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Absatz #1
Colt hatte schlecht geschlafen, das Gespräch mit Neo war ihm lange nicht aus seinem Kopf gegangen. Und jetzt stand er unter der Dusche und alles war wieder da. „Was hat er vor?“, murmelte er, während er aus der Dusche stieg und Richtung Küche marschierte, um sich einen Wachmacher Kaffee zu kochen. Robin und Joshua schliefen noch, also setzte er sich allein an den Küchentisch. Seine Gedanken kreisten unaufhörlich, er musste mit jemandem reden und zwar so schnell wie möglich. Hier war etwas im Gange, er roch eine Verschwörung, und sie stank zum Himmel.

Es ging um Macht und sollte sie in die falschen Hände geraten, könnte sich das System schnell in Richtung einer Militärdiktatur entwickeln. Denn auch wenn es schien, dass im Neuen Grenzland Demokratie herrschte, sah es in verwinkelten Teilen ganz anders aus. Politisch war das Neue Grenzland noch lange nicht. Deswegen versuchen die Gegner der Frontier-Union auch, den Zusammenschluss mit dem Königreich Jarr zu verhindern.
Colt kannte die Geschichte des neuen Grenzlandes, nur aus Erzählungen und Geschichtsunterricht aus der Schule. Die Gründerjahre, die Pionierzeit, waren wild gewesen. Ähnlich wie im historischen Wilden Westen hatte es keine einheitliche Rechtsordnung und keine stabile staatliche Struktur gegeben, wie denn auch, wem gehörte das All, oder gar ein Planet? Gesetze waren bruchstückhaft, nicht umzusetzen oder gar nicht vorhanden, und oft entschied allein die Stärke darüber, wer überlebte. So hart und ungerecht diese Zeit auch war, sie prägte das Selbstverständnis der Siedler. Erst später gründeten verschiedene militärische Verbände der Erde das Kavallerie-Oberkommando auf Alamo. Gleichzeitig wurden die Star Sheriffs ins Leben gerufen, die auf den zur Besiedlung freigegebenen Planeten und auch in den verstreuten Siedlungen für Ordnung sorgen und das Gesetz durchsetzen sollten. So entwickelte sich aus der rauen, gesetzlosen Anfangszeit langsam ein System, das Stabilität, Rechtssicherheit und schließlich Mitbestimmung ermöglichen sollte. und doch ist jeder Planet im Detail verschieden, was die Rechtsprechungen angeht, doch das Grundprinzip war gleich. Das machte das neue Grenzland aus. Und einige wollten das noch instabile System im NG nutzen, um an die Macht zu kommen, fatal, wie Colt fand. Und er stieg aus der Dusche und ging in die Küche, er brauchte einen starken Kaffee!

Einige Minuten später saß er am Küchentisch und surfte am Tablet im Internet er musste recherchieren, um das Gesagte von Neo über seinen Freunde besser zu verstehen, er wollte sich damit gar nicht beschäftigen, aber er brauchte auch Fakten, um beim nächsten Zusammentreffen mit Neo darüber im Bilde zu sein. Colts Spürsinn war geweckt und von dieser Mission konnte er jetzt auch nicht mehr zurücktreten, er steckte mittlerweile zu tief drin. Hier ging es gerade um sehr viel mehr als eine kleine Verschwörung, es waren keine einfachen Gegenstimmen, das Zusammenfügen des Neuen Grenzlandes mit Jarr, oder den neuen Strukturen des Oberkommandos und die neue Rolle dessen passte nicht jedem.
Den Captain konnte Colt mittlerweile besser einschätzen, und er verließ sich auf die Aussagen von Saber, Eagle und auch König Jarred und er sah auch den positiven Einfluss, welchen er auf seinen besten Freund hatte, spätestens Fireball hätte etwas gemerkt, schließlich steht er ihm am nächsten. Doch Fireball hatte nie auch nur einen Zweifel oder gar ein negatives Wort über seinen Vater verloren. Es waren genau die gleichen, die Colt früher über seinen eigenen Vater gehabt hatte. Im Nachhinein musste er sich eingestehen: Sein Vater hatte fast immer recht gehabt. Doch damals wollte und konnte Colt das weder sehen noch akzeptieren. Sein Vater Gary Wilcox war ein hart arbeitender, gläubiger Mann gewesen, einer, der half, wo er nur konnte, er hatte immer gearbeitet, das hatte ihm nie etwas ausgemacht, er hatte sich nie beschwert, weil er das tat was er liebte, seine Farm war ihm das wichtigste nach seiner Familie gewesen.
Das war es, was Colt in seiner Kindheit gespürt hatte, er wurde von seinen Eltern gesehen und bedingungslos geliebt, das wusste Colt, selten wurde er von ihnen geschimpft, es gab dafür viele Gespräche und Erklärungen von seiner Mutter, sein Vater lieferte ihm immer das Ventil meist durch Arbeit, was Colt nie störte, aber dabei konnte er viel Wut und Aggressionen ablassen und filtern. Seine Kindheit war etwas gewesen, von der er heute noch zerrte, er hatte durch seine Eltern gelernt, die Menschen um sich herum zu sehen, seine Mutter sagte immer, “Respekt fängt beim Zuhören an.” Und das hatte sie immer getan, vor allem ihm, als er ihr am Abend seine Abenteuer erzählte und sie zum Teil auch aufschrieb, „Wo ist eigentlich dieses Buch?“, fragte er sich im selben Atemzug und ein warmes Kribbeln durchzog seinen Körper, und unwillkürlich musste er liebevoll lächeln. Zum ersten Mal dachte er an seine Eltern, ohne dass Traurigkeit sein Herz beschwerte, und die Erinnerung an sie erfüllte ihn mit Dankbarkeit, es war sein Moment, ein Moment, der ihm gerade einen stillen Frieden schenkte.

Er rief die Seite des Oberkommandos auf und klickte das Profil des First-Grad, um dessen offiziellen Lebenslauf in Erfahrung zu bringen, Colt las ihn sich durch und fragte sich darauf, ob dieser zwischen den ganzen Schulen und Ausbildungen auch mal irgendwie Zeit gehabt hatte zu leben. Der Captain wurde, so kam es Colt jedenfalls vor, seit seiner Kindheit genau auf das, was er tat, vorbereitet. Colt klickte jetzt den aktuellen Stab an, wo auch sein Boss mit aufgeführt wurde, dessen Laufbahn kannte er, die von Lorenz und Rosso nicht! Auch Rosso stammt aus einer italienischen militärischen traditionsreichen Familie, umso erstaunter war er über Michael Lorenz Laufbahn, dieser war in Deutschland geboren und aufgewachsen, als Sohn eines gewöhnlichen Metzgers in Bayern, Lorenz war schon immer Flug begeistert, der Retro-Film “Top Gun” erweckte sein Interesse für Jets, mit 17 entschied er sich dazu Kampfjet Pilot zu werden und begann seine Ausbildung in Bayern, er ging 2 Jahre später nach Alamo, dort wurden damals Piloten angeworben und ausgebildet. Colt verglich die Zeiträume, dort müssen sich Hikari und Lorenz auch kennengelernt haben, beide waren ein Jahrgang. Lorenz erreichte innerhalb von 7 Jahren den Rang eines Captains, mit 28 hatte er bereits auch schon einen Stern. Und das als Metzgers Junge, dachte sich Colt, also war das alles doch zu schaffen, mit genug Willen, Disziplin und Talent!
Mit fast 27, einem Jahr nach dem ersten Outrider-Angriff, wurde Lorenz zum Captain der Air Base ernannt und bekam seinen zweiten Stern, aufgrund seines Einsatzes und der Führung der Base, nachdem Captain Hikari als vermisst gegolten hatte. Lorenz hatte die Base zusammengehalten, einige quittierten darauf sogar den Dienst, weil sie mit diesem Trauma den Verlust der Kameraden nicht mehr fliegen konnten. Colt verstand das sehr gut, ihm reichten schon die Bilder, die er gesehen hatte, sowas wollte Colt niemals erleben müssen, aber auch um dessen war er sich durchaus bewusst, dass es immer dazu kommen könnte. Er würde jedoch alles dafür tun, um dies zu verhindern!
Der Cowboy nahm sich den aufgelösten Stab vor. General Whitehawk war ihm natürlich ein Begriff und er mochte den alten Indianer und schätzte dessen Erfahrungen sehr! Colt hörte eine Tür, es kam langsam Leben in die Wohnung, Robin und Joshua standen auf, er beschloss, das Frühstück herzurichten und machte das Radio an.
