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11.897 Wörter, 63 Minuten Lesedauer.


KOK

Zwei Tage später 

Saber erhielt den neuen Einsatzbefehl und begann sofort mit der Planung der Mission, die sie in den neu erschlossenen Sektor C führen würde. Er ging konzentriert die mitgeschickten Informationen durch. Die Vorbereitungen mussten sorgfältig sein, denn noch wusste niemand so genau, was sie dort erwarten würde. Für ihn und sein Team wäre es auch das erste Mal, dass sie in dieses Gebiet fliegen würden.

Und zu Sabers erstaunen sollten die beiden Ramrod-Einheiten daran teilnehmen, Und er, als Befehlshaber, würde seine Teams durch ein nur teilhaftig kategorisiertes Gebiet leiten. Kurz rieb er sich seine Schläfen und ging nochmals alle möglichen Punkte durch, sie konnten dort auf alles und auch auf nichts treffen. 

Denn das neue Gebiet war mit 3 kleinen rohstoffreichen Planeten bereits erschlossen, aber noch nicht vollständig katalogisiert, eine Besiedlung war nicht vorgesehen, also würde man in der Zukunft dieses Gebiet rein industriell nutzen. Wie lange genau diese Mission gehen sollte, wusste der Schotte nicht, so taktete er die Mission in 24 Stunden Abschnitte, so hätten verschiedene Punkte, wo sie Frischwasser aufnehmen konnten. 

Nachdem er fertig war, lehnte er sich zurück und blickte auf den fertigen Einsatzplan. Ein fast unbekanntes Gebiet, zwei Teams unter seinem Kommando. Dazu kam die ungewisse Zeitspanne. Er musste Sincia und Sara weiterhin allein lassen. Und Colt Robin, die Hochschwanger ist, diese Opfer waren nicht ohne! Alle Beteiligten wussten zwar, was alles daran hing, doch eine richtige Taktik, damit umzugehen, hatte er noch nicht für sich gefunden. 

Es klopfte und die Tür wurde darauf einen Spalt geöffnet, zwischen dem ein Hut und ein Kopf erschienen. Saber grinste breit: “Ich habe noch nicht herein gesagt.” versuchte Saber streng zu klingen, was ihm aber nicht gelang. “Ich bin ja nicht drinnen, außerdem, weiß man ja nie, was in so einem Büro abgeht…” kam es frech grinsend vom Cowboy. Saber stand auf: “Lass uns was essen gehen!” sagte er und stand auf. „Genau das wollte ich hören.” erwiderte Colt und beide nahmen Kurs auf das Offizierskasino.

Villa Hikari

Fireball saß im Wohnzimmer und arbeitete die Aufgaben ab, die im Rahmen seiner Ausbildung zum Captain liegengeblieben waren und jetzt danach schreiben, endlich eingereicht zu werden. Konzentriert blickte er auf den Bildschirm seines Notebooks, doch immer wieder schweiften seine Gedanken ab. Das Haus auf Yuma war still, ja zu still und er ließ seinen Blick durch den Raum wandern. Die vertraute Umgebung, die sonst Geborgenheit ausstrahlte, wirkte leer, ja fast fremd. Seit seiner Ankunft auf Yuma hatte er sich noch nicht bei seinem Vater gemeldet. 

Mit einem leisen Seufzen speicherte er seine Arbeit und fuhr das Notebook runter. Danach ging er in den zweiten Stock, um noch einige Sachen zu holen, die er nach Jarr mitnehmen wollte.

Bevor er die Villa verließ, schaute er noch in alle Zimmer,. Als er am Büro seines Vaters ging, sah er sich um, ob auch dort alles in Ordnung war. Sein schweifte über dem Schreibtisch und blieb an dem kleinen roten Spielzeugauto hängen. Für einen Moment verharrte er regungslos. Er atmete tief ein, griff danach und betrachtete es zwischen seinen Fingern. Dann steckte er das Auto vorsichtig in seinen Rucksack und verließ das Büro und das Haus. 

Yuma Labor KOK

“April und Ilka saßen mit Luft- und Raumfahrtingenieuren des Oberkommandos und der Erde zusammen. Sie stellten ihr neues System für die Kampfschiffe vor. Jedoch gestaltete sich das Vorhaben, die Schiffe darauf umzurüsten, doch schwieriger als gedacht, damit wären in dieser aktuellen Ausnahmesituation immer wieder Schiffe im Wartungsmodus. Die Technik wurde jedoch von allen angenommen. Etwas ernüchternd verließen die beiden Frauen darauf das Forum und dachten darüber nach, wie man das Problem mit zeitlich begrenzten Ausfällen einzelner Schiffe umgehen könnte. 

Yuma Offizierskasino

“Das sind die Routen im Sektor C!” teilte Saber Colt im Offizierskasino mit, der Cowboy war davon wenig begeistert, für unbestimmte Zeit auf eine Mission gehen zu müssen. “Warum gerade jetzt, für mich sieht das so aus, als ob sie uns auf das Abstellgleis parken.” Polterte Colt los. “Es werden Outrider im Sector C vermutet, unsere Aufgabe wird sein, Kommunikationsstellen anzufliegen und uns auch in abgelegene Teile zu begeben, unter der Prämisse, den Sektor weiter zu erschließen.” erklärte der Schotte seinem Scharfschützen. “Dafür gibt es Wissenschaftler, die sich damit auskennen.” erwiderte Colt und lehnte sich im Stuhl verstimmt zurück. “Die aufgrund der Situation zurzeit ein “Stopp!” bekommen haben!” beendete Saber. 

Fireball setzte sich völlig unerwartet zu den beiden an den Tisch. Saber und Colt verstummten und sahen fragend zu ihrem jungen Freund, denn heute hatten sie nicht damit gerechnet, ihn im Oberkommando anzutreffen. „Hallo“, sagte Fireball und blickte die beiden nun ebenfalls an: „Was willst du denn hier?“ fragte Colt misstrauisch. Daraufhin grinste Fireball seinen Freund an. „Ich habe Sehnsucht nach euch.“ Da schnippte Colt mit seinen Fingern und schüttelte den Kopf: „Gleich wirst du wieder gehen wollen!“ sagte er und deutete auf Sabers Tablet.

Saber hob seinen Blick vom Display und musste sich ein Schmunzeln verkneifen. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass Fireballs plötzliches Auftauchen selten ohne Hintergedanken geschah, so begrüßte Saber erst einmal seinen Piloten und schob ihm das Tablet hinüber. “Gut, dass du da bist, so kannst du gleich die Routen checken, ob das machbar ist…” war Sabers grinsende Erklärung. Fireball schob das Tablet von sich: “Ich bin gar nicht da!” erwiderte er und Colt lachte: „Partner, ich sehe dich, der Säbelschwinger sieht dich, also bist du physisch anwesend, selber Schuld.” Fireball rollte leicht mit seinen Augen und nahm das Tablet an sich. “Sektor C?” fragte er und blickte zu Saber, der Schotte nickte.

Jarr

Robin verfolgte auf Jarr die Hochzeitsvorbereitungen von Prinz Roland mit großer Begeisterung. Im Fernsehen schien es kaum noch ein anderes Thema zu geben. Jeder neue Bericht, jede Aufnahme vom Palast und jede Spekulation über die bevorstehende Feier fand ihren Weg in die Nachrichten. Sie liebte solche Ereignisse.

Auch wenn sie die Zeremonie letztlich nur über das Fernsehen verfolgen würde, war es etwas Besonderes, sich in derselben Stadt zu befinden, das verlieh dem Ganzen eine ganz eigene Nähe. Sie mochte den königlichen, monarchischen Flair von Jarr. Die prachtvollen Gebäude, die Traditionen und die feierliche Atmosphäre übten, seitdem sie das erste Mal auf Jarr gewesen war eine besondere Faszination auf sie aus. Und nun stand dem Königreich eines der größten Ereignisse der letzten Jahre bevor. Da konnte selbst sie sich der Vorfreude nicht entziehen.

Es lief anders hier und das lag nicht nur an der französischen Sprache, die hier so selbstverständlich gesprochen wurde, wie anderswo im neuen Grenzland Englisch. Jarr machte schon einen gewaltigen Unterschied, es war alles etwas persönlicher und vor allem prunkvoller. König Jarreds persönlicher Touch war hier allgegenwärtig und er war das klare Symbol, dieser Erbdynastie, doch von Colt wusste sie, dass er sein Königreich, den Planeten Jarr, mit fester Hand regierte, aber auch sehr menschlich war. Und ihr Cowboy war auch schon mit dem Kronprinzen aneinandergeraten, sie schüttelte bei diesem Gedanken mit ihrem Kopf, denn Colt bezeichnete Prinz Roland nach wie vor unhöflich als Prinzenröllchen. Da riss sie ein schrillender Alarm aus ihren Gedanken und der Fernseher zeigte an, dass man einen Schutzraum aufsuchen sollte: “Joshua!” rief sie erschrocken, hielt sich ihren Bauch und drenkte ihren Bruder, der gerrade im Pool war zur Eile.

Yuma

Auf Yuma hallte der Alarm durch die Stadt. Im Oberkommando waren Saber, Colt und Fireball sofort aufgesprungen und eilten an Bord, um Ramrod einsatzbereit zu machen. Colt fuhr seine Waffensysteme hoch und checkte sämtliche Geschütze, während Fireball die Antriebssysteme überprüfte. Saber behielt die eingehenden Meldungen im Blick und koordinierte die letzten Vorbereitungen. Als letztes sprang April in ihre Satteleinheit und blickte routiniert über die Navigationsgeräte. „Alle Systeme grün!“, sagte sie. Die Gangway wurde eingefahren, die Verriegelungen schlossen sich mit einem dumpfen Zischen. Ramrod war startklar.

Saber hörte in den allgemeinen Funkverkehr, um sich erst einmal einen schnellen Überblick zu verschaffen. “Hoch! Sofort!” beschloss der Schotte, das ließ sich Fireball nicht zweimal sagen. Und da waren sie auch schon die ersten Jumper, Colt kümmerte sich um die Abwehr, während die Outrider versuchten Ramrod am Start zu hindern, doch Fireball stieß unter Vollschub durch! Ramrod bebte unter dieser Aktion, Turbos standen unter Hochleistung. Alle wurden in ihre Sitze gepresst, doch dank der neuen Technologie an Bord war es Colt trotz der Kräfte, die auf ihn wirkten, immer noch möglich einsatzfähig und am Abzug der Schnellfeuerwaffen zu bleiben. 

Dass sie mit dieser Take Off Aktion den weiteren Schiffen des Oberkommandos den Weg freikämpften und den Start erleichterten, blieb den Vieren verborgen. Das Oberkommando war in weniger als sieben Minuten einsatzbereit gewesen, jeder wusste, was er in solch einem Fall zu tun hatte, die Übungen und Manöver, welche immer und immer wieder trainiert wurden, zahlten sich aus. Die Stadt stand unter Beschuss und im All tauchten immer mehr Kampfschiffe der Outrider auf. Saber teilte seine Teams auf. Ramrod I sollte sich, zusammen mit der Kavallerie und den Jets, um die Angriffe auf Yuma kümmern und sobald die Lage am Boden unter Kontrolle war, sich wieder sofort in den Orbit als Verstärkung begeben. Ramrod II würde die Kavallerie und die amerikanische Delegation im All unterstützen. Colonel Rosso behielt das Kommando und den Überblick am Boden und übergab Saber im All das Kommando.

