Es war bereits 23:30 Uhr und König Jarred, Captain Hikari, Eagle und Saber saßen noch zusammen und analysierten den Taktikplan der KdS “Konföderation des Sonnensystems”. Denn sollte es in den nächsten Tagen zu einem größeren Outrider Überfall kommen, stünden sie ohne Waffe da und Captain Hikaris drei Punkte Plan würde dann in Kraft treten. Soweit sollte es jedoch gar nicht erst kommen, das bedeutet, dass sie auf keinen fall zulassen dürfen, das sich die Outrider irgendwo im Neuen Grenzland sammeln konnten, jeder Angriff, sollte bis aufs Äußerste zu zerschlagen werden, indem die Angriffsstärke der Outrider und deren Energieverbrauch gesteigert wurde.
Saber konnte endlich erleichtert mitteilen, dass Ramrod II in den nächsten 48 Stunden wieder einsatzbereit sein würde. König Jarred klappte den Ordner zu und schob ihn von sich weg. “Es war ein interessantes Gespräch!” wechselte er das Thema. Charles nickte. “Woher kommt das Wissen um die englische Sprache?” stellte Eagle seine Frage in die Runde. “Tja..” und Hikari setzte sich bequemer in seinen Stuhl. Jarred verschränkte seine Arme und musterte den Jüngsten unter ihnen: “Wie geht es ihnen, Richard?” fragte der König zusammenhanglos. Saber blickte auf, denn das Gespräch ging gerade auf eine sehr private Ebene.
Captain Hikari blickte zum Schotten. Saber nickte: “Es wird einfacher, mein Team läuft seit heute eigenständig!” war dessen kurze Erklärung, die so viel mitschwingen ließ. Charles und Jarred sahen sich an. Captain Hikari stand auf und verabschiedete sich: “Ich nehme mich 2 Tage raus, Lorenz weiß Bescheid und übernimmt!“ teilte Shinjiro mit und verließ den Meetingsaal. Jarred nickte verstehend. Saber stand nun ebenfalls eilig auf und verabschiedete sich von König Jarred und Charles. Und verließ den Saal zusammen mit Captain Hikari.
“Sir!” begann der Schotte, während Captain Hikari an seinem Kommunikator die letzten Meldungen durchging: “Mr. Lancelot!” sagte und nickte er und signalisierte Saber damit, dass er zuhörte: “Mein Pilot hat heute seine rechte und pflichten eingefordert!” begann er und lief weiter neben dem Captain den prunkvollen langen Gang entlang. Hikari sah auf und steckte den Kommunikator wieder ein. “Bekomme ich jetzt Ärger?” fragte er leicht grinsend. Saber musste darauf etwas lachen. “Das ist nicht auszuschließen, Sir!” war Saber ehrlich. Und der Captain nickte und blieb stehen: “Und was ihre Teamführung angeht, ich werde mich weiterhin nicht einmischen“, brachte Hikari es nochmals zum Ausdruck. Saber sah den Captain vor sich an und atmete gedanklich tief ein: “Ja, Sir!” und sie liefen weiter.
“Allerdings mag ich es, wenn meine befehlshabenen Offiziere ausgeruht sind!” fügte Hikari nun doch ernster hinzu. Saber nickte nur still. Sie erreichten die Empfangshalle, davor warteten bereits die Wagen, um die Meeting-Gäste des heutigen Abends nach Hause zu bringen. Eine Tür des schwarzen Wagens wurde geöffnet und Hikari wandte sich noch einmal Saber zu: “Das ihr Dienstgrad auch einen “ICE” status hat?” Saber nickte, wollte jedoch ansetzen, etwas darauf zu sagen, doch Captain Hikari sprach weiter: “Ich bin mir sicher, dass ihr erster Mann und ihr frei laufender Pilot.” Dabei musste der Captain sich ein Grinsen unterdrücken, was Saber bemerkte und sein Gesicht jetzt auch entspannte. “… das Kind schon schaukeln werden … und sie ihre.!” beendete er seine Erklärung und stieg in den Wagen und die Tür ging zu.
“Danke, Sir!” kam es von Saber, dem der kleine Wink mit dem Zaunpfahl seitens des Captains gerade bewusst geworden war. Sah man ihm wirklich seine Sorgen schon an? Ein weiterer Wagen fuhr vor und der Schotte stieg ein. Hikari nahm sich zwei Tage raus und stand bereits schon auf “In Case of Emergency (ICE)”. Er sah aus dem fahrenden Auto in die dunkle Nacht. Seine Familie war jetzt das Wichtigste, das wusste er und Saber schloss für einen Moment seine Augen, er war in der Position, wo er sich rausnehmen konnte. Seine Teams liefen und er konnte sich auf sie verlassen und atmete tief ein. Als er seine Augen wieder öffnete, stellte er seinen Status auf “ICE”.
Absatz #2
Colt war bereits vor knapp zwei Stunden nach Hause gekommen. Robin und Joshua lagen bereits im Land der Träume, und nach dem Duschen hatte er eigentlich geplant, sich direkt dazuzugesellen. Aber das, was er heute erlebt hatte, ließ ihn einfach nicht abschalten. Und dann war da noch dieser Hunger, nein ,es war mächtiger Kohldampf. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er problemlos noch einen ganzen Kaktus verdrücken können.
Nachdem er den Kühlschrank auf etwas Essbarem durchsucht hatte, stand er nun an der Kücheninsel und bereitete sich ein Mega Sandwich zu, sogar mit etwas Grünzeug, für sein gutes Gewissen, schließlich braucht er auch einen Cowboy ab und zu Vitamine. grinste er während er sein Sandwich stapelte. Als er fertig war, betrachtete er nur kurz sein Werk und biss genüsslich hinein und stöhnte kurz auf, so gut war es! Während er kaute, setzte er sich auf einen der Barhocker und dachte über die Ereignisse des Tages nach.
Da klappte der alte Hikari zusammen, während der Bilder über die Rettung seines Sohnes. Je mehr er darüber nachdachte, desto mehr verstand er es. Er würde auch bald einen Sohn haben, sowas würde er auch nicht sehen wollen! Darauf kam ihm der Kontakt zu den Menschen der KdS in den Sinn, einschätzen konnte er es nicht, was auch zum Teil am Verstehen des Gesagten lag. Einstimmig wurde darauf beschlossen, mit ihnen zusammenzuarbeiten, wie würde das aussehen oder vor allem enden? Soll er wirklich einfach nur Vertrauen haben, in allem, was die da oben beschließen? So wie es Captain Lorenz versucht hatte, ihm zu erklären. Er nahm einen erneuten großen Bissen. Er sah sich im Haus um und nickte seinen Gedanken zu, er musste es, er vertraute auf Sabers Entscheidungen, das hatte er schließlich immer. Der Schotte würde schon seinen Mund aufmachen, wenn etwas schief lag. Das wusste Colt und das gab ihm auch die Sicherheit unter dem Kommando des Schotten zu stehen, der nicht nur sein Boss war, sondern zu seinen besten Freunden gehörte. Und er überlegte wie er Saber noch weiter den Rücken frei halten konnte. Sein letzter Happen seines Sandwich verschwand in seinem Mund und er ging kauend in den ersten Stock, er freute sich jetzt auf das Bett!