Absatz #2
Shinjiro befand sich auf den letzten Kilometern seiner morgendlichen Runde jedenfalls dachte er das, denn seine Uhr hatte er von seinem Sohn nicht wieder bekommen, so wie das Tablet damals, gab man diesen etwas, verschwand es wie in einem großen schwarzen Loch, dachte er und musste dabei sogar etwas grinsen. Naja, er hatte eh schon mit einer neuen Smartwatches Ausschau gehalten, und jetzt war wohl der Zeitpunkt, sie sich einfach zu kaufen, überlegte er. Am Ende des Parks blieb er für ein ein paar tiefe Atemzüge stehen und sah sich, wie immer, etwas um. Dabei fiel ihm auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein silberner Lieferwagen auf, der auf einer freien Fläche auffallend langsam fuhr. Shinjiro runzelte leicht seine Stirn, gab dieser Situation aber keine größere Beachtung. Und widmete sich wieder seinem Training.
Auf der Hälfte des Weges kamen ihm Royu und sein Sohn entgegen, die angeregt diskutierten, Shinjiro konnte sich schon denken, um was es ging. Dieses Thema mit der Farm wurde schon in der Familie tagsüber, als er nicht da war, diskutiert. Sie trafen aufeinander und nickten sich zu. Royu sagte nach einigen Metern zu seinem Neffen: “Ich vermute, er ist etwas sauer wegen gestern!” Fireball nickte darauf nur, ihm war durchaus bewusst, dass dies eine einfache Bitte überstieg und er hätte es zuerst allein mit seinem Vater besprechen sollen.
“Mach dir keine Sorgen, er bekommt sich schon wieder ein, glaub mir, ich bin schließlich mit ihm aufgewachsen!” sagte Royu und musste auflachen. Fireball grinste: “Wie war er so? Denn ich muss zugeben, ich kann ihn mir überhaupt nicht als Kind vorstellen!” sagte Fireball, Royu dachte nach: “Er war ein typischer großer Bruder, wenn er mitbekam, dass ich geärgert wurde, war er da, und er kann tolle Papierflieger falten, die lange in der Luft kreisen”, erinnerte sich Royu. Fireball lauschte den Erzählungen seines Onkels, der immer versucht hatte, ihm ein Vaterersatz zu sein, so gut er es eben konnte, neben seinem Job und seiner Familie. Aber zufrieden stellte ihn diese Erklärung nicht, da fehlte etwas, so wie auf den Fotos. “Er hat dir auch dein Spielzeug geklaut!” stellte Fireball belustigend fest. Royu lachte auf und beide liefen weiter.

Der Morgen war noch jung. Ein fahles, blasses Licht lag über dem Park, der Tau glitzerte auf den Grashalmen, und die Stadt war in diesem merkwürdigen Zwischenzustand — nicht mehr Nacht, aber auch noch nicht ganz wach.
Shinjiro kam am Eingang des Parks an, seine Schritte waren ruhig, beinahe gedankenverloren, als er das Tor hinter sich ließ und sich auf den Heimweg machte. Die Straße vor ihm war leer, es gab keinen Verkehr, keine Menschen, nur das friedliche morgendliche Zwitschern der Vögel und das weit entfernte Summen der Big City Yuma. Als er etwa auf der Mitte der Straße war, zerschnitt plötzlich ein aggressives Motorengeräusch die Stille. Instinktiv machte er ein paar Schritte zurück. Die Reifen quietschten nicht, das Fahrzeug bremste nicht einmal. Ein silberner Lieferwagen schoss mit irrsinniger Geschwindigkeit an ihm vorbei, so dicht, dass der Luftzug seine Kleidung flattern ließ. Für den Bruchteil einer Sekunde sah er nur das matte Silber der Karosserie vor sich. Seinen nächsten Gedanken konnte er nicht mehr erfassen, denn ein grelles, unnatürlich weißes Licht brach aus der Richtung des Wagens hervor und es traf ihn frontal, als würde ein Blitz direkt vor seinen Augen explodieren. Das Licht durchzuckte seinen ganzen Körper wie ein elektrischer Schlag. Jeder Muskel spannte sich schmerzhaft an. Seine Sinne wurden ausgelöscht. Er sah nur ein flimmerndes, brennendes Nachbild auf seiner Netzhaut. Seine Knie gaben beinahe nach, doch irgendwie blieb er stehen. Sekunden vergingen, oder Minuten? Er wusste es nicht, doch langsam kehrte die Schwere seines Körpers zurück und das Gefühl in seinen Fingern und er spürte ein Zittern in seinen Beinen und sein Atem ging stoßweise. Vorsichtig hob er eine Hand und rieb sich seine Augen, alles war verschwommen. Er blinzelte mehrmals, schüttelte leicht den Kopf, als könnte er die Benommenheit abschütteln. Das friedvolle zwitschern der Vögel lehrte in sein Bewusstsein zurück, so als sei nichts gewesen, stand er, am Straßenrand, der leeren Straße.

Doch sein Körper fühlte sich anders an, er war unruhig, so als würde noch immer etwas unter seiner Haut nachhallen. Und irgendwo tief in seinem Inneren wusste er, das war kein Zufall, das war ein Anschlag.
Er setzte seinen Weg fort, und als er seine Einfahrt erreichte, überkam ihn eine kurzzeitige Übelkeit. Im Haus angekommen, hörte er Stimmen aus dem Wohnzimmer, er ging nach oben, um zu duschen und sich fertig zu machen. Das Frühstück war in vollem Gange, Shinjiro ging auf seinem Communicator die ersten Termine durch, die ihm Misses Ellnys jeden Morgen schickte. Mr. Wilcox stand als dringlich gekennzeichnet, ihm würde er den ersten zukommen lassen und schickte diesen auch gleich Major Lancelot.
Shinjiro packte sein Notebook in seine Tasche, da stand plötzlich sein Sohn mitten im Raum. Shinjiro sah ihn etwas erschrocken und fragend an. Fireball ging zwei Schritte zurück und klopfte an die noch offenstehende Tür. Fireball wartete eine kleine Weile und fing dann an: “Ich wollte dir nur sagen, es war falsch, dass ich es nicht zuerst mit dir besprochen hatte.” Shinjiro nickte: “Zu welcher Entscheidung sind die anderen gekommen?“ wollte er es nun wissen. Fireball zuckte mit seinen Schultern: “Zu keiner, ich sollte es mit dir besprechen.” und er lehnte sich an die Tür. “Und von diesen 2 Prozent hast du mir auch nichts erzählt, weißt du, wieviel 2 Prozent von dieser Farm sind?” Fireball nickte. Sein Vater nahm seine Tasche: “Gut, dann weißt du, wieviel 2 Prozent ausmachen können, wenn man sie nicht beachtet.” und zeigte auf seinen Schreibtisch und verließ das Büro.
“Ok, sein Vater war sauer und das zu Recht, nicht nur, dass er ihm verschwiegen hatte, dass er das Thema bereits mit den anderen vorab schon besprochen hatte, sondern auch die 2 Prozent, um nicht eine Verbindung auf die 2 Prozent seiner Punktzahl legen zu wollen. Mist! Wie kam er jetzt so schnell wie möglich aus dieser Nummer wieder raus?” überlegte er und sein Blick fiel auf den Schreibtisch seines Vaters.
Hitomi stand im Flur und beobachtete Shinjiro, als er seine Schuhe anzog und sich noch einmal im Spiegel betrachtete. “Wann wirst du heute da sein?” fragte Hitomi, Shinjiro schüttelte mit seinem Kopf: “Ich weiß es nicht, ich bin ab Nachmittag bei Jarred.” Hitomi verstand, das könnte dann länger dauern, die beiden hatten bestimmt viel zu besprechen. “Bist du noch böse auf mich?” Shinjiro drehte sich zu ihr und sah sie an: “Ein wenig!” Hitomi nickte: “Ich wollte dich nicht überreden!” Shinjiro grinste darauf etwas: “Hast du auch nicht!” und warf ihr einen gespielten, eingeschnappten Blick zu. Hitomi ging zwei Schritte auf ihn zu und legte die Arme um ihn: „Bis heute Abend“, sagte sie leise. Und Shinjiro trat nun auch dichter an Hitomi heran. Seine Lippen streiften beinahe ihr Ohr: „Lass uns verschwinden …“, flüsterte er und Hitomi begann zu schmunzeln, und auf ihrem Gesicht lag ein Blick der Zustimmung. Sie wusste ganz genau, was er meinte, eine kleien Flucht aus dem vollen Haus, nur sie beide für ein, zwei Tage. Sie lösten sich und er öffnete die Haustür, als er die ersten Treppen des Einganges herabstieg, sagte er: “Ich kümmer mich darum .. ” und drückte auf den Auslöser und sein Auto blinkte zweimal auf. Hitomi grinste in und schloss die Tür!
