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6.128 Wörter, 32 Minuten Lesedauer.

Absatz #1

4 Wochen später

Saber saß in seinem Büro und glich seinen Bericht mit dem Taktikplan von Captain Hikari ab. Vor einer Stunde war in seinem Büro noch die Hölle los gewesen. Der Untersuchungsausschuss streifte mal wieder durch die Gänge des Oberkommandos sie waren immer noch dabei, jeden Beteiligten zu befragen, der an der Stürmung der Tromston Ranch beteiligt gewesen war.

Er sah von seiner Arbeit auf, stand auf und ging zum Fenster. Sein Blick schweifte über Yuma City. Er war froh, dass er von seinem Büro direkt über die Stadt blicken konnte, so hatte er ab und an ein anderes Blickfeld und bekam den Kopf frei. Es war ein warmer Sommertag und die Sonne brannte über der Stadt, wo die Bevölkerung kaum etwas von dem, was hier beinahe geschehen wäre, mitbekommen hatte. Was wäre passiert, wenn die Übernahme geglückt wäre? … Darüber wollte er nicht weiter spekulieren und wandte sich wieder seinen Berichten zu. 

Dabei war ihm aufgefallen, dass er von Anfang an das Kommando gehabt hatte. Nicht einmal im Oberkommando hatte Captain Hikari es wieder übernommen. Alles war mit kleineren Abweichungen reibungslos gelaufen. Dank der Taktik hatten alle gewusst, was sie zu tun hatten. Befehle hatte er nur der Situation angepasst und musste sie nicht ändern. Dazu hatte er ein gutes Team um sich gehabt: Captain Lorenz und, zum Schluss, auch Captain Wilson von der Peacekeeper 7. Alle wussten, wo ihr Platz gewesen war, und niemand hatte ihn verlassen. Die Strukturen hatten gestimmt. Jeder war dort gewesen, wo er hingehörte, mit all seinen Stärken. Auch die spätere Koordination im Oberkommando kam ihm wieder in den Sinn, als er noch geglaubt hatte, dass Eagle zu den Verrätern gehörte. Die Sache war ihm durchaus unangenehm, doch innerlich applaudierte er dieser schauspielerischen Leistung zu. Hätten Colt und er es gewusst, wäre es ihnen garantiert aufgefallen.

Man hatte ihn nach dem letzten Akt zu seiner gelungenen Befehlsführung beglückwünscht, doch es waren nur stumpfe Floskeln, die zu ihm vorgedrungen waren und er rieb sich seine Augen. Colt würde noch bis Ende der Woche ausfallen, den Cowboy hatte es doch schlimmer erwischt gehabt, als anfangs erwartet und April war täglich bei ihrem Vater, dem es auch von Tag zu Tag besser ging und bald aus dem Krankenhaus entlassen werden würde. 

Durch Colt hatte er erfahren, dass sich auch Fireball bestens erholte, aber vor Langerweile fast am durchdrehen war. Aber seine Rückkehr, aufgrund der starken Gehirnerschütterung, noch nicht feststand. Auch gab es noch keine Aussagen von dem Japaner; da hielt Captain Hikari wohl noch, soweit er konnte, seine schützende Hand über seinen Sohn. Denn Normalerweise wurden alle befragungstauglichen Personen noch im Krankenhaus vernommen. Und Fireball hatte ganz andere Einblicke in die Basis gehabt, und Saber war auf dessen Bericht sehr gespannt. Schließlich war er als Befehlshaber nicht selbst in der Tromston Ranch anwesend gewesen und hatte nur die Berichte von Colt, Royu, Rosso und dem Captain. Doch alles, was vor ihrem Eintreffen geschehen war und wie Fireball verschwunden war, lag noch im dichten Nebel.

Bastian, der an Tagen wie heute das Kommando hatte, erledigte seinen Job gut. Doch etwas in Saber sträubte sich noch dagegen, er wollte auf seinem Schiff sein und nicht in diesem Büro feststecken. Er musste sich etwas einfallen lassen …

Doch da riss ihn sein Communicator abrupt aus seinen Überlegungen. Mit einem Griff blickte er auf seinen Com und seine Augen weiteten sich, “Oh ja das war ja heute” erinnerte er sich und schnappte sich hastig sein Notebook vom Schreibtisch und war im nächsten Moment auch schon ohne einen weiteren Gedanken zu verlieren, aus seinem Büro und verließ das Oberkommando. Er durfte nicht zu spät kommen, er hatte mit Sincia einen wichtigen Termin in der Stadt.

Absatz #2 

April lief durch einen Park in der Nähe ihrer Wohnung. Seit den frühen Morgenstunden war sie im Labor gewesen, und die wärmende Sonne sowie das helle Licht des Nachmittags taten ihr jetzt richtig gut. In den letzten Wochen war einfach so viel los gewesen, dass sie gar nicht richtig zum Nachdenken gekommen war. Erst die Sorge um ihren Vater, und dazu hatte sie fast täglich ihre Zeit im Labor verbracht. Die Forschungen an einem Lumen-Schutzschild kamen voran, den sie auf Basis der im Königreich Jarr entwickelten Folie erstellten. Doch es musste eine neue Lackierung her oder sogar ein völlig neuer, metallischer Stoff. Es war spannend zu beobachten, wie sich Licht auf verschiedene Substanzen verhielt, die noch nicht weit erforscht waren und aus unterschiedlichen Teilen des Alls stammen. Doch jetzt wollte sie nach den anstrengenden Wochen ihren Kopf frei bekommen, weg von Sorgen, Formeln und Experimenten. Sie holte sich einen Kaffee und schlenderte weiter durch den Park und setzte sich schließlich in das grüne Gras unter einem schattenspendenden Baum.