Fireball schlich genervt in der Nacht durch das Haus, er war schon schwer in den Schlaf gekommen und jetzt hatte er auch noch Durst und ging zielsicher in die Küche. Das Haus war ruhig, im Eingangsbereich standen die Schuhe seines Vaters, er war also auch wieder zurück! Er öffnete den Kühlschrank, dort standen verschiedene Softdrinks bereit, er überlegte und griff nach einem Eistee, den seine Mutter auf Vorrat für seinen Vater in Japan kaufte, “aber probieren konnte man ihn ja mal.” und griff nach einer Flasche.
“Gar nicht so übel!” dachte er sich und sah sich das Etikett der Flasche genauer an. “Was wohl beim Meeting heute rausgekommen war?” fragte er sich, denn Royu hatte nichts weiter erzählt und Saber oder Colt hatte er heute auch nicht mehr gesehen. Er war im Krankenhaus bei seinem Großvater geblieben, dem es aber schon wieder besser ging. Er schloss den Kühlschrank und wollte wieder zurück ins Bett, als er durch das Wohnzimmer ging, bemerkte er im Augenwinkel, dass die Tür zur Terrasse etwas aufgeschoben war. Fragend ging er zu dieser, um sie zu schließen, doch vorher sah er hinaus und trat nach draußen, in die warme Sommernacht, nur dezente Beleuchtung im Garten spendete ihm Licht, doch da stieg ihm etwas in die Nase und er drehte sich zur Quelle.
„Rauchen ist ungesund!“ sagte er und trat an seinen Vater heran und ließ sich neben ihm in einen der Sessel fallen. Shinjiro, der vollkommen in seinen Gedanken versunken gewesen war, zuckte zusammen, dass er beinahe aus dem Sessel gerutscht wäre, hätte er nicht ohnehin schon halb waagerecht darin gehangen. Sein Sohn hatte ein Talent und das war, jemanden fast zu Tode zu erschrecken. Er grinste und nahm seine Beine vom Hocker und setzte sich etwas auf.
“Was machst du hier?“, fragte er, warf einen Blick auf seine Uhr und drückte seine Zigarette aus. Fireball musterte seinen Vater. „Ich hatte Durst und die Tür stand offen.“ und hob er die Flasche in seiner Hand leicht an. „Gab es keinen Pflaumensaft?“ Und noch bevor Fireball reagieren konnte, nahm sein Vater ihm die Flasche aus der Hand. „Das ist meiner“, sagte er und öffnete die Flasche. Fireball grinste.
“Wie geht es deinem Großvater?” wollte Shinjiro von seinem Sohn wissen, bevor er sich einen Schluck des kühlen Getränks gönnte. Fireball nickte etwas betrübt: “Schon wieder besser, es war wohl wirklich nur der Schreck.“ erklärte er. “Hm…” war die kurze Antwort und blickte zu seinem Sohn, der es sich auch gerade gemütlich machte. “Na, dann leg los!” forderte Shinjiro ihn auf. Fireball sah seinen Vater fragend an. Shinjiro grinste leicht: “Ich dachte, ich bekomme noch Ärger von dir!” erklärte er und Fireball rollte leicht mit seinen Augen, das hatte er durch die ganze Aufregung ganz vergessen, er war doch eigentlich noch sauer auf seinen Vater: “Ach, das hat sich erledigt!” winkte er dann ab. Shinjiro nickte und rief etwas auf seinem Communicator auf und hielt ihn seinem Sohn entgegen.
Fireball nahm ihn entgegen und sah sich eine interne Meldung an, die besagte, dass nur der Pilot alle Informationen erhalten würde und sich somit auch selbst um alles kümmern musste. Er schluckte abermals und nickte verhalten. “Ich weiß um die Verantwortung dahinter!” und gab seinem Vater den Com wieder zurück. “Gut, ich wollte dir damit sagen, dass ich ab jetzt auch damit raus bin.” Fireball presste seine Lippen aufeinander. Und blickte in die Dunkelheit. Es bedeutete ihm sehr viel, dass seine Freunde ihm vertrauten und selbst Saber sich nicht die Meldungen synchron schicken ließ. Aber das jetzt auch sein Vater ihm diese Eigenverantwortung zuschrieb war schon eine andere Nummer. Das musste tatsächlich erst einmal sacken. Richtig begreifen würde er das Ausmaß wahrscheinlich erst in den nächsten Tagen, dessen war er sich ziemlich sicher.
Sie saßen und schwiegen eine ganze Weile. Die Nacht war warm und vereinzelt landeten Schiffe auf dem nahegelegenen Militär-Raumhafen. Die auch in der Nacht um den Orbit von Jarr patrouillieren. Fireball sah, dass sein Vater den Jet-Anhänger um seinen Hals trug und zeigte auf diesen: “Du hast die Schachtel also gefunden?” Shinjiro, sah an sich herab und griff nach dem Anhänger um seinen Hals. “Du hast ihn gefunden, wie auch immer…” murmelte er und betrachtete den auf Hochglanz gebrachten Jet genauer. “Es ist deiner, hat mir Großvater Sato erzählt.” und Fireball musste etwas lachen. Shinjiro ließ vom Jet ab und blickte zu seinem Sohn. Fireball nahm den Blick auf: “Du hast echt in der Werkstatt gestanden?” fragte er nochmals nach und grinste. Shinjiros Augenbrauen gingen nach oben, “Was war daran denn jetzt so lustig?” fragte er sich und winkte die Frage ab: “Ja!” und nahm die Kette mit dem Anhänger ab: “Hier, ich schenk sie dir!” und hielt sie seinem Sohn entgegen. Fireball sah zum Anhänger, der sich leicht hin und her bewegte. “Aber es ist deiner!” Shinjiro grinste verhalten und betrachtete den sich bewegenden Jet. “Nein, er gehörte deinem Großvater!” erklärte er. “Gehörte?” fragte Fireball und nahm seinem Vater das Lederband ab. Shinjiro nickte: “Ja, er wollte ihn nicht…” Fireball sah abwechselnd zum Jet und zu seinem Vater: “Aber warum, er schaut mega aus?” fragte sich Fireball. “Er gehört dir!” Fireball grinste: “Danke!” und legte sich die Kette um den Hals. Shinjiro beobachtete seinen Sohn, der sich sichtlich über den kleinen Anhänger freute. “Du solltest schlafen gehen, Pilot der Ramrod-Einheit!“ sagte Shinjiro und grinste leicht. Fireball bekam große Augen und nickte, viel von der Nacht hatte er jetzt nicht mehr… “Bye, bye Sir!” lachte er und verschwand. “Aye, aye Sir!” murmelte Shinjiro belustigend vor sich und ließ sich wieder in den Sessel sinken. Seine Beine legte er wieder auf dem vor ihm stehenden Hocker ab und blickte in die Sterne.
