemann und der Vater bleibt, funktionieren diese Schutzmechanismen nicht mehr.“
Shinjiro blieb weiter ausdruckslos. Sein Blick wanderte weiter suchend durch den Raum, als gäbe es dort etwas, das seiner Antwort entkommen konnte.
„Oder finden Sie es absurd, in Ihrer Position als First Grad zu glauben?“ Auf Shinjiros Lippen formte sich nach dieser Frage ein leichtes Schmunzeln und schüttelte langsam mit seinem Kopf: „Sie sind ein Colonel und glauben…“, erwiderte er darauf. Morel nickte: „Ja… Doch in erster Linie bin ich Léandre Morel!“, stellte sich der Doctor vor. Shinjiro nickte darauf nur stumm.
„Was hat Ihnen die Sprache verschlagen?“, fragte Morel ruhig. „Sie schaffen es nicht einmal, mit König Jarred zu sprechen, was Sie bewegt. Dabei ist er einer der wenigen Menschen, denen Sie wirklich vertrauen.“ Shinjiro hob nach dem gesagten langsam den Blick und sah den Arzt an. Doch er blieb weiter still. Morel erwiderte den Blick, ohne ihn zu drängen. „Und ihm?“ fragte er und deutete mit einer kleinen Kopfbewegung auf das schlichte Holzkreuz an der Wand. Shinjiros Blick folgte dieser Geste. Morel lehnte sich ruhig zurück und ließ die Stille wirken. Er wusste, dass manche Fragen nicht sofort beantwortet werden mussten. Und eine Minutenlange Stille legte sich über die Beiden, eine Stille, die nicht unangenehm war, Morel empfand sie sogar als friedvoll.
„Es war lange weit weg von ihnen, in der hintersten Ecke ihres Bewusstseins.“ Shinjiro, senkte seinen Blick und atmete hörbar tiefer ein, als er nickte. „Gott ist da, wo jeder einzelne ihn hat, ganz weit weg, oder ganz nah!“ sprach Morel leise weiter, während er zu Shinjiro sah, der ruhig neben ihm saß. „Erinnern sie sich, als sie 13 Jahre alt waren und voller Verzweiflung, frierend auf der Brücke standen und nur noch einen Ausweg hatten, doch bevor es so weit war, blickten sie voller Hoffnung in den dunklen Himmel und flehten um Hilfe. Und das ist es, was er in jeden von uns gesetzt hat, die Hoffnung. Denn egal was auch geschieht, zuerst hebt man sein Haupt zum Himmel, bevor man es senkt und demütig wird.“ – „Fragen sie sich auch, wie er das alles zulassen konnte?“, wollte Morel darauf wissen und machte eine Pause und neigte seinen Kopf. Shinjiro atmete tief und hörbar ein. „Nein, das frage ich mich nicht … mehr!“, kam es kaum hörbar von ihm und er grinste dem Doctor entgegen. Morel wandte sich interessiert seinem Gesprächspartner zu, mit dieser Antwort hatte er nicht gerechnet.
„Also wissen Sie das auch schon!“, kam es von Shinjiro, als er die Reaktion des Doctors sah. Morel schüttelte mit seinem Kopf: „Nein, aber ich weiß, dass sie es abschließen möchten.“ Shinjiro musste leise auflachen: „Was hat sie ihnen noch erzählt?“ fragte er, er wusste ganz genau, mit wem sich Morel unterhalten hatte. Morel musste schmunzeln: „Wissen Sie, wie gesegnet sie mit ihrer Frau sind?“ Shinjiro sah den Doctor an: „Das weiß ich!“, erwiderte er. Der Arzt nickte: „Davon bin ich überzeugt. Also, woran stoßen sie sich?“, wollte er jetzt wissen. Es blieb still, in Shinjiro blitzten zusammenhanglose Sätze auf: „Tja …“, war seine eintönige Antwort und er ging sich durch seine Haare, sein Kopf schmerzte und er stand auf.