Es war ein wunderschöner, fast wolkenloser Juni Tag, auf dem schattenreichen Spielplatz in ihrer Nähe war einiges los. Hunde liefen mit ihren Herrchen und Frauchen umher, ein Bello rannte an ihr vorbei, um seinen Ball zu retten, bevor dieser im Fluss landete. April grinste, “Glück gehabt!” dachte sie sich, als der Vierbeiner stolz mit seinem Ball wieder zurück auf die Wiese rannte. Leicht lehnte sich sich zurück und begann das ganze letzte Jahr Revue passieren zu lassen und ihr stiegen Tränen in die Augen, wie so oft in den letzten Tagen. Nicht weil sie traurig war, sondern weil gerade alles einfach viel gewesen war. 

Sie nahm einen Schluck von ihrem Kaffee. Und ihr wurde langsam immer klarer, was geschehen war; leise seufzte sie vor sich hin. So wie es aussah, wurde es Zeit, in dieser Welt erwachsen zu werden.

Vielleicht bedeutete das, nicht mehr darauf zu warten, dass andere die Entscheidungen trafen, sondern selbst Verantwortung zu übernehmen, auch wenn es schwerfiel. Und vielleicht hieß es auch, loszulassen, was einmal gewesen war, selbst wenn es noch so vertraut und sicher gewirkt hatte. Saber und Colt waren dabei, Familien zu gründen. Die Zeit, in der sie alle unbeschwert und mit wenig Verantwortung durch das All geflogen waren, war vorbei. Doch das bedeutete ja nicht, dass es jetzt schlechter werden würde. Natürlich hatte sich im Team so viel verändert und so wie es gerade aussah, sollte es auch sein, mit der doppelten Besatzung hatte sie sich angefreundet, auch wenn das Pilotenproblem immer noch bestand. Alex machte Fortschritte, doch etwas war anders, aber es gab, jedenfalls noch nicht, keine andere Möglichkeit, die Steuerung anders zu gestalten. Ramrod brauchte nun einmal Top-Piloten, das war klar … und das war… Sie atmete tief ein …Fireball, den sie schrecklich an Bord und auch als Freund vermisste. So, nun war es raus, lange hatte sie diesen Gedanken nicht zugelassen. Aber ja, sie vermisste ihn, das merkte sie jedes Mal, wenn sie ihn im Oberkommando sah. Ob er sie auch vermisste? fragte sie sich und leerte ihren Kaffee. Er passte einfach nicht auf den Peacekeeper, dessen war sich April sicher und beschloss, mit ihm zu reden. Sie wollte sich versöhnen, nahm sie sich vor, während sie eine Entenmama mit ihren vier kleinen Küken beobachtete.


„Möchten Sie wissen, was es wird?“, fragte die Ärztin überraschend während des Ultraschalls. Saber, der die ganze Zeit mit leuchtenden Augen auf den Monitor gestarrt hatte, sah nun fragend zu Sincia. Die ihm genauso fragend entgegen blickten, beide hielten einen kurzen Moment ihren Blicken stand, dann nickte Sincia ein wenig aufgeregt, aber auch entschlossen. Saber nahm darauf ihre Hand in seine, drückte sie sanft, und gemeinsam warteten sie gespannt auf die Antwort der etwas älteren Ärztin, die noch einmal ganz genau den Monitor betrachtete, dann lächelte sie warm und nickte dem jungen Paar zu: „Ein Mädchen.“ sagte sie und für einen Moment schien die Welt für Sincia und Saber stillzustehen. Sincia umfasste Sabers Hand fester und ihre Augen glänzten vor Freude auf. Saber sah sie einfach nur an, als könne er kaum glauben, was er da gerade gehört hatte und ein breites, fast ungläubiges Lächeln formte sich auf seinen Lippen: „Eine Tochter …“, wiederholte er leise: „Wahnsinn.“ 


„Da das Wohnhaus, dort drüben eine Koppel und dort die Scheune und ein Wirtschaftsgebäude und da hinten alles andere“, zeigte Colt in den Horizont und sah erwartungsvoll zu Robin: “ und wartete ab. Robin stand mitten auf einer Wiese unter einer schattenspendenden Trauerweide und ließ den Blick schweifen. Im Hintergrund erstrecken sich lange Reihen von Apfelbäumen über eine Hügellandschaft: „Ja … ich kann es sehen …“, sagte sie leise und drehte sich langsam einmal um sich selbst. Colt grinste, trat näher und nahm sie in den Arm: „Ich auch …“, murmelte er sanft. Robin nickte nachdenklich: „Wie hast du das hier gefunden?“ fragte sie, denn dieser Ort war ihr vollkommen unbekannt, obwohl er doch so nah an der Stadt lag, fast wie mittendrin und doch abgeschieden, wie ein kleines vergessenes Paradies, fand sie. Die angrenzende Apfelbaumplantage war ein Traum, mit so vielen verschiedenen Sorten …

Colt hielt sie noch immer im Arm und deutete über das Land, das sich vor ihnen erstreckte: „Das war eine der ersten Farmen hier auf Yuma. Sie gehört dem Oberkommando und diente früher den Wissenschaftlern und später den ersten Siedlern als Obst- und Vitaminquelle. Damals hat man hier getestet, welche Sorten am besten wachsen.“ und er machte eine kleine Pause und sah sich selbst noch einmal um: „Mit den Jahren, und als sich die Stadt immer weiter ausgebreitet hat, wurden die Farmen weiter nach draußen verlegt. Diese Plantage sollte schon ein paar Mal plattgemacht werden, aber irgendwie ist es nie passiert. Und vor ein paar Wochen wollte das KOK bei den Räumungsarbeiten der Tromston Ranch hier gleich mit aufräumen …“ …  „Doch dann kam ich.“ sagte er grinsend und sah zu Robin, der ein Lächeln über ihr Gesicht huschte: „Du hast dich auf Anhieb verliebt.“ Colt nickte: „Ja … in dich und in das hier.” Robin lachte leise auf: „Also … ja?!“, fragte er, und ein ungeduldiges Funkeln blitzte in seinen blauen Augen auf. Die Blondine schloss noch einmal ihre Augen und stellte sich alles noch einmal vor: das Haus, die Veranda und die Apfelbäume im Wind. Colt ließ ihr die Zeit, auch wenn er innerlich vor Neugier fast platzte. Er atmete tief ein und ließ seinen Blick über das Land wandern.

