3.928 Wörter, 21 Minuten Lesedauer.
Absatz #1
April, Colt und Fireball wurden im Palast in ein Nebenzimmer des Meeting-Saals geführt, wo Royu und Saber bereits standen und sich unterhielten. Was hatte das wieder zu bedeuten? fragte sich Colt. Denn ohne Grund war Royu doch nicht auf Jarr. Trotzdem freute er sich, den japanischen Colonel wiederzusehen, und die beiden begrüßten sich: „Daddy!“, rief April erfreut und alle schaute in die Richtung. Die Blondine begrüßte ihren Vater freudestrahlend, als dieser durch die Tür trat. Ja, jetzt war das Bild des Cowboys komplett. Hier kam eindeutig etwas auf sie zu, war er sich sicher.

“Ja, so möchte man begrüßt werden.” kommentierte Royu und grinste. Colt zog seinen Hut etwas tiefer ins Gesicht: “beim nächsten Mal falle ich die auch um den Hals.” scherzte er und Royu dachte sich verhört zu haben und winkte dann doch dankend ab, beide lachten. Fireball sah fragend zur Tür, durch die auch gerade sein Großvater trat und ging fragend zu ihm, doch der Ältere ließ sich nicht in die Karten gucken, also hieß es abwarten. Saber ging auf Colt zu, der Schotte hatte den fragenden Blick seines Schützen aufgefangen: “Ihr werdet Antworten bekommen!” kam er Colt zuvor. Der Cowboy nickte und beobachtete weiter das Geschehen im Raum.

Fireball gab seinem ankommenden Vater einen Ordner, den er mitbringen sollte. Captain Hikari grinste und musterte seinen Sohn: „Schaut gut aus!” kommentierte er die neue Frisur seines Sohnes und verließ den Raum wieder und zurück blieben Colt, Fireball, April und General Hikari. Auf dem Tisch standen Getränke bereit, was bedeutete, dass es länger dauern könnte.
Colt und April setzten sich neben Fireball, dessen neue Frisur sie schon ausreichend ausdiskutiert hatten. “Dann wollen wir mal, wollen wir doch, oder?!” kommentierte Colt die leichte Anspannung und Aufregung.
Einige Minuten später erschien auf dem Großen Monitor das Symbol des Neuen Grenzland und Jarr.
Absatz #2
Robin hatte es sich nach ihrer Ankunft nicht nehmen lassen, direkt zu Sincia ins Krankenhaus zu fahren. Nach all der Aufregung wollte sie ihre Freundin sehen und endlich die kleine Sara kennenlernen. Nun saßen die beiden im Zimmer der Frühchenstation. Sincia hielt ihre Tochter, eingekuschelt in eine weiche Decke, im dem Arm.
Sincia war immer wieder den Tränen nahe, das hatte Robin in den letzten Minuten schon mehrmals mitbekommen. Sie begann sich langsam Sorgen um die Freundin zu machen. Sie rutschte etwas näher an Sincia heran. “Was ist deine größte Sorge gerade?” fragte Robin liebevoll. Sincia schüttelte leicht mit ihrem Kopf: “Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, Robin.” sagte sie und ihr stiegen wieder Tränen in die Augen. Robin nahm sie in den Arm.
Die kleine Sara schlief friedlich im Arm ihrer Mutter. “Schau!” flüsterte Robin und Sincia blickte auf ihre schlafende Tochter. Die Erzieherin nickte voller Liebe und schluckte. Sie wusste um ihr starkes Mädchen, wenige helle rotblonde Haare konnte man schon erkennen. Sie strich sanft über das kleine Köpfchen und verstand, was Robin ihr damit sagen wollte, sie sollte auf ihr Baby schauen, dem es gut ging und friedlich und gesund in ihrem Arm liegt. Robin nickte und Sincia atmete einmal tief und lang ein und aus, sie kam in Robins Gegenwart zur Ruhe, es war gut, dass eine Freundin jetzt hier war und sie schüttelte mit ihrem Kopf. “Es ist so verrückt, ich halte bereits mein Baby im Arm.” stellte Sincia jetzt fest und sah Robin an. Die blonde Lehrerin schmunzelte und flüsterte: “Ja!” und die beiden betrachteten gemeinsam das kleine Wunder namens Sara.