Jarr – Militärkomplex

Auf Jarr stand ebenfalls der Militär-Raumhafen und weitere militärische Einrichtungen unter Beschuss, die Erschütterungen waren dumpf und spürbar. Lorenz sah keine Chance, den Hangar mit den Jets lebend zu verlassen. Das Flakfeuer schlug auf der Hangar Decke mit ohrenbetäubendem Lärm ein, alle brachten sich in Deckung. Dazu kamen immer wieder Geschütze, die den Boden beben ließen. Dank der sicheren Bauweise war die Base vorerst geschützt, doch für wie lange? Der aschblonde Captain fluchte vor sich hin, ein unglücklicher Treffer und sie würden hier alle in die Luft fliegen. “Verdammt die schießen uns zu Klump..:” brüllte er in den Funk…und zeigte dabei seinen Piloten an, in Deckung zu gehen.

Captain Hikari, der sich gemeinsam mit den englischen Befehlshabern und König Jarred in einem Besprechungsraum auf dem Militärgelände befunden hatte, sprang beim Ertönen des Alarms sofort auf. Ohne Zeit zu verlieren, verließen alle den Raum und machten sich eilig auf den Weg zur Kommandozentrale, die sich unterhalb des Gebäudes befand. Während sie durch die Korridore gingen, wurden bereits die ersten Lageberichte übermittelt.

Auf Jarr stand ebenfalls der Militär-Raumhafen und weitere militärische Einrichtungen unter Beschuss, die Erschütterungen waren dumpf und spürbar. Lorenz sah keine Chance, den Hangar mit den Jets lebend zu verlassen. Das Flakfeuer schlug auf der Hangar Decke mit ohrenbetäubendem Lärm ein, alle brachten sich in Deckung. Dazu kamen immer wieder Geschütze, die den Boden beben ließen. Dank der sicheren Bauweise war die Base vorerst geschützt, doch für wie lange? Der aschblonde Captain fluchte vor sich hin, ein unglücklicher Treffer und sie würden hier alle in die Luft fliegen. “Verdammt die schießen uns zu Klump..:” brüllte er in den Funk…und zeigte dabei seinen Piloten an, in Deckung zu gehen.

Captain Hikari, der sich gemeinsam mit den englischen Befehlshabern und König Jarred in einem Besprechungsraum auf dem Militärgelände befunden hatte, sprang beim Ertönen des Alarms sofort auf. Ohne Zeit zu verlieren, verließen alle den Raum und machten sich eilig auf den Weg zur Kommandozentrale, die sich unterhalb des Gebäudes befand. Während sie durch die Korridore gingen, wurden bereits die ersten Lageberichte übermittelt. 

Alamo, Yuma und Laramie meldeten die erste Feindkontakte, die Messgeräte und Scanner zeigten fast überall im Neuen Grenzland willkürliche Sprünge der Outrider an. Neue Signaturen erschienen, verschwanden wieder und tauchten an völlig anderen Positionen wieder auf. Bislang ließ sich weder ein Zentrum noch ein eindeutiger Ausgangspunkt der Angriffe ausmachen.

„Wir müssen die Jets in die Luft bekommen!“, sagte Captain Hikari und noch während er sprach, stand er mit einem Militärstützpunkt etwas außerhalb von Jarr in Verbindung. Die Lage verschlechterte sich von Minute zu Minute. Kampfschiffe mussten umgehend in den Orbit verlegt werden, denn die Patrouillenschiffe würden ihre Stellung nur noch wenige Minuten halten können. Auf den taktischen Displays blinkten immer mehr Warnmeldungen auf. 

Die Bodentruppen waren sofort ausgeschwärmt, um die Lage in der Stadt zu sichern. Prinz Roland war bereits mit seinen Männern mit mehreren Panzerwagen vor Ort. 


Auf dem Militär-Raumhafen eröffneten die Bodentruppen zusammen mit der Task Force unter Royus Leitung bereits das Feuer auf die Hyperjumper, um das Flugfeld freizubekommen. Die automatischen Abwehrgeschütze auf den Dächern feuerten aus allen Rohren, was die Sache gerade für die Schiffe nicht einfacher machte. Doch der Luftraum über dem Gelände musste unter Kontrolle gebracht werden. Es gab bereits erste Schäden an Schiffen und kleineren Gleitern und die ersten Verletzten wurden bereits gemeldet. Es waren Offiziere und Mechaniker, die sich zum Zeitpunkt des Blitzangriffes auf dem Gelände bewegt hatten. 

Im Orbit waren die Patrouillenschiffe damit beschäftigt, die Outrider-Kampfeinheiten in Schach zu halten, bis Verstärkung eintreffen würde. Die Anspannung an Bord jedes Schiffes war groß, denn Patrouillenschiffe waren nun einmal keine Kampfschiffe und konnten somit nur ein geringes Waffen-Repertoire aufweisen, die lediglich für die Selbstverteidigung zur Verfügung standen und somit begrenzt waren. 

“Was ist da draußen los?” funkte Jarred ungehalten Roland an, während eine weitere Detonation den Raum erschüttern ließ. Roland funkte: “Wir sind unter Beschuss Vater, verschiedene Ziele, Angriffe werden auch von Avéron und Ceteré gemeldet.” berichtete er seinen Vater und Captain Hikari legte sich alle gemeldeten Ziele auf seinen Rasterortungsschirm und beobachtete das Vorgehen der Outrider. Dazu kamen die Meldungen der vollkommen überforderten Patrouillenschiffe im All.

Auf Yuma, Laramie und Alamo sah es fast genauso aus, doch Yuma und Laramie hatten bereits einige Kampfverbände im All. Captain Hikari steckte sich das COM-HEAD ins Ohr und switchte zwischen den einzelnen Funkkanälen. Immer wieder wurden ihm Nachrichten der Befehlshabenden geschickt, unter anderem auch von Saber, der sich bereits mit der Ramrod-Einheit mitten im Kampfgeschehen befand.

Royu meldete endlich, dass der Militärraumhafen, zu 80 Prozent unter Kontrolle war, wie lange er die Stellung jedoch halten würde, wusste er nicht und gab somit das Flugfeld für Blitzstarts frei! Das automatisierte Abwehrfeuer wurde eingestellt. 

Das ließ sich Captain Lorenz und die Royal Air Force nicht zweimal sagen, sie sprangen in ihre Jets und zogen einer nach dem anderen sofort nach oben. Lorenz übernahm das Kommando in der Luft und teilte die Einheiten in drei Geschwader auf. Ebenso hoben die ersten Kampfschiffe Richtung Orbit von Jarr ab.

Orbit – Yuma

Vor Yuma war die Hölle los, zumindest kam es Colt so vor. Denn egal, wohin er blickte, überall tobten Gefechte. Laserfeuer durchzog den dunklen Raum, Explosionen erhellten die Schwärze des Alls und auf den taktischen Anzeigen erschienen ständig neue Feindkontakte. Ramrod bebte, „Treffer!“ rief April und überprüfte sofort die Schadensanzeigen. Colt klammerte sich an seine Konsole und fluchte leise. „Die sind überall!“ Saber versuchte trotz des Chaos, den Überblick zu behalten. Sein Blick wanderte ununterbrochen zwischen den Sensordaten, den Statusanzeigen und den taktischen Karten hin und her. Ramrod I kommandierte er Richtung Laramie ab, um diese Route für die nächsten Schiffe freizubekommen.

Die siebte Kavallerie traf ein, von diesen 40 Schiffen kommandierte Saber zehn ab, um Ramrod I zu unterstützen, einen Korridor Richtung Alamo einzurichten. Aie anderen positionierte er um Yuma, um den Planeten vor Angriffen von außen zu schützen. “Das ist der Wahnsinn!” kam es abermals von Colt, der ein Geschütz nach dem anderen ohne Pause abfeuerte. Die ersten Jets erreichten das Kampfgeschehen, diese würden versuchen, die Jumper von den Basisschiffen der Outrider zu isolieren. 

Saber hatte keine Ohren für das Fluchen des Cowboys, er musste die Schiffe um sie herum so gut es ging im Auge behalten. “Jarr meldet heftige Kämpfe auf dem Planeten und im All!” teilte April mit und biss sich darauf auf ihre Lippen, doch sie musste diese Information teilen, schließlich liefen alle Kampfgeschehnisse ineinander. Saber schloss für einen Moment seine Augen, schickte ein Stoßgebet und schüttelte sich darauf gleich wieder, er musste sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Colt ging es nach Aprils geteilter Information nicht anders, ein klein wenig aggressiver schoss er jetzt, um die Sache für alle Beteiligten so schnell wie möglich zu beenden.

Auf Yuma. Rosso hatte die Jets im Luftraum positioniert, sie sollten die Stadt und die umliegenden Siedlungen vor dem Schlimmsten schützen. Die Menschen flüchteten in die Schutzräume, einige Gebäude wurden beschädigt, Beton und abgeschossene Jumper stürzten zu Boden. Immer mehr Notrufe gingen ein, doch es gab keine Freigabe für Rettungsaktionen, alle waren in Alarmbereitschaft. Doch die Sache schien sich, wie es aussah, am Boden zu beruhigen, eine Einheit nach der anderen meldete, dass sie das Kampfgeschehen unter Kontrolle hätten.

Alamo schickte seine stationierten Schiffe in den Orbit, um die Bedrohung abzuhalten, die Bodenangriffe hielten sich zwar in Grenzen, doch man wollte vorbereitet sein. “Sofort zurück!” funkte Captain Hikari Alamo an, als er die Aktion auf seinem Schirm mitbekam. “Wir müssen das weitere Eindringen verhindern!” kam es darauf von Charles. 

Jarr – Kommandozentrale 

Jarred sah auf die neuesten gemeldeten Kampfgeschehen im Grenzlandes, es war alles eine rote Suppe. Mit mehr als 30 Fronten. Colonel McGraeff traf den Orbit von Jarr ein und ließ das Feuer eröffnen, um den Patrouillenschiffen den Rückzug zu gewährleisten. Weitere Kampfschiffe aus Jarr brachten sich in Stellung. 

“Das ist an Stärke noch nie dagewesen!” murmelte Jarred, doch eine Antwort bekam er nicht. Shinjiro war dabei, alle Schiffe im Orbit auszumachen, erst dann sah er zu Jarred: “Was hast du noch?” fragte er und verfolgte die weiteren Funksprüche. 

“Die neue Royal de luxe wird gerade einsatzfähig gemacht.” teilte Jarred mit, Shinjiro nickte und legte sich verschiedene Bereiche der Angriffe auf sein Tablet, wieder andere separierte er. “Alles raus, was fliegen kann!” gab er jetzt den allgemeinen Befehl. 

“Die oberste Priorität ist es, die Outrider von allen Planeten zu entfernen und im All in Schach zu halten. “Wir sind nicht hier, um Schach zu spielen!” kam es darauf von Colonel McGraeff. “Sie haben 60 Doppelgeschütze und Abfangraketen an Bord, glauben Sie mir, sie können das…” funkte Hikari zurück. Und bekam schon wieder weitere Meldungen aus Yuma und sah, dass sich Ramrod II vor dem Storage Asteroidengürtel befand. Die USS Detroit sicherte Yuma mit weiteren Schiffen der Kavallerie den Orbit. 

Yuma Orbit – Ramrod

“Wo kommen die alle her?” fragte Fireball, der gerade zwei abgeschossenen Jumpern auswich. “Kurzer ihr seid in unserer Schusslinie, haut ab da!” funkte Dave von der USS Detroit. 