Nach einigen Momenten öffnete Robin langsam wieder ihre Augen. Und vor ihr stand ihr Cowboy, der in den Himmel blickte. Sie nickte und flüsterte ein sanftes: „Ja!“ Colt sah zu Robin, die lächelnd vor ihm stand, seine Augen wurden groß und er rief ihr ein: “Ja, haha!” Entgegen und freute sich laut und am liebsten hätte er sie hochgehoben vor Freude, aber das ließ er lieber, Robins Babykugel war schon nicht mehr zu übersehen, das würde er aber auf jeden Fall nachholen, wenn sein kleiner Cowboy endlich da ist: „Jippijajey!“ rief er erneut und wedelte mit seinem Hut und sprang darauf auch gleich in die Luft. Robin lachte, Colts kindliche Freude war ansteckend. Da stoppte er und holte seinen Communicator hervor: “Ach und ich muss dir noch etwas beichten..” begann er und Robin blickte ihren Cowboy fragend an: “Ich habe da jemanden kennengelernt, ihr Name ist Molly …” Robins Augen weiteten sich, was wollte er ihr jetzt damit sagen? Colt stellte sich vor Robin und sah sich entschuldigend an und drehte das Display seines Coms zu Robin, auf der das Gesicht einer Braunen Stute zu sehen war und die blonde Lehrerin begann leicht zu schmunzeln: “Und sie sucht ein neues, naja also eigentlich hat sie es schon… also hoffentlich bald, weißt du..” … “Du hast sie gekauft” half Robin, Colt nickte und erklärte sofort: “Sie ist ganz lieb und das Beste, sie mag Äpfel, also wäre das hier doch perfekt, wäre es doch, oder etwa nicht?” versuchte er, Robin Molly mit seinem unschuldigsten Cowboy Blick und Ton schmackhaft zu machen. Robin verschränkte ihre Arme und blickte streng: “Tja..” begann sie und nickte einige male und musterte Colt vor sich der immer noch mit dem Com in der Hand vor ihr stand und sie erwartungsvoll ansah: “Dann bleibt uns wohl nichts anderes übrig..” sagte sie und konnte jetzt auch nicht mehr ihr Lächeln wegdrücken. “Hahaaaa” freute er sich und umarmte Robin und küsste sie..hier würde etwas ganz Neues beginnen, das spürten sie beide, Robin ganz besonders, denn der Mini Cowboy hopste in ihr gerade wohl auch vor Freude.


König Jarred und Shinjiro saßen bis zum späten Nachmittag im Büro der Herrenvilla zusammen und tauschten die neuesten Informationen aus. Jarred würde in den nächsten Tagen abreisen, und bis dahin musste noch einiges erledigt werden. denn jetzt, da General Whitwick langsam auf dem Weg der Besserung war, würde der Autonome militärische Pakt zwischen der Erde und dem Neuen Grenzland in naher Zukunft doch noch zustande kommen. In den letzten Tagen hatten sie viel erreicht und den Pakt weiter ausgearbeitet. Schließlich kannten sie nun die Schwachstellen, sodass sie nur noch auf Whitwicks Genesung warten mussten. 

Als sie fertig waren, atmete Shinjiro tief ein und holte seinen Kommunikator hervor. Jarred klappte sein Notebook zu, lehnte sich zurück und beobachtete seinen Freund, der ihm gegenüber saß: „Wie geht es Shinji?“, fragte er, Shinjiro nickte darauf stum: „Von Tag zu Tag besser. Er langweilt sich“, antwortete er knapp und steckte deinen Com weg. Jarred grinste kurz auf, wurde dann aber etwas ernster: „Und zwischen Hitomi und dir?“ fragte er jetzt frei raus. Shinjiro sah etwas überrascht auf und musterte seinen Freund: „Was weißt du?“ Jarred schmunzelte. Offenbar hatte er mitten ins Schwarze getroffen. Er wusste nichts Konkretes, doch seine Beobachtungen bestätigten sich gerade. „Möchtest du darüber reden?“ … Shinjiro sah ihn an.

Absatz #3

Zwei tage später

Saber stand mit Captain Hikari, Lorenz und zwei Wissenschaftlern in einem Hangar außerhalb von Yuma City, wo die Raumschiffe und Jets für das Oberkommando gebaut und repariert wurden. Sprachlos ließ Saber den Anblick vor sich noch einmal auf sich wirken: „Damit würden zwei Schiffe unter meinem Kommando stehen, Sir“, sagte er leise, fast ehrfürchtig. Captain Hikari, der nicht minder beeindruckt war, nickte langsam. Dann legte sich ein kaum merkliches, amüsiertes Lächeln auf seine Lippen: „Es sei denn, Sie trauen sich das nicht zu, Major …“, meinte er in einem Ton, der deutlich machte, dass er selbst nicht eine Sekunde daran glaubte, dass der Schotte ablehnen würde.