„Aber ihr Vorhaben ist eine gute Ausgangsposition! Sie bleiben nicht in der Opferhaltung, obwohl sie jeden Grund dazu hätten, sie wollen Frieden mit sich, ihrer Vergangenheit und sogar mit ihrem Vater.“, sprach Morel weiter und stand ebenfalls auf.
Shinjiro hielt im Türrahmen an und zog seine Augenbrauen zusammen, tatsächlich hatte er Mühe, Morel zu folgen, bemühte sich jedoch weiter zuzuhören: „Um so ein gravierendes, traumatisches Thema zu klären, muss man es benennen können, können sie das, Shinjiro?“, fragte Morel leicht fordernd und beide sahen sich fest an. Shinjiro deutete dem Doctor an, aufzuhören. Und atmete schwer ein: „Was soll das jetzt?“, fragte er ernst.
Morel lächelte: „Wie gesagt, ich möchte Shinjiro kennenlernen!“, antwortete er und beobachtete seinen Patienten, der sich wieder an den Türrahmen lehnte und wohl endlich seine Sprache wiedergefunden hatte: „16 Jahre hatten sie keine Berührungspunkte mit diesem Teil ihres Lebens. Erst als sie ihm gegenüberstanden, holte sie die Vergangenheit wieder ein und wurde zu ihrer Gegenwart und wenn sie sich dem nicht stellen, wird es ihre Zukunft, es wird nicht von allein verschwinden.“
Shinjiro spitzte nachdenklich seine Lippen und atmete hörbar aus. Morel kam zwei Schritte auf ihn zu: „Shinjiro, sie erinnern sich, sie wissen alles, was geschehen ist, sie waren schließlich dabei!“ Shinjiro fiel es immer schwerer, Morel zu folgen, sein Kopf wurde schwer und seine Augen konnten sich nur noch mit Mühe aufhalten.
Morel bemerkte die zeitweilige Abwesenheit und blickte auf seine Uhr: „Sie sollten schlafen gehen, Sie sind voller Medikamente, die anschlagen!“ Shinjiro stieß sich vom Türrahmen ab: „Na, sehr schön…“, kommentierte er und stieß sich vom türrahmen ab.
„Ach!“, fiel Morel noch etwas ein und Shinjiro drehte sich noch einmal um: „Es war sehr angenehm, sich mit Shinjiro zu unterhalten.“, schmunzelte Morel und hielt ihm ein kleines schwarzes Buch entgegen. Shinjiro erkannte das Buch in Morels Hand, das schon sichtliche Gebrauchsspuren hatte: „Es ist Ihre, ihr Sohn hat sie in ihrem leider vollkommen zerstörten Auto gefunden.“ erklärte der Arzt etwas grinsend. Shinjiro nahm dem Doctor kommentarlos das Buch ab, über den Finder wunderte er sich ehe nicht mehr. Und wandte sich zum gehen. „Und ich muss zugeben, sie haben mich heute für einen Moment sprachlos gemacht!“, gab Morel zu. Shinjiro sah dem Doctor darauf entgegen: „Gut, dann weiß ich ja jetzt wie das geht.“ Morel lachte kurz auf.
Absatz #7
Am nächsten Tag saß Saber bereits im Offizierskasino, obwohl er heute wie sein Team zwei freie Tage hatte, wartete er auf Captain Lorenz. Es musste doch noch einiges besprochen und geplant werden. Der Schotte lehnte sich zurück und sah sich, während er seinen geliebten „Flat White Coffee“ genoss, um und ließ die Atmosphäre auf sich wirken. Vor über einem Jahr hatte er das Offizierskasino hier zu schätzen gelernt. In den Kasinos haben sich Kontakte und zum Teil auch Freundschaften gebildet. Und man wusste immer direkt, wie die Stimmung unter den Truppen war. Der Schotte schmunzelte, er verstand, warum General Whitehawk es immer vorgezogen hatte, gemeinsam mit den Kadetten seine Mahlzeiten einzunehmen. Natürlich konnte man sich auch hier seine tägliche Portion Klatsch und Tratsch abholen, das blieb nirgends aus. Doch auch darauf konnte man viel heraushören, man wusste, was die Einheiten und Truppen zusammen beschäftigte! Auch wenn diese Themen meist anstrengend waren, war es wichtig auch das zu wissen!