Im All, rundum Jarr, waren mehrere Schiffe stationiert. Darunter Beobachtungsschiffe aus Yuma, Alamo und von der Erde, ebenso die USS Detroit. Vier Jets der Air Base von Captain Lorenz flogen Patrouille entlang des Orbits und der Koordinaten der Schlacht vor 17 Jahren. In der Air Base und auf dem Militär Raumhafen herrschte Bereitschaft; man würde sofort starten, sollte es zu Zwischenfällen kommen.
Das Schiff der Wissenschaftler befand sich in der Nähe der Koordinaten der Anomalie und würde sämtliche Signale und Messungen aufzeichnen.
Im Meetingsaal bereitete man alles vor, sollte es heute tatsächlich zum Kontakt kommen. Captain Hikari stand etwas abseits und beobachtete das Vorgehen im Saal. Dr. Peaks und sein Kollege hielten immer wieder Kontakt zum Forschungsschiff im All. Charles sammelte sich noch einen Moment, bevor er sich an die Spitze des Tisches setzte. Hinter ihm war eine Wand aufgestellt, die das Emblem des Königreichs Jarr und des neuen Grenzlandes zierte.
„Also wird Eagle etwas verkünden“, stellte Colt fest und sprach seinen Gedanken aus. April musterte ihren Vater und nickte bestätigend. Fireball blieb weiterhin still und blickte zu seinem Großvater, der mit verschränkten Armen dasaß.
Royu trat an Shinjiro heran: „Was ist, wenn es nicht funktionieren sollte?“ – „Hm …“ nickte er nur und sah weiter zu Dr. Peaks.
Wie aus dem Nichts erschienen im All drei schmale, energiegeladene Strahlen aus den Koordinaten der Anomalie.
Colt und alle anderen im Raum sprangen auf und starrten fassungslos zum Monitor. Im Meeting-Saal nebenan beobachtete man das Geschehen ebenfalls mit Erstaunen.
Lorenz hielt Kontakt zu seinem ersten Mann im Orbit. Sie sollten vorerst Abstand halten. Und Captain Hikari stellte sich neben Dr. Peaks: „Was geht da vor sich?“, fragte er: „Wahrscheinlich ein Signalstrahl, der versucht, unseren Sender zu lokalisieren.“ war dessen einzige logische Erklärung. In diesem Moment bündelten sich die Strahlen zu einem einzigen. Fast Gleichzeitig erklang ein Ton über den Sender. „Wir haben ein Signal!“, teilte Peaks mit.
Eagle richtete sich auf, denn er wusste nicht, wann die andere Seite ihn sehen oder hören konnte. Captain Hikari nahm gegenüber von Jarred Platz, Royu neben Saber. „Versuchen Sie es, Mentor Eagle“, sagte Dr. Peaks leise.

Colt und die anderen hatten sich inzwischen wieder gesetzt und warteten, was nun geschehen würde.
Robin hatte Joshua in eines der oberen Zimmer ins Bett gebracht, die sie als Kinderzimmer nutzen konnten, das wohl auch mal ein Kinderzimmer gewesen sein musste.
Sincia ging ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Sie machte sich große Sorgen. Colt hatte ihr zwar schon einiges erzählt, doch dass Sincia beinahe an ihren Sorgen und Ängsten zerbrach, hatte sie nicht gewusst. dachte sie wärend sie sich ein warmes Bad einließ, um auf andere Gedanken zu kommen.
Absatz #3

„Hier spricht Tskoln Drwns von der Konföderation des Sonnensystems“, antwortete eine Stimme, nachdem Eagle sich vorgestellt hatte. Und kurz darauf erschien ein leicht verzerrtes Bild auf dem Monitor, das einige Sekunden brauchte, um stabiel zu werden.
Alle musterten den Mann und kamen zur selben Erkenntnis: Er sah aus wie ein ganz normaler Mensch.
Hikari atmete tief ein und Jarred sah zu seinem Freund hinüber, dieser nickte ihm kaum merklich zu.
„Ich spreche für das Neue Grenzland. Es freut mich, dass der Kontakt reibungslos zustande gekommen ist“, erwiderte Charles. Drwns nickte leicht. „In Ihren Strukturen entspreche ich, soweit ich weiß, einem General“, erklärte Drwns seinen den Rang eines „Tskoln“.
Eagle musste tatsächlich ganz genau hinhören, er hatte sich auf das klare, deutliche, alte Englisch vorbereitet, aber es jetzt gesprochen zu hören verlangte seine volle Konzentration.