“Reden kann er gut!” murmelte Fireball angestrengt und versuchte aus dem Erfassungsradius der Detroit zu kommen, was zwischen den Asteroiden, die ihnen verdammt nahe kamen, gar nicht so einfach war, dazu kamen die Hyperjumper … da zog er ohne Vorwarnung den Schubregler nach oben. 

“Fireball!” schrie April erschrocken, als die G-Kräfte sie fest in ihren Sitz zurück warfen und ihre Anzeigen warnend Rot aufleuchten. “Wir sind auf Kollisionskurs!” presste sie angestrengt hinaus. “Ich weiß…” antwortete Fireball, der seinen Kurs im Blick hatte und unter Anstrengung den Schubregler fest im Griff behielt. Colt reagierte und ließ die Maverick Schnellfeuerwaffen auf Hochleistung gehen, und zielte das Schiff an, das ihnen im Weg stand. “Festhalten!” kam es von Colt und Fireball, drehte direkt ab, als das Schiff der Outrider gefühlt um sie herum explodierte. 

Ramrod bebte und machte Geräusche, die niemand wirklich hören wollte, während Fireball zusah, aus den herumfliegenden Trümmern zu kommen. Die Kraft der Triebwerke blieb allen an Bord nicht verborgen. Saber hatte Mühe, bei den Manövern den Überblick zu behalten, gerade musste er sich darauf verlassen, dass die anderen Schiffe klarkamen. “Setz uns hinter den Gürtel, damit wir hier herauskommen!” wies Saber Fireball an, die Asteroiden störten nicht nur einige Signale, sondern brachten sie auch unnötig in Gefahr. 

Jarr – Kommandozentrale

Captain Hikari hatte auf Jarr das Manöver von Ramrod am Rasterschirm mitverfolgt und atmete erleichtert aus, als das Signal des Friedenswächters wieder erschien. Mit dieser Aktion, hatte Ramrod die zweite feindliche Verteidigungslinie vor Yuma durchbrochen. 

In diesem Moment betraten zwei Offiziere der königlichen Garde die Kommandozentrale. Zügig gingen sie auf König Jarred zu und salutierten: „Majestät, die Royal Monarch de luxe ist einsatzbereit“, meldeten sie. „Die Besatzung hat ihre Gefechtsstationen eingenommen. Wir warten auf Ihre Befehle.“ Mehrere Blicke richteten sich auf den König. Das neue Flaggschiff war erst vor Kurzem vorgestellt worden und hatte bislang noch keinen Kampfeinsatz erlebt. Shinjiro hob seinen Blick von Raster und sah kurz zu Jarred hinüber. Angesichts der sich zuspitzenden Lage blieb kaum Zeit für weitere Überlegungen. Die Royal Monarch de luxe würde sich früher bewähren müssen als geplant. Jarred erhob sich und Shinjiro klinkte sich das Tablet aus, auf dem weiterhin das Geschehen im Neuen Grenzland übermittelt wurde. Die englischen Befehlshaber blieben in der Kommandozentrale, sie sollten Rettungskräfte und die Bodentruppen koordinieren. 

König Jarred, Dr. Morel und Captain Hikari stiegen in ein gepanzertes Shuttle und erreichten nur wenige Minuten später die Freifläche des Flugfeldes, das immer noch unter Beschuss stand. Drei Jets und Captain Lorenz gaben dem Shuttle Feuerschutz. 

Royu, Kenzo und zwei weitere Männer der neuen royalen Taskforce waren als Begleitschutz mit im Shuttle. „Wie ist die Lage?“ fragte Shinjiro seinen Bruder, ohne den Blick vom Tablet zu lösen. Royu sah aufmerksam aus dem Fenster und beobachtete den Luftraum über dem Shuttle: “Es gibt keine, ist etwas clean, brennt es woanders.” Diese enttäuschende Auskunft ließ Shinjiro kurz die Stirn runzeln. Daraufhin meldete Prinz Roland, dass die Stadt unter Kontrolle sei! Shinjiro sah vom Tablet auf und seinen Bruder an: “Sowas wollte ich hören!” sagte er. Royu rollte darauf mit seinen Augen: „Natürlich, erst fragst du nach einer Lage und wenn ich ehrlich antworte, gefällt es dir nicht.“ Shinjiro ignorierte die Bemerkung, die nur noch Kenzo verstanden hatte und setzte stattdessen einen Funkspruch zu Lorenz ab: “Sobald wir an Bord sind, zieht ihr in den Orbit ab, um der Deluxe einen Korridor zu geben!”, wies er an und zeichnete sich bereits in diese Verteidigungslinie ein. 

Das Shuttle kam mit einem leichten Ruck zum Stehen: „Ihr kommt mit!“,sagte Shinjiro und stand auf. Kenzo nickte darauf sofort, während die anderen der Taskforce sich fragend ansahen. Noch bevor jemand nachhaken konnte, war Shinjiro bereits aus dem Shuttle gestiegen. Seine Augen huschten ununterbrochen über die Daten auf dem Tablet, offenbar arbeitete er mehrere Lageberichte gleichzeitig ab. Royu eilte seinem Bruder hinterher: „Ähm, ich will ja gerade nicht stören, aber was sollen wir an Bord?“ fragte er und ließ den Bereich vor sich nicht aus den Augen, er war jederzeit bereit, auf eine Bedrohung zu reagieren.

Shinjiro setzte einen weiteren Funkspruch an die umliegenden Schiffe ab, gab neue Anweisungen und überprüfte gleichzeitig die taktischen Anzeigen. Erst als er die Rampe der Royal Monarch de luxe betrat, reagierte er: „Sicherheit“, sagte er kurz udn lief weiter. „Okay“, erwiderte Royu, der inzwischen verstanden hatte, dass dies wohl die längste Antwort sein würde, die er im Moment bekommen konnte. Und zog er seine Waffe etwas höher und sicherte gemeinsam mit den anderen Männern der Taskforce den Einstieg der Deluxe, während Shinjiro bereits darin verschwunden war, ohne seinen Blick auch nur für einen Moment von seinem Tablet zu lösen. Seine volle Aufmerksamkeit galt der Schlacht.

An Bord der Deluxe herrschten die letzten Vorbereitungen für den Start. Besatzungsmitglieder eilten durch die Korridore zu ihren Stationen, während über die Lautsprecher ununterbrochen neue Anweisungen durchgegeben wurden. Kaum hatten König Jarred und Captain Hikari die Deluxe betreten, kam ihnen bereits der Erste Offizier entgegen. Er salutierte knapp und schloss sich ihnen ohne Zeit zu verlieren an. Vor der Gruppe bahnte ein Soldat den Weg durch die Korridore und sorgte dafür, dass sie die Brücke schnellstmöglich und ohne Behinderungen erreichen konnten. Shinjiro wusste kaum, wohin er trat, sein Blick war weiterhin auf sein Tablet gerichtet, auf dem sich laufend neue Daten und Meldungen aktualisierten. Gleichzeitig hielt er mit den Schiffen vor Jarr, Yuma und Alamo Kontakt.

„Aktuell haben wir vier Hauptfronten: Jarr, Yuma, Laramie und Alamo“, berichtete der Erste Offizier während des schnellen Gehens: „Dazu kommen kleinere Gefechtszonen, beispielsweise im Galsh-Asteroiden, Pectos sowie zahlreiche Zusammenstöße zwischen kleineren Geschwadern.“ Ohne aufzublicken, nickte Shinjiro. Der Offizier sprach weiter: „Futariar, ein Versorgungs Planet, wurde von den Outridern eingenommen. Nach unseren Informationen befinden sich noch etwa vierzig Soldaten, darunter um die 20 Zivilisten vor Ort.“ Darauf hielt Shinjiro mit dem Finger über dem Display inne. „Pectos steht weiterhin unter Beschuss“, fuhr der Erste Offizier fort. „Die Verteidiger melden zwar, dass sie ihre Stellung halten können, haben jedoch Unterstützung angefordert.“

Sie passierten, ohne aufgehalten zu werden, eine Sicherheitsschleuse und näherten sich der Brücke. „Der Orbit um Jarr steht unter Dauerfeuer. Aktuell wurden sechs größere Schiffe der Outrider identifiziert. Zusätzlich operieren Hyperjumper in unbekannter Anzahl im gesamten Einsatzgebiet. Ihre Sprungmuster sind weiterhin unregelmäßig und erschweren jede taktische Vorhersage.“ – “Gibt es keine genauen Zahlen?” fragte Hikari nach. “Sir, wir kamen noch nicht dazu, sie zu zählen!” antwortete der Offizier der Deluxe leicht sarkastisch. “Dann schätzen sie!” Der Offizier atmete hörbar aus: “Circa 2000, Sir.” antwortete er jetzt mit einer schnellen minimalen Schätzung. 

König Jarred blieb äußerlich ruhig, doch die Meldungen zeichneten ein deutliches Bild der Lage. „Verluste?“, fragte Shinjiro knapp. „Noch keine gesicherten Zahlen, Sir. Die Meldungen treffen zu schnell ein. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Kämpfe auf allen Fronten weiter eskalieren werden.“ umschrieb der Offizier dieses Thema. Die Türen zur Brücke glitten zur Seite auf. Shinjiro hob nun erstmals seinen Blick von, das helle Licht verursachte ihm einen kurzen schmerz und er sah zum ersten Offizier neben sich: „Dann sorgen wir dafür, dass sie nicht weiter eskalieren“, sagte er ruhig und betrat gemeinsam mit König Jarred den Kommandostand der Brücke. Seine Stimme zwar ruhig, doch jeder in seiner Nähe wusste, dass er bereits mehrere Schritte vorausdachte.

Sie erreichten die Brücke. Alle salutierten: “Sofort starten!” wies König Jarred an und setzte sich auf seinen Platz im Kommandostand. Shinjiro folgte ihm und ging direkt auf den gläsernen Raster Schirm zu, auf dem bereits alle erfassten Fronten angezeigt wurden, die sich live darauf bewegten und bekam das dazugehörige Head-com gereicht, um direkt mit allen Schiffen kommunizieren zu können. “Sobald sie es aktivieren, haben sie das Kommando, First Grad!” teilte der erste Offizier Captain Hikari mit. Die Deluxe hob ab. 

Yuma – Asteroidengürtel

Ramrod erreichte schließlich das Ende des Asteroidengürtels und für einen kurzen Moment hofften alle an Bord, etwas aufatmen zu können. Denn die letzten Minuten hatten ihnen alles abverlangt und die ständigen Gefechte und Wachsamkeit hatten ihre Nerven bis zum Äußersten strapaziert. Doch als sie den Gürtel hinter sich ließen, blieb ihnen fast die Sprache weg. Vor ihnen erschien ein gewaltiges Schiff der Outrider. „Das kann nicht wahr sein …“, murmelte Colt und selbst Saber war für einen Moment sprachlos. Denn hinter dem Asteroidengürtel lag das Basisschiff der Outrider. Es war um ein Vielfaches größer als die Kriegsschiffe, denen sie bisher begegnet waren und wurde von zahlreichen Begleitschiffen umgeben.

„Jetzt wissen wir, woher sie kommen“, sagte April leise. Und auf den Scannern blinkten unzählige Signaturen auf und im nächsten Moment stürmten auch schon die ersten Hyperjumper und kleinere Kampfschiffe auf sie zu und eröffneten das Feuer. Fireball wich zur Überraschung aller mal nach unten aus, oder brachte Colt damit kurz aus seinem Konzept, bevor er einen Jumper nach dem anderen abschoss, schickte er zurück in die Phantomzone. 