„Vielleicht solltest du wirklich gehen, so wie es Vater gewollt hatte!“, sagte Fireball. Er konnte es nicht verstehen, dass dieser seinen Sohn nicht besuchen wollte. „Shinji!“ Doch Fireball ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen und stieg ins wartende Taxi. „Das kann doch nicht wahr sein!“, sprach er leise vor sich und stützte seinen Ellenbogen an der Tür ab. Jetzt hatte er schon wieder dieses Haus mit fast derselben Diskussion, nur eben mit seinem Großvater. Nun fühlte er sich noch elender!
Shinjiro saß in der Polstersitzecke vor seinem Notebook und überflog einige interne Meldungen sowie Presseberichte, um sich wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Es klopfte und noch bevor er reagieren konnte, öffnete sich die Tür bereits. Überrascht hob er seinen Blick vom Bildschirm. Hitomi trat mit einem Tablett ins Zimmer und kam auf ihn zu. Er hob seine Augenbrauen und klappte langsam sein Notebook zu, als sie Vorsichtig das Tablett auf den Couchtisch abstellte. „So, jetzt wird gegessen!“ sagte sie. Shinjiro sah zum Essen, dann zu Hitomi: „Ich bin vom Frühstück noch satt.“ sagte er. Sie verschränkte die Arme und sah ihn an.
Jetzt begutachtete er das Essen vor sich und musste etwas grinsen: „Chankonabe?“, fragte er etwas irritiert, als er den herzhaften Eintopf, der aus Gemüse, Fleisch und Tofu bestand, betrachtete, dazu gab es eine große Schüssel Reis. Hitomi nickte überzeugt: „Ja, der macht dich schnell wieder fit!“, erklärte sie und setzte sich neben ihn, er sah sie frech an: „Was soll ich danach machen, in den Ring steigen?“ und musste lachen. Denn Chankonabe ist schließlich ein Vitamin- und fettreicher Eintopf, den die Sumoringer nahezu täglich aßen, um ihre kräftige Statur zu halten und um sich gleichzeitig gesund zu ernähren.
Hitomi lachte ebenfalls und lehnte sich an Shinjiro, der sein Notebook wieder aufgeklappt hatte. Sie schaute mit auf den Monitor. Er war im Oberkommando eingeloggt und sah sich wohl die Truppenbewegungen an. Da klappte sie den Monitor nach unten, Shinjiro zog gerade noch seine Finger weg und sah Hitomi an.
„Du bist krank, dein Stab hat alles im Griff.”, erklärte sie. Shinjiro musterte seine Frau, die ihn ernst ansah. Er versuchte sich ein Grinsen zu verkneifen und stellte das Notebook vor sich auf den Tisch ab und lehnte sich wieder zurück. „Entschuldige” sagte er Hitomi nickte. „Dr. Morel ist gemein zu mir!“, kam es thema wechselnd von ihm. Hitomi lachte leise auf und strich ihn über eine Wange. Er nahm ihre Hand. „Er hat mir verboten zu fliegen!“, setzte er noch mit an und sah sie eingeschnappt an. Hitomi lachte und setzte sich auf und zog das Tablett mit dem Essen heran. “ und genau deswegen musst du das jetzt essen…” beschloss sie, wiederworte würde sie eh nicht akzeptieren. Shinjiro fügte sich…
Das Taxi hielt vor dem Palast, Fireball stieg aus und sah sich um: “Na dann!” dachte er und lief Richtung Eingang, er stand zwar auf der Liste für den privaten Bereich, doch bis er die ganze Prozedur der Sicherheit hinter sich haben würde, würde einiges an Zeit draufgehen.
