8.681 Wörter, 46 Minuten Lesezeit.
Absatz #1
Es war sechs Uhr morgens, und Shinjiros Smartwatch informierte ihn, dass „Bewegung empfohlen“ sei, als er sie mit noch verschlafenen Augen, für das kommende training einstellte. Im Park angekommen, setzte er zu seiner gewohnten Runde an und wie immer war er nicht allein. Einige Läufer drehten bereits diszipliniert ihre Kreise, Hundehalter spazierten mit ihren vierbeinigen Mitbewohnern, oder wurden von ihnen spazieren geführt, je nach Perspektive. Der Alltag begann leise. Und seine Smartwatch vibrierte erneut und zeigte ihn nüchtern an: Kein Training seit fast zwei Wochen und das war eine Tatsache. Seit seinem Beginn als First Grad im KOK war Stress sein ständiger Begleiter gewesen, neue Verantwortung, nahezu fast tägliche Meetings, mit den Befehlshabern, neue Erwartungen, und gefühlt jeder hatte etwas von ihm gewollt, es war kaum Raum zum Durchatmen gewesen. Dazu der gebrochene Arm, der alles irgendwie ausgebremst hatte. Bewegungen, die sonst selbstverständlich waren, wurden zu kleinen Herausforderungen. Die Bandage spannte noch immer leicht unter seinem Shirt. Heute würde der Arzt sie ihm hoffentlich abnehmen, zwei Wochen waren eindeutig genug, fand er. Und es wurde langsam ruhiger im Oberkommando, die anfängliche Spannung in den Einheiten, wegen des Neubeginns, hatte sich gelegt und alles lief wieder in gewohnten Strukturen.
Doch trotz allem genoss er diesen Moment, um sechs Uhr morgens war die Luft noch unverbraucht, er liebte den morgendlichen Frühlingsdfuft, die Welt mit ihren Pflichten war noch ganz weit weg sowie der Lärm, der Big City Yuma. Der Park war weitläufig, und das Licht der aufgehenden Sonne brach sich zwischen den Baumkronen und tauchte die Schotterwege in ein sanftes Gold, während der Tau noch auf den Grashalmen schimmerte. Nur das gleichmäßige Geräusch seiner Schritte auf dem Kies, das entfernte Bellen eines Hundes, und das leise Rascheln der Blätter ließ er gerade nur in seinen Kopf. Denn der Tag würde fordernd werden, das wusste er.
Er sah sich um und ja, an die Läufer war in diesem Park gedacht worden. Es gab einige Routen, welche man ablaufen konnte, je nach Leistung. Er lauschte seinem gleichmäßigen Atem, während er an einem kleinen Flusslauf lief, links der Park mit großen Eichen und Kastanienbäumen, weiten Wiesen, Spielplätzen und Orte, die zum Verweilen einluden. Doch dann holte ihn jemand mit einem: “Guten Morgen!“ aus seinen Gedanken. Ihn überholte ein weiterer Laufbegeisterter und passte sich seinem Tempo an. “Hast du gut geschlafen?” lachte ihm Royu in gewohnter morgendlicher guter Laune entgegen. Und sie liefen die restlichen Kilometer schweigend nebeneinander.

Saber war erst um fünf Uhr morgens nach Hause gekommen, die Nacht war anstrengend gewesen, und er war froh, endlich aus seinen Uniform Schuhen raus zu sein. Er gähnte einmal herzhaft und legte seine Krawatte ab und öffnete sein Hemd. Am meisten hatte ihn die schnelle Auffassungsgabe des Cowboys beeindruckt und Colts logische Schlüsse der Situation, in dem Cowboy steckt viel, dass hatte Saber schon immer gewusst, doch weiß das auch Colt? fragte er sich, während er sich einen guten schottischen Pfefferminztee zubereitete, Kaffee wäre jetzt kontraproduktiv, schließlich hatte er vor noch ein paar Stunden zu schlafen. Und während er Tee zog, verteilte er über seinen Com die heutige Teambesetzung neu.
Colt und er mussten erst einmal schlafen und die ganzen neuen Informationen sacken lassen. Er beschloss seinen Tee auf der kleinen Terasse vorm Wohnzimmer zu sich zu nehmen, um erst einmal runter zukommen, dieser Mai protze nur so vor warmen Tagen, bereits jetzt um diese Uhrzeit war es schon recht angenehm und alles erwachte langsam wieder, die Vögel suchten sich bereits ihr Frühstück, und er beobachtete das piepsige treiben in seinem garten, in dem ein großer Nussbaum, denn vielen gefiederten Nachbarn, wie Saber sie nannte, ein Zuhause gab.

Und seine Gedanken entspannten sich langsam und er schmunzelte vor sich. Er würde tatsächlich Vater werden, so schnell hatte er damit gar nicht gerechnet, wenn er daran dachte, dass sein Vater ihm vor ein paar Monaten genau darauf hingewiesen hatte. Und jetzt würden seine Eltern tatsächlich ihr ersehntes Enkelkind bekommen. Er hoffte, seinem Kind ein genauso guter Vater sein zu können, wie sein Vater es ihm war! “Guten Morgen!“ sagte Sincia und strich über seinen Nacken und gab ihm einen Kuss. “Möchtest du nicht schlafen?” Saber sah sie etwas erschrocken an: “Das werde ich auch gleich, ich habe einfach noch etwas meine Gedanken schweifen lassen, um von der Nacht runterzukommen!”