+++Erinnerungen+++
Shinjiro ging in das Büro seines Vaters. Doch dieser war gerade nicht da, doch er brauchte einige Ausdrucke. Er betätigte den Drucker, doch der erste Ausdruck misslang. Genervt zerknüllte er das Blatt und warf es beim Hinausgehen in den Papierkorb. “Also nochmal.” murmelte er und hielt mitten in seiner Bewegung inne. Langsam drehte er sich den braunen, ledernen Papierkorb neben dem Schreibtisch zu und sah hinein. Sein Blick blieb an etwas kleines metallenes hängen, an etwas, was da nicht hingehörte. Er hockte sich hin und fischte den kleinen metallenen Jet heraus und sah ihn sich an. Es war der Jet, den er seinem Vater erst vor zwei Tagen zum Geburtstag geschenkt hatte.
Schweigend betrachtete er ihn, bevor er langsam wieder aufstand und sein Blick wanderte über den Schreibtisch und blieb an der Stiftablage hängen. Zwischen Stiften und Büroklammern lag noch immer Royus erste krumme Schraube, die sein Bruder vor einem Jahr in Sato-sans Werkstatt gefertigt hatte und sah wieder auf den kleinen Jet in seiner Hand. Vielleicht war er heruntergefallen? Er musterte die Entfernung zwischen Schreibtisch und Papierkorb. Und der Gedanke erschien ihm schon im nächsten Moment wenig glaubwürdig. Langsam hob er den Jet vor das Fenster und ließ ihn in einem kleinen Sturzflug nach unten gleiten. „Abgestürzt“, murmelte er trocken und verzog die Lippen. Einen Augenblick blieb er einfach stehen, atmete tief ein und schließlich steckte er den kleinen Jet in seine Hosentasche und verließ das Büro.
+++Erinnerungen Ende++
Shinjiro öffnete seine Augen und spürte eine warme Hand auf seiner Wange und blickte in Hitomis Gesicht: “Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken!” sagte sie. Er sah sie fragend an und realisierte, dass er noch immer auf der Terrasse war und es bereits hell wurde. Langsam richtete er sich auf. “Du bist eingeschlafen!” hörte er Hitomis Worte und er stand langsam auf. Bequem war es nicht gewesen, musste er feststellen. Er nahm seine Sachen vom Sessel und ging ins Haus. Hitomi sah ihn nach, wurde aber von einem zarten Miau aus ihren fragenden Gedanken gerissen und sie musste schmunzeln.
Robin, Colt und Joshua saßen beim Frühstück, für Josh würde in einer halben Stunde der online Unterricht beginnen. Begeistert war er nicht, aber die Aussicht danach, wieder im Pool zu schwimmen, entschädigte ihn. “Wie soll ich hier Freunde finden, wenn ich den ganzen Vormittag lernen muss, das ist voll unfair!” grummelte Joshua und rührte gelangweilt in seinen Cornflakes. Colt nickte nur und las sich, den Comic, auf der Rückseite der Corn Fakes packung durch, während er seine Schüssel auslöffelte. Robin schnitt nebenbei Obst auf, damit die beiden wenigstens etwas Gesundes am TMorgen zu sich nahmen. Oder im Falle ihres Mannes am Tag. Colts Communicator unterbrach Joshua’s Genörgel und Robins Gedanken. Der Cowboy in Jogginghosen stand auf und verließ das Wohnzimmer.
“Wir können auch Nachmittag etwas unternehmen, Jarr ist eine wunderschöne Stadt, ich bin mir sicher, es gibt genug für Kinder!” bot Robin an. Joshua nickte: “Na, gut!” sprach er noch nicht ganz überzeugt und aß seine Cornflakes weiter. Colt kam zurück an den Tisch und setzte sich wieder. “Der Säbelschwinger macht frei!“ teilte er Robin mit. “Somit hast du das Kommando!” schlussfolgerte Robin. Colt nickte. “Es ist gut, Sincia braucht ihn!” Der Lockenkopf sah zu Joshua: “Ja!” war seine knappe Antwort. Robin stellte ihren Mann den Obstteller hin. Colt, der gerade nach den Speck greifen wollte, sah zum Teller mit dem bunten Obst schnitzen und dann zu seiner Robin, die ihm ein liebevolles Lächeln schenkte. Wie selbstverständlich griff er nach einem Apfel und biss genussvoll ab. Robin kicherte und Josh grinste hörbar vor sich hin. “Finger weg von den Süßigkeiten-Automaten!” ermahnte sie noch witzelnd. “Hooowww, womit habe ich das verdient?” kommentierte er mitleidig und nahm sich einen erneuten Apfelschnitt. Und Robin stellte nun auch Joshua seinen Teller hin. Colt lachte, “Tja, Kumpel, wie gefangen mit gehangen!” Die drei lachten.
Fireball sprang so plötzlich vom Frühstückstisch auf, dass alle anderen am Tisch zusammenzucken, er hatte wieder die Zeit vergessen, schließlich soll Ramrod heute wieder Einsatzfähig sein und da sollte er als Pilot schon im Hangar sein. Aber seinen Kaffee trank er trotzdem noch schnell im Stehen aus, so viel Zeit muss sein! Alle starrten ihn immernoch erschrocken an: “Ich muss los, der Cowboy bringt mich sonst um!” war seine entschuldigende erklärung und rannte ins Haus: “Bye, Mikan!” rief er und weg war er.
Shinjiro blickte erst zu Royu, dann zu Hitomi. „Mikan?“, fragte er nach. Der Name sagte ihm gerade überhaupt nichts. Hitomi nickte nur und zeigte ans Ende der Terrasse. Shinjiro sah in die Richtung. Dort lag ein hellrotes kleines Fellknäuel, ausgestreckt, in der Sonne, die ihr Fell beinahe orange schimmern ließ.