“Hä?” kam es fast gleichzeitig von Colt und Fireball, die Probleme hatten, den Mann zu verstehen.
“Sie haben also unser Fanal, welches wir in ihre Galaxis geschickt hatten, gefunden. Wir hatten lange überlegt ob wir mit ihnen in Kontakt treten sollten.” gab General Drwns auskunft. “Ich muss ihnen mitteilen, wir haben die Signalkugel, oder Fanal, wie sie es nennen, erst sehr spät aufgefunden. Leider gab es Verzögerungen bei der Übersetzung ihrer Daten.” erklärte Eagle diplomatisch.
„Ihre Galaxie existiert nicht parallel zu unserer, sondern überschneidet sich mit ihr an zwei instabilen Kontaktpunkten, vergleichbar mit Membranen, die sich kurzzeitig durchdringen. Die Deathcula nutzen diese instabilen Überschneidungen als Energieleiter für ihre Angriffe. Doch jeder Energiefluss erzeugt Rückkopplungen. Und solange die Verbindung aktiv bleibt, wird auch unser Sonnensystem von den Deathcula immer wieder erfasst“, erklärte der General.

„Wir nennen die Deathcula Outrider“, begann Eagle. „Sie fielen ohne Vorwarnung in unsere Galaxie ein und begannen damit, die Planeten zu zerstören.“ Das Bild flackerte kurz und verzerrte sich, doch die Sprachverbindung blieb stabil. „Welche Informationen können Sie uns über diese Wesen geben?“ fragte Charles
General Drwns hörte genauestens zu, auch er hatte zeitweise Probleme, der Aussprache zu folgen. “Wir wurden vor mehr als 20 Jahren, in ihrer Zeitrechnung, angegriffen über eine Energienova, welche auf unserer Seite den Anfang nahm, wir gehen davon aus, dass so die Deathcula in ihre Galaxie vor 17 Jahren gelangten. Ich gehe davon aus, sie kennen die Geschichte. Nach dem Kampf, der sich auch auf unserer Seite zugetragen hatte, haben wir menschliche, jedoch unbekannte Signale empfangen. Und waren, wie sie jetzt wohl auch, sehr erstaunt darüber.” beendete der Tsklon seine ausführungen, die neue erkenntnisse lieferte.
Charles nickte. Und auf dem Monitor wurde ein stummes Video der Bergung eines Jets eingeblendet. Captain Hikari riss die Augen auf, selbst für ihn waren diese Aufnahmen neu. Fireball starrte wie gebannt auf den Bildschirm. Und sah, wie sie seinen Vater aus dem völlig zerstörten Jet an Bord eines Schiffes zogen. Reglos und mehr tot als lebendig.
Royu sah abwechselnd zum Monitor und zu seinem Bruder und atmete tief ein und aus. Saber merkte die Anspannung, auch für ihn waren diese Bilder vom Hören der Erzählungen bekannt, aber es jetzt zu sehen, brachte es in die Realität.
Dann war wieder Drwns zu sehen. “Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie einen Captain von uns das Leben gerettet haben und er jetzt wieder bei uns ist.” sprach Charles nun seinen allgemeinen Dank an die Menschen der Konföderation des Sonnensystems aus. Der Privatsekretär betrat leise den Meetingraum und ging zu Captain Hikari und teilte ihm leise etwas mit. Hikari nickte und der Sekretär ging darauf um den Tisch und informierte auch seinen König Jarred. Jarred sah zu Shinjiro und Royu. Hikari blickte zu seinem Bruder und zeigte diesen an, mit dem Sekretär mitzugehen. Royu stand fragend auf und verließ leise den Saal.
Saber und Lorenz bekamen von der Aktion kaum etwas mit, sondern hörten weiter den Tsklon und Eagle zu. “Die Explosion, welche von ihrer Seite damals ausgelöst wurde, hatte die Hauptenergiequelle der Deathcula fast zerstört, dabei wurde deren Anführer Hyuza getötet.” Alle Augen richteten sich auf. Charles schluckte: “Also können die Outrider sterben?” fragte er nach.