Saber atmete tief ein und aus, denn vor ihm stand ein nagelneuer glänzender Ramrod, der sichtlich größer, kraftvoller und vor allem einschüchternd in seiner gesamten Präsenz ist. Das blaue Metall reflektierte das Licht des Hangars in kühlen, klaren Linien, während sich die gewaltige Silhouette wie ein schlafender Koloss vor ihm erhob. Jede Kante, jede Verstrebung war durchdacht. Und im nächsten Moment fragte er sich: „Wusste April davon, wenn ja, hätte sie dich garantiert von nichts anderem mehr gesprochen, doch das würde er eh bald herausfinden.“ Und sein Blick glitt über die Daten, die auf den Bord tablet aufblinkten.

Dieser Friedenswächter war auf dem neuesten Stand der Entwicklung. Bis zu sechs Tage am Stück konnte er im All unterwegs sein. Dementsprechend war auch das Innere angepasst worden: mehr Raum, mehr Versorgung, mehr Möglichkeiten, länger unabhängig zu bleiben. Und die Waffensysteme waren ebenfalls aufgerüstet worden, vollständig in das Maverick-System integriert und ihre Kapazitäten übertrafen alles, was Saber bisher gesehen hatte. Unwillkürlich musste er schmunzeln, denn er konnte schon Colts Gesicht vor sich sehen, wenn er das hier sah.

Die Triebwerke wirkten nicht nur kompakter, sondern waren auch leistungsstärker als die von Ramrod I. Und mit den zusätzlichen Turbos würde der Friedenswächter unter Vollschub förmlich durch das All schneiden. Auch die Versorgung war erweitert worden: größere Wassertanks, mehr Stauraum für Lebensmittel, alles war darauf ausgelegt, länger draußen im All bleiben zu können. Doch was das mit der Crew machen würde, wenn diese sechs Tage tatsächlich ausgereizt wurden … Das war noch reine Spekulation. Und etwas, das erst noch getestet werden musste.

Sie gingen an Bord.

Die Brücke war größer und deutlich heller, was dem Schotten sofort aufgefallen war. Allein hier wurde deutlich, dass Ramrod I im Grunde nur ein Prototyp war. Auf Ramrod II wirkte alles durchdachter, als hätte man sich endlich die Zeit genommen, ein einheitliches Designkonzept konsequent umzusetzen. Die Sattel­einheiten waren geblieben, hatten jedoch auch ein neuartiges, modernes Design, das dem Schotten sichtlich gefiel. Sabers Herz raste vor Aufregung und auch vor der Aufgabe, die vor ihm lag, als ihm einfiel, dass er für dieses Schiff ein komplett neues Team benötigte.

„Chic!“, kam es von Lorenz, der sichtlich beeindruckt über die Brücke lief: „Etwas zu groß für mich, aber chic!“ gab er erneut zu und grinste.

„Die Panoramafenster bestehen aus speziellen Fasern“, erklärte einer der Techniker und trat einen Schritt an diese heran und klopfte einmal dagegen: „Jede uns bekannte Lumenwaffe sollte daran abgeblockt werden. Auch die Legierung basiert auf einer besonderen chemischen Zusammensetzung, die sie nahezu unverwüstlich macht. Allerdings wurde das Schiff in dieser Form noch nicht im realen Einsatz getestet.“ Sabers Augenbrauen hoben sich nach dem Letzten Satz und er warf einen Blick auf die Daten auf dem Tablet in seiner Hand, während der Wissenschaftler nun weiter sprach: „Die Versuche im Computermodell waren jedoch vielversprechend. Sie haben gezeigt, dass sich das Schiff im Flug sehr … feinfühlig verhält. Es erfordert allerdings ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl, um diese Größe präzise zu steuern.“ Captain Hikari nickte nachdenklich und Saber trat nun doch einen Schritt nach vorn: „Das heißt, Ramrod II wurde noch gar nicht getestet“, hakte er mit einem Hauch besorgnis nach. Der ältere Wissenschaftler sah von seinen Unterlagen auf: „Die Simulationssoftware steht, sie wurde von Miss Eagle äußerst realitätsgetreu programmiert. Jetzt liegt es an Ihnen, einen passenden Piloten zu finden, der den nächsten Schritt wagt.“ Saber warf darauf Captain Hikari einen fragenden Blick zu. Hikari, der den Blick des jungen Majors aufnahm, erwiderte ihn ernst und sprach: „Major, ich werde mich in Ihre Entscheidungen nicht einmischen.“ und verließ zusammen mit Lorenz die Brücke.

Saber blieb mit dem Techniker und dem Wissenschaftler zurück. Er atmete tief ein und ließ die Luft aus seinen Lungen langsam wieder entweichen, bevor er den Blick zu den beiden hob. Der ältere Wissenschaftler musterte den jungen Major einen Moment lang, dann sprach er ruhig, aber mit Nachdruck: „Wir bauen es nach den besten Vorgaben und gehen an die bekannten Grenzen der Physik und des technisch Machbaren.“ und machte eine kurze Pause: „Aber Sie sind es, Major, der das Schiff in die Luft bringen und beherrschen muss. Und irgendwann …“ Sein Blick wurde ernster. „… sind auch im menschlichen Sinne Grenzen erreicht.“ Saber nickte langsam, er verstand durchaus, was ihm der Wissenschaftler sagen wollte. Innerlich war ihm klar, dass dieses Schiff genau eine solche Grenze darstellen könnte und dass er direkt davor stand. Ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren, folgte er den beiden Captains in den hellen Gang zu den Unterkünften.

Hier würde tatsächlich jedes Besatzungsmitglied sein eigenes kleines Reich haben, ein Rückzugsort, um sich zumindest für kurze Zeit aus dem Weg zu gehen oder sich zwischen den Wachdiensten zu erholen.