„Eine Katze!?” sagte er und drehte sich wieder zu Hitomi. Sie zuckte leicht mit ihren Schultern und nickte wissentlich: “Sie ist seit gestern hier.” erzählte sie und schaute liebevoll zu dem Orangen Fellknäuel. Shinjiro zog seine Augenbrauen zusammen und sah zu seinem Bruder, der das garantiert auch schon wusste. Royu grinste ihm entgegen: “Der Name passt, wenn sie sich zusammenrollt, schaut aus wie eine Orange“, erzählte er begeistert und stellte dabei seine Kaffeetasse vor sich ab.
Shinjiro sah wieder zu seiner Frau. Hitomi stand auf: “Möchtest du noch einen Kaffee?” fragte sie und griff nach seiner Tasse. “Ja, mit Milch!” antwortete Royu für ihn grinsend. Shinjiro sah seinen Bruder ernst an. Hitomi kicherte leise und verschwand im Haus. Shinjiro sah noch einmal zu dem Kätzchen. Das kleine Fellknäuel hatte sich inzwischen ausgiebig gestreckt und auf die Seite gedreht. Und das Fell schimmerte tatsächlich Orangen warm im Sonnenlicht, während es ihn mit vollkommen entspannten Augen ansah, so, als gehöre die Terrasse längst ihr.
Er stand auf und ging zu Hitomi in die Küche. Die seinen Kaffee zubereitete. “Da draußen ist eine Katze!” wiederholte er nochmals das Offensichtliche und zeigte Richtung Terrasse. Hitomi nickte: “Ja, ein kleines Kätzchen“, erklärte Hitomi und sie nahm die Tasse aus der Maschine. Shinjiro ging um Hitomi herum, die sich etwas aus der Obstschale nahm. “Sie?” fragte er. “Ja, es ist ein Mädchen.” sah Hitomi ihn an. Er musterte seine Frau vor, deren Augen strahlen, als sie von den Details erzählte… Er öffnete seinen Mund, um etwas zu sagen, doch er schloss ihn direkt wieder. Er hatte gerade einfach keine Worte. Sie und strich ihn durch seine Haare. Er beobachtete und genoss auch ihr Tun und sah sie dann wieder fragend an: “Ihr kennt euch also schon!” schlussfolgerte er. “Sie hat so sehr gemauzt und ist ganz zutraulich…” erklärte Hitomi weiter. “Mikan!” wiederholte er. Hitomi nickte: “Ja, möchtest du eine?” und drückte ihm eine Orange in die Hand und verließ die Küche mit seinem Kaffee. Er riss seine Augen auf und sah ihr nach. Er schüttelte seinen Kopf: “Shinji hat sie so getauft!” fügte Hitomi noch beiläufig mit an und ging nach draußen. Er betrachtete die Orange in seiner Hand: “Ja klar, wer sonst…” sprach, atmete tief ein und wieder aus. Dabei nickte er einige Male und stemmte seine Hände in die Hüften und sah sich um: “Mikan”
Absatz #3
Saber hatte seine Damen zu einem Frühstück ausgeführt und Sincia strahlte, denn gerade hatte Saber ihr erzählt, dass er ganze drei Tage nur für sie und Sara da war. Marry freute sich, Sincia endlich mal wieder lachen zu sehen und sie selbst plante einen ausgiebigen Stadtbummel. Als Sincia und Saber ins Krankenhaus fuhren. Der etwas längere Schlaf hatte dem Ihm auch gut getan, er merkte förmlich das neue zuversicht in ihm war, die ihm half, sich jetzt ganz auf seine kleine Familie zu konzentrieren. Colt hatte er heute Morgen schon angerufen und er wusste, dass er sich auf den Cowboy verlassen konnte.
“Guten Morgen, kleine Prinzessin!” begrüßte er jetzt seine Tochter, die in den letzten Wochen schon gut zugenommen hatte und sogar schon kleine Pausbäckchen bekam und gab ihr einen Kuss auf ihre kleine Stirn. Sincia lächelte und es stiegen Tränen in ihre Augen, aber heute waren es Tränen der Rührung und Liebe.
König Jarred trat vor die Kamera und wandte sich an die Bevölkerung des Neuen Grenzland, um über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Bis die neuen Erkenntnisse vollständig geprüft waren, blieb der Flugverkehr zwischen Sektor A, B und der Erde weiterhin eingeschränkt. Wer reisen musste, hatte vorerst längere Flugzeiten einzuplanen. Zum Ende seiner Ansprache dankte er der Bevölkerung für ihr Verständnis und dafür, dass die Situation bislang ruhig geblieben war. Den Kindern wünschte er trotz der Umstände schöne Ferien.
Colt schaltete den Fernseher aus. April und Fireball sahen sich an. “Also wird es doch länger dauern hier!” kommentierte April das gehörte. Fireball grinste dem Cowboy entgegen: “Ich sag doch, dein Sohn kommt mit Baskenmütze und Baguette auf die Welt.” April kicherte ein wenig. Colt verzog seine Lippen und musste dann auch grinsen, als ihm die Zeit bewusst wurde. Tatsächlich mussten sie, so wie es aussah, sich hier auf die Geburt vorbereiten. “Gehen wir zum Mittagessen, ich schiebe einen Kohldampf, das glaubt ihr gar nicht.” schlug der Cowboy vor und sie verließen Ramrod, um in das Offizierskasino zu gehen. Auf dem Rollfeld war wie immer geschäftiges Treiben, die Delegationen sollten ebenfalls bis auf weiteres hier stationiert bleiben. Das freute den Cowboy, hatte er doch schon einige neue Bekanntschaften mit seinen Landsmännern geschlossen. Da kamen ihnen Dave und Daniel entgegen und grüßten die drei. April sah flüchtig zu dem dunkelblonden Navigator. Daniel grinste, nachdem er Aprils Reaktion bemerkt hatte. Fireball, der das Namensschild des Offiziers gelesen hatte, musterte den dunkelblonden jungen Mann Anfang 20.
“Wie schaut es aus Colt, wir wollen heute Abend Jarr ein bisschen unsicher machen.” fragte Dave. “Also ist heute pünktlich Feierabend!” stellte Fireball fest und sah frech grinsend zu April. Die Blondine riss etwas ihre Augen auf und sah den Japaner neben sich an. Verstohlen blickte sie darauf zu Daniel, der ihr nur zunickte. Nachdem Dave und Colt fertig waren, setzten die drei ihren Weg fort. Viel zu tun gab es heute wirklich nicht. Ramrods Systeme durchliefen gerade manuelle Testphasen, es sah alles sehr gut aus. Fireball war auf die neuen Turbo Booster Triebwerke gespannt, er würde sie spätestens morgen schon in der Luft testen können.