Sincia nickte verstehend und machte sich ihren Morgenmantel zu und setzte sich neben ihn. “Warum bist du schon wach?” wollte Saber jetzt wissen. Sincia lächelte: „Ich habe die Wohnzimmertür gehört und warum nicht mal eine Stunde früher aufstehen als sonst, so kann ich gleich noch etwas für meine Zwerge ausdrucken.” Saber schmunzelte, Sincia nannte die Kindergartenkinder ihrer Gruppe, “ihre Zwerge“, anders könnte man sie auch gar nicht beschreiben, es waren kleine Menschen, die überall herumwuseln.
Als Shinjiro und Royu nach dem Training das Haus betraten, empfing sie der Duft von frischem Kaffee und einem warmen Frühstück. „Wenn ich das so rieche, wäre ich schneller gelaufen“, murmelte Royu und streifte sich die Schuhe ab.
Shinjiro war bereits auf dem Weg die Treppe hinauf, als ihm sein Sohn, noch etwas verschlafen, entgegenkam: „Wo warst du?“ fragte Shinjiro ruhig, „Wir hatten gestern eine Abmachung, erinnerst du dich?“ Fireball blinzelte zweimal. „Was? Heute schon?“ fragte er und rieb sich den Nacken. „Ich dachte… eher später?“ sprach er und war kurz davor zu gähnen. Shinjiro sagte nichts weiter und löste seine Uhr vom Handgelenk, und gab sie seinem Sohn: „Drei Kilometer“, sagte er knapp und deutete mit einem leichten Nicken zur Haustür udn ging nach oben. Fireball sah ihm nach. Royu blieb grinsend stehen und stippte seinem Neffen gegen den Oberarm. „Ja, heute schon“, bestätigte er trocken. „Der Tag wartet nicht auf dich.“
Fireball blies resigniert Luft aus seinen Lungen und rollte mit den Augen, während er jetzt auch seinen Onkel nachsah. “Drei Kilometer”, murmelte er, verzog das Gesicht und ging langsam nach unten und griff nach seinen Schuhen.
Es war bereits Mittagszeit im Oberkommando, Captain Hikari war im dritten Stock unterwegs, seine feste Stützbandage war er los, der gebrochene Arm war nun kein Thema mehr. Seine gestrigen Kopfschmerzen hatte er angesprochen, laut Symptome führte es der Arzt auf Stress zurück, eine starke Migräneattacke hatte ihn da wohl gestern überrascht, das grelle Blitzlicht war wohl der Auslöser dieser gewesen. Nichts Dramatisches, aber etwas sehr Unangenehmes, so der Arzt. Er loggte sich als anwesend ein.
Absatz #2
Fireball und Aaiko waren in Downtown von Yuma City unterwegs, er wollte ihr alles zeigen. Davor hatte er auch schon dem Cowboy und den Schotten eine Nachricht geschickt, dass er auf Yuma sei, aber bis jetzt wurde sie weder gelesen noch darauf geantwortet. Also suchten sie sich einen gemütlichen Co-Working-Space mit integriertem Café in denen sie gemeinsam für die Uni lernen konnten, denn Fireball stand kurz vor seinen Prüfungen, er lag bei 98 Prozent, sein Vater hatte vor gut 3 Monaten 100 verlangt, aber mehr ging wecht nicht!

Saber lag in seinem Bett, er war zwar schon seit gut einer halben Stunde wach, doch er döste noch so vor sich hin. Fireball hatte er bereits geschrieben, er streckte sich und stand auf und rief Colt an.
Doch Colt war schon wach und verließ gerade das Maklerbüro, die Farm in Texas sollte sich schnell verkaufen lassen, so der Makler, schließlich war Farmland selten geworden in Texas geworden, er atmete einmal tief ein und aus, “es ist das richtige!”, sagte er sich und steckte seine Hände in seine Hosentaschen. „Hey Colt, huhu…“ und der Cowboy sah neben sich und Fireball schaute ihn fragend an. Colt hatte ihm geschrieben, wo er in der Stadt unterwegs war und sie sich treffen können.
Fireballs Gesicht wechselte von Fragend ins Grinsen, als der Cowboy endlich gecheckt hatte, wer da neben ihm stand, schließlich war Colt noch in seinen Gedanken vertieft gewesen und auch noch etwas müde. Beide umarmten sich zur Begrüßung: “Was ist los mit dir, ich habe dich zweimal angesprochen!” Fragte ihn Fireball etwas besorgt. “Sorry Hombre, ich war gerade in Gedanken, wie geht es dir?” Fireball schaute den Kuhhirten an: “Mir gut und dir, die schaust gestresst aus.” kam es darauf von Fireball, der die Augenringe durchaus bemerkt hatte. Colt nicht: “Ja danke, liegt am Stress“, antwortete der Cowboy trocken und grinste. Fireball verschränkte zweifelnd seine Arme: “Oder hast du schon kalte Füße, vor der Hochzeit, oder warum bist du so weit weg, dass du nichts mehr um dich herum mitbekommt?“ Colt lachte und Fireball blickte hinter dem Cowboy: “Warst du etwa da drinnen, hast du endlich eine Kuhwiese gefunden?” Colt schüttelte mit dem Kopf und lief los: „Nein, ich habe eine verkauft!”