„Hombre, flieg darüber, wir sammeln sie unter ihrem Schiff!“, sagte Colt und deutete auf das gewaltige Basisschiff der Outrider. Fireball musste grinsen, ohne den Blick von seinen Instrumenten zu nehmen: „Zum Glück kenne ich dein ‚darüber‘ und dein ‚hier rüber‘“, erwiderte er trocken. Colt schnaubte darauf belustigt: „Dann weißt du ja, was ich meine.“ sagte er bbwohl ihm inzwischen bereits Schweiß über die Stirn lief und die Anspannung der letzten Gefechte deutlich in seinem Gesicht stand, huschte ein breites Grinsen über seine Lippen. Genau für solche Manöver liebte er das Fliegen mit seinem Hombre. „Keine Sorge“, sagte Fireball und legte dseine Hand fester um seinen Schub: „Ich bringe uns genau dahin, wo du hinwillst, Cowboy. Wahrscheinlich sogar näher.“ versprach Fireball.

„Wenn ihr beide fertig seid, würde ich gerne wissen, wie wir das Schiff der Outrider angreifen wollen“, fragte er trocken. „Na ganz einfach“, antwortete Colt: „Wir bringen ihre Jäger dazu, uns zu verfolgen. Dann ziehen wir sie direkt unter ihr Basisschiff. Dort haben sie weniger Bewegungsfreiheit und stehen sich gegenseitig im Weg.“ Fireball grinste erneut und beschleunigte Ramrod, damit die Jumper vor ihnen auf Abfangkurs gingen. „Das ist der Teil, der mir Sorgen macht.“ kam es von Saber, der weiterhin das Basisschiff beobachtete. 

April funkte die umliegenden Schiffe an, um ihnen ihre Entdeckung mitzuteilen. Fireball schaute auf seine Systeme. Mist, Interferenzen, die Outrider störten in diesem Bereich ihre Systeme und die Asteroiden verstärkten das alles noch. “Wirklich sehr Klever!” musste Saber zugeben. April schaffte es auf eine andere Frequenz zu gehen, um ihre Position weiter mitzuteilen. Das Basisschiff eröffnete jetzt das Feuer auf Ramrod. “Wir waren wohl nicht eingeladen!” kommentierte Fireball, als er den Laserstrahlen auswich. “Versuchen wir uns neben das Schiff zu setzen!“ schlug Saber vor, nachdem er das Schiff gescannt hatte. “Sie haben auf der Seite nur wenig Abwehrgeschütze, nur Raketen!” erklärte er darauf. “Nur?” kam es von Fireball, der versuchte, Sabres Strategie irgendwie umzusetzen. 

Colt konzentrierte sich darauf, das Schiff frontal zu treffen, um das Flakfeuer auszuschalten, doch auch hier absorbierte das Schiff ihre Energie und schickte diese gebündelt auf Ramrod zurück. Fireball zog nach unten, um dem heftigen Laserstrahl auszuweichen, wobei die Hyperjumper die ihnen folgten vom Fak erwischt wurden. Saber schickte die Scans zum Hauptquartier, damit die Verstärkung, welche er angefordert hatte, Bescheid wusste, was sie hier erwarten würde. 

Jarr – Royal Monarch de luxe

Captain Hikari teilte die Truppen auf, die sich über das gesamte neue Grenzland erstreckten. Die Schiffe um Jarr versuchten die Outrider Richtung Anomalie aufzudrängen, die Royale Deluxe stand unter Beschuss, das Schiff konnte Treffer bis zu einer Stärke von 8 TP aushalten, doch darauf ankommen lassen wollten sie es nicht, so positionierten sich Jarreds Kriegsschiff als eine Art festung zwischen den Planeten Jarr und der Anomalie. Genau hier wollte Hikari einen Sammelpunkt erstellen. 

Da erregte die neueste Meldung aus Yuma seine Aufmerksamkeit, das Basisschiff war also ausfindig gemacht worden. Damit hatte er endlich einen Ausgangspunkt und verband das Schiff mit dem Standpunkt der Royal Deluxe. Er klickte mit dem Pen auf den Ortungsschirm: “Das ist das Ziel!” sagte er und Jarred sah ihn etwas überfordert an. “Das Ziel ist mein neues Schiff!” sagte er trocken. Shinjiro nickte: “Ein Visuelles, für uns, auf das sich unsere Truppen orientieren sollen.” erklärte als ihm bereits Meldungen aus Yuma erreichten, dass die Jumper sich Richtung Asteroidengürtel und Alamo zurückzogen. 

Shinjiro beobachtete das Verhalten der Outrider auf dem Raster und schüttelte mit seinem Kopf: “Die ziehen sich nicht zurück, sondern sammeln sich. Und zwar Hier oder hier!” sagte er heiser und räusperte sich, seine Kehle war staubtrocken. “Ist alles in Ordnung?” fragte Jarred und gab ein Zeichen und dem First Grad wurde eilig eine Wasserflasche gereicht. Während er trank, drehte er sich zu Jarred: “Sie wollen uns zum Basisschiff locken, weit weg von den Anomalien.” erklärte er. Jarred stand auf und betrachtete den Rasterschirm: “Gut, dann locken wir sie eben genau dort hin.” und er zeigte auf die Anomalien vor Jarr und Yuma. 

“Eure Hoheit, wir können unsere Stellung nicht weiter halten!” Jarred sah aus dem Panoramafenster, Laserstrahlen in allen Farben waren zu erkennen. In diesem Moment loggte sich Shinjiro in das System ein und auf allen Schiffen blinkte die Meldung auf, dass der First Grad das Kommando übernommen hatte: “Kein Rückzug!” wies er an. Jarred holte Luft, doch bevor er etwas sagen konnte, kam ihm Shinjiro zuvor: “Zeig mal, was die Deluxe kann!” forderte Shinjiro. Jarred nickte etwas verhalten, schließlich war das alles noch gar nicht richtig getestet worden, aber gut, wenn nicht heute, wann dann: “Feuer aus allen Rohren.” befahl er und sah vom Ortungsschirm zu seinem Freund und beobachtete die einsetzende Feuerkraft seines Schiffes die spürbar war.

Yuma – Ramrod

Auch auf Ramrod erschien auf allen Modulen die Meldung, dass der First Grad offiziell das Kommando übernommen hatte. Die Aktualisierung lief durch sämtliche Systeme und wurde auf den taktischen Anzeigen der Besatzung eingeblendet.  Saber war ab jetzt der ausführende Offizier und verantwortlich dafür, die Befehle zu koordinieren, taktische Entscheidungen umzusetzen und die Anweisungen an die einzelnen Einheiten weiterzugeben. Eine klare Befehlskette war entstanden.

“Major Lancelot, sie bleiben an dem Mutterschiff und folgen diesem, danach Kurs zum NEA-Graldaltsh Asteroid!” erreichte Saber die persönliche Anweisung von Captain Hikari. Der Schotte zog sich die mitgeschickte Anweisung auf seinen Bildschirm und zog konzentriert seine Augenbrauen zusammen: “Was hat er vor?” sprach er vor sich und übernahm den Kurs, den er Fireball, wenn es so weit war, schicken würde. 


Alamo sollte weiterhin nur passiv am Kampfgeschehen teilnehmen. Charles war darüber alles andere als begeistert. „Wir sollen einfach nur Selbstverteidigung ausüben?“ fragte er ernst und verschränkte seine Arme vor der Brust: „Sollten die Outrider das mitbekommen, schießen sie uns hier zu Klump!“ murmelte er vor sich. Doch der alte Colonel Murry betrachtete die taktische Darstellung mit den unzähligen Gefechtsmeldungen und nickte Eagle schließlich zu: „Es ist richtig“, sagte er ruhig. Charles starrte ihn ungläubig an: „Richtig?“ wiederholte er: „Da oben ist die Hölle los, und ausgerechnet wir, die über alle Mittel verfügen, sollen nicht eingreifen und die tapferen Einheiten unterstützen?“ Murry blieb gelassen: „Genau deshalb.“ Charles verstand nicht. Da deutete Colonel Murry auf die Anzeigen: „Wenn Alamo seine Kräfte jetzt unüberlegt ins Gefecht wirft, verlieren wir unsere letzte strategische Reserve. Im Moment kämpfen alle mit dem, was sie haben. Wenn eine Front zusammenbricht, brauchen wir noch Einheiten, die reagieren können.“ erklärte er…Charles atmete tief ein, es fiel ihm schwer, gerade nur zuzuschauen. Murry fasste Charles an seiner Schulter und zeigte ihm an, sich zu beruhigen. 


Ramrod I meldete dem Schotten eine Steigerung des Kampfgeschehens um sie herum, die Begleitschiffe brachten sich in neue Stellungen, um der Ramrod-Einheit, die unter Bastiaans Kommando, mehr Freiraum zu gewähren. Sie schickten einige Jumper zurück, doch auch hier stieß ein größeres Basisschiff ihren Strahl wieder auf sie zurück. Sie konnten gerade noch so ausweichen, leider wurde dadurch ein Begleitschiff, das etwas abseits flog, frontal getroffen, dass darauf sofort kleine Explosionen an Bord meldete und havarierte. Jetzt wurde aus der Mission von Ramrod I eine Rettungsaktion. 

Und es hieß, das beschädigte Schiff zu schützen. Auf Alamo startete ein Bergungskreuzer, um die Besatzung, unter denen es Verletzte gab, schnell von Bord zu holen. Bastiaan und die anderen an Bord von Ramrod I gaben alles, um das beschädigte Schiff, das immer mehr Ausfälle funkte, zu schützen. Was dazu führte, dass auch sie einige Treffer einstecken mussten. Direkt auf das Outriderschiff konnten sie keine Salve abgeben, zu groß war die Gefahr, dass der Strahl auf sie zurückkam. Bastiaan gab ihren Ausfall bis zur Bergung der Crew zwischen der Route Yuma-Alamo bekannt. 


Hikari schickte daraufhin zwei Schiffe des Moutlee Mondes Richtung Alamo, als Verstärkung, um die Einheiten zu unterstützen. “Du baust also eine Doppelfront!” kam es von Jarred feststellend. Shinjiro nickte: “Ja, bis die Bergung abgeschlossen ist.” bestätigte er, er rieb sich die Augen und sah durch das Panoramafenster, um seinen Blick zu weiten. In den letzten zwei Stunden hatte er nur auf einen Schirm geschaut. Er lehnte sich kurz an das Geländer der Kommandobrücke und räusperte sich erneut, er wollte sein Hemd am Hals öffnen, um besser Luft zu bekommen, doch er musste feststellen, dass der Knopf schon offen war. 

Der erste Offizier trat an ihn heran: “Die Kämpfe erreichen einen Höhepunkt von 70 Prozent, Sir. Die Bodentruppen von Yuma und Jarr melden nur noch vereinzelte Kampfgeschehen. Und Pectos verringert sich um nicht nennenswerte fünf Prozent!” fasste der Offizier zusammen. Shinjiro zeichnete die genannten Punkte auf dem Schirm an: “Verluste?” fragte er. Der erste Offizier atmete tief ein und nickte: “Der aktuelle Stand ist: sieben abgeschossene Jets, vier davon notgelandet, auf Jarr, Rettungseinheiten sind unterwegs, um sie zu finden. Zwei Patrouillenschiffe, eines davon gilt als vermisst, ein Suchtrupp ist bereits unterwegs, das positive ist, Trümmer wurden bislang nur von Outriderschiffen lokalisiert!” sprach der Offizier weiter, Jarred lehnte sich etwas betrübt zurück und hoffte, dass das vermisste Schiff nur vom Kurs abgekommen war! “Und vor Alamo wurde ein Kampfschiff des Oberkommandos schwer getroffen, es ist manövrierunfähig, sinkt im Orbit ab, ein Bergungstrupp ist unterwegs, gemeldet wurden bisher zehn Verletzte, darunter wohl drei schwer.” gab der Offizier weiter Bericht. Während Captain Hikari mit der Detroit vor Yuma in Kontakt stand, um auch das Deligationsschiff der Amerikaner als Rückendeckung zu aktivieren. 