„An jeder Station an Bord kann ein Steuerungsmodul angedockt werden. Der Pilot hätte hier und auch dort die Möglichkeit, den Kurs zu ändern und bei Bedarf schnell in die Steuerung einzugreifen.“ erklärte der jüngere Wissenschaftler und zog eine schmale Kontrollleiste aus der Wand: „Hier wird das mobile Modul angedockt, das der Pilot an Bord stets bei sich trägt. Dasselbe System gibt es auch im Aufenthaltsraum und im Quartier des Piloten.“ Saber sah sich alles aufmerksam an: „Das bedeutet, der Pilot ist jederzeit und überall an Bord handlungsfähig und muss nicht erst auf die Brücke zurück, das spart im Ernstfall wertvolle Sekunden.“ sagte er.

Sie betraten die Küche mit angrenzenden Aufenthaltsraum. Auf den ersten Blick unterschied sich alles kaum von dem, was Saber kannte, und doch wirkte es deutlich gemütlicher und vor allem geräumiger. Saber bemerkte sofort, wie angenehm die Atmosphäre war. Die hellen Farben, das durchdachte Lichtkonzept gerade wenn man tagelang im All unterwegs war, würde das einen entscheidenden Unterschied machen.

Schließlich setzten sich die drei in den Aufenthaltsraum und ein IT-Spezialist kam noch hinzu und begann, die weiteren Vorzüge des Schiffes aufzuzählen. Es dauerte beinahe zwei Stunden, bis sie alles durchgegangen waren und nebenbei kamen sie sogar in den Genuss, den neuen Kaffeeautomaten zu testen.

Saber las sich nochmals alles durch und musste feststellen, dass das neue Problem ein Altes war, der Pilot! Er legte das Pad vor sich ab: “Sir, ich möchte das Schiff gerne mit First Lieutenant Shinji Hikari testen!” sagte er fest und fiel mit der Tür ins Haus. Sodass Captain Lorenz und Captain Hikari von ihrem Tun fast gleichzeitig aufsahen und den jungen Major überrascht anblickten. Auf Lorenz zeichnete sich ein leichtes Grinsen ab und Hikari musterte den Schotten, denn eines war aufgefallen. Saber hatte keine Bitte geäußert, sondern eine schon für ihn feststehende Tatsache mitgeteilt: “Wie stellen Sie sich das vor Major Lancelot?” fragte Hikari und sah Saber weiter ernst an. Saber nickte entschlossen: “Aufgrund der Technik auf diesem Schiff und der neuen Steuerung, halte ich Lieutenant Hikari aufgrund seiner Fähigkeiten als sehr qualifiziert!” Captain Hikari rief die Steuerung über das Pad auf: “Er wird auf dem Peacekeeper dienen!” sprach er beiläufig und ging die Module durch.

„Bitte verzeihen Sie Sir, aber noch steht Lieutenant Hikari nicht im Dienst und soweit ich weiß auch noch nicht unter Captain Wilsons Kommando, Sir!“

Lorenz beobachtete den Schlagabtausch der beiden stumm, widmete sich dabei aber scheinbar beiläufig den vor ihm liegenden Unterlagen, aber seine Ohren waren gespitzt.

„Hm!“, kam es von Hikari kurz nachdenklich und sah von seinem Tablet auf. Dann lehnte er sich etwas zurück und fixierte den Schotten: „Welche Besatzung sehen Sie auf diesem Schiff, Major?“ Die Frage kam ruhig, aber gezielt, und Saber wusste, genau jetzt wollte Hikari eine genaue Antwort von ihm, er zögerte keinen Moment und rief die Stellung der Sattel­einheiten auf und legte sie Captain Hikari vor.

Hikari wirkte sichtlich überrascht, nahm das Pad entgegen und ging die bereits ausgearbeitete Aufstellung der Crew aufmerksam durch. Sein Blick glitt über die Namen, die Positionen und die Fähigkeiten: „Wann haben Sie das aufgestellt?“, fragte er schließlich, ohne aufzusehen.

Nun war es Saber der sich zurücklehnte und erklärte: “Bereits auf der Brücke, als ich mir die Module habe erklären lassen.“ – “Und um Ihre Frage persönlich zu beantworten, sehe ich meine Stammbesatzung hier an Bord. Die aus First Lieutenant Bill Wilcox, April Eagle und First Lieutenant Shinji Hikari besteht. Ich bin mir sicher, nein, davon überzeugt, dass dieses Schiff mit den Dreien, die aufeinander eingespielt sind, am besten zu steuern ist.” sprach er fest und wartete ab, denn es legte sich eine kurze Stille über die Küche. Captain Hikari legte das Pad vor sich ab: “Nein!” kam es ebenfalls fest und sehr kurz und knapp von ihm. Lorenz sah auf und abwechselnd zu Saber und wieder zu Shinjiro. Der Schotte rief alle in Frage kommenden Kadetten und Offiziersanwärter auf, welche er in den letzten Wochen im Blick hatte: “Sir, dem muss ich widersprechen. Ramrod II benötigt eine erfahrene und eingespielte Crew, die mit dem Ramrod System vertraut ist. Schließlich ist es ein neues, sehr, sehr, sehr teures Schiff.” widersprach er und ihm wurde fast schwindlig bei seinen Worten, seine Stimme blieb jedoch fest und fordernd! Captain Hikari wandte seinen Blick von Saber ab und sah nun Lorenz an, der leicht vor sich hin grinste: “Sir, geben Sie dem Team 6 Monate, ich übernehme die volle Verantwortung!” fügte Saber noch mit an. Hikari, blickte auf das Tablet vor ihm auf dem Tisch und überflog noch einmal die Besetzungsvorschläge des Schotten auf.