Fireball verstand nicht: “Häm, wie jetzt?” und Colt erklärte: “Ich habe das Land meiner Eltern in Texas zum Verkauf angeboten!” Fireball war schockiert und seine Augen wurden groß und schaute nochmal in Richtung Maklerbüros. “Bist du dir sicher, dass das richtig ist, Colt?” Colt nickte: “Mein Leben ist jetzt hier!” Fireball sah zu Colt: “Ja schon, aber gleich alles abbrechen, ich meine, es ist die Farm deiner Familie, wie alt ist sie?” Colt schaute auf seine Unterlagen in der Hand und auf die Urkunde, die eine Kopie des Land Erwerbs von damals war und gab sie seinem Freund.
Fireball nahm das Papier entgegen und sah auf eine vergilbte Fotokopie einer antiken Urkunde: “Colt, das darfst du nicht machen, laut dieser Urkunde gehört deiner Familie dieses Land seit 1820, bestimmt sind sie damals in Amerika eingewandert, das wäre doch auch mal spannend in Erfahrung zu bringen, oder?” kam es begeistert von Fireball. Colt dachte kurz nach, und sie gingen in eine schmale ruhigere Straße und liefen Richtung Park, an dessen anderem Ende sich die Wohnung des Cowboys befand. Colt sah zu seinem Kumpel: “Ich habe mich bereits entschieden, ich möchte hier einen Grundstein legen und dazu benötige ich Kapital!”
Fireball schüttelte mit seinem Kopf und stellte sich vor seinem Freund: “Und dafür verkaufst du diesen Grundstein, den es schon gibt, mit dem Verkauf schmeißt du das weg!” Colt wurde jetzt doch ein wenig ärgerlich, warum ist sein Freund so dagegen, und er blieb stehen: “Warum ist dir das so wichtig?” Fireball sah Colt erstaunt an: “Weil ich nicht möchte, dass du es irgendwann bereust nur, um jetzt an schnelles Geld zu kommen!” Colt sah Fireball in die Augen und atmete tief ein und aus: “Ich habe darüber wirklich lange nachgedacht!” Fireball ließ die Antwort nicht gelten: “Du schmeißt damit deine Familiengeschichte weg und zeigte mit einer Hand auf die Urkunde. Da liegt dein Grundstein, dafür haben deine Vorfahren bestimmt alles geopfert und waren bestimmt auch oft in Situationen, wo sie mit dem Gedanken spielten, die Farm zu verkaufen. Aber sie haben es nicht getan, bis jetzt!” argumentierte Fireball und las sich den Namen der Unterschrift durch: “William Wilcox. Er hat sie damals auch für dich gekauft!” Colt ging weiter, irgendetwas machten die Worte seines Freundes gerade mit ihm. “Ist das schon fest bei dem Makler oder …” Weiter kam Fireball nicht mehr. Colt drehte sich ruckartig zu Fireball um: “Es ist fest und ich möchte jetzt nicht mehr darüber reden!”
Fireball hatte sich kurz erschrocken, aber er fand das nicht richtig und musste einfach dagegen halten: “Ich möchte es nur verstehen!” sagte Fireball und Colt ruderte wieder zurück, er wollte nicht streiten, doch hatte sich Fireball einmal in etwas verbissen, hörte dieser so schnell nicht auf: “Tut mir leid!” und stemmte seine Arme in die Hüften und sah seinen Hombre vor sich an, der ihn erwartungsvoll ansah: “Ich möchte, dass meine Kinder nicht in der Stadt aufwachsen, sie sollen die Natur, weites Land, Pferde, Felder um sich haben!” erklärte er. Fireball nickte: “Du hast den Kuhmist vergessen!” Colt lachte: “Ja, die Kuh ist auch mit eingeplant, sie soll Bertha heißen.“ Fireball musste darauf lachen: “Hübsch, aber sie muss weiß-schwarz-gefleckt sein.” war Fireballs Bedienung. “Von mir aus auch Lila, wenn du nur aufhörst!” kam es von Colt und beide lachten.
„Verstehst du jetzt, sie sollen die Tür aufmachen und rausrennen können, ohne dass ich Angst haben muss, dass ein Auto sie überfährt!” Fireball nickte: “Das verstehe ich schon, aber dann wäre alles, was davor war, weg!” Colt ging, einige Schritte schweigend: “Ist das nicht eh der Lauf der Dinge?” sagte der Lockenkopf etwas nachdenklicher. Fireball schaute sich im Park um: “Ich glaube nicht, so eine Farm kauft man nicht einfach, bewirtschaftet sie, nur um sie dann zu verkaufen, sie wurde weitergegeben und jetzt bist du an der Reihe, da eine kluge Entscheidung zu treffen, sie heißt sogar Wilcox Farm, laut Urkunde. Also, wenn du sie jetzt verkaufst, hast du sie dem Lauf der Dinge hingegeben.” Colt sah stumm zu seinem Kumpel neben sich: “Du kannst dann immer noch davon erzählen, dass du von der Erde, aus Texas stammst, aber für deine Kinder oder dessen ist das irgendwann nicht mehr existent, weil sie es nicht fassen können, es davon nichts physisches mehr gibt, es verschwindet einfach.” Colt nickte und blickte geradeaus: „Wie gesagt, ich habe mich entschieden, ich werde hier die Wilcox Farm neu anlegen, Step by Step, ich sehe es hier als etwas Neues!” sagte er und räusperte sich.
Fireball nickte ergeben: “Ok, ein Mann, ein Wort!” Aber so sicher schien sich sein Freund doch nicht mehr zu sein, das merkte der Japaner. Für Colt war dieses Farmland seiner Eltern immer etwas besonderes gewesen. Und Colt war schon in viel schlimmeren Situationen gewesen, wo er das Farmland hätte verkaufen können, um im Neuen Grenzland neu anzufangen und gut zu leben. Und genau dieser Punk war es, den Fireball nicht verstand. Damals wäre Colt lieber verhungert, als diese Farm zu veräußern. Er hatte immer von dieser Farm gesprochen, Fireball kannte alle Details, alle Tiere die es dort gegeben hatte, denn Colt hatte ihm oft erzählt und er hatte nie von einem Verkauf gesprochen und jetzt soll alles so schnell gehen? Zu schnell für Fireballs Geschmack.