“Auf allen Planeten Code Red, militärische Rettungskräfte sollen ausschwärmen, die zivilen sollen sich einsatzbereit halten, Code Blue geben wir erst nach Beendigung des Kampfs raus!” wies Hikari an. Der Offizier salutierte und verließ den Kommandostand. 

Ramrod

„Wir sind dabei, Sektor B zu verlassen und treten in das neutrale Gebiet rund um Alamo ein!“, teilte April den Jungs mit, während sie die Navigationsdaten überwachte. Saber nickte knapp: „Ich habe es im Blick.“ sagte er und sein Augenmerk lag weiterhin auf der taktischen Karte, auf der die Grenzen der Verwaltungsgebiete deutlich markiert waren. Mit jeder Maile entfernte sich Ramrod weiter vom unmittelbaren Einflussbereich des Sektors B.

Fireball warf einen Blick auf seinen Schirm, er versuchte so gut es ging das Kampfgeschehen möglichst nah an Yuma zu halten und den Feind von wichtigen Versorgungsrouten fernzuhalten. Doch die Lage wurde zunehmend unberechenbar: „Das wird nicht mehr lange funktionieren“, stellte er fest. Vor ihnen tauchten weitere aus dem Nichts weitere Hyperjumper auf. Um ihnen auszuweichen oder sie günstig zu positionieren, würde er weitere riskante Manöver fliegen müssen und es Colt erschweren zu zielen. Saber sah kurz zu ihm herüber. Vor ihnen tobte eine Schlacht, die sich längst über mehrere Systeme ausgebreitet hatte. Und wenn sie die Outrider aufhalten wollten, mussten sie ihnen folgen, egal, wohin sie der Kampf führte. „Dann verlassen wir sie eben.“ kam es vom Schotten. Fireball nickte, im Moment war die Verwaltungsgrenze ihr geringstes Problem.

Saber meldete Ramrod vorsichtshalber auf Alamo sowie den Schiffen im Orbit des Planeten an. Angesichts der unübersichtlichen Lage wollte er vermeiden, dass sie versehentlich für ein feindliches Schiff gehalten wurden: „Kurs beibehalten!“, befahl er. „Verstanden“, bestätigte Fireball und hielt Ramrod auf dem bisherigen Vektor. In diesem Moment wurde die Kommunikation von einem plötzlichen Störsignal unterbrochen. Die Anzeigen flackerten kurz auf, begleitet von einem unangenehmen Rauschen in den Lautsprechern. „Was war das denn?“, fragte Colt und blickte irritiert zu seinem Monitor, der schon wieder normal weiter lief. Auf dem Hauptschirm erschien ein Bildsignal, das zunächst nur eine verzerrte Silhouette zu erkennen gab. Dann stabilisierte sich die Übertragung und eine Gestalt in einer fremdartigen Uniform blickte ihnen entgegen. Besonders der Helm fiel allen sofort ins Auge. Seine Form erinnerte an den Kopf einer Klapperschlange mit schmalen, nach hinten gezogenen Konturen, es war ein bedrohliches Erscheinungsbild. Saber runzelte seine Stirn und versuchte einzuordnen, was er dort sah. Tatsächlich versuchten die Outrider, auf dem Basisschiff Kontakt aufzunehmen. Und das mitten in einer laufenden Schlacht. 

“Lasst es Fleischlinge!” begann die raue, hallende Stimme. Saber teilte den Kanal mit der Royal Deluxe. April, Fireball und Colt sahen fassungslos vor sich auf ihre Monitore. “Fleischlinge?” kam es von Colt. 

„Ich bin Captain Lancelot, Befehlshaber des Friedenswächters Ramrod“, stellte sich Saber vor und bemühte sich, so diplomatisch und ruhig wie möglich zu klingen. Seine Haltung blieb aufrecht, während er die fremde Gestalt auf dem Bildschirm aufmerksam musterte. Noch wusste niemand, welche Absichten die Outrider mit dieser Kontaktaufnahme verfolgten. Doch solange sie das Gespräch suchten, würde er ihnen diese Möglichkeit geben.

Colt zog skeptisch seine Augenbrauen zusammen, hielt und hielt sich feuerbereit. Fireball beobachtete aufmerksam die Sensordaten, um im Falle eines Falles ein Ausweichmanöver zu starten, und April behielt die Kommunikationssysteme im Auge, um die Verbindung stabil zu halten.

„Ich bin Kommandant Gattler“, antwortete die Gestalt mit der schlangenförmigen Helmmaske. Fireballs Augenbrauen wanderten nach oben zu seinen Anzeigen. Während die Verbindung lief, ließ er Ramrod so unauffällig wie möglich abdriften und brachte den Friedenswächter somit langsam außerhalb der unmittelbaren Reichweite der Hauptwaffen des Outrider Basisschiffs.

„Was wollen Sie?“, fragte Saber ruhig, aber fordernd und aktivierte gleichzeitig sämtliche verfügbaren Scanprogramme. Wenn die Outrider schon freiwillig ein Gespräch führten, wollte er jede mögliche Information sammeln, die später von Nutzen sein konnte. Die Sensoren begannen, sämtliche Daten über das Schiff wie Frequenz, Energie -Emissionen zu erfassen.

„Euer Sonnensystem“, antwortete Gattler ohne Umschweife: „Ihr habt keine Chance, wir beobachten euch bereits seit langer Zeit.“ Colt lehnte sich nach vorn und verzog etwas sein Gesicht.: „Na da bekommt Big Brother ja eine ganz neue Bedeutung“, bemerkte er trocken: „Warum eigentlich unsere Galaxie, ist es bei euch nicht schön oder was?“ April warf dem Cowboy einen Blick zu, der deutlich machte, dass dies vielleicht nicht der beste Zeitpunkt für Witze war. Doch Colt zuckte nur mit seinen Schultern: „Was denn? Wenn schon eine Invasion läuft, darf man doch wohl mal nach den Beweggründen fragen, oder etwa nicht?“

Captain Hikari rollte mit seinen Augen. Saber ignorierte die Bemerkung und konzentrierte sich wieder auf den Outriderkommandanten Gattler: „Wenn Sie uns so lange beobachtet haben“, sagte er ruhig, „dann wissen Sie auch, dass wir uns nicht kampflos ergeben werden.“ Während er sprach, liefen die Scans weiter. Jeder Augenblick, den Gattler mit Reden verbrachte, verschaffte Ramrod wertvolle Daten über den Feind.

Darauf war ein höhnisches Lachen über die Hypercomline zu hören: “Lasst eure Witze, das war doch einer, oder? Vor 17 Jahren habt ihr es mit Glück geschafft uns zurückzudrängen, auch wenn ihr euch mit der “Föderation des Sonnensystems” verbündet habt, können wir immer energiemäßig mit euch in Kontakt treten!” fuhr Gattler weiter fort. “Warum?” fragte Saber schnell. “Eure Galaxie ist voll mit Energie und ihr nutzt nicht einmal 20 Prozent, das ist doch eine vollkommene Verschwendung!” Darauf blieb Saber erst einmal stumm, ihm wurde klar, dass sein Gegenüber mehr Wissen über die Rohstoffe und Physik hatte als die Menschheit und somit im klaren Vorteil war. “Wir kennen durchaus unsere Rohstoffe, Kommandant Gettler!” sagte der Schotte. Alle blickten auf Saber, der gerade hoch pokerte. 


Captain Hikari hörte genau zu, behielt jedoch das laufende Kampfgeschehen weiter im Blick. Vor Alamo war die Rettungsaktion erfolgreich zu Ende gegangen und es konnte weitergehen, den Korridor zwischen Yuma, Alamo und Jarr freizubekommen. Vor Jarr positionierten sich Kampfschiffe, um ausschließlich den Planeten zu schützen. Das Gleiche geschah vor Yuma. Alle weiteren Schiffe sollten sich Richtung Alamo begeben.

Ein hohles, unangenehmes Lachen hallte wieder durch den Kommunikationskanal und ließ selbst die Hintergrundgeräusche auf der Brücke für einen Moment verstummen. „Ergebt euch“, sagte Gattler schließlich, „Oder es wird euch leidtun.“

„Wir? Ergeben?“ mischte sich jetzt auch Fireball in die Konversation ein. Seine Stimme klang fast amüsiert, als hätte er gerade einen besonders schlechten Witz gehört. „Genau“, fügte Colt hinzu: „Zeig dich erst einmal, du Klapperschlange!“

Darauf herrschte auf allen Schiffen des Grenzland Stille. Dann legte Gattler langsam seine Hände an seinen Helm und löste die Verriegelungen. Mit einem leisen Zischen nahm er ihn ab. Die Brückenbesatzung auf der Royale de luxe betrachtete aufmerksam das Gesicht des Outrider-Kommandanten.

„Ach“, fand Colt als erster seine Stimme wieder: „Mit Helm war es doch besser.“ April presste erschrocken ihre Lippen fest zusammen. Selbst Fireball starrte fassungslos auf seinen Bildschirm, musste sich jedoch ein Grinsen wegen Colts Kommentar verkneifen. Colt hingegen verstummte unmittelbar danach. Sein Spott wich einem nachdenklichen Blick, während er das Gesicht ihres Gegners musterte. Denn ihm wurde gerade bewusst: Zum ersten Mal blickten sie einem der Anführer der Outrider direkt ins Gesicht. Und das machte die Bedrohung plötzlich sehr viel näher.

Danach wurden auf dem Monitor wurden vier Offiziere des Oberkommandos gezeigt. Captain Hikari hielt inne und sah in die Gesichter der Männer. Der erste Offizier trat an ihn heran: “Es sind wohl die Männer von Futariar, der Planet ist zu Beginn in die Hände der Outrider gefallen.” Hikari nickte: “Machen Sie ein bewaffnetes Shuttle bereit!” wies er den Offizier an. “Was hast du vor?” wollte Jarred wissen, die Situation schien ausweglos. Shinjiro beendete seine erneuten Berechnungen, er musste seine bereits gelegte Strategie ändern. “Wir stürmen das Schiff dieses Kommandanten Gattlers!” war seine beiläufige Antwort. Jarred dachte, sich verhört zu haben! “Wer soll das machen, vor allem wie? Es gibt so gut wie keine Chance, auch nur in die Nähe des Schiffes zu gelangen!” Shinjiro räusperte sich erneut und nickte: “So gut wie keine, aber eine.” und er zeichnete die Schwachstelle des Schiffes ein, dank der Scans, die Ramrod II geschickt hatte. 

Jarred atmete tief ein und aus: “Deswegen hast du die Taskforce mitgenommen?” Shinjiro räusperte sich erneut, er bekam tatsächlich gerade schwer Luft und hatte seit einigen Stunden Schluckbeschwerden. “Ich hatte vor, sie mit einem Kampfschiff auf Futariar abzusetzen, um sie da herauszuholen.” erklärte Shinjiro. Jarred intervenierte: “Ein Schiff im All zu stürmen ist etwas anderes als am Boden!” – “Wenn du eine bessere Idee hast, dann her damit!” sagte der Shinjiro mehr beiläufig und setzte erneute Punkte auf dem Schirm an. 