Auf dem Gang vor dem Saal herrschte helle Aufregung. Fireball stand neben seinem Großvater, um den sich bereits Dr. Morel kümmerte. Ein schnell gerufenes Rettungsteam traf ebenfalls gerade ein. Royu versuchte, die Lage zu erfassen. „Was ist passiert?“, fragte er und sah zu seinem Neffen, dem die Sorge deutlich ins Gesicht geschrieben stand. „Er… er hat plötzlich keine Luft mehr bekommen“, brachte Fireball hastig hervor. Dr. Morel übergab den Patienten an das Rettungsteam und trat darauf neben Royu. „Die Bilder waren wohl zu viel!” gab der Arzt eine vorläufige Diagnose. Royu nickte dem dankend Arzt zu. Und ging zu seinem Neffen. Colt, der noch neben Fireball stand, trat beiseite, als er Royu sah und ging langsam wieder in den Nebenraum zurück, wo April noch vollkommen aufgelöst stand und sie in den Arm nahm.
„Nach den Daten, die Sie uns übermittelt haben, beabsichtigen Sie eine gemeinsame Operation gegen die Outrider.“ begann Eagle. Dewns verschränkte die Hände vor sich und nickte: „Dennoch ist unser Vertrauen nicht uneingeschränkt. In der letzten Schlacht blieb Ihr Beitrag aus. Die Waffe konnte also nur teilweise von unserer Seite eingesetzt werden.“ erklärte der General der anderen Seite mit unbeweglichem Blick: „Sollten die Deathcula daraus Rückschlüsse gezogen haben, werden sie beim nächsten Angriff vorbereitet sein. Sie lernen, mit jedem Gefecht, das ist ihr einziger echter Vorteil.“ erklärte er weiter und eine schwere Pause legte sich über den Raum.
„Ich erwarte daher, dass der Taktikplan beim nächsten Einsatz eingehalten wird. Verzögerungen werden wir nicht weiter tolerieren und keine Rücksicht nehmen.“
Sabers und Captain Lorenz’ Augenbrauen schossen nach dem Gehörten nach oben. Was war das denn jetzt? ging es beiden nahezu gleichzeitig durch den Kopf. Und sahen sich wortlos an.
Charles hatte die plötzliche Wendung des Gesprächs sofort bemerkt: „General Dewns“, begann er ruhig, aber bestimmt, „bis eben verlief unser Gespräch auf politisch-diplomatischer Ebene. Wir haben über diese Waffe beraten und befinden uns mitten in ihrem Bau.“
Captain Hikari erhob sich. Denn ab diesem Punkt war klar, das Gespräch verließ die diplomatische Ebene. „Ich übergebe ab hier an unsere militärische Führung. Es war mir eine Ehre, General Dewns.“ verabschiedete sich Charles und die beiden Männer tauschten ein knappes, aber respektvolles Nicken aus.

Royu und Fireball betraten das Zimmer. Er hatte eine kleine Herzattacke gehabt, doch er war stabil und es bestand keine Lebensgefahr. Trotzdem würden die Ärzte ihn noch einige Tage zur Beobachtung im Krankenhaus behalten. „Vater… was machst du nur?“ war alles, was Royu herausbekam. Der Schock saß noch viel zu tief. Wie sollte er das bloß seiner Mutter erklären? Allein der Gedanke ließ ihn innerlich zusammenzucken. Sie wäre vermutlich die Nächste, die der Schrecken ins Krankenhaus bringen würde. der ältere winkte seinem Sohn ab. „Komm her, Shinji.“ Fireball nickte und zog sich schweigend einen Stuhl ans Bett.

Royu schenkte den beiden nur ein kurzes Nicken. Er würde zurück zum Palast fahren, um Shinjiro über den Zustand ihres Vaters zu informieren.
„Captain Hikari. Welch angenehme Überraschung“, begrüßte General Dewns. Doch Hikari nickte nur knapp: „Auf ein Wiedersehen hatte ich nicht unbedingt gesetzt. Aber zumindest stimmen die Seiten jetzt.“ „Vorläufig“, erwiderte Dewns trocken. Ohne weitere Einleitung setzte er fort: „Wie ich erfahren habe, waren Sie nicht bereit, die Waffe einzusetzen.“ Hikari ließ den General einige Sekunden warten: „Wir arbeiten daran. Das Auffinden und die Dechiffrierung der Technologie haben Zeit gekostet.“ – „Wie zu erwarten“, sagte Dewns knapp: „Dennoch ändern die Umstände wenig. Angesichts der Situation und Ihres Wissens über die Waffe gehe ich davon aus, dass Ihre Galaxie nun mit uns kooperiert.“
Lorenz hob irritiert seine Hände, Jarred und Eagle sahen sich schweigend an. Saber holte tief Luft. Und Colt im Nebenraum stand kurz davor, gedanklich auszusteigen. So, wie dieses Gespräch verlief, schien Hikari problemlos mit diesen Leuten in ihrem ganz eigenen militärischen Jargon kommunizieren zu können. Eines aber hörte er klar raus, die andere Seite ließ kein Nein zu und das gefiel dem Lockenkopf überhaupt nicht!