Colt drückte Fireball den Hefter des Maklers in die Hand, Fireball nahm ihn zögerlich und schlug ihn auf: „Sie ist sogar schon gelistet, also kann sie jeden Moment jemand kaufen?” Colt nickte: “Farmland in Texas ist zurzeit so gut wie gar nicht zu bekommen.” Colts Kommunikator klingelte: „Der Säbelschwinger!” sagte er und nahm ab. Fireball setzte sich auf eine Bank und blätterte in den Unterlagen, während der Cowboy telefonierte. Nach einigen Minuten legte Colt auf und setzte sich neben Fireball auf die Bank. “Und, ist was passiert?” fragte der Japaner, Colt schüttelte mit seinem Kopf: “Das Meeting wurde abgesagt, ich muss aber später nochmal los!” klärte Colt seinen Freund auf. Fireball nickte und gab Colt seinen Hefter wieder.
“Darf ich mir das ein paar Tage ausleihen?” Fragte Fireball und zeigte Colt die Fotokopie der Grundstücksurkunde. Colt zuckte mit seinen Schultern: “Klar, warum nicht, nur was willst du damit?” Fireball grinste: “Ich finde sowas interessant!” gab er als Erklärung, und sie beschlossen, einen Kaffee trinken zu gehen, bevor Colt los musste.
Absatz #3
Captain Hikari und Mentor Eagle ließen sich den verbesserten Peacekeeper zeigen. Ein Ingenieur und der Pilot des Peacekeeper gaben den beiden über alles geduldig Auskunft. Auf der hellen Brücke gab es jetzt in der Mitte einen Runden mit einer Stufe erhöhten Kommandostand mit zwei drehbaren weichen Sitzen, auf dem man alle Systeme aufrufen konnte, ungefähr 4 Meter vor diesem war der breite Rasterortungsschirm versetzt worden. Rechts von Rodel war die Piloteneinheit für zwei Piloten, daneben saßen die Navigatoren und auf der linken Seite die Scharfschützen und Techniker und andere wichtige flugtechnische Dynamiken. “Die haben echt alles herausgerissen und neu gemacht!” stellte Eagle fest. Hikari stand in der Mitte der Brücke vor dem Rondell, mit den Händen in seiner Hüfte und nickte: „Es ist chic geworden!” Ein Ingenieur kam auf den First-Grad zu und erklärte den neuen Rasterortungsschirm.

“Das ist neueste Technik, basierend auf der Ramrod Software, mit diesen kann man nicht nur alle Ortungen legen, sondern auch gleichzeitig das Radar, es greift beides automatisch ineinander.“ und er schaltete diesen ein und vor ihnen erschien das gesamte Flugfeld des Oberkommandos, alle Bewegungen am Boden und noch in der Luft. “Auf diesen Punkt kann man alles legen, wie zum Beispiel hier am Boden, das Radar des Towers.” In diesem Bereich konnte man sich ein Schreibpult einrichten und einen Teil des Schirms konnte man handschriftlich ergänzen, planen oder zeichnen. “Hübsches Detail!” sagte Captain Hikari, er ließ sich den Pen von dem Ingenieur geben und klickte damit auf dem Schirm irgendein Schiff welches am Boden war an, es wurden alle möglichen Informationen aufgezeigt, in diesem Fall war es ein Versorgungsschiff welches, Kaffee, Milch und andere Küchenwaren geladen hatte. “Gut, für Kaffee ist in den nächsten Tagen gesorgt!” sagte er scherzend und drückte weitere Informationen an und konnte über den zweiten Schirm die Schiffe für Taktiken verschieben.

er Ingenieur tippte etwas auf seinem Tablet und auf dem Schirm wurde eine Maske gelegt, die Feindkontakte anzeigte, es erschien plötzlich auf dem Gelände des Oberkommandos viele rote blinkende Punkte.”So würde es ausschauen, falls Kontakt besteht.” Hikari nickte: “Ja, sehr schön!” und sie gingen weiter im Schiff umher, es gab auch kleinere Räume und Kabinen mit Sitzen, welche für Start und Landung genutzt werden konnten, ein Lager für Getränke und Speisen, ein Erstversorgungs Raum für maximal 2 bis 3 Verletzte, Toiletten und einen abgeschirmten Raum, der abhörsicher, schalldicht ausgearbeitet wurde, nicht groß, aber es passen gut 5 Mann rein. Es ging weiter in den Hangar des Schiffes, dort gab es eine mannshohe Rettungsluke, an der ein anderes Schiff andocken konnte, um eine Evakuierung im All vornehmen zu können. Und ein Shuttle stand auch bereit. Im Technikraum gab es zwei Antromiet-Graviton-Impulsantrieb basierend auf der kontrollierten Wechselwirkung zwischen komprimiertem Antromiet-Plasma und modulierten Graviton-Feldern, damit konnte der Peacekeeper 30 Stunden ohne Landung im All unterwegs sein, mit dem zweiten zusätzlichen Antromiet Triebwerk wären es nochmal 20 Stunden.