Saber verließ eilig den Militär-Raumhafen und machte sich direkt auf den Weg ins Krankenhaus. Heute war ein großer Tag für Sara, sie durfte das erste Mal das Zimmer und somit auch die Klinik für eine Stunde verlassen. Sincia und Saber wollen mit ihr durch den Krankenhauspark spazieren. Das erste Mal würden sie zu dritt spazieren gehen und nicht nur den ganzen Tag in einem Zimmer verbringen. Das wollte sich der Schotte nicht entgehen lassen, das Kommando hatte er für die Zeit an Captain Lorenz abgegeben, schnell stieg er ins Taxi, bevor ihn noch von jemand aufhalten würde.
Nach dem Essen übergab Hitomi Shinjiro einen abgegriffenen Brief, der in einer Klarsichtfolie steckte. Shinjiro nahm den Brief langsam entgegen und sah abwechselnd zwischen seiner Frau und dem Brief hin und her. Als er den Brief zu lesen begann, hielt er schon nach den ersten Zeilen inne und betrachtete den Brief erneut in seiner Hand. Es war ein Brief, den er vor fast 26 Jahren geschrieben hatte, als er 17 war. “Du hast..?!“, fragte er leise und las interessiert weiter. Hitomi nickte still vor sich hin.
Nachdem Shinjiro den Brief beendet hatte, legte er ihn auf den Tisch vor sich und rieb sich die Augen. „Du hast ihn tatsächlich aufbewahrt!“, sagte er fast fassungslos. „Ja, und ich habe ihn in den 16 Jahren immer wieder gelesen“, bestätigte sie. Shinjiro atmete tief ein und lehnte sich mit Hitomi in die Polster zurück. Sie hielten sich im Arm. Shinjiro neigte seinen Kopf und flüsterte ihr zu: „Ich würde ihn heute genauso wieder schreiben!“ und sie küssten sich…
Saber und Sincia liefen bereits die zweite Runde durch den wunderschön angelegten Krankenhauspark. Der September zeigte sich von seiner besten Seite, mit vereinzelten hübschen dicken weißen Wolken auf blauem Himmel. Die Springbrunnen plätscherten und auf den Grünflächen, saßen vereinzelt Menschen auf einer Decke und genossen die Herbstliche Wärme. Die Wege, die sich mit rotem Gestein durch die Anlage schlängelten, luden die Patienten und Besucher zum Spazieren ein. In der Mitte stand eine majestätische Trauerweide, Sincia schob den Kinderwagen, in dem Sara bereits eingeschlafen war. Saber genoss die gemeinsame Zeit mit seiner Familie und die Ruhe um ihn herum. Das war einer der Momente, die er in sich aufzog, fernab vom Militär. Und dieser Spaziergang hatte etwas Normalität. Er schielte in den Kinderwagen, Sara genoss es wohl sehr, durch die Gegend geschoben zu werden.
Fireball räusperte sich und sah verlegen und auch etwas genervt zur Decke. Er fragte sich: „Warum er immer dieses Glück hatte?“ Bevor er weiterdenken konnte, kam sein Vater schon auf ihn zu: „Ich habe …!“, begann Fireball, doch weiter kam er nicht, sein Vater zog ihn mit sich vor die Tür: „Wohin?“, fragte er, als er seiner Mutter, die etwas gerötet war, noch grinsend zuwinkte.
Er hatte die beiden beim knutschen erwischt: „Ich bringe dich zu Doctor Morel, dein Anklopf-Problem muss bearbeitet werden!“, antwortete sein Vater. Fireball rollte mit seinen Augen und ließ sich nach draußen schieben, er wusste gerade nicht, ob er lachen oder sich wehren sollte: „Ich habe bestimmt zweimal geklopft…“, verteidigte er sich. Shinjiro stoppte und musterte seinen Sohn, der versuchte, an ihm vorbei zu gucken und so, wie es aussah, auch ein Lachen unterdrückte. Shinjiro stemmte seine Hände in die Hüften und schüttelte leicht grinsend mit seinem Kopf und zeigte seinem Sohn an, mit nach draußen zu gehen.