Captain Hikari lehnte sich ein Stück zurück: „Sie drohen uns also?“ fragte er ruhig: „Das Abfeuern Ihrer Lichtwaffe hat uns vollkommen unvorbereitet getroffen. Wir nennen so etwas gewöhnlich eine Kriegserklärung.“ sprach Hikari die Worte offen und ohne jede Beschönigung aus. Der Tsklon zeigte sich wenig beeindruckt: „Wir haben Ihnen unseren umfangreichen, abgestimmten Taktikplan übermittelt, von dem wir nun nicht mehr abweichen werden“, mit unveränderter Härte. Captain Hikari ließ seinen Blick über die Gesichter am Tisch gleiten: „Ja“, sagte er trocken. „Ich kenne diesen Plan.“ und spitzte nachdenklich seine Lippen. … „Allerdings hätte ich da die eine oder andere Optimierung.“ schlug er vor… Sämtliche Blicke am Tisch wanderten sofort ihm.
Colt rollte mit seinen Augen. “Natürlich.” dachte er, und Captain Hikari ließ seine Arroganz gerade völlig von der Leine.
„Wir werden nicht abweichen“, stellte General Dewns erneut unmissverständlich klar. Doch Hikari ging darauf nicht ein: „Es sind drei Punkte“, warf er darauf ein. Dewns schluckte kaum merklich.
„Drei… kleine… Punkte“, versuchte es Hikari erneut. Und für einen kurzen Moment entstand Stille.
„Gut.“ kam es überraschend vond er anderensite…und der General atmete tief durch. „Lassen Sie hören.“ und zum ersten Mal zeigte die Gegenseite eine sichtbare gefühlsmäßige Reaktion. Saber musste sich ein Schmunzeln verkneifen. Diese Art von Schlagabtausch war offensichtlich keiner Seite fremd.
Captain Hikari grinste zufrieden und schlug seinen Ordner auf.
“Wir werden über diese Punkte der Änderung nachdenken!” – “Sehr schön!” antwortete Captain Hikari darauf. Jarred beobachtete seinen Freund, was hatte Shinjiro mit diesen offensiven vor? Saber verglich die Punkte des Taktik Plans und legte die Änderungen darüber und zog fragend seine Augenbrauen zusammen. Lorenz ließ jetzt alles geschehen, er würde noch Antworten bekommen. “Aber jetzt benötigen wir noch weitere Informationen über die Strukturen der Deathcula.” ging Hikari jetzt in die Informationsbeschaffung, denn genau das war es, was ihnen fehlte.
“Kenne deinen Feind!” ging es Saber darauf durch den Kopf. Je mehr sie über die Outrider wussten, desto mehr können sie auf sie einwirken und sie eventuell von innen zerstören. Dewns überlegte einen Moment: “Das gröbste ist ihnen bekannt Captain Hikari!” – “Ja, es gibt nicht nur Hyuza, den sie jetzt Nemesis nennen. Fakt ist die Deathcula weisen militärische strukturen auf, sind Befehlshaber oder Einheiten und so weiter bekannt?” und zeigte einen Stift an, Jarred schob ihn seinen zu. “Hm …” kam es von er anderen Seite, man sah deutlich, dass es auch dort einen Blickkontakt im Hintergrund gab.
Captain Hikari wartete ab, klickte den Kugelschreiber und sah in die Runde. “Nun, wir können ihnen nur Informationen darüber geben, welche wir als gesichert festgestellt haben, alles weitere wären Spekulationen.“ Hikari nickte: “Dann her damit!” sagte er.
„Die exakte Herkunft der Deathcula ist bislang unbekannt. Ihre Technologie übertrifft unsere in mehreren Bereichen deutlich. Gleichzeitig ist genau diese Technologie extrem energiehungrig.“ begann der General und verschränkte seine Arme: „Die Deathcula selbst manifestieren sich offenbar nicht physisch in unseren Galaxien. Ihre Schiffe, Waffen und Systeme dagegen schon. Das spricht für eine überwiegend energiebasierte Existenzform.“
Am Tisch im Meetingsaal und im Nebenraum wurden eilig Notizen gemacht. Denn trotz der Aufzeichnung nahm jeder andere Details wahr, Fragmente, aus denen sich später ein größeres Bild ergeben würde.