Lorenz und Saber saßen im Meeting-Raum und beobachteten das unbekannte Signal und die neuesten Daten dazu auf dem Monitor. Saber konnte keine Schwankungen feststellen. “Es sieht ganz danach aus, dass es stabil ist.” sagte der Schotte. Lorenz ließ seinen Pen auf den Tisch fallen: “Das ist frustrierend, einfach nur ein blink, blink, blink und das immer und immer wieder.” Shinjiro, der nicht auf das Gesagte einging, stand auf, um einfach mal zu stehen und stellte die aktuelle Aufnahme auf den Monitor. Und lehnte sich an den Tisch. Saber tat es dem Captain gleich: „Was vermuten Sie, Sir?” Der Captain schüttelte langsam seinen Kopf und atmete hörbar aber leise scharf aus: “Wir werden dahin fliegen!“ Lorenz stand auf und trat nun auch vor den Monitor. “Wann?” und er grinste, endlich gab es mal was zu tun. Saber sah darauf ebenfalls grinsend zu Lorenz.
“Du bist ganz heiß darauf, was?” fragte Shiniro und zeigte auf den Monitor. Lorenz nickte: „Ich bin auf vieles heiß, doch gerade darauf am meisten, dann hätten diese Stunden, wo wir auf das Signal starren, auch mal ein Ende!” Shinjiro nickte und ging auf seinen Platz und notierte sich einige Zahlen auf einen Schreibblock, der neben seinem Tablet lag. 240 19 72010 und machte den Monitor wieder aus. “Gut Schluß für heute!” sagte er und loggte sich darauf auch schon aus. Lorenz packte seine Sachen ein: “Was erwartest du von diesem Signal?” fragte er währenddessen. “Es kann alles und nichts sein!” war Shinjiros ernüchternde Antwort. “Also soll es Top Secret bleiben, Sir!” fragte jetzt Saber Captain Hikari nickte. “Na dann bin ich gespannt!” sagte Lorenz und verabschiedete sich darauf auch gleich. “Kam Jonnsons noch einmal auf sie zu, Mr. Lancelot?” fragte Captain Hikari, während die beiden das Büro verließen.
Im Fahrstuhl antwortete Saber: “Nein, ich vermute, ich bin wirklich raus. ich war wohl zu objektiv” Captain Hikari schaute nickend auf seinen Kommunikator: “Abwarten …!” sagte er nur. Im Parkhaus verabschiedeten sich die beiden voneinander. “Gute Nacht, Mr. Hikari!” sagte Saber. Captain Hikari, der schon einen Schritt in Richtung seines Wagens gelaufen war, blieb stehen und drehte sich langsam zum Schotten um und sah Saber etwas fragend entgegen: “Gute Nacht, Mr. Lancelot!” Sagte er schließlich und wandte sich langsam wieder ab und öffnete seinen Wagen. Saber sah dem Captain nach, ihm war diese Reaktion nicht entgangen, die Verabschiedungen waren meist schnell und wenig persönlich, meist mit Floskeln untermalt, vom Captain selbst kam meist nur ein Nicken. Saber stieg in seinen Wagen und fuhr los, er würde sich noch einen schönen Abend mit Sincia machen. Und er hoffte, dass bei Colt alles gut lief!
Absatz #4
Es dämmerte, und Colts Stiefel knacksten auf den staubigen roten Schotter, langsam betrat er die Veranda der Tromston Ranch und öffnete mit beiden Händen die Schwingtür und sah sich um, bevor er eintrat und ging direkt in den Saloon. Wo er das letzte Mal Neo getroffen hatte.

Im Saloon war bereits verraucht und das Licht war nicht wirklich ausreichend. Western Musik lief vom Band, einige spielten Karten und tranken Bier, oder hingen stumm an der Bar ab. Andere waren auf Yuma gestrandet, in der Hoffnung, in der Ferne ein neues Leben zu beginnen, ganz andere genossen einfach ihren Feierabend auf der Ranch. Kaum zu glauben, dass dieser Ort tagsüber ein Ausflugsziel für Familien war. “Man erlebt doch immer wieder Neues.” dachte sich Colt, bestellte sich ein Bier, lehnte sich gegen den Tresen und sah sich weiter um.
Der Barkeeper stellte dem Cowboy sein Bier hin und Colt ging damit zur Dartscheibe in der Ecke, um sich die Zeit etwas zu vertreiben, und begann mit sich selbst ein Spiel, der Rekord lag bei 5 Treffern: “Na dann!” sagte er und traf knapp ins Schwarze einen halben Millimeter daneben, doch der zweite Schuss saß, der dritte sowieso und der vierte war knapp daneben, der fünfte saß wieder. Colt trank einen Schluck und wiederholte sein Spiel. Diesmal saßen alle 5, die Scheibe blinkte auf, jetzt hieß es den 6 klar hineinzubringen und er hätte ein Freibier gewonnen. Als er zielte, lief jemand in sein Schussfeld: „Mensch, siehst du nicht, dass ich hier werfe!” kam es genervt von Colt, und der angesprochene lachte und posierte nun erst recht vor der Dartscheibe: “Na los wirf!” forderte Neo den Cowboy auf und Colt tat es tatsächlich, der Pfeil zischte an Neo der nicht damit gerechnet hatte, vorbei und noch bevor er reagieren konnte beglückwünschte, die Dartscheibe bunt blinkend den Gewinner.