Und Saber ließ nicht locker und setzte erneut an:

„Captain, Sie haben Lieutenant Hikari damals vollständig aus der Ramrod-Einheit – und auch aus dem System, aufgrund seiner nicht Volljährigkeit gelöscht. Damit stehen wir jetzt vor einem komplett neuen Team, einem neuen Schiff und, mit seinen 18 Jahren, vor einem komplett neuen Lieutenant, dazu eine völlig neue Konstellation, die durchaus vertretbar ist!“ sprach er unbeirrt weiter, ungeachtet der stillen Reaktionen des Captains.

„Haben Sie das auch mit Ihrem Team geklärt?“ fragte Captain Hikari jetzt: „Das habe ich im Anschluss vor, Sir“, antwortete Saber nickend. Hikari atmete hörbar leicht ein: Inwieweit ist Lieutenant Hikari involviert?“, fragte er und sah den Schotten nun direkt an. Saber nickte erneut: „Sobald meine Crew zugestimmt hat, werde ich mit Lieutenant Hikari sprechen“, erklärte er formell, ohne auch nur irgendetwas zu überspringen. „Sie sind also fertig“, stellte der Captain fest. Saber nickte entschlossen: „Ja, Sir!“

Hikari nickte einige Male stumm, dann sah er Saber ruhig an: „Sie sprechen mit Captain Wilson. Einen dritten Mann, den Sie ihm in so kurzer Zeit abziehen, möchte ich ihm nicht erklären“, stellte er trocken klar. Und neben ihnen entfuhr Lorenz ein kaum zu unterdrückendes, hörbares Grinsen. Der deutsche wusste nur zu gut, dass Wilson jeden Abzug, oder schlimmer noch, ein Abwerben, fast persönlich nahm.

Auch Saber grinste innerlich: „Natürlich, Sir!“ und nickte dem Captain zu. Hikari gab dem Schotten sein Tablet zurück: „Sechs Monate. Und keinen Tag länger. Ein Rapport oder ein Zwischenfall und das wars, Major“, mahnte er ernst und holte sein Pad hervor. Saber stand auf und salutierte: „Danke, Sir und verabschiedete sich knapp und verließ dann eilig die Küche. … „Viel Glück!“, rief ihm Lorenz noch nach.

Saber verließ sein neues Schiff, blieb einen Moment stehen und stieß mehrmals hörbar die Luft aus, so als würde er den ganzen Druck mit einem Mal loswerden. Dann grinste er erneut und verließ den Hangar.


Captain Lorenz sah Shinjiro an, der seit dem abgang des Schotten verdammt ruhig war und eine Seite nach der anderen auf dem Pad der Wissenschaftler aufrief: „Du weißt schon, sobald dein Sohn das hört, kommst du aus der Nummer nicht mehr raus!“ Shinjiro legte den Pen zur Seite und brummte nur ein: „Hm“, da konnte Lorenz nicht anders und brach in ein kurzes herzhaftes Lachen aus. Shinjiro atmete ruhig aus, beobachtete ihn und wartete geduldig, bis Lorenz sich wieder gefasst hatte: „Ich warte ab“, erklärte er dann gelassen und nahm einen Schluck von seinem Kaffee. Lorenz nickte, doch das Grinsen in seinem Gesicht blieb: „Gib es zu, du bist beeindruckt!“ und da huschte auch über Shinjiros Gesicht ein leichtes Grinsen: „Das kam tatsächlich überraschend“, gab er zu und stellte seine Tasse ab: „Er hat dein ‚Ich mische mich nicht ein‘ sofort für sich genutzt“, setzte Lorenz nach. Shinjiro lehnte sich zurück, innerlich jedoch biss er sich auf die Zunge.

Absatz #4

Fireball und Colt gingen im angrenzenden Park spazieren. Fireball erholte sich langsam. Der Putschversuch lag inzwischen fast vier Wochen zurück und Abgesehen von den anhaltenden Kopfschmerzen ging es ihm wieder ganz gut, alles war schnell verheilt gewesen. Bald würde er auch wieder Sport machen können, er vermisste das morgendliche Laufen mittlerweile sogar und musste bei dem Gedanken innerlich lachen.

„Also, ein Cowboy ist unterwegs. gleich als Erstes ein Stammhalter? Das ist doch mega!“, freute sich Fireball sichtlich für Colt und Robin. Colt nickte und grinste seinem Freund breit entgegen. Er hatte es einfach jemandem erzählen müssen. Die Freude saß ihm noch immer in jeder Faser, und am liebsten hätte er sie mit dem ganzen Universum geteilt: “Ja, jetzt kommt das Ding mit dem Namen.” sagte er vor sich hin grinsend. „Ach, das ist einfach, zähle mal eure Namen in der Familie so auf, Großvater oder die deiner Onkel.” sagte Fireball und Colt lachte auf und nickte: “Es bleibt jedenfalls spannend!” sagte Colt: „Wie geht es Robin?“, fragte Fireball, denn gesehen hatte er die Freundin noch nicht, er wollte ihr nicht grün und blau unter die Augen treten, doch schließlich waren die letzten Wochen auch für sie alles andere als ruhig gewesen. Colt ließ den Blick über den Park schweifen und genoss sichtlich das Fleckchen Natur: „Sie wird immer runder …“, sagte er mit einem leuchtenden Lächeln in den Augen: „Ihr geht es sehr gut hat keine Probleme und sie sagt, sie genießt es schwanger zu sein.“ Fireball grinste breit: „Wow, und das mit einem echten Cowboy im Bauch!“ Darauf lachte Colt nun herzhaft auf: „Nein, gerade deswegen, Hombre!“

“Wie lange bist du noch im Krankenstand?” wollte Colt jetzt wissen, als sie in einen anderen Teil des Parks einbogen. Fireball zuckte mit seinen  Schultern: “Ich vermute, bis die Kopfschmerzen aufhören.” Colt nickte nachdenklich und sie liefen weiter.