Auf Sabers Display erschien eine neue Taktik von Captain Hikari, während sie sich noch mit Gattler der Klapperschlange unterhielten, wie Colt den Outrider-Kommandanten bereits nannte. Er schickte Fireball eine Abweichung des Kurses, somit brachten sie sich nahezu unbemerkt in Stellung. April bemerkte den langsamen Kurswechsel. “Was hatte Saber jetzt vor?” Fragte sie sich. “Von welchen Rohstoffen sprechen sie, Kommandant Gattler?” Versuchte Saber, die Gegenseite hinzuhalten, bis sie ihre Offensive starten konnten.

Absatz #16

“Okay, warte, wir sollen ein Schiff der Outrider stürmen?” sah Royu fragend und entgeistert auf, als er den Ablaufplan auf seinem Tablet in den Händen hielt. Shinjiro nickte und ging den Gang Richtung Hangar entlang. “Wir sind vier Mann, hast du eine Ahnung wie viele Soldaten sich auf diesem feindlichen Basisschiff befinden?” lief Royu seinem Bruder ungläubig nach. “Nein, aber laut Schätzung, viele!” Royu sah Shinjiro fassungslos an und zuckte sarkastisch mit seinen Schultern, während sie weiter liefen: “Viele, ja, das klingt beruhigend! Wir wissen nicht einmal wohin wir müssen, vorausgesetzt wir schaffen es an Bord zu gelangen, was meine nächste Frage ist!” Shinjiro unterbrach ihn: “Die Truppen vor Ort bereiten derzeit alles vor.” Royu sah zum Plan in seiner Hand: “Und dann? Wir wissen gar nichts, welche Waffen sie haben, wie sie aufgestellt sind, ach und noch etwas, verletzen wir die Außenhaut des Schiffes, war es das!” sprach Royu weiter: “Truppen der Royalen Taskforce sind auf dem Weg hierher.” war Shinjiros Antwort darauf: “Gut, also noch mehr, die keine Ahnung haben, was sie machen sollen,” warf der Royu seine Hände in die Luft, “das konnte doch nicht dein Ernst sein!” und schüttelte mit seinem Kopf. Shinjiro stoppte: “Es ist wie die Stürmung eines Schiffes auf Hoher See.” sagte er und sah Royu dabei fest an. Royu wollte etwas erwidern, doch er verkniff es sich. Und stemmte seine Hände in die Hüften und nickte einige Male. “Mit dem Unterschied, dass hier die Überlebenschancen gleich null sind, sollte das Schiff nicht im Takt bleiben!” umschrieb Royu seine Worte.  “Kurz gesagt, das ist ein Himmelfahrtskommando!” sprach es Royu etwas lauter aus. 

Shinjiro blieb stehen und sah sich um: “Das ist mir klar, Fakt ist, an Bord sind Menschen, uns wurden vier Männer gezeigt, vermisst werden jedoch um die 40.” begann er leiser, aber fest mit Royu zu sprechen: “Wir brauchen das ganze Schiff! Die Offiziere tragen keine Schutzanzüge, das Schiff, welches ihr stürmt, garantiert also gleichzeitig euer aller Überleben. Major Lancelot ist vor Ort, er ist dabei, größere Scans anzufertigen, damit ihr sowas wie eine Orientierung an Bord haben werdet.” Royu sah Shinjiro ausdruckslos an. “Ihr bekommt ISCUS-Waffen, diese wurden entwickelt für die Spaceforce …” Royu unterbrach. “Shinjiro versteh doch, wir haben keine Erfahrung, ein Raumschiff im All zu stürmen! Habe ich schon erwähnt, dass das der Wahnsinn ist?” versuchte Royu erneut seine Sicht zu erklären. Shinjiro musterte seinen Bruder vor sich: “Wir sind erst dabei, eine Taskforce für das All zu gründen und wie du sagst, wir haben keine Erfahrung was das betrifft, aber ihr habt die Erfahrung schnell und defensiv vorzugehen! Es gibt keine andere Möglichkeit, die Offiziere zu retten, ich traue den Outridern zu, dass sie nicht lange fackeln werden, sie zu töten, oder schlimmer, sie zu verschleppen … soll ich weiter reden?” 

Royu atmete sehr tief ein und aus. Geschützfeuer war dumpf von außen zu hören. “Gut, aber sobald das Signal kommt, dass wir abbrechen, dann holt unsere Ärsche da raus!” sagte Royu ernst und ging Richtung Dock Hangar, wo jeden Moment die weiteren Task Force Truppen erwartet wurden. 

Shinjiro sah seinem Bruder nach: “Royu!” rief er, doch Royu lief weiter und hob einen Arm und drehte sich um: “Vergiss es!” rief er: “Falls ich als Partikel im All ende, habe ich die Gewissheit, dass Hana dich fertig machen wird!” fügte er mit an und ging in die Schleuse. Shinjiro sah seinem Bruder nach, ohne eine Regung von sich zu geben. Und atmete fest ein, was ihm kaum gelang, er hatte das Gefühl, etwas schnürte ihm die Luft ab, seine Lunge brannte. Ein Offizier, der ihn sichtlich gesucht hatte, übergab ihm die neuesten Gefechtsstände.


“Vor 17 Jahren habt ihr es geschafft uns zu besiegen, doch wie ihr seht, seid ihr uns nicht losgeworden, das werdet ihr niemals, bis wir auch eure Galaxie eingenommen, ausgebeutet, euch vernichtet oder versklavt haben. Denn der große Nemesis kennt keine Gnade!” kam es von Gattler und feuerte eine Salve auf Ramrod ab. 

“Colt!” rief Saber, doch der Cowboy hatte schon reagiert und den Strahl abgewehrt, Fireball verließ die ihm vorgegebene Position und zog nach unten durch. Saber nutzte dieses clevere Manöver seines Piloten, nah genug an Gattlers Basisschiff zu kommen, um eine Chance zu haben, es auch von innen zu scannen, denn unterhalb des Schiffes gab es keine Abwehrgeschütze, die das Signal stören konnten. Colt kümmerte sich um die Angreifer, die darauf bedacht waren, nicht ihr eigenes Schiff zu treffen. “Das ist der Platz an der Sonne!” kommentierte der Cowboy. “Ja, nur das Wetter ist ziemlich hagelig!” war Fireballs Antwort darauf. 


Vor Alamo kämpfte sich Ramrod I zusammen mit der Air Base weiter durch die Stoßtruppen der Outrider. “Ihr fliegt direkt auf das Basisschiff zu, trefft es mittig! Und darauf sofort nach oben 60 Grad abdrehen.” wies Captain Hikari Bastiaan an. Zur Detroit funkte er, dass sie ihre Stellung um 30 Prozent tiefer setzen sollten, um nicht in den Laserstrahl zu gelangen, sie sollten mit einem gezielten Schuss auf den absorbierten Strahl das Basisschiff abschießen. “Das ist doch mal ein Plan!” sagte Dave und setzte sofort den Kurs, Ramrod war schon dabei das Manöver auszuführen. Die Schützen an Bord der Detroit machten sich schussbereit. Die Jets würden die Sache oberhalb im Auge behalten und sich weiter um die vereinzelten Hyperjumper, die es noch gab, kümmern. 


Das Shuttle mit der Task Force verließ die Royal Deluxe. Royu und die weiteren Männer an Bord gingen den Einsatz durch. Sie hatten während eines Kampfes maximal zwei Minuten Zeit, das Shuttle zu verlassen, das Andockmanöver war mitunter das gefährlichste. “Das ist wie in ein schwarzes Loch springen!” sagte Royu: “Ich dachte, nun kommt das mit den Pralinen!” sagte Kenzo. Die anderen lachten, Royu sah sie an und wunderte sich wie bei jedem Einsatz, dass sie immer noch scherzen konnten. Die Sturmgewehre und Munition wurden gecheckt, Sauerstoffmasken waren ebenfalls startklar. Ihre Anzüge würden sie maximal drei Minuten mit Unterdruck versorgen können, sollte es zu einem Leck oder sonst etwas kommen. “10 Minuten bis zum Erreichen des Zieles.” teilte der Pilot des Shuttles mit. Es wurde still, jeder benötigte jetzt Zeit für sich. 


Die Verbindung mit dem Outrider-Kommandanten war unterbrochen, der Angriff umso intensiver. Jets, die das Shuttle begleiteten, trafen ein und nahmen Colt ein paar Jumper ab. “Ok, jetzt heißt es, das Shuttle an das Schiff zu bringen!” sagte Fireball, der bereits mit dessen Piloten in Kontakt stand. Die Jets lenkten die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Ein weiteres Kampfschiff des Oberkommandos erschien auf der Bildfläche, das jegliche Aufmerksamkeit auf sich lenken sollte. Saber kontrollierte die Koordinaten … die einstige Strategie war bereits auf das Manöver angepasst. 

Der Schotte wusste nicht, was er davon halten sollte, einerseits müssen die Gefangenen befreit werden. Andererseits, ein feindliches Schiff zu besetzen mitten in einem Kampf, sowas hat es noch niet gegeben. Er hoffte, dass es nicht in einer Katastrophe enden würde. 

Das Andockmanöver war geglückt, nun hieß es Luftanhalten. Die Taskforce aktivierte ihre Kennungen, insgesamt 15 Mann erschienen auf Sabers Display. “Das ist verrückt!” sagte Colt und war jederzeit schussbereit! Saber musste seinem Schützen gedanklich zustimmen!


Ramrod I hatte es geschafft, mit den Maverick Schnellfeuerwaffen einen gezielten Treffer auf das Basisschiff vor Alamo abfeuern. Sofort zog der Friedenswächter nach oben. Der Strahl wurde wie erwartet zurückgestoßen und verfehlte nur knapp Ramrod. Die Detroit sammelte jegliche Energie und feuerte im selben Moment Richtung Absorptionsstrahl und verringerte darauf ihre Höhe. “Das wird rumsen!” sagte Dave. Die Laserenergien trafen sich und ein riesiger Lichtkegel umhüllte alle Schiffe, Ramrod der immer noch nach oben flog, schüttelte es gewaltig durch, zwei Explosionen waren zu vernehmen. “Verdammt!” rief Dave als er sah, was da draußen geschah! Das Outriderschiff bekam die ganze Ladung der Detroit entgegen, und zusätzlich noch weitere Raketen. Dave zog nach oben und Daniel versuchte Ramrod I zu erreichen, der Friedenswächter hatte ganz schön was abbekommen. 

 “Wir haben einen Ausfall sämtlicher Waffensysteme. Die Sauerstofftanks inklusive der Aufbereiter sind zerstört.” teilte Henry allen an Bord mit. “Können wir landen?” fragte Bastiaan Alex neben sich, dieser nickte langsam während er seine Anzeigen beobachtete. “Das wird eine Notlandung!”

Saber atmete tief ein, als er von der Detroit die Meldung bekam, dass Ramrod I schwer getroffen wurde. Es lief ihm gerade vor Schreck eiskalt den Rücken hinunter. Doch Zeit blieb keine, er vertraute auf Bastiaans Entscheidungen! Das Shuttle konnte unter größten Flugkünsten an der unteren Luke ansetzen: “Das geht viel zu reibungslos vonstatten!” sagte Colt. Saber nickte. Fireball hielt Ramrod auf Kurs, um jederzeit das Shuttle aufnehmen zu können. April beobachtete alles über ihren Bildschirm. 