“Bist du fertig mit deinen Ställen?” fragte der Cowboy und nahm sich einen Sieger Schluck vom Bier. “Was willst du hier Colt?” fragte Neo, der sich vom kurzen Schrecken erholt hatte, direkt: “Jedenfalls nicht mir dein Geschwätz anhören, also zieh ab!” sagte Colt und zeigte zum Ausgang. Die Kellnerin brachte Colt sein Freibier, und Neo nahm es ihr ab und fragte nochmal: “Also was?” Colt verschränkte seine Arme und fragte: “Mich würde interessieren, was du hier machst, du wolltest nie nach Yuma, sondern auf Alamo bleiben!” Neo lachte und setzte sich mit seinem Freibier. Colt tat es ihm gleich und legte die 6 Pfeile vor sich auf den Tisch.
“Auf Alamo kann man nur leben, wenn man irgendwas mit dem Oberkommando zu tun hat und ich brauchte Geld, also ging ich nach Yuma, aber bevor ich nach Yuma City kam, war ich in Keystone an.” Colt hielt sein Glas in seiner Hand und sagte: “Das ist ein Brennpunkt!” stellte Colt fest, Keystone, lag circa 300 Meilen nördlich von Yuma City, es war die erste Siedlung auf dem Planeten Yuma gewesen, doch heute lebten dort die Gescheiterten, oder die bei ihrer Ankunft mittellos sind, kein schöner Ort, viele Drogen und andere kriminalität. “Ja, ich nahm jeden Scheiß Job an, um da auch wegzukommen, und vor gut 10 Monaten kam ich nach Yuma City und habe auf den Farmen hier in der Umgebung gearbeitet und jetzt bin ich hier, aber ich möchte da hin!” und er zeigte auf die hell erleuchtete Skyline von Yuma City, mit ihrem markanten Tower, des Oberkommandos. Colt nickte: “Na, das ist doch mal ein Ziel!” Neo nickte ebenfalls: “Ja, und das kommt immer näher!” und leerte sein Glas mit einem Zug und bestellte gleich ein neues. “Aber nun zu dir, du bist nicht einfach nur so hier, also nochmal, was willst du, Cowboy?”
Colt grinste: “Gut erkannt, dein Geschwätz ging mir nicht aus dem Kopf und seitdem höre ich von einigen Seiten immer mehr solche Stimmen, sogar im Oberkommando selbst.” Neo lachte: “Na so was, sind deine Ohren jetzt auf Empfang, hätte ich nun nicht erwartet!” Colt stellte sein Glas auf den Tisch und nickte leicht: “Ich bin nicht der Denker, ich bin ein Macher, aber ich möchte auch vorankommen.” Neo lachte auf: “Hoppla, was ist denn bei dir passiert, aber manchmal braucht es einen Nachhall!” und Neo stand auf: “Wer hat dich denn im Oberkommando angesprochen?” wollte er jetzt direkt wissen. Colt atmete innerlich tief ein, jetzt musste er die Katze aus dem Sack lassen. „Dellwig!“ Neo nickte: “Kennst du ihn noch?” Colt nickte und verschränkte seine Arme. „Es war damals seine Idee mit den Freigetränken, die uns spoiled Boy ausgegeben hatte, ihn hätte die Krake KOK auch beinahe gefressen, bis er merkte, dass er auf der Redwing, einem drittklassigen Schiff gelandet war, wo alle nicht weiter kamen, nicht einmal der Captain selbst.” Colt stand auf. “Du meinst Jonnsons.” Neo riss seine Augen auf, sein Gegenüber sprudelte ja nur so mit den Namen um sich: “Du bist mutig, Offizier Wilcox, du beschuldigst hier in der Öffentlichkeit einen Captain des Verrats!” Colt nahm sich die Pfeile und zielte die Scheibe an: “Ach tu’ ich das, oder ist es so?” Neo schüttelte mit seinem Kopf: “Nein ist es nicht!”
Colt schoss: “Ach und was ist es dann?” Neo erklärte: „Was passiert nach dem First-Grad, es wird wieder ein neuer kommen, die werden sich die Klinke dort oben in die Hand geben, ist dir klar, wie viel Macht so ein Mensch eigentlich hat?” Colt hörte zu und winkte ab: “Deswegen setzt man ja nicht dich da hin!” warf der Cowboy ein. “Aber das ist doch nicht alles.” Neo trat an den Cowboy heran: “Stell dir vor Das Königreich Jarr öffnete sich für das Neue Grenzland, weißt du was dann geschieht, das Oberkommando, liegt dann unter der Monarchie. Und Hikari ist Pro Jarr.” Colt zuckte mit seinen Schultern: “Das ist es also?” und Colt knüpfte die fäden zusammen, damals gab es auch gegner, das ein Königreich ins geschehen des Neuen Grenzland einmischte und mit dem jetzigen militärischen Bündnis, öffnet König Jarred auch langsam die Wirtschaftlichen Tore und wenn diese offen sind, hätter auch das Königreich zugriff in der Politik. “Deswegen muss der First Grad weg, er ist die Brücke, um der Politik den Weg zu ebnen.” Colt sah Neo an: “Was ein Dünnschiss und dann herrschst du, oder was?” fragte Colt und lachte auf. Neo fixierte den Cowboy und kniff seine Augen zusammen: “Es geht um viel mehr, schau dir die Planeten im Sector B an, alle haben Bodenschätze und Erze die man noch nicht bestimmt hat, sollte das in Jarred Hände fallen…” – “Also plant ihr eien Militärdiktatur“, warf Colt dazwischen, Neo verstummte … “Was ist mit dir passiert, bist du zum Blitzdenker geworden, Cowboy?” Colt trank ein Schluck und grinste: “Nein, ich habe sowas wie gesunden Menschenverstand, jedenfalls noch, wenn ich mir länger dein Geschwätz anhöre, bekomme ich Kopfschmerzen.“
Neo nahm sich jetzt auch einen Dartpfeil: “Sie werden dich auch klein halten Cowboy, glaub mir” und Neo schoss seinen Dartpfeil auf die Scheibe. “Ihr habt einen Plan!” stellte Colt trocken fest und ging nicht auf das Gesagte von Neo ein. Neo sah Colt abschätzend an.