Royu und Shinjiro verließen das Krankenhaus. Ihr Vater hatte sie nach einer halben Stunde wieder weggeschickt, sie sollten sich um ihre Verpflichtungen kümmern. Statt hier rum zu stehen! “Ihm geht es also wieder gut!” stellte Shinjiro fest. Royu nickte, während er an seinem Kommunikator etwas schrieb. “Gestern wollte er auch nur Shinji um sich haben.” erklärte er und blickte wieder auf. Shinjiro nickte: “Dann schicken wir ihn, um Vater später abzuholen.” Royu sah zu seinen Bruder: “Verüble es ihn nicht.” sagte der jüngere der beiden. “Das tu ich nicht, ich bin froh, wenn ich aus der Nummer raus bin.” gestand Shinjiro und sah auf seine Uhr. “Wann landet deine Einheit?” wollte er wissen und wechselte damit auch gleich das Thema. “Gerade geschehen!” teilte Royu seinen Bruder mit. Shinjiro nickte. Und beide liefen schweigend weiter. In der Lobby kam ihnen Saber entgegen, der so wie es aussah, etwas zu essen besorgt hatte. Sie begrüßten und unterhielten sich kurz. Shinjiro bekam einen Anruf und verließ das Krankenhaus, um draußen in Ruhe zu telefonieren.
“Warum rettet mich nie ein Anruf?” kommentierte Royu den Abgang seines Bruders. Saber grinste. “Haben sie einen Moment, Mr. Hikari?” fragte er. Royu sah auf seine Uhr: “Einen kleinen ja.” Saber nickte und zeigte ein Séparée in einem Wartebereich an. Royu folgte den Schotten.
Robin war einkaufen und Joshua erkundete am frühen Nachmittag die Villa von Captain Lorenz. Er ging mutig in den Keller, obwohl er Keller nicht unbedingt mochte, aber ein fremdes Haus zu erkunden, war immer eine spannende Sache. Er staunte, als er das Licht einschaltete, da stand tatsächlich ein Billardtisch mitten im Raum. So sah der Keller gleich gar nicht mehr nach Keller aus. Ein zusammengeklapptes Trampolin hatte er auch in einer Ecke endeckt und zur Krönung Fahrräder, sogar eines in seiner Größe. Joshua war begeistert, das würde einiges hier einfacher, schneller und schöner machen: “Das ist so Cool!” sagte er zu sich und griff nach dem stahlblauen Superbike. „Boah, ganz schön eingestaubt.” stellte er fest und wedelte den Staub vor seiner Nase weg. Oft wurde damit wohl nicht mehr gefahren, leider hatte es auch einen platten Reifen. Er beschloss, es nach oben zu tragen, um es sauber zu machen.
Er stellte das Bike auf die geschlossene Einfahrt der Villa ab. Dort würde es niemanden stören, ein Auto würde hier ohnehin nicht stehen. Mit neuem Tatendrang drehte er das Bike auf den Kopf, besorgte sich Wasser und Lappen und machte sich an die Arbeit. Frustriert ließ er wenig später das Hinterrad drehen, das auch noch gewaltig eierte. Und Colt würde so schnell nicht wieder da sein, wusste er. In diesem Moment liefen lachende Kinder vorbei, die offenbar in den angrenzenden Stadtpark unterwegs waren. Joshua sah ihnen nach. Sie hatten sichtlich Spaß, jagten sich mit ihren Rädern die Straße entlang und riefen sich gegenseitig etwas auf Französisch zu. Ein kleines Grinsen schlich sich auf sein Gesicht und kletterte auf das Tor und ließ sich darauf leicht vor und zurück schwingen. Die Sonne stand hoch über ihm. Kein einziges Wölkchen war am Himmel zu entdecken. Perfektes Badewetter, dachte er, doch Robin hatte ihm ausdrücklich verboten, allein in den Pool zu gehen. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als erst einmal hier zu warten.
Absatz #4
Fireball saß genervt auf der Bodenerhöhung vor dem Hangar im Schatten und sortierte die Meldungen, die ihn erreichten. Kurz vorher hatte er eine Diskussion mit einem Flugingenieur gehabt, dieser hatte ihn zum Schluss sogar stehen lassen aufgrund seines jungen Aussehens, war der Ingenieur war der festen Überzeugung, dass da etwas nicht stimmte und wollte sich jetzt mit dem Befehlshaber auseinandersetzen. In zwei Stunden sollte er auch noch ins Krankenhaus, seinen Großvater abholen. Das freute Fireball, aber gerade passte es überhaupt nicht, in sein Zeitmagendmand. “Hey Kurzer, faulenzen ist nicht!” Fireball sah auf und Dave stand breit grinsend mit seiner Fliegerbrille auf der Nase vor ihm. “Faulenzen, wäre jetzt echt nicht schlecht!” antwortete Fireball und widmete sich wieder seinem Tun am Tablet. Dave stemmte seine Hände in die Hüften und stellte sich neben die Bodenerhöhung: “Gibt es Probleme?” fragte der Hochgewachsene und schielte auf das Tablet. “Nein, ich muss nur Ordnung in das Chaos von Meldungen bringen.” Dave nickte und griff nach dem Tablet: “Zeig mal her!”
Saber und Sincia lagen zusammen auf dem breiten Liegesessel im Zimmer ihrer Tochter. Sara schlief tief und zufrieden, eingekuschelt auf Sincias Brust. Saber genoss die Ruhe und das Bild und zum ersten Mal seit Saras Geburt war sein Kopf wirklich still. Er musste nirgends hin. Niemand wartete auf Entscheidungen, Befehle oder Pläne von ihm. Es gab nur diesen Raum, Sincia, Sara und ihn. Und genau das brachte Frieden in seine Gedanken. Einfach hier zu sein. Nicht Captain. Nicht Verantwortlicher und er schloss für einen Moment seine Augen und ließ die Ruhe auf sich wirken. Es war ein leiser, kostbarer Vorgeschmack auf die Zukunft. Und zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sie sich greifbar und machbar an. Auch das Gespräch mit Royu hatte den ihm weiter geholfen. “Alles normal!” hatte er ihm versichert. In erster Linie benötigte Sincia ihn jetzt mehr als seine Tochter. Seine Tochter ist hier rund um die Uhr gut versorgt. Aber seine Frau braucht jetzt das Gefühl, dass sie nicht allein ist. Sie weiß es, aber sie muss es jetzt vorallem spüren. Er soll keine Lösungen finden, sich auch anschreien lassen, sollte es einmal dazu kommen. Er ist der Mann und seine Frau braucht jetzt seinen Schutz und vor allem Sicherheit, jetzt nicht stark sein zu müssen. Er soll einfach nur da sein und die Situation aushalten. Sincia muss merken, sie soll jetzt schwach sein, damit sie gestärkt und voller Vertrauen aus der Situation geht. Und Saber verstand, er als Mann muss den Überblick behalten. Seinen Mädels ein Fels sein! Zuhören, zuhören und nochmal zuhören. Er sollte sich bei seinen Freunden auskotzen, oder beim Sport. Auch sollten sich Sincia und er vor Augen halten, dass es eine zeitlich begrenzte Ausnahmesituation ist, die in einigen Wochen vorbei sein würde! Tatsächlich half Saber diese Ansicht mit der Annahme der Situation, es war halt jetzt so, aber die Zeit würde in nicht mal mehr 8 Wochen vorbei sein, mit viel Glück auch schon eher, je nachdem wie schnell Sarasich wie bisher ohne Zwischenfälle entwickelte. Die erfahrenen Schwestern und Ärzte der Station waren sehr zufrieden. Er lehnte sich mit seinem Kopf an Sincia, die schon tief und regelmäßig atmete, sie würde wohl gleich einschlafen. Er betrachtete das kleine Mädchen in ihrem Arm und legte seine Hand auf die Decke mit einem Finger, strich er seiner Tochter sanft über ihre Stirn bis zu ihrer kleinen Nasenspitze. Er schmunzelte und ließ sie nicht eine Sekunde aus den Augen, während Sincia schlief.