Absatz #3
Als Colt durch das Parkhaus des Oberkommandos lief, begrüßte ihn Mentor Eagle, der wohl auch gerade eingetroffen war: “Wie geht es dir, Colt?” wollte dieser auch gleich von ihm wissen. Colt, der seinem alten Commander ebenfalls einen schönen guten Morgen gewünscht hatte, ging mit diesen in Richtung Haupteingang: “Es ist viel los derzeit!” Eagle nickte: “Ja, wir haben uns schon lange nicht mehr unterhalten, wie läuft es mit Captain Hikari, ich habe gehört, es gab hier und da ein paar kleine Diskrepanzen!” Colt winkte ab: “Ach, ich bin zu dem Entschluss gekommen, es nochmal von neuem beginnen zu lassen!” gab Colt ehrlich Auskunft. “Das klingt vernünftig!” antwortete Eagle. “Falls jedoch etwas sein sollte, stehe ich nach wie vor zur Verfügung!” gab ihm Eagle zu verstehen. “Danke Sir, ich denke, ich werde darauf zurückkommen!” Und sie verabschiedeten sich und Colt ging in das Offizierskasino, wo Saber schon auf ihn wartete.
Lorenz, der gerade mit seinem ersten Mann und Wingman das Casino verließ, grüßte Colt und verschwand dann auch schon. Der Cowboy holte sich einen kalten Eistee und ging daraufhin zu Saber. “Moin Schwertschwinger!” Saber sah zu dem Cowboy und grinste: “Guten Morgen, was ist mit dir, bist du auf Tee umgestiegen?” fragte er grinsend, denn normalerweise genossen sie beide einen Kaffee am Morgen. Colt lehnte sich im Stuhl zurück: “Ich hatte heute schon so viele, das reicht für den Rest der Woche, oder ich bekomme einen Herzkasper!” gab dieser Auskunft. “Das klingt nach einer langen Nacht!” kam es von Saber feststellend. Colt hob einen Arm und setzte seinen Hut ab und legte diesen vor sich auf den Tisch: “Ach hör bloß auf.” Saber nickte, er würde sicher gleich alles erfahren. Captain Hikari und Royu betraten das Oberkommando zusammen mit Colonel Rosso und Murry. “Warum ist Murry eigentlich zurzeit auf Yuma?” wollte Colt von Saber wissen. Saber schüttelte mit seinem Kopf: “Ich weiß es nicht!” musste Saber sagen, er konnte und durfte Colt nichts von der zerstörten Basis erzählen. Saber und Colt entschlossen sich nach oben zu fahren und im Vorraum des Büros von Captain Hikari zu warten. Oben angekommen, bat Misses Ellnys, die gerade dabei war, ihre Grünpflanzen zu gießen, dass sie sich setzen sollten, der Captain war noch nicht als Anwesend geloggt.
Misses Ellnys stöckelte an ihrem Schreibtisch und gab Saber eine Karte: “Das kam heute Morgen für sie rein, Major Lancelot!” erklärte sie und setzte sich nun an ihren Schreibtisch. Saber las sich die Karte durch, es war eine Terminkarte. König Jarred lud ihn heute Nachmittag zu sich ins Hotel ein. Saber steckte die Karte ein. Und die Bürotür wurde geöffnet und Colonel Rosso, Colonel Murry und Royu verließen dieses. Kurz darauf loggte sich der Captain sichtbar ein. Misses Ellnys stand auf und bat die beiden, jetzt einzutreten.
Fireball saß mit seinem Großvater im Büro seines Vaters und stellte sich seinen Lernplan für den Tag zusammen. Sein Großvater, der scheinbar immer für alles eine Lösung parat hatte, zeigte ihm, wie er die fehlenden zwei Prozent am schnellsten aufholen konnte. Es würden anstrengende Tage werden, viel Arbeit, aber danach wäre es geschafft. „Ruh dich niemals auf einer hohen Punktzahl aus, Shinji. Sonst geht dir vielleicht genau das Wissen verloren, das du in einer entscheidenden Situation als i-Tüpfelchen brauchst“, erklärte sein Großvater ruhig. Fireball nickte. „Ja, sehe ich jetzt auch ein. Ihr müsst nicht beide darauf herumreiten“, murmelte er. „Du sollst es dir merken. Deshalb wiederhole ich es“, entgegnete der Ältere etwas strenger und ging dabei im Büro auf und ab.
Fireball sicherte sich die Termine und markierte den entsprechenden Stoff, den er sofort durcharbeiten wollte. Sein Großvater trat an den Schreibtisch und betrachtete die Ausdrucke. „Taktikpläne“, stellte er fest.
Captain Hikari saß hinter seinem Schreibtisch und lauschte den Erzählungen des Scharfschützen, dieser gab das Gespräch zwischen ihm und Neo nahezu eins zu eins wieder, um auch ja nichts Wichtiges zu vergessen! Saber bekam immer größere Augen und in anderen Momenten zogen sich seine Augenbrauen zusammen, das reinste Auf und Ab der neuerlichen Informationen. Hikari hörte nur zu, bis der Cowboy seine Erzählungen beendete und sich zurücklehnte. “Interessant!” war alles, was von Captain Hikari darauf kam. Colt sprang fast auf: „Interessant?“ Der hat es auf ihren Sohn abgesehen, so wie es klang, will er ihn entführen und alles, was sie sagen, ist interessant?” Der Captain lehnte sich zurück: “Was soll ich sonst sagen, Lieutenant Wilcox?” Colt sah den Japaner ungläubig an, war es ihm egal, oder was ist hier los? “Keine Ahnung, Fakt ist, wir müssen handeln!” Saber war es nun, der sich einmischte: “Colt bitte, jetzt in Panik zu verfallen wäre falsch, wir müssen klug vorgehen und auch Shinji mit einbeziehen!” und sah zum Captain. “Er will das Geld von den 16 Jahren, um sich damit ein schönes Leben zu ermöglichen!” gab Colt noch einmal zu verstehen. “Das habe ich durchaus verstanden!” sagte der Captain: “Wie kommt er ausgerechnet auf diese Summe?” fragte Hikari noch einmal nach. Colt warf seine Hände in die Luft: “Keine Ahnung, er ist stinksauer und benutzt die Unterwanderer im Oberkommando, für seine eigenen Zwecke!” Hikari sah sich im Büro um und dachte nach.
“Das ist gut, er kann uns helfen, alle hochgehen zu lassen!” sagte Hikari. Colt lehnte sich zurück, was sollte das jetzt schon wieder? Saber sah zu Colt: “Wie meinen Sie das, Sir?” Hikari stand auf und erklärte: “Neo ist ein abtrünniger und diese haben ihren Preis, den wir jetzt schon kennen, er verfolgt ein ganz anderes Ziel, als die, mit denen er eigentlich unter einer Decke steckt, um es mal so zu erklären, ihm ist es egal, was hier passiert, er hat nur ein Ziel und er würde alle verraten, wenn es ihm von Nutzen sein sollte.” Saber verstand: “Also ist Neo deren unsichere Quelle!” Hikari nickte: “Und leider sehr unerfahren, wie alt ist er, 23? Schade!” fügte Hikari noch mit an.
“Also, wie geht es nun weiter!” fragte Colt. “Wie weit ist Neo mit seinen Plänen?” wollte Saber von dem Cowboy jetzt wissen! “Darüber hat er noch nicht gesprochen, ich bin drin und alles andere folgt, so seine Worte.” Hikari nickte: “Gut warten wir ab!” Colt stand auf: “Wir müssen es Fire … Shinji sagen, damit auch er wachsam ist und Neo weiß auch von Aaiko, wir können mit diesen Informationen nicht einfach so abwarten!” Saber stellte sich neben Colt: “Beruhige dich!” Colt wurde lauter: “Ich soll mich beruhigen, Neo ist gefährlich, er ist voller Rachegedanken, keine Ahnung was passiert sollte er Shinji in die Finger bekommen, ich zitiere: “Ich gehe nur so weit, wie ich gehen muss!” ich denke das muss reichen als Warnung, oder?” sah er sich um und schaute zum Captain. “Ich werde mit meinem Shinji reden, aber nur so viel, wie es gerade wichtig ist für ihn zu wissen, das Haus werde ich halbstündlich abfahren lassen!” Colt nickte und setzte sich: “Klingt schon besser!” sagte er ruhiger. Saber sah zu Hikari und der Captain nickte Saber zu. Saber setzte sich wieder neben Colt: “Versuch die Namen herauszufinden und was sie wann vorhaben, aber das weißt du und du sollst auch wissen, ein Spitzel ist immer in deiner Nähe, wenn du dich mit ihm triffst, falls es mal zu einer Situation kommen sollte.” Colt sah sich fragend um: “Ihr wollt mir weiß machen, dass ihr noch keine Namen habt?” Hikari beobachtete den Cowboy: “Wir haben genug, aber ich werde jetzt keine nennen, es soll alles so laufen wie es läuft, weiß man zu viel, wird man unsicher und macht Fehler. Sollte ihnen etwas merkwürdig vorkommen, kommen sie damit zu mir, Lancelot, Lorenz oder General Whitehawk, zu niemand anderem und das ist ein Befehl!” Colt und Saber nickten: “Ja, Sir!” Colt sah zu Saber und sie standen auf und verabschiedeten sich.