Zwei Tage später

„Er ist wunderschön geworden!“, sagte April gerührt und sah Ramrod, der in der Challenge-Phase im Hangar aufgestellt war, beeindruckt an. Unbewusst legte sie sich eine Hand auf ihr Herz. Um den Friedeswächter wuselten Mechaniker und Ingenieure, überall wurde noch gearbeitet, denn zu hundert Prozent fertig war der neue Friedenswächter noch nicht.

Colt hatte seinen Hut abgenommen und musterte den Riesen vor sich mit offenem Staunen: „Darf ich vorstellen, Ramrod II, unser neues Schiff“, sagte Saber und deutete mit einer einladenden Bewegung auf das Schiff: „Seit wann weist du das?“, wollte Colt wissen, er war tief beeindruckt udn fand kaum die passenden Worte, während sein Blick weiter über den gewaltigen Cowboy glitt.

“Der Bau begann vor knapp einem Jahr, es gab eine kurze Unterbrechung von 3 Monaten, und im letzten Bauabschnitt flossen die neuartige Legierungen und Schutzschilde mit ein, dank Aprils Leistungen im Labor ging diese Entwicklung sehr schnell voran.” antwortete Saber und nickte April dabei zu. April war die erste, die ihren Blick abwandte und langsam auf Ramrod II zuging. Colt und Saber folgten ihr: “Er kommt mir viel größer vor!” kam es von Colt. Saber nickte: “Das ist er auch, irgendwo muss man ja die ganze Technik und neuartigen Waffensysteme unterbringen.” erklärte Saber den Lockenkopf: “So, so neue Waffensysteme, also!” murmelte Colt plötzlich sehr interessiert vor sich hin. Saber grinste: “Du wirst staunen!” war sich Saber sicher und sie gingen zur Rampe, wo April bereits auf die beiden wartete, und die drei gingen an Bord.

Schon im Hangar begann das Staunen: “Hier ist locker Platz für einen Schießplatz.” bemerkte Colt, als er durch den riesigen Raum lief. 

Auf der Brücke verstummten April und Colt dann endgültig, langen nahezu ehrfürchtig gingen sie auf ihre Satteleinheiten zu. Colt setzte sich in seine, die ihm nicht nur geräumiger und bequemer vorkam, nein sie war es auch, dann fiel sein Blick direkt auf die Waffensysteme, schließlich hatte der Boss ja von neuartigen Waffen gesprochen und die wollte er sich direkt mal ansehen. Er sprang durch die Menüs und kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus: “So viel Platz und die Aufteilung …” und er verstummte in seinen Gedanken: “Moooooment mal.” sagte er und zeigte auf seine Zielerfassung: “Das ist die reale Umsetzung meiner Verbesserungsvorschläge, welche ich damals den Ingenieuren auf Jarr gegeben habe.” erinnerte er sich. Saber trat an Colts Feuerleitstand heran: “Richtig, diese waren wohl so begeistert, dass sie es mit kleinen Extras genauso umgesetzt hatten, ach und Ramrod II es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Königreichs und des Oberkommandos!” klärte der Schotte auf. Colt sah auf: “Was? Haben die doch tatsächlich seine schnellen, mehr schlecht als recht aufgemalten Vorschläge von damals ernst genommen, und da war er noch nicht mal ein Offizier gewesen. Und das fand er im wahrsten Sinne des Wortes, Cool. Und fuhr die Systeme seines neuen Feuerleitstands hoch: “Holla!” kam es darauf leicht erschrocken von Colt: “Das ist aber empfindlich.” musste er feststellen, als er mit einem Finger nur kurz über seine Systeme fuhr. Saber nickte wissentlich: “Ja, die Systeme sind extrem feinfühlig, wir müssen auf jeden Fall, solange Ramrod noch hier im Hangar ist, damit trainieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen!” 

April hockte sich neben die Satteleinheit des Cowboys und kicherte, als sie den Lockenkopf beobachtete, der begeistert und erstaunt sein Modul inspizierte und vollends begeistert von den drei zielerfassungen war: “Du kannst dort und dort gleichzeitig feuern, die dritte ist zum Abgleich, eines von System getrennten Erfassung Schirm, falls beide mal ausfallen sollten, was sehr unwahrscheinlich sein sollte.” erklärte sie ihm: “Ich bin beeindruckt, Prinzessin!” sagte er und grinste April an: “Ich auch Cowboy!” lächelte April und ging nun zu ihrer neuen Satteleinheit. Wo ihre Systeme, die bis jetzt nur auf dem Reißbrett existiert hatten, Wirklichkeit geworden waren.

Auch Saber war nicht weniger begeistert, alles was in den einzelnen Satteleinheiten geschah lief direkt an seinen Kommandopunkt zusammen und er brauchte nicht mehr viel einzeln aufrufen, jeden hatte er im Blick und wenn sie ihre Kampfanzüge tragen, sogar die einzelnen Vitalwerte seiner Crew: “Ich hätte glatt Lust eine Runde zu drehen!” kam es nach einiger Zeit von Colt und sah sich um: “Wo ist eigentlich Alex?” warf er direkt nach, er hatte nur Blicke für den neuen Friedenswächter gehabt und sein Modul, das ihm gar nicht aufgefallen war, dass Alex gar nicht dabei war. 