“Vielleicht und du, Cowboy?” fragte Neo. Colt zuckte darauf nur mit den Schultern: “Wenn er gut ist!” Neo war überrascht von dieser Wende, der Cowboy pokerte und wog wohl ab, was für ihn lukrativer wäre. Neo sagte: “Was sie im Oberkommando veranstalten, ist mir egal, aber ich benötige jedoch dessen Hilfe, ich habe nur eine offene Rechnung und die werde ich begleichen und dabei wird einiges für mich rausspringen!” Colt stellte sich in die Schusslinie von Neo und stemmte seine Hände in die Hüften: “Wie viel?” Neo grinste: “Genug, um es sich bis zum Schluss schön und angenehm zu machen. Also was ist besser, sich da täglich abrackern und sich auch noch dumm kommen zu lassen, oder einmal “Augen zu und durch” und sein Leben genießen?”
Colt setzte sich: “Warum erzählst du mir das alles, ich könnte ein Spion sein und dich jeden Moment hops nehmen” Neo grinste selbstsicher: “Das wäre wenn, schon passiert, nach unserer letzten Unterhaltung, man muss auch mal hochspielen und das tue ich und du bist niemand, der jemanden ausliefert, das warst du noch nie, du bist der liebe Colt, der zwar immer knallhart tut, aber auch nur etwas aus seinem Leben machen möchte, mit so wenig aufwand wie nur irgendwie möglich, oder liege ich da falsch?” Colt dachte nach, zum einen hatte Neo recht, er nahm gerne den leichten Weg des geringsten Widerstandes, so war es früher, er hatte sich immer irgendwie so durchgemogelt, es hatte immer geklappt sei es in der Schule oder bei den Prüfungen auf Alamo, nur seitdem er wusste, wo sein Platz ist und wofür er das alles tat und auch gerne tat, ein anderes Leben konnte er sich gar nicht mehr vorstellen: “Richtig!” sagte Colt und nickte so entschlossen er nur konnte.
Neo nahm sich einen Dartpfeil: „Kostenlose Grundausbildung, Aufstiegschancen, gutes Geld.” Soll ich noch weitermachen? Die brauchen nur Kanonenfutter, mehr nicht!” Colt nahm ein Schluck Bier: “Dafür das dir das Oberkommando so egal ist, redest du verdammt viel davon!” stellet der Cowboy fest. Neo schoss seinen Pfeil, doch dieser prallte von der Scheibe ab: “Ja, dieser Verein hat einfach alles versaut, ich wäre jetzt auch dort mittendrin und nicht hier zwischen Pferdemist und Schlepperei.” Colt hob den Dartpfeil auf und sagte währenddessen: “Also brauchst du das Oberkommando doch!” Neo nickte: “Ja, das wären zwei Fliegen mit einer Klappe, ich könnte dem Verein Schaden zufügen und für mich springt auch noch was dabei raus, ich nenne es Abfindung, für einen versauten Lebenstraum!”
Colt stellte die Dartscheibe wieder auf null und sagte: “Ich nenne so etwas Rache oder Vergeltung!” Neo zuckte mit seinen Schultern: “Nenn es wie du willst, das ist unwichtig!” Colt setzte zu einem Schuss an: “Woher bekommst du die Informationen?” Neo griff nach dem Pfeil in Colts Hand und richtete diesen auf Colts Brust. “Das wirst du schon irgendwann erfahren, es sind nicht nur kleine Fische, die mitspielen und den aktuellen Stab aushebeln wollen, glaube mir, mit ein bisschen Beobachten und Nachdenken, erkennst du sie, aber lass dir eins gesagt sein, für Verräter haben wir keinen Platz!” und drückte den Pfeil nun etwas fester gegen Colts brust.
“Pff, Verräter, wer hier was ist, sei dahingestellt!” sagte Colt und nahm den Pfeil aus Neos Hand und warf diesen ins Schwarze, ohne hinzusehen!” Neo grinste: “Gut, damit bist du eine weitere Quelle!” Colt schaute zu Neo: “Was willst du wissen?” fragte er direkt. “Mich interessiert nur Spoiled Boy, ich weiß, dass er auf Yuma ist und seine kleine Freundin auch, schon mal nachgeforscht, wo er studiert, ist sehr interessant.” Colt gefiel das Gesagte ganz und gar nicht: “Was hast du vor?” Neo setzte sich: “Erstens das zu Ende bringen, was ich vor drei Jahren begonnen hatte, dabei kam mir dieser Saber Rider dazwischen,aber keine Sorge, ich gehe nur so weit wie ich gehen muss!”