Absatz #4
Zur Mittagszeit standen Captain Lorenz und Captain Hikari in einem bewachten Hangar mit drei nagelneuen Jets. “Immer wenn ich so eine Lady sehe, bin ich kurz vorm Fremdgehen!” kam es von Lorenz und bekam im nächsten Moment große Augen und schaute vorsichtig neben sich, er war sich nicht sicher, ob er es gerade nur gedacht hatte, nein er hatte es laut ausgesprochen, denn Hikari der neben ihm stand, schaute sich einen er Jet´s an und grinste dabei vor sich hin. “Gib es zu, du hast gerade genau dasselbe gedacht!” rettete er sich in einem Gespräch. Hikari lachte kurz auf und trat an einen Jet heran und berührte einen Flaps, der zum Abbremsen und zur Flugstabilisator beitrug und bewegte ihn manuell mit seiner Hand. “Sie hat viel Spiel, das ist Millimeterarbeit bei Vollschub bei 2000 kmh, unglaublich oder?” Lorenz trat näher: “Was ist daran unglaublich?” Hikari winkte Lorenz mit der Flaps an der Tragfläche zu: “Das hier, nach all den Jahrhunderten der Fliegerei, verlässt man sich immer noch auf dieses kleine unscheinbare Teil.” Lorenz nickte: “Ok, ja so habe ich das noch nie gesehen!” gab er zu. Lorenz sah darauf grinsend zu Hikari: “Wollen wir?” Hikari nickte langsam: “Ja, aber wir bleiben bei maximal 1500 Schub, alles andere klären wir oben!” nickten sich beide zu und gingen sich umziehen. In der Umkleide wollte Lorenz wissen: “Warst du mit dem Vorgänger oben?” Hikari der sich gerade in die Hose des Kampfpiloten Overalls stemmte, sah zu Lorenz: “Ja, leider nur 30 Minuten, die Dynamik hat viel Spiel, darauf muss man erst einmal klarkommen!” Lorenz, der den unteren Teil seines Anzuges nun schloss, nickte: “Ja oder wir werden langsam alt!” Hikari stand auf und zog sein T-Shirt glatt in seine Hose und schloss diese mit dem schweren Gürtel und lachte auf und sah zu Lorenz, der sich gerade die schweren Stiefel anzog. “So wie du gerade klingst, bist du es der Alt wird!” Lorenz sprang in seine Stiefel und verschloss diese: “Wir reden in bestimmt zwei Jahren nochmal, wenn dir dein Sohn offenbart, dass du Opa wirst!” Hikari zuckte mit seinen Schultern: “Und das ist jetzt schlimm, weil?” wollte Hikari von dem Aschblonden Deutschen wissen: “Und was ist das für ein Wort, “Opa?” Das klingt wirklich alt!” Lorenz hatte beide Arme schon im Anzug und richtete den festen Stoff: “Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht freue, aber ich fühle mich nicht danach, Opa ist das deutsche Wort für Großvater!” Der Japaner lachte abermals auf und war dabei in seine Stiefel gestiegen: “Dann lass dich Großvater nennen, Opa klingt wirklich nach alter Mann, du alter Mann!” Lorenz äffte den letzten Teil etwas nach: “Es ist echt bewundernswert, wie du jemanden aufbauen kannst, aber wenn ich ein graues Haar finde, drehe ich durch!” Shinjiro grinste: “Und du wirst es mir garantiert erzählen.” Lorenz schloss sein Oberteil bis zum Hals: “Ja, aber nur wenn es aufm Kopf ist!” und er ging zum Regal, wo die Helme aufgereiht waren. “Ja, alles andere wäre mir zu viel Information, danke!” sagte Hikari, der gerade sein Oberteil geschlossen hatte. Lorenz lachte: “Danke, wofür, hast du jetzt Kopfkino?” Shinjiro nahm sich seinen Helm und sah Lorenz an: “Zum BWL studieren ist es niemals zu spät, es gibt Rentner Kurse!” und verließ die Umkleide.
Lorenz musste herzhaft auflachen und ging Shinjiro nach: “Was, das weißt du noch?” Shinjiro nickte, “Ja, es sorgte in den 16 Jahren immer mal für einen kurzen Moment des Grinsens!” gab er zu. “Echt, hast du an mich gedacht?” und er umarmte gespielt gerührt seinen Helm. Shinjiro rollte mit seinen Augen. Und sie betraten den Hangar, wo 3 Flug-Mechaniker bereits die zwei startklar machten. Shinjiro sah zu seinem ehemaligen Wingman, da erfuhr dieser, dass er Großvater wurde und er fiel in eine Art Midlife-Crisis: “Schwing dich darein und lass deinen Frust oben raus!” sagte Shinjiro. Und beide stiegen in ihre Jets, die Hangar-Tore wurden geöffnet und sie rollten nach draußen, die Verdecks waren beim Rollen noch geöffnet, der Tower teilte ihnen eine Startbahn zu.
Saber, Colt und der Rest der Ramrod Besatzung saßen bei ihrem verspäteten Mittagessen, da betraten Mentor Eagle, Colonel Murry und General Hikari das Offizierskasino und gingen auf direktem Weg auf die Terrasse. Colt stupste Saber an und zeigte mit seinem Kopf in besagte Richtung. Saber schaute sich etwas um und erblickte die Drei, denen gerade die Tür zu dem schmalen Außenbereich geöffnet wurde. Alex sah auf seine Uhr: “Ah, ja, Captain Lorenz und der First Grad gehen heute mit den neuen Jets hoch, das hatte ich ja fast vergessen!” sprach er und schob sich noch schnell eine Gabel Nudeln in den Mund und ging zum Panoramafenster und öffnete diesen Teil der Terrasse, diese zog sich längs des Offizierskasinos an der Fassade der großen Glasfront entlang, diese wurde vor gut zwei Wochen fertiggestellt, sie war zwei Schritte breit und zum Windschutz diente eine Glasverkleidung. Saber und Colt gingen Alex nach und standen nun auch zum ersten Mal auf dieser Terrasse.
Die Triebwerke der Jets vernahm man schon recht gut, die beiden Captains brachten sich in Position und sie schlossen ihre Verdecke. Die Triebwerke zündeten und beide hoben fast steil nach oben gleichzeitig ab. Saber war immer wieder fasziniert, wie schnell so ein Jet einfach abheben konnte. Was das jedoch mit dem Körper in diesem Moment machte, wollte er lieber nicht wissen. “Yeah geil!” kam es von Alex. Nach einigen Höhenmetern drehten die Beiden ab und zündeten von unten gut sichtbar noch einmal durch und schossen wie zwei Pfeile nach oben und verschwanden. Alle verließen wieder die Terrasse und setzten sich an ihre Tische. Mentor Eagle, Colonel Murry und General Hikari verließen gemeinsam das Offizierskasino wieder.
In der Stratosphäre angekommen, flogen beide nebeneinander und ließen langsam vom Schub ab und genossen diesen Moment. Shinjiro sah nach draußen und fand es immer wieder beeindruckend und wie schön das einfach war, die Wolken unter einen und über ihm, die Abgrenzung des Orbits und dann käme das dunkle All, viel zu selten kam er jetzt zum Fliegen, und nahm sich vor es mindestens einmal in der Woche hoch zu schaffen. Um einfach für ein paar Minuten zwischen Himmel und Erde zu sein.