Im Shuttle brachte man sich in Stellung, man war auf einen intensiven Gegenangriff vorbereitet, sobald sich die Luke öffnen sollte. Royu und Kenzo übernahmen die Front und setzten ihre Gewehre an. “Ab jetzt Ruhe!“ sagte Royu und der Luftdruck wurde mit dem des Outriderschiffs gedockt. Ein lautes Zischen und ein Ruck ging durch das Shuttle.

“Es wird auf keinen Fall auf das Outrider Schiff gefeuert!” sagte Saber in einem scharfen Ton über Funk! Das Shuttle dockte ab und wurde darauf von einem größeren Begleitschiff aufgenommen. Wie aus dem Nichts tauchten tausende Hyperjumper und weitere Kampfschiffe der Outrider auf. 

“Was machen die?” fragte Fireball lauter, als er versuchte auszuweichen, einige Jumper prallten dabei gegen Ramrod und ließen den Friedenswächter aufbeben. “Die knallen sich selbst ab!” kam es fassungslos von Colt. Saber zog seine Augenbrauen zusammen und funkte sofort seine Beobachtungen Captain Hikari. 

“Gebt dem Schiff Feuerschutz!” Was leichter gesagt als getan war, denn auch das Schiff feuerte auf sie, während die Jumper tatsächlich versuchten, es abzuschießen. “Es sind Phantomwesen, es macht ihnen nichts, das Manifestierte hier zu zerstören!” kam es von Jarred. Hikari nickte und funkte die Detroit an, sie sollten sofort Kurs zu Ramrod II nehmen! “Das feindliche Basisschiff ist, als oberste Priorität zu betrachten!”

Absatz #17

An Bord von Gattlers Schiff gab es massive Gegenwehr. Royu teile die Männer auf, ihr Ziel war die Brücke. Einen feindlichen Soldaten nach dem anderen schickten sie zurück in die Phantomzone, ohne weiter darüber nachzudenken stießen sie vor. Eine Explosion ließ sie aufsehen, alles bebte um sie herum. Royu und Kenzo sahen sich an. Schnell ließen sie sich auf den Boden fallen, als über sie ein Laser Hagel hereinbrach. “Wenn wir hier herauskommen…” Kenzo verstummte. Royu hatte ihm mit sich gerissen und schrie die anderen an, das ebenfalls zu tun. Als Kenzo sich wieder gefangen hatte, setzte er gezielte Schüsse oberhalb auf den Gang ab, auf dem mehrere Soldaten des Feindes standen und auf sie feuerten. “Clean, aber für wie lange?” teilte Royu den anderen mit, die einen Verletzten versorgten: “Es ist ein Streifschuss!” teilte der Sani der Einheit mit. Royu sah auf sein Tablet und funkte Ramrod an, um ihren genauen Standpunkt zu erfahren. 

Saber lokalisierte die Gruppe auf seinem Schirm und schickte Royu seine Aufzeichnungen. “Macht hinne, die Outrider versuchen euch abzuknallen!” setzte Colt noch mit an. “Die Nachricht ist wohl nicht nach innen vorgedrungen.” war Royus sarkastische Antwort und kappte sofort die Verbindung wieder. 

“Warum springen sie nicht einfach von selbst zurück?” fragte sich Captain Hikari vor dem Ortungsschirm, der die Funksprüche zwischen Ramrod und dem Basisschiff mitgehört hatte. “Die Konföderation schickt das erste Signal!” wurde gemeldet. “Wir liegen bei 78 Prozent!” fasste Shinjiro die aktuelle Kampfstärke zusammen. “Bei 80 müssen wir zünden!” stellte Jarred klar. Shinjiro nickte und funkte die umliegenden Schiffe an, den Kurs Richtung Royal Deluxe einzuschlagen. “Öffentlich?” fragte Jarred “Damit holst du nicht nur unsere Schiffe hierher, sondern auch die der Outrider!” wurde Jarred etwas ungehalten. “Ganz richtig!” sagte Shinjiro und gab einige Daten auf den Rasterortungsschirm ein und drehte sich zu Jarred, der neben ihm stand und ihn fragend ansah. 


Vor dem Basisschiff von Gattler baute sich einiges zusammen, die Outrider drängten sie ab, der Asteroidengürtel näherte sich. Fireball preschte nach vorn und nahm dabei ein mittleres Kampfschiff mit, Colt hatte nicht mehr reagieren können. “Was machst du?” brüllte Colt und schickte gleich einige Raketen Richtung des beschädigten Outriderschiffes. Fireball flog eine 70 Grad kurve. “Unseren Jets ausweichen!” sagte Fireball Saber sah neben sich: “Halte uns auf dem 40CB Kurs, sonst landen wir zwischen den Asteroiden!” sagte der Schotte. April hielt sich fest, die Flugmanöver brachten sie dazu, gar nichts mehr lokalisieren zu können. Die Übermacht der Jumper war einfach zu groß. Mehrere Sensor-Raketen gingen vor ihnen in die Luft. 

“Howdy!” kam es über Funk von Dave. Die Detroit schoss Ramrod den Weg frei, um wieder hinter das feindliche Schiff zu kommen, das es zu schützen galt. Mehrere Jumper eröffneten das Feuer nicht nur auf Ramrod, sondern auch auf Gattlers Schiff. “Mir reicht es!” sagte Colt und sprang auf. “Was?” Saber tat es dem Cowboy gleich. “Hä?” kam es von Fireball, der jetzt versuchte Ramrod so ruhig wie möglich zu halten, sonst würden seine Kameraden durch das Schiff fliegen, gleichzeitig blinken die Freigabe für alle Waffensysteme, die er von Colt bekommen hatte, auf. 

“Wo willst du hin?” fragte Saber verärgert. “Ich gehe da raus, mit dem Bronco kann ich besser operieren als hier! Ihr kümmert euch, das Schiff zu schützen, ich sammle die Jumper!” sagte er und verließ die Brücke: “Colt!” rief Saber seinen Schützen nach. Doch eine Antwort bekam er nicht mehr. Saber drehte sich um und setzte sich wieder in seine Satteleinheit. 

“Wer ist jetzt hier verrückt?” fragte Fireball der wartete bis Saber wieder angeschnallt war und zog direkt nach unten weg. “Öffne ihm die Rampe!” war alles, was Saber sagen konnte. “Du bist der Boss!” kam es vom Japaner, der damit gerade nicht einverstanden war. In April breiteten sich Sorgen aus, noch nie war Colt mit dem Bronco Buster in einem Kampfgeschehen gewesen. Fireball teilte die Waffensysteme mit Saber. Darauf betätigte er eine rot blinkende Anzeige. Saber sah zum Piloten.

Bronco Buster

Colt war draußen und musste feststellen, dass es eine ganz andere Nummer war, mittendrin zu sein, statt nur dabei. Er konnte die Jumper fast berühren. Der Bronco verschaffte ihm schnelle Handlungsmöglichkeiten, er schoss sich einen Weg durch die feindlichen kleinen Schiffe frei. Und sicherte so den Raum um das Basisschiff, auf dem 15 Mann der Taskforce versuchten, Offiziere zu retten. Colt sah zum ersten Mal, wie sich Ramrod transformierte, und dabei huschte ihm ein Lächeln über seine Lippen. “Sehr gut Hombre!” freute sich der Cowboy.

Denn mit der Challenge-Phase konnten sie besser die Waffensysteme steuern und sich wie ein Schutzpanzer vor das Kommandoschiff stellen. “Angeber!” kam es von Dave, der aber doch sichtlich beeindruckt war. “Sie gehen auf Kurs 10-43 Grad Richtung Jarr!“, funkte Hikari den Cowboy an. Colt betätigte den mitgeschickten Code und ihm folgten die Jumper, was gerade gar nicht gut war. Die Jets halfen dem Cowboy. Die Detroit nahm die kleineren Kampfschiffe unter Beschuss. 


Im Inneren von Gattlers Basisschiff, begaben sich 5 Männer still in das Innere des großen Schiffes, um die Gefangenen zu suchen. Die abgeschaltete Kennung sorgte für Unmut bei Saber. Hikari sah auf und schaute wieder auf das allgemeine Kampfgeschehen, welches sich allmählich der Deluxe näherte. Er musste sich kurz abstützen, kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn, das Atmen fiel ihm zusehends schwer. 


“Geschütze ausfahren!” wies Saber an, Fireball brachte den großen Cowboy in Stellung: “Feuer!” und Fireball drückte ab. Ein Schiff nach dem anderen, der Outrider explodierte, die Druckwelle, die es durchaus durch die plötzliche Energiewende im All gab, stieß Ramrod und auch das Basisschiff von Gattler einige Meter zurück. 

Im Inneren des Schiffes gab es einen starken Ruck, alles landete auf dem Boden. “Los jetzt!” schrie Royu und sie stürmten auf die Brücke und schossen um sich. Ein Outrider entlud seinen Blaster über die Pulte der Steuerung, bevor Royu ihn in die Phantomzone zurückschickte. Das Schiff war navigationslos und drohte unkontrolliert im All abzusinken. “Cleanen!” wies Royu an und sie strömten aus. Royu meldete die Übernahme des Schiffes und dass es drei Verletzte gab. Die Gefangenen, jedoch noch nicht gefunden waren. “Ach so und das Schiff ist Navigationslos!” fügte er noch mit an. 

Das Kommandoschiff wurde von dem Begleitschiff, welches auch das Shuttle an Bord hatte, in Schlepptau genommen. Der Pilot des Shuttles machte sich bereit, die Männer wieder aufzunehmen. 

Saber war erleichtert und tief beeindruckt von dieser Aktion. Der Schotte gratulierte Royu und den anderen über Funk! Colt flog wahre Showeinlagen, das vollkommene Ausnutzen der Fähigkeiten des kleinen Gleiters gefiel ihm. Seine Trefferquote wurde mit jedem Manöver immer besser, er hatte den Dreh raus und klopfte sich in Gedanken auf seine Schultern. Ramrod retrasformierte sich wieder, um wendiger sein zu können.


“Geht es dir nicht gut?” fragte Jarred, der schon die letzten Stunden bemerkt hatte, dass Shinjiro einige Probleme hatte. Shinjiro antwortete nicht, er nickte nur und zeichnete das weitere Vorgehen auf den Schirm ein und schickte es darauf an alle Schiffe. Jarred machte eine Handbewegung, ein Offizier verließ daraufhin die Brücke.


Ramrod erreichte den neutralen Sektor um den Planeten Alamo vor ihnen lagen die ersten Ausläufer des riesigen Grald-Dalsh Asteroiden, der den Mittelpunkt des Neuen Grenzland markierte. Hyperjumper und Kampfschiffe nahmen sie in Empfang. Fireball drehte ab und stieß sofort nach unten durch, nach oben ging nicht, dort operierten die Jets und irgendwo auch der Cowboy. Ausläufer des Asteroiden erreichten sie durch diese Aktion. Es war wie ein Schlängel-Flug. “Langsamer!” sagte Saber. “Das geht leider nicht!” und auf Sabers Anzeigen blinkte es warnend Rot auf. “Es ist Rot! Schiess doch!” kam es vom Japaner, der weder nach links noch nach rechts steuern konnte, egal wohin, sie würden auf einen Asteroiden knallen, der härter als sie sein würde. 