Absatz #5
Den warmen Samstagnachmittag nutzten die Menschen in Jarr um sich an den Uferpromenaden zu treffen, die Cafés waren gut besucht und die Wiesen wurden zum Picknicken oder zum Sonnenbaden genutzt.
Hitomi und Shinjiro liefen über eine Brücke mit hübsch verzierten gusseisernen Geländer, um auf die gegenüberliegende Promenade zu kommen, dort gab es viele kleine Familienbetriebe, von Nähereien bis Köstlichkeiten. Hitomi wollte sich dieses Viertel unbedingt ansehen. Sie liebte die Atmosphäre von kleinen Manufakturen, war sie doch selbst in so einer Familie aufgewachsen. Das Thema Katze klammerte Shinjiro gerade aus, sie hatten sich vorerst geeinigt, dass Mikan draußen bleibt.
Sie entdeckten eine Bäckerei, wo es sich Hitomi nicht nehmen ließ, einige örtliche Spezialitäten zu kaufen. Daneben war ein Blumenladen, darauf folgte ein wirklich sehr kleines Café, das gerade einmal zwei Tische hatte. Sie beschlossen, hier eine kleine Pause zu machen und einen Kaffee zu trinken. Hitomi beobachtete das Geschehen, auf dem Fluss, der sich durch die ganze königliche Stadt schlängelte, darauf fuhren vereinzelt Gondeln und Paddelboote. Klingelnde Radfahrer, die sich grüßten, waren unterwegs und ein Hund jagte einem Frisbee nach.
“Wie wunderschön es sein könnte, ohne die Bedrohung dahinter!” sprach sie ihre Gedanken aus. Shinjiro sah von seinem Kaffee auf und beobachtete seine Frau: “Du machst dir Sorgen!” stellte er fest. Hitomi nickte: “Ja, schau all die Menschen, jederzeit kann etwas geschehen.” und sie beobachtete ein junges Pärchen. “Das kann es auch, wenn es keine Outrider gäbe!” erwiderte Shinjiro. Hitomi nickte: “Da schau!” lächelte sie und blickte zu den beiden Jugendlichen, die vielleicht gerade einmal 14 oder 15 Jahre alt waren und sich an das Ufer setzten. Er verstand erst nicht, aber musste dann grinsen: “Da ist nichts!” kommentierte er und überschlug seine Beine. Hitomi sah erstaunt auf: “Ach, also ich wusste es sehr zeitig!” antwortete sie auf seine Äußerung und betrachtete ihren »Flan pâtissier«, der serviert wurde, es war ein französischer Puddingkuchen mit warmer Karamellsauce, den sie sich gleich schmecken lassen würde.
Shinjiro setzte sich seine Sonnenbrille auf und grinste frech vor sich hin. “Was wusstest du?” fragte er naiv und sah sie an. Sie zuckte leicht mit einer Schulter und griff nach ihrer Kuchengabel: “Sasuke war auch interessant!” ärgerte sie Shinjiro. Shinjiro lachte kurz auf: “Niemals!” war seine überzeugte Antwort. nahm von ihrem Kuchen und genoss ihn für einen kleinen Moment, denn er war vorzüglich … “Möchtest du probieren, er ist gut!” forderte sie ihn frech heraus. Er lächelte sie nur liebevoll an. “Na siehst du, also wusstest du es damals auch schon!” sagte sie überzeugt und widmete sich wieder ihren Kuchen. “Was macht dich da so sicher?” fragte er und nahm seinen Kaffee. Hitomi schmunzelte, während sie die letzten Stücken ihres “Flan pâtissier” genoss, dachte sie nach und schmunzelte leicht.
„Naja du warst der Einzige, der sich meine endlos langen Aufsätze angehört hatte. Nicht einmal meine Lehrer haben sie bis zum Schluss gelesen“, erzählte Hitomi. Shinjiro nickte leicht, als er sich erinnerte: „Au ja… die waren wirklich sehr, sehr, sehr lang…“, sagte er und stellte seine Tasse ab. Doch er hatte es immer geliebt, ihr zuzuhören. Nicht nur ihren Geschichten. Auch ihren Gedanken dazu. Der Begeisterung, mit der sie selbst die kleinsten Dinge in ihren Geschichten auseinandernehmen, hinterfragen und mit Bedeutung füllen konnte. Wenn sie ihm davon mit ihrer Stimme erzählte, die meist sanft und ruhig war. Aber ebenso fest und bestimmt, wenn sie für etwas einstand. genau das mochte er an ihr und bestimmt hatte er es schon immer gemocht. „Also sag, wann?“, verlangte sie jetzt eine Antwort mit einem kleinen Grinsen. Shinjiro dachte noch einmal kurz nach und musste schmunzeln.
+++Erinnerungen+++
…
+++Erinnerungen Ende+++
Jarred lehnte sich in seinem Ohrensessel zurück, er saß mit Dr. Morel zusammen und unterhielten sich über den Kontakt mit der KdS. “Auf jeden Fall eine höchst interessante Sache.” lehnte sich jetzt auch Morel zurück. “Was geschieht mit der Waffe danach?” wollte Morel wissen und trank einen Schluck von seinem Wasser. “Soweit sind wir noch nicht!” erklärte der König. “Meine Sorge ist, wenn sie hinter Captain Hikaris drei Punkteplan kommen, dann wissen sie, dass wir sie hinhalten!” Morel grinste etwas und sah den König an: “Er war 16 Jahre auf einem Militärgelände, ich glaube nicht dass Mr. Hikari dort nur Däumchen gedreht hat!” führte Morel seine Gedanken dazu aus. Jarred sah a Morel entgegen. “Sie meinen er weiß mehr?” Morel nickte: „Auf jeden Fall so viel, dass er weiß welche Informationen für uns hilfreich sind, er kennt sie und sie ihn!”