Fireball nickte und sagte leise zu seinem Vater: „Auf Alamo im Ausbildungscamp hängen sie Krawatten an die Tür…!“, begann er mit einem schelmischen Lächeln. Shinjiro blickte fragend neben sich. „Naja, also, das habe ich gehört …“, warf Fireball noch schnell hinterher, sein Vater fragte grinsend: „Von wem?“ Fireball atmete tief ein und hob seine Augenbrauen: „Ach, weiß nicht mehr.“ Zuckte er mit seinen Schultern. „Ah, alte Cowboy Weisheit, stimmt’s?“, fragte sein Vater. Fireball grinste vor sich und reichte seinem Vater eine Flasche seines lieblings Eistees. Shinjiro nahm die Flasche entgegen: „Wie geht es dir?”, fragte er und gönnte sich direkt einen Schluck. Fireball nickte: „Dasselbe wollte ich dich fragen, aber ich habe gesehen, dass es dir gut geht!” Sein Vater verschluckte sich darauf beinahe und Fireball konnte sich jetzt echt nicht mehr halten und lachte laut los.
Colt warf Joshua von seinen Schultern und der Junge landete abermals platschend im Pool. Colt tauchte ab, um der erneuten Attacke seines Schwagers zu entkommen. Robin beobachtete die beiden und bekam sich so manches Mal vor Lachen nicht mehr ein. Lange war es im Haus nicht mehr so ausgelassen gewesen. Der Alltag und die Pflichten haben beinahe überhandgenommen. Um da gegenzusteuern, haben Colt und Robin am Morgen beschlossen, nicht noch mehr Dinge von außen auf sie einprasseln zu lassen. Sondern die freien Tage eng zusammen als Familie zu verbringen! Der Tag am Pool war doch abwechslungsreicher als erwartet, es gab Melone, Tauch- und Schwimm Challenges, super Gespräche, relaxen und am Abend sollte es während eines Cowboy,- Action, oder Anime Films, leckere Pizza vom Alfonsos geben.
Jarred stand am Fenster und blickte in den Schlosspark, vor wenigen Minuten war er noch mit der Protokollführerin anlässlich der Hochzeit seines Sohnes beschäftigt gewesen, er beschloss für heute Feierabend zu machen, das Thema Hochzeit würde er jetzt auf privater ebene mit Marijane eh noch einmal durchgehen, schmunzelte er wissentlich vor sich. Jarred erblickte zwei bekannte Gestalten in seinem Park und beobachtete die beiden einen Moment, er nickte und verließ sein Büro.
“Also geht es dir wieder gut?”, fragte Fireball erneut nach, als sie den Schlosspark erreichten. Shinjiro nickte und erklärte seinem Sohn die Sache mit den Herzgeräuschen. Fireball nickte und ging sich mit einer Hand durch seine Haare: “Puh, da denkt man immer, es ist etwas Gutes, wenn ein Arzt Herzgeräusche hört!”, kommentierte er laut seine Gedanken. Shinjiro nickte und lachte kurz auf: „Ja, das habe ich auch gedacht!” Fireball grinste. “Und das hier?”, fragte Shinjiro und holte aus seiner Hosentasche das rote Spielzeugauto heraus und hielt es seinen Sohn hin. Fireball nahm es und musterte es erneut. “Ich dachte, ich bringe es mit.”, antwortete er und gab das Auto seinem Vater zurück.
„Du trägst es mit dir?”, fragte Fireball, als er sah, wie sein Vater es wieder in seiner Hosentasche verschwinden ließ. Shinjiro nickte: “Bevor es mir jemand wegnimmt….“, erzählte er grinsend Fireball, schüttelte mit seinem Kopf: “Wer sollte das tun, Royu?” Shinjiro steckte seine Hände in die Hosentaschen und lachte kurz auf: “Ja, in der Hinsicht vertraue ich ihm nicht!” – „Hehe!“, kam es darauf nur von Fireball.