Saber schickte zwei Sensor Raketen los. Treffer und sie flogen mitten durch die Trümmer. Colt sah die Aktion und schoss auf die Trümmer, damit diese kleiner wurden und Ramrod nicht noch gefährdeten. April kniff ihre Augen zusammen. Dave und Daniel beobachteten das Geschehen. “Zieh hoch, kurzer!” funkte Dave, doch Fireball schoss und drehte darauf nach rechts weg, ruckartig wurden Saber und April mitgerissen. Colt und weitere Jets kümmerten sich um das Wespennest, das Fireball da erweckt hatte. Saber, der wieder Luft bekam, sah, nun was los war. Er eröffnete das Feuer. Fireball richtete Ramrod wieder in eine gerade Position und verringerte den Schub, auch er hatte das Gefühl, in den letzten Minuten nicht geatmet zu haben. 

“Sehr gut reagiert, Shinji!” kam es von Saber lobend, der ein Ziel nach dem anderen anpeilte. Fireball nickte darauf nur still. “Colt komm wieder rein!” funkte April den Cowboy an. “Ach, wer kann so einem lieblichen Stimmchen schon widerstehen!” war Colts Antwort, April lachte. “Lass das Daniel hören, der navigiert deinen Bronco Richtung Phantomzone!” mischte jetzt auch wieder Fireball mit. Saber wollte gerade etwas sagen. “Wir hören euch!” kam es gelassen von Daniel. “Genau das!” sagte Saber und musste grinsen. “Ups!” und Fireball zog seinen Kopf ein. Colt hörte man lachen. “Hat Ramrod eine Klingel, oder wird mir so geöffnet?” fragte Colt jetzt mal nach. Fireball betätigte die Rampe. “Danke Hombre!” 

“Wir sollen keine Anhalter mitnehmen, Anweisung von Mrs. Olsen.” war Fireballs Ausrede für das Späte öffnen der Rampe. Colt landete im Hangar und sicherte seinen Bronco und rannte auf die Brücke. 

Da erschien mitten im Asteroidenfeld ein weiteres froße Schiff der Outrider. “Wie war das möglich?” fragte sich Saber. Ramrod wurde erschüttert, Colt landete auf seinen Hintern und versuchte, sich irgendwo festzuhalten. “Hombre!” schrie er in den Bordfunk. Das Mutterschiff eröffnete mit Streulaserfeuer den Kampf. Auch Ramrod blieb nicht verschont. Ein Schiff des Oberkommandos erwischte es. Das war alles, was Saber noch erkenn konnte, so hell wurde es mit einem Mal. “Das Schiff!” rief er. 

Fireball wich nach oben aus, da alle um ihn herum nach unten und 30 Grad abdrehten. Colt hatte keine Chance, Ramrod senkte sich, er schlitterte den Gang entlang. Fireball brachte Ramrod sofort wieder in eine gerade Position. Saber stand schnell auf, um nach dem Cowboy zu schauen. 


Shinjiro hatte alles auf dem Raster verfolgt, er schüttelte mehrmals mit seinem Kopf. “Entweder war sein Sohn vollkommen wahnsinnig, oder ein Genie!” dachte er sich. Wieder einmal wollte er wie so oft davor einatmen, was ihm zwar gelang, jedoch mit einem stechenden ziehenden Schmerz begleitet wurde. Kopfschmerzen breiteten sich aus und ein dumpfer, hallender Husten folgte nach dieser Aktion. “Captain!” Shinjiro drehte sich der Stimme zu. Und blickte in Dr. Morels ernstes Gesicht, der ihm etwas reichte. “Nehmen Sie das, Ihnen scheint die Luft hier nicht gut zu tun!“ Shinjiro hatte keine Zeit irgendetwas darauf zu erwidern. Er nahm den kleinen Becher entgegen und trank ihn aus und setzte darauf die Schiffe an neue Positionen. Dass noch ein großes Schiff auftauchen würde, damit hatte er nicht gerechnet, das Energieaufgebot dessen steigerte das eigene um 100 Prozent. Ein erneutes Signal erklang: “Wir haben zehn Minuten!” kommentierte Jarred. Shinjiro nickte und begann den jetzigen Punkt des Mutterschiffes in drei Abschnitte in einem Halbkreis hinter Alamo einzuteilen.


Saber betrat mit Colt im Schlepptau die Brücke. “Colt! Was ist, geht es dir gut?” fragte April besorgt. Der Cowboy sah auf: “Ein Indianer kennt keinen Schmerz!” kommentierte Colt und ließ sich von Saber in seine Steuereinheit bringen. Der Cowboy nahm seinen Helm ab und atmete einmal tief durch und sah links neben sich und schaute in das schuldbewusste Gesicht seines Freundes, der ihn sorgenvoll musterte. “Du hast vergessen zu blinken!” sagte Colt in Firewalls Richtung und löste seine Anschnallgurte aus und lehnte sich erst einmal zurück. 

Fireball zog langsam nach oben. Was sie auf ihrer Position jetzt erblickten, ließ die vier staunen. Es hatte sich nicht nur ein riesiges Schiff der Outrider manifestiert, nein, sie befanden sich inmitten einer der größten Truppenbewegungen, welche das Neue Grenzland noch nie gesehen hatten. Saber aktivierte die Bordkamera, das musste man einfach festhalten, fand er! Jedes Kampfschiff der siebten Kavallerie und auch der Delegationen fand Saber auf seinem Schirm vor. Die nächste Taktung kam von Hikari, Saber betrachtete diese genauer, er zog fragend seine Augenbrauen zusammen und tat jetzt etwas, was ihm der Captain einmal erklärt hatte. Er rief die davor geschickten Taktungen auf und legte diese auf die aktuelle. Einige Befehle gab er in sein System ein und ließ die Karten im Zeitraffer ablaufen. “Ja!” sprach der Schotte leise vor sich. Saber funkte die Detroit an und darauf weitere größere Schiffe, sie sollten sich alle um 20 Grad mit 3 Meilen Abstand in Position bringen. Die kleineren sollten sich zwischen den 3 Meilen im 1,5 Meilen Bereich mit doppelter Geschwindigkeit fortbewegen, die Jets blieben autonom, sie konnten weiterhin frei agieren. Colt schoss weiterhin einen Jumper nach dem anderen ab und ermöglichte so, dass jedes Schiff seine Position störungsfrei einnehmen konnte.

Captain Hikari sah auf seinen Schirm und musste etwas schmunzeln. Jarred erkannte, was Shinjiro vorhatte. Captain Hikari öffnete den Funkkanal für alle Schiffe: “Sie werden alle, in 2 Minuten gleichzeitig nach unten auf 33 Grad abtauchen. Schiffe mit Kuppelgeschützen richten diese auf das Mutterschiff aus. Die Jets haben sich bis auf 66 Meilen vom Geschehen zu entfernen! Alamo richtet seine Abwehr Richtung Orbit in die Sektoren A3 bis B14 aus. Ab dem dritten Signal heißt es Feuer frei, niemand verlässt seine Position!” 

Die Jets drehten ab und wurden von Jumpern verfolgt. Der erste Signalton erklang und die Schiffe mit Kuppelabwehr richteten ihre Waffen aus. Fireball ließ Ramrod absinken, wie es die anderen Taten. Versetzt mit einem Handlungsradius für jedes Schiff, erreichten sie ihre Position. 

Der zweite Signalton erklang. Alamo besetzte jegliche Abwehr. Der dritte Signalton erklang und es wurde hell um sie herum. Das ganze All schien aufzuleuchten, vor der Anomalie im Sektor B bei Yuma leuchtete der Himmel in Weiß, Gold und auch rosa auf. Die Farben entstanden durch das Verdampfen der feindlichen Schiffe, welche sich in der Zone befanden. Rosso trat mit den weiteren Generälen auf Yuma an das Fenster und beobachteten das Schauspiel. Auch die Lotsen in Tower trauten ihren Augen kaum. 

Gleich darauf erreichte ein gewaltiger Energiesog, die Schiffe des Oberkommandos, die sich noch in der Luft befanden, hatten Mühe, nicht mitgerissen zu werden. “Was geht da vor sich?” flüsterte Eagle auf Alamo.

König Jarred auf der Deluxe vor dem Panoramafenster stand beobachtete erneut das Schauspiel. Denn auch vor Jarr kam die Waffe auf beiden Seiten zum Einsatz. Das Halten der Positionen unter dieser 33er-Position war erstaunlich einfach. 

Das Feuer wurde eingestellt, ein Ziel wurde nicht mehr ausfindig gemacht. Doch die Systeme meldeten jetzt etwas anderes, Trümmer, und zwar harte, steinige. “Der Asteroid!” hallte es durch den Funkkanal. In diesem Moment erreichten Abwehrwaffen den Orbit, die diese zu Staube schossen. Denn vor Alamo gab es keinen mitreißenden Zog. 

Captain Hikari ordnete das Ausschwärmen an, das Gebiet sollte weitreichend umflogen werden. Auf Pectos der wissenschaftlichen Einrichtung verfolgte man bis ins kleinste Detail das Schauspiel.

Fireball stand aus seiner Steuereinheit auf und ging zu seinem Freund. Der noch immer nicht fassen konnte, was er da gesehen hatte. “Zeig her!” und Fireball sah sich den Arm an den Colt sich hielt. Auch April war bereits mit dem Verbandskasten bei Colt eingetroffen. “Der ist wohl gebrochen!” musste Fireball feststellen, aber Glück im Unglück, es ist nicht dein Schussarm. April legte dem Cowboy sachte eine Schlinge um, damit der Arm bis zur Versorgung ruhig liegen würde. “Helft mit lieber raus, bevor ihr noch anfangt mich zu wickeln!” Fireball wich grinsend zurück: “Nein, das ist dein Job in knapp zwei Monaten!” sagte Fireball und Colt sah seine wunderschöne Robin mit ihrer Babykugel vor sich. Plötzliche Sorgen stiegen in ihm auf. 

Auch Saber hing gerade seinen Gedanken nach. Doch er sah nach draußen, um sich etwas abzulenken, sie hatten es geschafft! Die Energie Wolken ließen das sonst so dunkle All erstrahlen. Er sah das April, Fireball und Colt an das Panoramafenster traten, er stellte sich dazu. “Team Ramrod, gute Arbeit!” sagte er und alle grinsten ihn entgegen. Saber war stolz, es war Teamwork erster Klasse gewesen!


Captain Hikari beobachtete die Truppenbewegungen, alle Schiffe und Stellungen meldeten nach und nach, dass es keinen Feindkontakt mehr gab. “Code blue!” wies er den ersten Offizier an, dieser salutierte und beglückwünschte ihn zur gelungenen Strategie. Jarred legte seinem Freund eine Hand auf die Schulter: “Geschafft, herzlichen Glückwunsch!” Shinjiro nickte nur und versuchte langsam etwas tiefer zu atmen. Er stellte sich aufrecht hin und nahm demonstrativ das „COM-HEAD“ ab, auf den Schiffen erschien die Mitteilung, dass der First Grad das Kommando wieder an die befehlshabenden Offiziere abgab. 

Die Brücke der Royal Deluxe salutierte. Hikari tat es den Offizieren gleich und wandte sich darauf ab, um sich erst einmal zu setzen. “Kesseltaktik!” sagte Jarred. Shinjiro grinste: “Ja, nicht neu, aber immer wieder effektiv, wenn man drei Punkte hat!” Jarred nickte: “Auch wenn wir für immer einen Asteroiden von der Sternenkarte löschen müssen!” Hikari winkte ab: “Der war eh immer im Weg!” Jarred lachte und reichte seinem Freund ein Getränk.

Auch die Männer auf dem Kommandoschiff von Gattler waren gefunden, ihnen ging es gut und die Evakuierung lief zusammen mit dem Shuttle und dem Begleitschiff. 


EXTRA: Video Short


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