Jarred atmete tief ein. “Ich werde mit ihm reden.” beschloss er. Morel nickte: “Also hat er ihnen nie erzählt, wie er dort gelebt hat?” fragte der Doctor genauer nach. Jarred nahm von seinem Tee. “Doch, er hat mir auch einige Namen genannt, auch diesen General Dewns hatte er erwähnt.” und Jarred zeigte auf den Monitor. “Gut!” und Morel sah zu seinen Aufzeichnungen. “Das hätte mich auch sehr gewundert.” Jarred nickte und nahm sich ein mit Schokolade überzogenes “Petit Four.“ Morel beobachtete Jarred und dachte einige Augenblicke nach.
“Was soll ich sagen, er war wieder da…” beendete Jarred seine Erzählung. “Sie sehen ihn.” stellte Dr. Morel fest!” König Jarred dachte einen Moment darüber nach: “Ja!” bestätigte er. “Und er sie!” fügte Morel an. Jarred nickte: “So wird es wohl sein.” Morel notierte sich etwas. “Er hat ihnen gefehlt..” Jarred grinste: “Ja, aber sagen Sie ihm das bloß nicht.” Morel lachte hörbar auf: “Das werde ich nicht.” versicherte er. “Wie kommen sie voran mit ihm?” wollte Jarred den Stand der Dinge um seinen Freund wissen. “Schleppend, er ist vorerst stabil, ich bin mir jedoch ziemlich sicher, es ist eine sogenannte „Resting Phase“, meine Sorge geht dahin, wo der nächste Trigger sitzt.” informierte Morel den König, soweit er durfte. “Also ist es noch nicht vorbei!” sprach Jarred mehr zu sich. Ihm war klar, dass das alles noch nicht abgeschlossen war. Nur jetzt hatte er auch die Bestätigung durch Morel. “Das ist es erst, wenn er selbst weiß, ab wann es für ihn damals vorbei war.” erklärte der Doktor. Jarred nickte. “Aber jetzt, wie läuft es mit Ihrem Trainingsplan eure Hoheit?“ Wechselte Morel das Thema und lehnte sich interessiert nach vorn. “Mhm..” und Jarred, legte das pinke petit four, welches er sich gerade gönnen wollte, zurück auf das Tablett. Dr. Morel lachte leise.
Saber und Sincia liefen nach einem sehr französischen Abendessen in einem sehr kleinen und versteckten Restaurant nach Hause. Nicht nur Sincia ging es von Stunde zu Stunde zusehends wieder besser, auch Saber spürte neue Kraft und Zuversicht in sich. Letzteres war ihm in den letzten Tagen immer mehr abhandengekommen. Es war die erste Bewährungsprobe für sie als Ehepaar und vor allem als Eltern! Sincia hatte ihm so viel erzählt und er hat sich Royus Worte zu Herzen genommen und umgesetzt, einfach nichts zu sagen. Und Saber merkte, dass es genau das war. Sincia wollte einfach nur reden, ihre Sorgen und Ängste aussprechen, keine sofortigen Lösungen hören, nur sich mitteilen! Zuhause würden sie den Abend langsam ausklingen lassen.
April ging ins Offizierskasino, warum hatte sie diesem Treffen überhaupt zugesagt? ging sie ihren Gedanken nach. “Eine Stunde!” setzte sie sich eine deadline, sie würde ihn schon irgendwie abwimmeln können, hing sie ihren Gedanken weiter nach und bog um die Ecke und erblickte Daniel, der sie anlächelte, als er sie sah. Sie hielt kurz inne, “Was war denn jetzt?” Sie musste unweigerlich auch lächeln, ohne dass sie es wollte und lief weiter. Er hatte sich sichtlich Chic gemacht, das war ihr sofort ins Auge gefallen.
“Hey!” – “Hey!” begrüßten sich die beiden und musterten sich nahezu liebevoll. “Ich habe uns einen Tisch im „Le Saint Amour” reserviert. April lächelte: “Sehr interessant!“ Daniel lachte und reichte April seinen Arm: “Ich weiß ganz genau, was das heißt!” erzählte er. “Ach, dann lass mal hören, Cowboy!” sprach April auf Französisch um Daniel von seinem hohen Ross herunter zu holen. “Es heißt “heilige Liebe” und nicht alle Amerikaner sind Cowboys, Miss Eagle!” antwortete Daniel ihr im feinsten Französisch. “Was?” riss sie ihre Augen auf und blieb stehen. Daniel grinste etwas frech: “Meine Mutter ist Französin und stammt aus Marseille.” April lief etwas rot an und sah ihm versöhnlicher entgegen. “Südfrankreich, wundervoll, mein Vater stammt aus Avignon.” erzählte jetzt April, sie genoss es gerade sehr. “Gut, dann seh mich einfach als Nachbarsbengel, der dich chic ausführt!” sagte er. April kicherte etwas. Und sie verließen das Militärgelände.
Colts vollständiger Name lautet William Wilcox. „Bill“ ist dabei eine klassische amerikanische Kurzform von William, die sich historisch aus „Will“ entwickelt hat. Solche Spitznamen sind im Englischen weit verbreitet.
Der Name „Colt“ entstand hingegen durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Schütze. Schon früh fiel er durch seine präzisen, schnellen Schüssen auf, was ihm diesen Beinamen einbrachte. Der Name passt dabei nicht nur zu seinem Talent, sondern auch zu seinem Auftreten und seiner Herkunft aus dem ländlichen Texas, wo solche charakterprägenden Spitznamen üblich sind. Er bestehrt jedoch auf Colt.
Sein Sohn William Jason Wilcox, wird mit demSpitznamen Will gerufen.
Nippon Strategic Defense University (Nippon SDU)
Dr. Fabrice Morel
RAMROD bezeichnet ein neu entwickeltes Kampfschiff, mit hoher technischer Architektur, die sowohl in Software als auch in Hardware steckt. Sie wurde von April Eagle entwickelt, um die Steuerung militärischer Raumschiffe deutlich zu vereinfachen und zu optimieren.
Captain Michael Lorenz (26)
Sato san (Hitomis Vater)
“Salle du Lys d’Or”, Plenarsaal des Königreichs Jarr
Erster militärisch besetzter Planet im neuen Grenzland. Unterirdisch erstreckt sich eine große Basis mit Laboren und Verwaltung, auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten, befindet sich ein Hochsicherheitsgefängnis. Nur wenige kennen die genauen Verbindungen der Anlagen. ➡ Mehr über Pectos erfahren.