Saber und Sincia verbrachten ihren Abend zu Hause, geplant war ein gemütliches Abendessen, doch es endete kuschelnd auf dem Sofa, weder er noch Sincia konnten sich dazu aufraffen, noch einmal das Haus zu verlassen. So gab es auch im Hause Lancelot Köstlichkeiten, eines Lieferservice und einen guten Rotwein. Sincia lag auf Sabers Brust und lauschte seinem beruhigenden Herzschlag, sie schloss ihre Augen, die Momente, wo es nur ihn und sie gab, waren selten, sie wollte es mit all ihren Sinnen genießen. Ruhe breitete sich über die beiden aus, nur das regelmäßige Atmen des anderen war so zu hören. “Es wird langsam anstrengend, ich kann dieses Krankenhaus nicht mehr sehen!” durchbrach Sinca die Stille, Saber öffnete seine Augen und hörte zu: “Immer die gleichen Gänge, Menschen, Zimmer und Gespräche.“, setzte Sinca hinzu und unterstrich es mit einem Gähnen und legte ihren Kopf wieder zurück auf Sabers Oberkörper.
Saber nickte verstehend, er konnte es sich vorstellen, ihm ging es ja teilweise genau so, wie viel schlimmer musste es erst für Sincia sein, sie war schließlich jeden Tag von früh bis spät in dieser Klinik. “Ich bin mir sicher, dass es bald ein Ende haben wird!” sprach er ruhig und ließ von ihrer Haarsträhne ab, mit der er gedankenverloren gespielt hatte und umarmte sie fest. Sincia ließ sich halten und ihr stiegen die Tränen auf. “Hey!”, flüsterte er ihr ins Ohr. Sincia schüttelte mit ihrem Kopf: “Es tut mir leid, dass ich nicht so stark bin..!”, begann sie und musste schlucken.
Saber richtete sich etwas auf. “Sincia, es ist vollkommen in Ordnung, in dieser Situation auch schwach zu sein, wer immer stark sein will, zerbricht früher oder später daran!”, versuchte er seiner Frau wieder Mut zu machen, doch Sincia schüttelte mit ihrem Kopf und sah auf: „Ich kann das nicht mehr, Richard, nochmal so lange, das halte ich nicht durch!” und sie begann bitterlich zu weinen, nachdem sie den Satz ausgesprochen hatte.
Saber hielt seine Frau fest im Arm, um ihr zu zeigen, dass er da ist und sie ihre Gefühle zeigen und vor allem aussprechen konnte und sollte! “Schhh!”, beruhigte er sie: “Schau dir Sara an, sie wächst, nimmt zu und hat ein kräftiges Stimmchen!“, musste er schmunzeln, als er an seine Tochter dachte.
Sincia beruhigte sich langsam und sah Saber völlig verheult in die Augen. “Und weißt du warum sie sich so prächtig entwickelt?”, fragte er und lächelte Sincia liebevoll entgegen. “Weil du bei ihr bist!”, fügte er hinzu. Sincia presste ihre Lippen aufeinander und nickte. “Schau, der Spaziergang heute, das wird jetzt öfter passieren und in naher Zukunft täglich, zu Hause, auf Yuma.” Teilte er seinen Zukunftsblick mit Sincia. Denn eines musste auch der Schotte zugeben, es raubte ihnen Energie, es klang bitter, doch sie müssen es benennen, es bringt nichts, es sich schön zu reden, was gerade wirklich nicht schön ist. Das half, sich den Dingen zu stellen! “Ich werde noch einen weiteren Tag bei euch bleiben!”, sagte Saber fest und Sincia lehnte sich erschöpft, aber mit neuem Mut an ihm. Saber atmete tief ein und aus.
Remove Before Flightn ist ein unverkennbarer Sicherheitshinweis, bekannt aus der Luftfahrt. Diese markanten drei Wörter werden in der Luftfahrt auf rote Bänder gedruckt und fordern unmissverständlich zum Handeln auf.. Diese werden unmittelbar an den Maschinen nach der Landung angebracht. Die „RBF-Bänder“ sind eindeutig! Sie hängen an Hüllen und Abdeckungen, die zwingend vor dem Start der Maschinen entfernt werden müssen! Damit dies nicht vergessen werden, hat man die auffällig roten/weißen Bänder eingeführt. Diese drei markanten Wörter sagen unmissverständlich, was zu tun ist. Wird so ein Band vor dem Start nicht gezogen, kann es zu fehlerhaften Anzeigen während des Starts oder Fliegen kommen. Somit kontrolliert nicht nur der Pilot vor dem Start sein Schiff, sondern auch der Mechaniker, der diese Bänder zieht.