“Hach ja schön, wer weiß, wie viele Jahre ich das noch machen kann!” kam es über Funk und holte Shinjiro aus seiner Bewunderung, er schüttelte seinen Kopf, es reichte ihm und drehte ab und setzte sich hinter Lorenz, Lorenz beobachtete das Manöver und ihm war klar, dass Shinjiro ihm für seinen Satz jetzt kommentarlos in den Hintern treten wollte. So gab er Schub und zog nach links, Shinjiro verfolgte ihn oberhalb, um ihn nach unten zu drücken. Lorenz drehte seinen Jet auf links und zog zeitgleich steil nach oben, Hikari zog hinterher und machte dabei einen Looping, um schneller an Lorenz heranzukommen. “So Opa halt still!” und er schoss eine verpuffende Leuchtkugel in Richtung des Lorenz. Lorenz die Leuchtkugel auf sich zukommen und zog nach oben und setzte sich mit nur 30 Grad Abweichung vor Shinjiro und schoss auf ihn zu, dieser reagierte und drehte schnell nach rechts und Lorenz tat es ihm gleich. “Seit wann schießt du jemanden in den Rücken?” fragte Lorenz. “Es sollte der Hintern sein!” Antwortete Shinjiro: „Tja, nicht getroffen, Schnaps gesoffen!” kam es darauf von Lorenz. Und gab Vollschub, um wieder vor Shinjiro zu kommen. “Was?” kam es von Hikari, der nun ebenfalls an Höhe gewann, und wusste, was Lorenz vorhatte. “Das ist ein deutscher Kinderreim, sowas wie Atschi Bätschi!” erklärte Lorenz. Shinjiro grinste auf. “Jedenfalls verschonst du mich mit deinen Bier-Allüren!”
Und kam jetzt über Lorentz und setzte sich im Looping hinter ihn. Lorenz zog indes schnell nach links rauf und kam Shinjiro dabei verdammt nahe und schoss. Shinjiro ging in den steilen Tiefflug und zog direkt wieder mit der Frontseite nach oben und feuerte gleich drei Leuchtbälle ab: “Ätschi Bätschi! kam es darauf von Shinjiro. “Warte gleich!” und Lorenz wich aus, eine Kugel traf und der Sensor vermeldete einen Treffer. “Na toll!” sagte Lorenz. Und zog nach unten und richtete seinen Jet der Nase hoch auf und feuerte auf Hikari, der einen Volltreffer kassierte: “Ich sage ja, du bist viel zu selten hier oben, dann rostet man ein!” kommentierte der deutsche den Treffer. “Sagt der, der Angst hat vorm älter werden!” Lorenz lachte: “Ich bin nicht der, der den Schleudersitz mit einem weichen Bürosessel getauscht hat!” kommentierte Lorenz, ein wenig spöttisch. “Wer sagt, dass dieser Stuhl nur weich ist?” Lorenz lachte. In dem Moment beendete der Tower das Spektakel, das Oberkommando benötigte den Flugraum wieder und beide sollten in den nächsten 5 Minuten landen!

Noch eine Minute genossen die beiden die Aussicht und das immer wieder sagenhafte Naturschauspiel zwischen Atmosphäre und Stratosphäre und gingen in den Landeanflug.
Im Offizierskasino vernahm man entfernte Jet Geräusche, die beiden würden also nach 30 Minuten also schon wieder landen. Saber trat mit Colt und Alex wieder an das Panoramafenster und die beiden Jets sah man schon in der Ferne. Auf dem Rollfeld erblickte Saber indes Eagle, General Hikari und den alten, immer lachenden Fluglehrer Colonel Murry, alle waren in zivil gekleidet und gingen Richtung der Hangar. Die Jets setzen ohne Show auf und schossen nur so über die Landebahn und rollten danach in einen der Hangar, welcher nicht einsehbar war.
„So, noch ein Kaffee, dann geht es weiter Leute!” sagte Saber. “Ok, bin dabei!” Saber und Colt sahen sich an und drehten sich gemeinsam in die Richtung, aus der die ihnen bekannte, aber in diesem Haus sehr selten gewordene Stimme erklang. Fireball grinste sie an und Colt begrüßte freudig seinen Hombre, Saber der Fireball noch gar nicht gesehen hatte, seitdem dieser wieder auf Yuma war, freute sich mit dem Cowboy. Gemeinsam setzten sie sich, Colt schob noch einen Tisch an ihren, um mehr Platz zu haben, und stiefelte auch gleich los, um den Kaffee zu besorgen. Fireball setzte sich und saß nun Saber gegenüber: “Wie geht es dir Shinji?” fragte der Schotte, Fireball nickte: “Gut, es gibt viel Stoff, den ich hier noch nachkommen muss, aber ich habe ja den besten Lehrer im Haus!” erzählte der ehemalige Pilot von Ramrod. Colt kam mit dem Kaffee und stellte Saber und Fireball ihre Tassen vor die Nase. Fireball ließ Colt wieder auf seinen Platz neben Fireball: “Das hier auch bedient wird, ist wohl neu!” grinste Fireball in Colts Richtung. “Nur an diesem Tisch!” gab der Cowboy zurück! Saber grinste Fireball entgegen und holte etwas aus seiner Brieftasche und gab es seinem jungen Freund. Fireball schaute sich diesen kleinen Punkt an und verstand erst einmal nichts. “Ganz der Vater!” kommentierte jemand das Bild, welches Fireball in den Händen hielt, die drei sahen auf und erblickten nun Royu, der neben seinem Neffen stand und das Bild ansah. “Meinen Glückwunsch Major Lancelot!” Saber stand auf und bedankte sich.
“Wie jetzt echt?” kam es von Fireball und sah zu Saber: „Ja, echt jetzt!” antwortete dieser mit den Worten des immer noch perplexen jungen Freundes. Fireball fing an zu grinsen und gratulierte dem Säbelschwinger jetzt auch ganz herzlich. Royu zog sich einen Stuhl an den Tisch und ließ sich das Bild geben und schaute es sich an: “Ja, in diesem Alter sind sie noch ruhig!” sagte er und gab es dem blonden Highlander wieder zurück. Saber und Colt mussten auflachen.
Absatz #5
Captain Lorenz und Captain Hikari kamen im Hanger an, sie fuhren ihre Systeme nach unten und öffneten das Verdeck. Shinjiro klatschte einmal in seine Hände, wie er es immer nach einem Flug tat und erhob sich darauf aus sein Cockpit, davor warteten bereits sein Vater umit Colonel Murry, zwei Mechaniker übernahmen die Maschine, um sie wieder für den nächsten Start vorzubereiten. “Man sieht es einfach, wenn ein Hikari in der Luft ist!” kommentierte der Colonel den Flug seines ehemaligen Schülers. Captain Hikari lachte auf und zeigte in Lorenz Richtung: “Und er hat es gemerkt!” Lorenz kam auf den Colonel und den General zu und salutierte erst einmal. “Einen Treffer hat er auch kassiert, so ist es nun nicht.” sagte Lorenz grinsend in Shinjiros Richtung. Eagle ging mit dem Fotografen des Oberkommandos durch den Hangar, die neuen Jets sollten auch fotografisch festgehalten werden.
Captain Hikari und Lorenz gingen sich erst einmal wieder umziehen. Murry und der ältere Hikari schauten sich inzwischen die neuesten Schmuckstücke des Oberkommandos an. “Schade, dass ich sowas nicht mehr selber fliegen kann, reizen würde es mich!” Der weißhaarige Japaner mit dem ebenso weißen Henriquatre Bart nickte und ging mit einer Hand den Jet entlang. Nach einer Weile betraten Lorenz und Shinjiro wieder den Hangar und traten zu der kleinen Gruppe, die immer noch versammelt vor einem der neuen Jets stand und sich fachsimpeln, unterhielt. Eagle trat jetzt auch mit ran und ein Gespräch über die Geschwindigkeiten war im vollen Gange, der Fotograf stieg auf eine eiserne Treppe im Hangar und machte seine Bilder. “Meine Herren, bitte einmal nach oben schauen, für ein Foto.” sagte dieser und alle nickten und der Fotograf betätigte den Auslöser, heller als gedacht durchflutete das Blitzlicht den Bereich. Lorenz erschrak sich, war es denn die ganze Zeit schon so hell gewesen, als der Fotograf sein Tagwerk verrichtet hatte? “Da werden wohl nicht nur Jets besser, sondern auch Kameras.” kommentierte Lorenz. Murry lachte auf, das erinnert mich an einen Film … na … wie hieß er noch gleich?” und sah fragend in die Runde. Captain Hikari hatte ebenfalls seine Augen zugekniffen gehabt, er hatte das Gefühl, dass dieser Blitz in seinen Augen durch seinen Kopf und seine Wirbelsäule hinunter geleitet wäre, wie ein Stromschlag. Er hielt sich noch seine Augen und versuchte immer wieder in den Hangar zu schauen, jedoch ergab es nicht das gewohnte Bild, die Lichtverhältnisse stimmten nicht überein. General Hikari bemerkte, dass sein Sohn gerade ein Problem hatte, er drängte ihn etwas abseits der Gruppe und fragte leise: “Was ist los?” Shinjiro kniff seine Augen zusammen und richtete sich im selben Moment auf und sah sich um: “Ich habe wohl direkt in den Blitz geschaut.” sagte er und ihm kam es im selben Moment von sich unglaubwürdig vor, er schaute auf seine Uhr, wo sich das Bild erst langsam scharf stellte.