April, drehte mit einem Knopfdruck ihre Satteleinheit, so brauchte sie sich wenigstens ihren Hals nicht mehr verrenken, wenn sie mit den Jungs reden wollte: “Haben wir doch glatt Alex vergessen, der wird voll Sauer sein!” mischte sie sich nun auch in Colts gesagtes ein. Saber grinste etwas vor sich hin, er fand es bemerkenswert, dass die beiden tatsächlich den Piloten vergessen würden. 

Und stand von seiner Einheit auf und stellte sich zwischen Colts und Aprils Einheiten. Beide beobachteten den blonden Highlander und waren gespannt, was dieser zu sagen hatte: “Schön, dass es euch endlich aufgefallen ist!” begann er und schaute vergnügt in die Runde. Colt spitzte etwas seine Lippen und rollte kurz seine Augen und sagte mal nichts dazu: “Ramrod II ist nicht nur in euren Satteleinheiten auf dem neuesten Stand der Technik, auch alles was dessen Steuerung betrifft, ich habe abgewogen und hin und her überlegt und für dieses Schiff kommt meines Erachtens nur ein Pilot in Frage!” April riss ihre Augen auf und stand aus ihrer Einheit auf: “Du meinst doch nicht etwa?” Saber nickte: “Shinji!” beendete Colt Aprils Satz und stand bereits neben seinem Boss: “Aber du hast ihn aus dem Team „geschmissen“, um es mal milde auszudrücken!” kam es von Colt und zeichnete Anführungszeichen in die Luft: “Niemals stimmt Captain Hikari da zu!” kam es von April. Saber sah von April zu Colt und nickte den beiden zu: “Kommt mit, wir testen den Kaffeevollautomaten, die Küche habt ihr auch noch nicht gesehen!” und ging vor. Colt und April sahen sich fragend an, Colt verzog sein Gesicht zu einem stillen, “Hä?” und von April kam nur ein leises: “Was?” und sie folgten den Schotten.


Colt und April hatten kurz die Küche inspiziert und es sich auf der gemütlichen Sitzecke im angrenzenden Aufenthaltsraum mit Kaffee und Tee gemütlich gemacht: “Wie kann das möglich sein?” fragte April nun doch nach, nachdem Saber ihnen offenbart hatte, dass er Fireball als Piloten an Bord haben wollte und somit wieder das ursprüngliche Team zusammenbrachte. Auch Colt sah den Highlander nur fragend an: “Nun er wurde damals komplett aus dem Team gelöscht, das ist, als ob es ihn niemals an Bord einer Ramrod-Einheit gegeben hatte, somit wäre es wie eine komplett neue Besetzung und diesmal ohne irgendwelche Auflagen im Hintergrund.” 

Colt richtete sich etwas auf: “Das heißt jetzt also wirklich, dass er wieder zur Ramrod Einheit gehört?” Saber nickte: “Wenn Shinji, ja, sagt!” Colt grinste und sprang auf: “Ha-ha, Team Ramrod ist also wieder an Bord!” rief er voller Freude, April lachte, als sie den Lockenkopf beobachtete und sah kurz darauf etwas ernster zu Saber: “Aber was ist mit dem Vorfall und vor allem, wie sollen wir miteinander umgehen, du weißt doch…” Saber unterbrach April entschuldigend. Colt setzte sich in diesem Moment wieder in die Sitzecke und hörte zu: “Der Vorfall war überhaupt kein Thema, ich appelliere an eure Reife, dass ihr dienstlich respektvoll miteinander umgeht!” April Nickte: “Natürlich!” und schaute zu Colt, dieser sah sie ermutigend an. “Das werde ich auch Shinji sagen, ich benötige aber euer OK, um ihn wieder an Bord zu holen!” Colt schnippte mit einer Hand: “Ok!” Saber grinste: “Das war mir klar!” kommentierte er und sah zu April? Sie sah zu Colt und Saber und wollte noch etwas klären, bevor sie ihre Entscheidung fällte: “Wie sieht das dienstlich dann aus, Colt ist First Lieutenant und Shinji auch.” Saber nickte und holte sein Pad hervor: “Die Frage ist gut und muss geklärt werden!” Colt nickte: “Colt bleibt weiterhin der Erste Mann an Bord. Sobald wir in der Luft sind, trifft Shinji alle flugtechnischen Entscheidungen, wie ein Flugkapitän, ich greife nur im äußersten Notfall ein, was dann auch zu seiner Ausbildung gehört!” Colt und April sahen sich fragend an: “Ausbildung?” hakte April nach, Saber nickte: “Shinji beginnt mit dem offiziellen Antritt seines Dienstes mit der Captain Ausbildung, diese dauert zwei Jahre, dann würfeln wir neu!” Colt war damit einverstanden, hatte er doch auch vor, nächstes Jahr diese Ausbildung zu beginnen. “Ich bin einverstanden!” sagte April: “Juhuuuu!” wiederholte sich der Cowboy und die drei freuten sich: “Ach und noch was!” kam es mittendrin von Saber. 

Colt und April sahen den Schotten abermals fragend an: “Jetzt kommt der haken,d er berühmte” sagte Colt und sah zum Schotte: “Wir haben ganze 6 Monate, um zu beweisen, dass wir zusammengehören und das beste Team im Neuen Grenzland sind!” Den letzten Teil betonte Saber grinsend: “Sag das bitte genau so, wenn du mit Shinji sprichst!” kam es darauf direkt von Colt. Saber lachte: “Ich werde ihn genauestens aufklären!” versprach der Schotte.


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2 Tage vor

[…] Im Teil #2 Kapitel ⚪ 01 – Neustart […]

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2 Tage vor

[…] unserer Fanfiction Echoes of the Frontier startet heute! Den Auftakt macht das erste Kapitel „Neuanfang“ — und wir hoffen natürlich, dass es hält, was es […]

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