Colts vollständiger Name lautet William Wilcox. „Bill“ ist dabei eine klassische amerikanische Kurzform von William, die sich historisch aus „Will“ entwickelt hat. Solche Spitznamen sind im Englischen weit verbreitet.
Der Name „Colt“ entstand hingegen durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Schütze. Schon früh fiel er durch seine präzisen, schnellen Schüssen auf, was ihm diesen Beinamen einbrachte. Der Name passt dabei nicht nur zu seinem Talent, sondern auch zu seinem Auftreten und seiner Herkunft aus dem ländlichen Texas, wo solche charakterprägenden Spitznamen üblich sind. Er bestehrt jedoch auf Colt.
Sein Sohn William Jason Wilcox, wird mit demSpitznamen Will gerufen.
Nippon Strategic Defense University (Nippon SDU)
Dr. Fabrice Morel
RAMROD bezeichnet ein neu entwickeltes Kampfschiff, mit hoher technischer Architektur, die sowohl in Software als auch in Hardware steckt. Sie wurde von April Eagle entwickelt, um die Steuerung militärischer Raumschiffe deutlich zu vereinfachen und zu optimieren.
Captain Michael Lorenz (26)
Sato san (Hitomis Vater)
“Salle du Lys d’Or”, Plenarsaal des Königreichs Jarr
Erster militärisch besetzter Planet im neuen Grenzland. Unterirdisch erstreckt sich eine große Basis mit Laboren und Verwaltung, auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten, befindet sich ein Hochsicherheitsgefängnis. Nur wenige kennen die genauen Verbindungen der Anlagen. ➡ Mehr über Pectos erfahren.
Majordome, secrétaire privé du roi (Buttler privatsekretär des Königs)
Neutralitätsstatus und Verlust der nationalen Zugehörigkeit
Mit der Ernennung zum First Grad (1G) verliert der Offizier offiziell seine nationale Identität und gibt seine bisherige Staatsangehörigkeit ab.
Dieser Schritt ist gesetzlich verankert und dient einem einzigen Zweck:
Absolute Neutralität
Der 1G darf keinerlei nationale Interessen, Herkunftskonflikte oder politische Loyalitäten in seine Entscheidungen einfließen lassen. Er agiert als übergeordnete Instanz der Allianz, nicht als Vertreter einer einzelnen Welt oder Fraktion.
Während seiner Dienstzeit:
besitzt er keinen nationalen Pass,
unterliegt er nicht mehr der Gerichtsbarkeit seiner Herkunftsnation,
ist er nur dem Allianzrat und den Gesetzen der intergalaktischen Militärverfassung verpflichtet,
und wird formal als „Allianzangehöriger ohne nationale Bindung“ geführt.
Dieser Status endet erst mit:
der offiziellen Entbindung aus dem Amt,
der Auflösung des Mandates,
oder bei Tod im Dienst.
Erst dann erhält der ehemalige First Grad seine ursprüngliche Staatsangehörigkeit zurück — sofern der Heimatstaat dies anerkennt.
Obwohl der First Grad theoretisch alleinige Befehlsgewalt besitzt, agiert er in der Praxis mit einem hochspezialisierten Führungsnetzwerk:
1. Der Innere Stab (High Strategic Council oder auch Militärstab)
Ein exklusiver Kreis aus:
Obersten Befehlshabern der Land-, Luft- und Space-Forces
Leitenden Analytikern, Geheimdienstoffizieren und Einsatzplanern
Diplomaten und Offizieren des intergalaktischen Rechts
Sowie Diplomaten
Dieser Stab bildet das Informationsnetzwerk des 1G und beliefert ihn mit Lageberichten, Prognosen und taktischen Optionen.
2. Ausgerufene Befehlshaber (Summoned Commanders)
Temporär eingesetzte hochrangige Offiziere, die im Kriegsfall besondere Kompetenzen erhalten. Sie führen Teilkampagnen oder übernehmen die Leitung ganzer Frontabschnitte.