“Ist Shinji da?” sein Vater nickte: “Er ist bei Royu im Offizierskasino!” Hikari sah seinen Vater an: “Ich gehe seine ID für das Flugfeld freischalten und bringe ihn dann mit!” sagte Shinjiro und verließ den Hangar Richtung Büro. Der ältere Hikari sah ihm nach und ging wieder zur flugbegeisterten Gruppe. Shinjiro lief über das Rollfeld, es kam ihm vor, als lief er durch einen Tunnel, seine Knie, so hatte er, das Gefühl würden jeden Moment nachlassen. Vorfeldarbeiter grüßten ihn, er sah es, aber hörte sie nicht, sein Herz begann zu rasen, er ging schneller und erreichte das Hauptgebäude.
Im Offizierskasino wurde indes viel gescherzt: “So Cowboy, nun musst du dich ranhalten, Richard ist erster!” sagte Fireball leicht spöttisch in Richtung seines besten Freundes. Colt verschränkte triumphierend seine Arme vor der Brust und sagte: “Ich bin bei allem Erster!” Fireball verging sein Grinsen und sah zu Saber, dieser nickte ihm resignierend entgegen. Fireball schaute wieder zum Kuhhirten und Colt musste losprusten bei diesem Anblick, sein Freund kannte sich gerade überhaupt nicht aus. “Ja, Robin ist einen Monat weiter als Sincia!” Fireball ließ sich gerade in die Lehne seines Stuhles zurückfallen, was war denn hier passiert, der Babyboom war ausgebrochen und musste loslachen und umarmte seinen Freund jetzt endlich auch mal. “Lass das Shinji, sowas ist ansteckend!” kam es von Royu und gratulierte auch noch dem Cowboy. Fireball sagte zu seinem Onkel: “Auch berührt!” und zeigte auf dessen Hand. “Nein, mein Soll ist erfüllt, der nächste bist du!” sagte Royu. Fireball erstarrte. Saber, Colt und Royu waren jetzt die, die los lachten.
Captain Hikari stürmte aus dem Fahrstuhl, so plötzlich und hastig, als wäre ihm etwas Unsichtbares auf den Fersen. Noch im Vorraum lockerte er mit fahrigen Fingern seine Krawatte. Sein Atem ging stoßweise, viel zu schnell, und trotzdem viel zu flach. Hinter dem Schreibtisch verstummten Misses Ellnys und Miss Cooper mitten im Gespräch. Ein Blick genügte. So hatten sie ihn noch nie gesehen.
„Captain, ist alles in Ordnung?“ Misses Ellnys’ Stimme klang bemüht ruhig, doch ihre Augen verrieten die in ihr aufkeimende Sorge. Sie gab Miss Cooper ein kaum merkliches Zeichen. „Ruf sofort den Arzt.“ und Miss Cooper bediente das Touchpad am Schreibtisch und ihre Finger zitterten etwas, als sie den Button dafür drückte.
Shinjiro erreichte sein Büro, als würde jeder Schritt ihn Überwindung kosten. Er ließ sich in einen der Sessel vor seinem Schreibtisch fallen. Seine Krawatte hing lose um seinen Hals, sein Hemd stand offen. Kalter Schweiß bildete sich auf seiner Stirn Seine Brust hob und senkte sich hektisch. „Wasser“, murmelte Misses Ellnys und eilte los. Shinjiros Herz hämmerte so stark in seiner Brust, als wollte es sich gewaltsam befreien. Er presste eine Hand gegen die Brust, und rang nach Luft. Jeder Atemzug klang, als würde er durch einen viel zu engen Spalt gezwängt. Er stand auf, nahezu panisch, als würde Sitzen alles nur schlimmer machen. Und für einen endlosen Augenblick schien die Zeit stillzustehen. Dann sackte er in sich zusammen.
Misses Ellnys ließ das Glas Wasser fallen und rannte auf den Captain zu. Miss Cooper kam indes in das Büro zurück: “Der Arzt ist unterwegs!” verkündete sie und half Misses Ellnys, und die Chefsekretärin handelte geistesgegenwärtig und betätigte die Stabs-Benachrichtigung.
Im selben Moment, als sie das tat, blinkte der “Code 1010” bei Lorenz, Saber und Rosso auf ihren Coms auf. Captain Lorenz holte seinen aus der Hosentasche, und er sah auf das Display: “Code 1010” sagte er, alle wurden stumm, Lorenz rannte los, die anderen folgten ihm so schnell sie konnten. Saber sprang auf, dabei kippte sein Stuhl um und der Kaffee, der auf dem Tisch stand, lief über den Tisch, noch bevor die anderen das realisieren konnten, war der Schotte auch schon verschwunden. Die zurückgelassenen sahen sich an und Royu war der Erste, der Saberl nachlief. Colt und Fireball folgten, Alex und die anderen blieben zurück, mit umgekippten Kaffeetassen.
Colonel Rosso, der im elften Stockwerk unterwegs war, nahm die nächste Tür und rannte durch das Treppenhaus. Miss Cooper sprach den Captain immer wieder an, aber er war bewusstlos, in diesem Moment betrat der Arzt mit zwei Sicherheitsleuten das Büro und begann sofort, sich um den bewusstlosen Captain zu kümmern. “Verlassen Sie alle das Büro!” sagte dieser. Misses Ellnys war sich unschlüssig, ihre Anweisungen bei medizinischen Notfällen sahen die dauerhafte Anwesenheit vor, also blieb sie. Miss Cooper verließ das Büro. Rosso sprintete die Treppen nach oben, es waren nur noch zwei Stockwerke.
Captain Lorenz war der Erste, der die Etage des First-Grad erreichte, er rannte auf das Büro zu, eine Tür auf der anderen Seite wurde aufgerissen und Colonel Rosso war nun ebenfalls vor Ort. Der Fahrstuhl ging auf und Saber und Royu sprangen aus diesem. Ein Sicherheitsmann wollte gerade die Tür schließen und drängte alle nach draußen. Royu stürmte nach vorn und drängte den Sicherheitsmann fest zur Seite. Lorenz, Saber und Rosso gingen ihm nach und erblickten im Büro den bewusstlosen Captain, der Arzt versorgte diesen gerade.
Royu ging in die Hocke und sah sich um: “Was ist passiert?” fragte er noch etwas ausser Atem. Lorenz trat indessen an das Fußende des Captains und hockte sich ebenfalls zu Shinjiro hinunter. “Kreislaufzusammenbruch!” sagte der Arzt und zog eine Spritze auf. Saber trat neben Royu, der immer noch hockte. Royu sah sich um und blickte zu seinem Bruder, dessen Halsschlagader schnell am Pulsieren war, er stand auf und sah sich um. In diesem Moment erreichte Colt mit Fireball das Büro. Colt ging direkt zu Saber und stand nun schräg hinter Royu.
Der Arzt setzte die Spritze und Royu drehte sich zu Colt und griff nach dessen Blaster und hielt ihn dem Arzt an den Kopf. Colt konnte gar nicht so schnell reagieren, denn mit sowas hatte er abselut nicht gerechnet. Auch Saber griff reflexartig nach seinem, was war jetzt hier los, verhinderte Royu gerade die ärztliche Versorgung seines Bruders?

“Wenn sie drücken, drücke ich ab!” sagte Royu bedrohlich ernst und kalt in Richtung des Arztes, der die Kanüle der Spritze schon im Arm seines Bruders hatte und nur noch nach unten drücken musste. Rosso richtete im Hintergrund seine Waffe auf die beiden Sicherheitsleute und ging auf sie zu. Fireball stand am Eingang des Büros und wusste gerade überhaupt nicht, was los war, sein Vater lag am Boden, sein Onkel hielt dem Arzt Colts Blaster an den Kopf und Rosso hielt die Sicherheitsleute vor ihm in Schacht. Rosso zeigte Fireball an, zur Seite zu gehen. Fireball ging langsam nach rechts und stand nun fast im Meetingraum.