„Wir müssen außerdem davon ausgehen, dass unsere Galaxien nicht ihre einzigen Angriffsziele sind. Ihre Galaxie das Neue Grenzland besitzt vergleichbare Rohstoffstrukturen wie die unsere. Ressourcen, die die Deathcula wohl benötigen, um ihre Kriegsmaschinerie und ihre dauerhafte Präsenz aufrechtzuerhalten.“
Es gibt Geschwaderführer und deren Befehlsempfänger sind Wrangler.” Hikari schrieb mit und nickte und sah zu General Dewns: “Welche Wirkung hat die Lumen Waffe auf den Organismus der Menschen?” switchte der schnell auf ein anderes Thema um. “Es ist Lichtenergie, die sich selbst speist. Es kann zu Lähmungen und Blindheit kommen, sollte man in diese längere Zeit blicken.” gab der General Dewns bereitwillig Auskunft. “Also feuern wir mit gebündelter Lichtenergie auf Energiewesen.” schlussfolgerte Hikari. Dr.Peaks und sein Kollege horchen auf. “Richtig, sie manifestieren sich hier nur!” beendete Dewns den Satz.
Saber sah sich um. “Allerdings überleben sie nicht lange.” setzte Hikari die Unterhaltung fort. “Sie benötigen Wasser, um dauerhaft bleiben zu können.” Hikari rieb sich seine Augen und nickte. “Wir verlassen uns auf sie, die Kommunikation läuft auf ihrer HiXY Technik über die Signaltöne! Und sollten sie nicht bereit sein, werden wir nochmal in Kontakt treten!” fügte Dewns noch ernster mit an. “Wir nennen sowas Drohung!” warf Hikari darauf erklärend ein.
“Captain!” verabschiedete sich Dewns. Captain Hikari nickte zum Abschied und die Verbindung war sofort unterbrochen. Und alle Daten und Messungen waren von einer auf der anderen Sekunde auf null.
Es blieb still im Meeting-Saal. Man musste das Geschehen erst einmal sacken lassen. Schließlich hatten sie gerade Kontakt zu Menschen aus einer anderen Galaxie gehabt, die zusätzlich auch noch unglaublich weit entfernt von ihrer war. So ein Kontakt wäre niemals zustande gekommen, ohne die Experimente der Outrider. Und genau diese Menschen bedrohten sie nun auch noch unterschwellig.
Captain Hikari sah auf seine Aufzeichnungen und blickte in die Stille nach oben, sieben Augenpaare waren fragend auf ihn gerichtet. Er lehnte sich zurück: “Was ist, ich habe nie gesagt, dass sie nett sind!” sagte er ruhig und fast entschuldigend. Lorenz verschränkte nachdenklich eine Arme vor der Brust. Jarred legte hörbar seinen Pencil auf den Tisch. Charles verschränkte seine Arme vor sich.
“Sir, was bezwecken sie mit ihren Änderungen im Taktikplan?” wollte Saber wissen. Hikari sah seinen Major an: “Was vermuten sie, Mr. Lancelot?” fragte er und schmunzelte kaum sichtlich. Saber sah zu Lorenz und wieder zu Hikari: “Sie wollen Zeitschinden!” stellte Saber seine Vermutung offen in den Raum. Hikari warf seinen Stift auf den Tisch, nickte und stand auf.
“Sind sie feindlich?” fragte Eagle und stand ebenfalls auf. “Nach unserer Definition ja, nach ihrer nein!” beantwortete Hikari Charles frage. “Also ist entweder oder, aber sie akzeptieren nur das entweder!” kam es von Lorenz. “Wir lassen es sacken!” warf Roland ein. Jarred nickte. “Wie weit ist die Waffe, Dr. Peaks?” wollte Hikari jetzt wissen. “Wir benötigen noch einige Tage, Sir!” gab der Wissenschaftler allen die auskunft. “Also willst du sie einsetzten?” kam es darauf gleich von Lorenz. “Nein, ich möchte sie im Hinterkopf wissen.” Lorenz stand auf: “Das ist das gleiche!“ Das…” und Lorenz zeigte auf den Monitor: “Ist unberechenbar und Kriegstreiberei, wenn ihr nicht mitmacht, machen wir es trotzdem, oder habe ich das falsch verstanden?” sprach es der Captain der Air Base jetzt laut aus, was alle dachten.