Aufgaben im Angriffsfall
Koordination intergalaktischer Flottenbewegungen
Bestimmung strategischer Schlüsselziele
Genehmigung planetarer Invasionen oder Blockaden
Zusammenführung aller Geheimdienstquellen
Kommunikation mit diplomatischen Organen, falls Ultimaten oder Kapitulationsbedingungen ausgehandelt werden müssen
Der First Grad (1G) ist der höchste bekannte militärische Rang innerhalb der Allianz und wird nur in außergewöhnlichen Situationen verliehen, etwa bei großmaßstäblichen Konflikten, interstellaren Bedrohungen oder der Ausweitung militärischer Zuständigkeitsbereiche auf mehrere Sternensysteme.
König Jarred
Kommander Major Danwens
General Campbell
Cpt. Shinjiro Hikari (26)
EOTF = ECHOES OF THE FRONTIER
Sincia
Shintaro Hikari (Großvater)
Neo
Timothy Dooley
General Whitehawk
Das japanische Wort oder die Wendung für »bō de shitsukeru« = erziehen mit dem Stock (also im Sinne von Zucht durch körperliche Strenge oder Prügelstrafe).
Ein Abfangschirm, oder auch EchoShield genannt, ist ein Sicherheitsmechanismus, der aktiviert wird, sobald eine TSID-Nachricht eintrifft oder bei Bedarf manuell eingeschaltet wird. Seine Hauptaufgabe ist es, den Raum physisch und elektronisch abhörsicher zu machen.
Kurz gesagt: Sobald der Abfangschirm aktiviert ist, wird der Raum zu einem geschützten Bereich, in dem streng geheime Informationen sicher empfangen, verarbeitet oder weitergegeben werden können.
Ein TSID-Eingang ist ein spezieller Kommunikationskanal für Top-Secret-Nachrichten, der zusätzlich durch eine ID-Kennung eindeutig zugeordnet wird. Jede Nachricht, die über diesen Kanal empfangen wird, ist streng vertraulich und kann nur von autorisierten Personen gelesen werden. Die ID-Kennung dient dazu, die Nachricht eindeutig zu identifizieren und ihren Ursprung oder Empfänger zu verifizieren. So kann das System sicherstellen, dass keine unbefugten Zugriffe erfolgen und dass jede Kommunikation zurückverfolgbar bleibt.
Kurz gesagt: TSID = streng geheime Nachricht + eindeutige Identifikation.
… ist ein extrem starkes Radarsignal mit großer Reichweite, das Bewegungen in Echtzeit kartiert.
Spricht Saber »Deck-Off« aus, darf die Brücke verlassen werden. – Die Crew verlässt die Brücke, während das Schiff weiter überwacht, aber nicht aktiv gesteuert wird.
Deck: Bezieht sich auf die Brücke oder das Kommando-Deck eines Raumschiffs.
Off: Abgeleitet von „offline“, also das Abschalten oder Pausieren der aktiven Dienstpflichten.
Der TAC-Desk ist das zentrale System/Programm für Strategien und Einsatzplanung im Kavallerie Oberkommando. Es vereint taktische Karten, Truppenbewegungen, Einsatzdaten und Kommunikationsschnittstellen in einer interaktiven Benutzeroberfläche. Mit dem TAC-Desk können Kommandanten Missionen überwachen, Einsätze koordinieren und schnelle Entscheidungen auf Basis aktueller Informationen getroffen werden.
🔴 P18
P18 ist eine Alterskennzeichnung für unsere Fanfiction oder Medieninhalte. Sie bedeutet, dass die Inhalte nur für Erwachsene ab 18 Jahren geeignet sind. P18-Inhalte können explizite Erotik, detaillierte Gewalt, Krieg, Tod, Trauma und psychologische Belastung enthalten.
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Addison Simpson
Planet in Sektor A des Neuen Grenzland. Jarr ist ein Königreich, einer französischen Monarchie.
🟠 P16?
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