Majordome, secrétaire privé du roi (Buttler privatsekretär des Königs)
Neutralitätsstatus und Verlust der nationalen Zugehörigkeit
Mit der Ernennung zum First Grad (1G) verliert der Offizier offiziell seine nationale Identität und gibt seine bisherige Staatsangehörigkeit ab.
Dieser Schritt ist gesetzlich verankert und dient einem einzigen Zweck:
Absolute Neutralität
Der 1G darf keinerlei nationale Interessen, Herkunftskonflikte oder politische Loyalitäten in seine Entscheidungen einfließen lassen. Er agiert als übergeordnete Instanz der Allianz, nicht als Vertreter einer einzelnen Welt oder Fraktion.
Während seiner Dienstzeit:
besitzt er keinen nationalen Pass,
unterliegt er nicht mehr der Gerichtsbarkeit seiner Herkunftsnation,
ist er nur dem Allianzrat und den Gesetzen der intergalaktischen Militärverfassung verpflichtet,
und wird formal als „Allianzangehöriger ohne nationale Bindung“ geführt.
Dieser Status endet erst mit:
der offiziellen Entbindung aus dem Amt,
der Auflösung des Mandates,
oder bei Tod im Dienst.
Erst dann erhält der ehemalige First Grad seine ursprüngliche Staatsangehörigkeit zurück — sofern der Heimatstaat dies anerkennt.
Obwohl der First Grad theoretisch alleinige Befehlsgewalt besitzt, agiert er in der Praxis mit einem hochspezialisierten Führungsnetzwerk:
1. Der Innere Stab (High Strategic Council oder auch Militärstab)
Ein exklusiver Kreis aus:
Obersten Befehlshabern der Land-, Luft- und Space-Forces
Leitenden Analytikern, Geheimdienstoffizieren und Einsatzplanern
Diplomaten und Offizieren des intergalaktischen Rechts
Sowie Diplomaten
Dieser Stab bildet das Informationsnetzwerk des 1G und beliefert ihn mit Lageberichten, Prognosen und taktischen Optionen.
2. Ausgerufene Befehlshaber (Summoned Commanders)
Temporär eingesetzte hochrangige Offiziere, die im Kriegsfall besondere Kompetenzen erhalten. Sie führen Teilkampagnen oder übernehmen die Leitung ganzer Frontabschnitte.
Aufgaben im Angriffsfall
Koordination intergalaktischer Flottenbewegungen
Bestimmung strategischer Schlüsselziele
Genehmigung planetarer Invasionen oder Blockaden
Zusammenführung aller Geheimdienstquellen
Kommunikation mit diplomatischen Organen, falls Ultimaten oder Kapitulationsbedingungen ausgehandelt werden müssen
Der First Grad (1G) ist der höchste bekannte militärische Rang innerhalb der Allianz und wird nur in außergewöhnlichen Situationen verliehen, etwa bei großmaßstäblichen Konflikten, interstellaren Bedrohungen oder der Ausweitung militärischer Zuständigkeitsbereiche auf mehrere Sternensysteme.
König Jarred
Kommander Major Danwens
General Campbell
Cpt. Shinjiro Hikari (26)
EOTF = ECHOES OF THE FRONTIER
Sincia
Shintaro Hikari (Großvater)
Neo
Timothy Dooley
General Whitehawk
Das japanische Wort oder die Wendung für »bō de shitsukeru« = erziehen mit dem Stock (also im Sinne von Zucht durch körperliche Strenge oder Prügelstrafe).
Ein Abfangschirm, oder auch EchoShield genannt, ist ein Sicherheitsmechanismus, der aktiviert wird, sobald eine TSID-Nachricht eintrifft oder bei Bedarf manuell eingeschaltet wird. Seine Hauptaufgabe ist es, den Raum physisch und elektronisch abhörsicher zu machen.
Kurz gesagt: Sobald der Abfangschirm aktiviert ist, wird der Raum zu einem geschützten Bereich, in dem streng geheime Informationen sicher empfangen, verarbeitet oder weitergegeben werden können.
Ein TSID-Eingang ist ein spezieller Kommunikationskanal für Top-Secret-Nachrichten, der zusätzlich durch eine ID-Kennung eindeutig zugeordnet wird. Jede Nachricht, die über diesen Kanal empfangen wird, ist streng vertraulich und kann nur von autorisierten Personen gelesen werden. Die ID-Kennung dient dazu, die Nachricht eindeutig zu identifizieren und ihren Ursprung oder Empfänger zu verifizieren. So kann das System sicherstellen, dass keine unbefugten Zugriffe erfolgen und dass jede Kommunikation zurückverfolgbar bleibt.
Kurz gesagt: TSID = streng geheime Nachricht + eindeutige Identifikation.
… ist ein extrem starkes Radarsignal mit großer Reichweite, das Bewegungen in Echtzeit kartiert.
Spricht Saber »Deck-Off« aus, darf die Brücke verlassen werden. – Die Crew verlässt die Brücke, während das Schiff weiter überwacht, aber nicht aktiv gesteuert wird.
Deck: Bezieht sich auf die Brücke oder das Kommando-Deck eines Raumschiffs.
Off: Abgeleitet von „offline“, also das Abschalten oder Pausieren der aktiven Dienstpflichten.
Der TAC-Desk ist das zentrale System/Programm für Strategien und Einsatzplanung im Kavallerie Oberkommando. Es vereint taktische Karten, Truppenbewegungen, Einsatzdaten und Kommunikationsschnittstellen in einer interaktiven Benutzeroberfläche. Mit dem TAC-Desk können Kommandanten Missionen überwachen, Einsätze koordinieren und schnelle Entscheidungen auf Basis aktueller Informationen getroffen werden.
🔴 P18
P18 ist eine Alterskennzeichnung für unsere Fanfiction oder Medieninhalte. Sie bedeutet, dass die Inhalte nur für Erwachsene ab 18 Jahren geeignet sind. P18-Inhalte können explizite Erotik, detaillierte Gewalt, Krieg, Tod, Trauma und psychologische Belastung enthalten.
Hinweis: Markierte Wörter im Text sind anklickbar. Beim Anklicken werden ergänzende Inhalte wie Bilder, Videos oder Hintergrundinformationen angezeigt.
Addison Simpson
Planet in Sektor A des Neuen Grenzland. Jarr ist ein Königreich, einer französischen Monarchie.
🟠 P16?
P16 ist eine Alterskennzeichnung in unserer Fanfiction oder Medieninhalte. Sie bedeutet, dass die Inhalte für Leser ab 16 Jahren geeignet sind. P16-Inhalte können Erotik, Spannung oder Gewalt enthalten, jedoch nicht explizit.
wpDiscuz
0
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x