“Gut, irgendwelche Vorschläge, Colonel Mc Graeff von ihnen kam bis jetzt gar nichts, sind sie Zaungast, interessiert es sie nicht? Oder, wie darf ich ihr Schweigen verstehen?” forderte Hikari den Befehlshaber der Delegation auf. Mc Graeff grinste und stand auf: „Setzen wir die Waffe nicht ein, werden wir von zwei Seiten überrannt, die einen vor Ort, die anderen willkürlich, durch das Einsetzen der Waffe.“ Dadurch wird das Neue Grenzland unpassierbar und wir sind auf unbestimmte Zeit allen ausgeliefert.” kam es vom amerikaner.
“Danke, Colonel, sehr schöne Zusammenfassung!” erwiderte Hikari. Der Colonel winkte ab. Royu betrat langsam den Saal und sah sich um, die Anspannung in diesem blieb ihm nicht verborgen. “Und, Freund oder Feind?” fragte er in die Runde und setzte sich wieder neben Saber. Alle sahen zum Japaner: “Wir sind dabei!” erklärte Saber kurz. “Also Feinde…” stellte Royu fest. “Von welchem Maßstab reden sie?” wollte Lorenz jetzt wissen. „Den, mit dem wir auf der Erde messen, im einen kleinen geschützten Kosmos, sage ich jetzt mal. Sie sehen uns als Verbündete. Aber sie kennen das Universum besser als wir.”
Hikari und Mc Graeff sahen sich an. “Ihr Vorschlag, Colonel Hikari?” fragte Roland, der bis jetzt nur zugehört hatte. Royu setzte sich etwas auf, Saber sah neben sich. Royu grinste und schob einen Arm nach vorn: „Offensive, rein da, mit den einen gegen den anderen. Alles was danach kommt, ist Diplomati.” und zeigte dabei auf Eagle. Saber hob seine Augenbrauen. Lorenz nickte und verschränkte seine Arme vor der Brust. “Also machen wir mit, so lange es sein muss?” fragte Saber.
Captain Hikari setzte sich und schob Jarred seinen Ordner zu. “Sie haben uns bedroht!” sprach Mc Graeff jetzt in die Runde. “Lassen wir das mit uns machen?” Saber stand auf, alle sahen auf. “Es geht den Menschen der Konföderation des Sonnensystems, nur darum, die Outrider los zu werden, genau dieses Ziel haben wir auch. Stellen wir uns gegen ihren Plan, ziehen wir den kürzeren. Wir sollten uns an den Taktikplan halten! Und den Outridern damit auch zeigen, dass Menschen sich egal wo verbünden und gemeinsam gegen einen Feind antreten!” Captain Hikari grinste. Saber nickte, Lorenz dachte nach. Mc Graeff zeigte auf den jungen Schotten: “Ich unterstütze ihren Vorschlag, Major!”
König Jarred stand auf: “Wer ist dafür, mit der Konföderation des Sonnensystems zusammenzuarbeiten?” stellte er jetzt die alles entscheidende Frage. Alle gaben sich noch etwas Bedenkzeit. Aus Yuma kamen die ersten Handzeichen. In Alamo stimmte man auch für ja. Im Meetingsaal auf Jarr, hob Roland als erster seine Hand, darauf folgten Saber, König Jarred. Captain Hikari lehnte sich zurück, überschlug seine Beine und teilte seine Zustimmung mit. Darauf folgte Colonel Mc Graeff, Royu nickte, Captain Lorenz sah sich um, atmete tief ein und zeigte seine Zustimmung widerwillig an. Somit war es einstimmig beschlossen, es gab keine Gegenstimmen, man war sich einig, dass das neue Grenzland mit der Konföderation des Sonnensystems zusammenarbeiten würde, um die Outrider zu bekämpfen! Darauf beendete man den Abend, Prinz Roland war der erste, der sich verabschiedete, nach wenigen Minuten verließen Captain Lorenz und Mc Graeff den Meeting-Saal. Saber ging zu König Jarred und Royu teilte seinem Bruder den Gesundheitszustand ihres Vaters mit. Royu machte sich darauf auch gleich wieder auf den Weg in die Klinik
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