Misses Ellnys, die mitten im Büro stand, war erschrocken. Der Fahrstuhl ging ein weiteres Mal auf und Colonel Murry und General Hikari blieben fragend am Eingang des Büros stehen. Miss Cooper, die im Vorraum am Schreibtisch stand, betätigte den stillen Alarm.
Saber ging in die Knie und ging langsam mit seiner Hand zur Hand des Arztes, der die Spritze immer noch hielt. Royu beobachtete die Aktion unter sich. General Hikari betrat nun das Büro und sah, was dort vor sich ging, er sah einen seiner Söhne bewusstlos am Boden liegen und der andere hielt dem Arzt einen Blaster an den Kopf, ein scharfes: “Was ist hier los!” durchdrang den Raum, der Arzt schaute vor Schreck in die Richtung, aus der die Stimme kam und wollte jetzt schnell abdrücken, zwei Einheiten der Spritze gelangen in den Kreislauf von Captain Hikari, in diesem Moment trat Royu gegen die Hand des Arztes, Saber griff nach dem Arzt und zog diesen von dem Captain weg. In diesem Moment wurde eine Waffe durchgeladen. und das Büro wurde von bewaffneten Sicherheitskräften gestürmt.
Die beiden Sicherheitsmänner, die mit dem Arzt gekommen waren, wurden festgenommen. Lorenz kniete sich zu Shinjiro und versorgte ihn. Saber nahm den Arzt fest und Royu sicherte darauf den Blaster und gab ihm den Cowboy wieder zurück. “Danke!” sagte Royu und Colt nahm dem Japaner seinen Blaster ab und fragte: “Wie haben Sie es gemerkt?” wollte er wissen. Saber, der sich jetzt mit Lorenz um den Captain kümmerte, sah auf und wollte darauf auch eine Antwort.
“Woher wollte er wissen, dass es ein Kreislaufzusammenbruch ist, ohne Vitalwerte-Check oder sonst etwas?” und ging in die Hocke und legte seinem Bruder zwei Finger an die Halsschlagader und nahm dessen Communicator an sich. Colt drehte sich um und sah in Fireballs geschocktes Gesicht und ging zu ihm. Im selben Moment trafen ein Notarzt und zwei Rettungssanitäter des Yuma Bay Krankenhauses ein und übernahmen jetzt die Erstversorgung.
Saber hob die Spritze, die durch den Raum geflogen war, mit einem Taschentuch auf, die Nadel war verbogen und es fehlten knapp zwei Einheiten vom Inhalt: “Das dürfte interessant werden, was da drinnen ist!” Sagte Lorenz, als er neben Saber trat. Saber sah sich im Raum um und atmete tief ein und aus: “Es geht los!” sagte der Schotte feststellend, Lorenz nickte. Ein Hubschrauber landete auf dem Dach und der First-Grad wurde ins Yuma-Bay geflogen, General Hikari begleitete seinen Sohn.

Lorenz, Saber und Colt sahen sich im Büro um, Colt öffnete die Tasche des Arztes und sah zu Saber, dieser trat näher und es waren zwei Blaster enthalten. “Nicht die typische Erste-Hilfe-Ausrüstung”, kam es vom Cowboy. Murry ging zu Lorenz: “Was ist hier los? Wie konnte es ihm plötzlich so schlecht gehen, er saß gerade noch in einem Jet und war hoch konzentriert!” Lorenz nickte: “Da war auch alles normal und danach auch, bis …” Lorenz schaute in die Runde. “Das Blitzlicht!”
Colt und Saber sahen sich fragend an. Lorenz sprach: „Es war viel heller und intensiver, wir waren alle einen Moment wie außer Gefecht gewesen!” Royu trat der Gruppe bei und hörte zu. Colonel Murry nickte: „Ja, nur welchen Zusammenhang sollte es damit geben?” Lorenz schüttelte seinen Kopf, er sah alle nach und nach beim Sprechen an: “Beim Empfang auf dem Rollfeld mit König Jarred, danach ging es ihm auch nicht gut, als ein Fotograf sehr nahe an den beiden stand!”
Rosso war im Vorraum und beruhigte die beiden Damen, die vollkommen richtig in dieser Situation gehandelt hatten, aber jetzt vollends aufgelöst waren. Fireball ging auf die Gruppe zu, er hatte das Gespräch verfolgt. “Um was geht es hier eigentlich?” wollte er jetzt wissen. Colt, der neben ihm stand, legte ihm einen Arm um und erklärte: “Wir versuchen gerade herauszufinden, was passiert ist!”
Misses Ellnys, die sich wieder beruhigt hatte, gab Major Lancelot einen Schlüssel und zeigte ihm, wo er diesen benutzen sollte, aber Saber schaute zu Lorenz und Rosso, und folgten den Schotten mit Misses Ellnys in den Meetingraum und die Tür wurde geschlossen.
Saber öffnete einen Schrank hinter der Holzvertäfelung im Meetingraum, dahinter war ein Safe, dieser verlangte eine TSID-Kennung und Saber hielt seine ID vor das Lesegerät. Der Safe sprang auf und darin war ein Umschlag. Saber holte ihn heraus. “Alle außer Captain Lorenz und Colonel Rosso sollten jetzt dieses Büro verlassen!” sagte Saber und Misses Ellnys verließ den Raum. Saber aktivierte den Abfangsschirm, die drei setzten sich an den Meetingtisch und Saber öffnete den Umschlag. Die Augen des Schotten weiteten sich: “Es ist die Befehlsverwaltung, wer in solch einem Fall …” Saber musste schlucken. “Und, wer?” wollte Lorenz jetzt wissen! Saber sah nach oben: “Ich! … und sie, Captain Lorenz.
„Colonel Rosso, sie sollen sich weiter auf ihre Offensive konzentrieren, steht hier!” Rosso nickte: “Ich weiß Bescheid!” Saber sah in die Runde. „Gut, wir lassen ihn noch 2 Stunden eingeloggt, um kein Aufsehen zu erregen, jedenfalls nicht noch mehr!” sagte Lorenz. „Ab morgen wechseln wir uns ab, ich muss meinen ersten Mann einweisen.” Saber bestätigte: “Ich werde König Jarred informieren!” gab Saber Auskunft und steckte den Umschlag in seine Innentasche und er deaktivierte den Abfangschirm und die drei übernahmen ihre neuen Aufgaben.
Saber trat aus dem Büro und sah, dass nur noch Colt anwesend war und wohl auf ihn wartete. “Royu und Fireball sind nach Hause gefahren, Captain Hikaris Frau muss informiert werden und sie melden sich, sobald sie etwas wissen.” teilte er seinem Boss mit, Saber nickte stumm, die Stimmung war ruhig, ja fast ausgebremst. Colt sah zu Saber und musste etwas schmunzeln: “Bist du jetzt Chef, Boss?” fragte er und der Schotte sah den Cowboy grinsend an: “Captain Lorenz und ich wechseln uns ab!” Misses Ellnys trat an Saber heran: “Ich habe soeben ein Telefonat ins Büro gestellt!” teilte sie mit: “Danke schön!” und er ging mit Colt zurück ins Büro.
Saber bestätigte den Eingang und König Jarred erschien auf dem Display am Schreibtisch. “Eure Hoheit, sie wissen also schon Bescheid?” Jarred nickte und fiel gleich mit der Tür ins Haus: “Er ist dort nicht sicher, ich werde Securitys von mir ab ordern, die das Krankenhaus in zivil bewachen und zwei bewaffnete Wachposten vor seinem Zimmer aufstellen lassen, damit sind wir auf der sicheren Seite, wenn diese nicht vom Oberkommando kommen!” Saber nickte: “Sehr gut König Jarred, das wäre meine nächste Sorge gewesen!” Jarred sagte ernst: “Major, ich erwarte Sie heute Abend, erledigen Sie alles, ich benötige einen ausführlichen Bericht über die Geschehnisse!” Saber bestätigte und er würde, sobald er alles erledigt hatte, ins Hotel kommen und König Jarred trennte die Verbindung.
Saber sah zu Colt. “Brauchst du bei irgendetwas Hilfe, Boss?” fragte der Cowboy. Saber schüttelte mit seinem Kopf: “Du kannst Neo aufsuchen, vielleicht erfahren wir etwas!” Colt nickte, so etwas hatte er sich schon gedacht und setzte sich in einen der Sessel und beobachtete den Schotten, der gerade den Computer auf dem Schreibtisch einschaltete und musste grinsen. “Der Schreibtisch steht dir, Schwertschwinger!” Saber sah zu Colt und schüttelte mit seinem Kopf: “Ich hoffe, ich bin dieser Sache hier gewachsen!” kam es tatsächlich etwas besorgt aus dem Munde des Schotten. Colt lehnte sich entspannt zurück. “Das bist du, sonst hätte er dich nicht für den Fall der Fälle dahin gesetzt, wo du gerade sitzt!” ermutigte Colt seinen Freund. Saber nickte dankend und stelle eine Verbindung zu General Whitehawk her.
Absatz #6
Fireball stand an der Tür und sah, wie Royu mit seiner Mutter ins Krankenhaus fuhr, er sollte hier bei Aaiko bleiben, udn das Haus nicht verlassen, das hatte ihm Royu klar und deutlich gesagt! Er schloss die Haustür und schaltete die Alarmanlage auch gleich ein, wie sein Onkel es ihm zu verstehen gegeben hatte. “Ihm wird es bald wieder besser gehen!” sagte Aaiko, Fireball nickte nur und sie gingen ins Wohnzimmer.
General Hikari stand mit verschränkten Armen neben dem Bett seines Sohnes und sah ihn sich an, er lag mittlerweile wieder ruhig, atmend im Bett und schien zu schlafen, der Arzt hatte ihm erklärt das sein Sohn sich wie in einem Dämmerzustand befand und die toxikologischen Untersuchungen liefen noch. Erst, wenn die Ergebnisse da wären, konnte man mehr sagen und die Behandlung anpassen. Was auffällig und nicht erklärbar war, ist, dass er immer wieder von Schmerzattacken gepeinigt wurde. Der alte General dachte nach, “Sollte er vergiftet werden?” die Tatsachen würden dafür sprechen, er war auf den Inhalt der Spritze gespannt, dann würde sich auch diese Frage beantworten.

Die Tür glitt auf und Royu und Hitomi traten ein. Hitomi ging an den zwei bewaffneten Wachen vorbei und direkt auf das Bett ihres Mannes zu, daraufhin verließ General Hikari mit Royu das Zimmer. Royu hatte ihr alles auf der Fahrt ins Krankenhaus erzählt, sie war schockiert und gleichzeitig voller Angst um ihren Mann. Sie strich ihm über seine Stirn. Diese war kühl und strich ihm dabei einige Haare aus seiner Stirn, diese lagen einfach an ihm herunter, nichts war mehr zu sehen von seiner morgendlichen Frisur. Hitomi beugte sich über ihn und gab ihm einen Kuss auf seine Lippen, er sollte merken, dass sie hier war und setzte sich auf die Bettkante. Dabei legte sie eine Hand auf sein Herz, das Gerät, das seine Herzfunktion auf einen Monitor überträgt, reagierte kurz auf den Druck. Sie nahm sich seine linke Hand, an der sich ein Zugang befand, sie strich seinen Arm auf und ab und beobachtete ihn eine ganze Weile, “wer würde denn und vor allem warum?” fragte sie sich. Sie wollte ihn nicht noch einmal verlieren, nicht so!
Da schellte ein Gerät einen dumpfen Dauerton aus. Hitomi stand auf und in dem Moment betrat auch schon eine Schwester das Zimmer und griff sich von einem Tisch die schon bereitgelegte Injektion, welche sie in den Zugang gab. “Das ist ein Schmerzmittel, allzu viel können wir davon nicht geben, bis wir wissen, was los ist, wir warten noch auf den Bericht des Labors, dieser müsste aber jede Minute eintreffen!” erklärte die Schwester. “Also hat er Schmerzen!” stellte Hitomi besorgt fest. Die Schwester nickte: “Ja, immer wieder, wie gerade eben solche Schmerzattacken, sie treten unregelmäßig auf.” gab sie noch Auskunft und vermerkte es auf der elektronischen Krankenakte und verließ das Zimmer auch schon wieder.

Absatz #7
Saber saß noch immer an den letzten Berichten und lehnte sich in den Schreibtischstuhl zurück. Es klopfte und Misses Ellnys brachte Saber einen Kaffee: “Gegen die Aufregung!” sagte sie und stellte ihm die Tasse auf den Tisch: “Dankeschön, wenn sie möchten, können sie auch nach Hause gehen und sich ausruhen, ich danke ihnen für ihr richtiges Handeln, sie haben damit Schlimmeres verhindert!” sprach Saber zu Misses Ellnys, diese nickte und sprach: “Ich sage nur Termine ab, welche nicht dringend notwendig sind für die restliche Woche, wissen sie schon etwas Neues?” Saber verneinte, spätestens morgen wissen wir mehr!
Colt und Robin hatten gerade den größten Streit, denn es wurde Robin alles gerade zu viel, Colt war kaum noch zu Hause und musste nun gleich auch schon wieder los, wie stellte er sich das alles vor? Die Hochzeitsvorbereitungen, sie musste mit Joshua lernen und ihren eigenen Unterricht vorbereiten. Ab morgen hatte sie Urlaub, aber sie wusste einfach nicht mehr, wo ihr der Kopf seit Tagen stand und setzte sich auf die Couch und fing an zu weinen. Colt setzte sich zu ihr und nahm sie in seine starken Cowboy-Arme und musste beinahe mitweinen.
Auch ihm wurden die letzten Tage jetzt merklich zu viel. Ihm tat Robin leid, sie freute sich sehr und würde wahrscheinlich mit einem halben Burnout vor dem Traualtar stehen, das ist es auch nicht wert. Er überlegte hin und her, aber fand keine Lösung und nach den neuerlichen Begebenheiten stand überhaupt nicht fest, wie das mit der Hochzeit alles funktionieren sollte. Saber und Lorenz würden gar nicht oder wenn nur stundenweise kommen können, Alex und der Rest von Ramrod waren voll eingespannt, weil Saber und er nun auch wegfielen. Und sein Hombre? Er glaubte nicht, dass sein Großvater oder Royu ihm jetzt einfach so irgendwo hinschicken würden, um Party zu machen. Auch machte sich Fireball bestimmt immense Sorgen um seinen Vater, von dessen Zustand immer noch keine Nachricht gekommen war.
“Ach, das ist doch alles zum Mäusemelken!” sagte Colt voll entnervt. Robin, die sich etwas beruhigt hatte und an seiner Brust lehnte, mit einem Taschentuch in ihrer Hand fragte, mit noch tränenerstickter Stimme: “Was ist denn los?” Colt schaute sich um und fragte: “Wo ist Joshua?” Robin bewegte sich nicht, sie wollte einfach jetzt nur gehalten werden: “Nebenan bei David, er sollte in 30 Minuten wieder da sein, warum?” Der Cowboy atmete tief ein und sagte: “Ich muss dir etwas erzählen, bitte höre mir ganz genau zu und dann entscheiden wir, ob wir die Feier nicht verschieben wollen!” Robin, der gerade sowieso alles etwas egal war, nickte nur. Colt berichtete vom heutigen Tag und Kleinigkeiten von Dingen, die wichtig waren, aber auch nicht zu viel, damit er keine internen Sachen verriet. Robin schüttelte mit ihrem Kopf, sie konnte es nicht fassen, einen Anschlag auf den First-Grad, der beinahe geglückt wäre und dass Fireball nicht wirklich in Sicherheit war … und die meisten ihrer Freunde nur teilweise, oder gar nicht da wären.
Sie fing wieder an zu weinen, so hatte sie sich das alles nicht vorgestellt, könnten sie tatsächlich jetzt alles auf Eis legen, bis sich alles beruhigt? Colt hielt und drückte sie, gab ihr immer wieder kleine Küsse auf ihre Stirn: “Lass uns übermorgen trotzdem zum Standesamt fahren, nur wir beide!” Robin schaute auf. Colt erzählte weiter: “Wir lassen es nur für uns geschehen und wir nehmen jede Minute für uns mit!” Robin nickte leicht. “Und wenn sich alles rund herum wieder beruhigt hat, dann machen wir die ganze Sache rund in einer Kirche!” und sah Robin dabei fest in ihre Augen, Robin rollten schon wieder Tränen über die Wangen: “Das ist verdammt kurzfristig abzusagen!” Colt verstand Robins Bedenken: “Ja, aber es sind unsere Freunde, sie werden es verstehen!” Robin weinte lauthals und vom Herzen und drehte sich zu ihrem Cowboy und weinte sich an dessen Schulter aus. Colt war klar, dass von Robin gerade der ganze Druck abgefallen war und die Hormone steuern den Rest zu den Weinattacken bei.
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