Colt setze sich Neo gegenüber und sah sich um: “Das ist verrückt!” Neo grinste: “Nein, nur gerecht, ich will die Kohle, welche 16 Jahre lang gezahlt wurde an die Familie, für die es nur Peanuts sind, wie gesagt da geht es nicht um das Geld, es geht um Macht und der First-Grad wird einiges für seinen Sohn springen lassen, das wird ihm nicht einmal wehtun!” sagte Neo leiser und sah Colt ernst an! “Wer ist da alles mit drin?“ Fragte Colt nun direkt nach “Das wirst du sehen, wenn du dabei bist, dann kannst du auch keinen Rückzieher mehr machen, obwohl … auch jetzt schon nicht mehr.” Colt lehnte sich zurück: “Wie meinst du das?” Neo schlug seine Weste etwas zurück: “Es gibt genug Zeugen für unser kleines nettes Gespräch hier!” Colt grinste pokernd: “Du miese kleine Wanze!” Neo nickte: “Reine Sicherheitsmaßnahme, du verstehst!” Colt nickte.
Absatz #5
Bei den Hikaris war gerade das Abendessen zu Ende gegangen und Fireball schob eine Kiste ins Wohnzimmer. Hitomi beobachtete das skeptisch, ihr Sohn hatte wohl den Dachboden bei seinen Großeltern entrümpelt, denn genau diese Kiste war heute aus Japan eingetroffen. Doch als er den Deckel öffnete waren alle neugierig was sich darin befand, außer der Großvater dieser wusste von der Entrümpelungs Aktion seines Enkels und beobachtete das Vorgehen etwas amüsiert. Hitomi griff hinein, Shinji hatte einfach alles mitgebracht, unter anderem auch die ganzen Fotos und andere Gegenstände, die einfach so mit in den Kisten lagen, welche Großvater nach dem Verschwinden von Shinjiro damals zusammengepackt hatte und in die hinterste Ecke auf den Dachboden verbannt hatte.
Es war ein richtiges Schätze dabei fand Hitomi, einiges kannte sie selbst noch nicht. So saßen alle irgendwann verteilt auf dem großen Sofa und in der Mitte auf dem Tisch lagen vereinzelte Fotoalben, Hefter und auch Datensticks, davor die Kiste. Fireball schaute zusammen mit Aaiko und seinem Großvater einige Bilder an und der Großvater erklärte die Orte. Shinjiro hatte sich einen Stapel loser umher liegender Fotos gegriffen, es war alles vollkommen durcheinander, das Hochzeitsfoto, sogar das erste offizielle gemeinsame Foto mit Hitomi und ihm, sie waren damals 17, er musste kurz grinsen, sie waren davor schon ein Paar gewesen, wenn man das so nennen konnte. Hitomi setzte sich neben ihn und gab ihm ein hellblaues Fotoalbum: “Hier, ich dachte, das würde dich interessieren!” sagte sie und er nahm es in seine Hände, es war das liebevoll gestaltete Album seines Sohnes, welches von Hitomi gepflegt wurde. Shinjiro schlug die erste Seite auf, diese war einfach überall auf der Welt gleich, Daten, Fakten und ein Foto kurz nach der Geburt. Er wusste noch alles von diesem Tag, es war etwas, das er sich in den vergangenen Jahren immer und immer wieder in seinem Kopf angeschaut hatte, um nichts zu vergessen. Die ersten Bilder kannte er, oder vielmehr die Situationen, er lag schlafend auf dem Tatami-Boden im Wohnzimmer unter ihm, nur ein paar Sitzkissen und Shinji, sein damals drei Wochen alter Sohn lag auf ihm und schlief.
Hitomi kicherte, als sie sich daran erinnerte: “Weißt du noch, in dieser Nacht hatte sich Shinji gar nicht beruhigen können, er hatte einfach nur geschrien, ich war auch schon so verzweifelt und fing an zu weinen, da hattest du ihn herumgetragen und irgendwann war ruhe und ich ging schauen und ihr hattet beide da gelegen und tief und fest geschlafen.” Shinjiro nickte und erinnerte sich leicht schmunzelnd: “Er hatte gepupst und ist dann seelenruhig eingeschlafen” fasste er das Ende des lautstarken Abends zusammen und Hitomi musste sich darauf ein Lachen verkneifen und sah zu ihren Sohn, der gerade Aaiko etwas erzählte. Shinjiro blätterte weiter, der erste Geburtstag seines Sohnes im Arm von einem Sumoringer, “damit er groß und stark werde” waren die Schriftzeichen darunter. Und er musste auch schlucken, denn es war Royu, der dem Sumoringer seinen Sohn in die Hände gab, und nicht er. Auf der nächsten Seite waren die ersten Schritte: “Er war faul, er fing erst mit 15 Monaten an zu laufen.” erzählte Hitomi, Shinjiro harkte das als Information in seinem Kopf ab und musste an heute Morgen denken, als es ums Joggen ging.

Es kamen schöne Alltagsbilder, die so typisch von Hitomi in Szene gesetzt wurden, unter anderem die Kirschblüte in Tokio. Sein Sohn rannte zwischen den vom Wind umher wehenden Blüten und freute sich des Lebens. Shinjiro klappte das Album zu und legte es beiseite. “Ich schaue es mir später weiter an.” sagte er zu Hitomi, sie verstand was er damit meinte, es ging ihm nahe, all diese Dinge nicht miterlebt zu haben. Sie nahm das Album wieder an sich und stand auf.
“Also, ich mag es dann doch lieber digital.” sagte er und wischte ein Bild nach dem anderen auf dem Tablet durch. Shinjiro sah stumm zu Royu. Fireball stand: “Ich habe noch etwas auf Großvaters Dachboden gefunden.” begann er und alle schauten erwartungsvoll zu ihm, was würde denn jetzt noch kommen? “Und zwar war das sehr gut versteckt.“ Und er holte ein kleines rotes Matchbox-Auto aus seiner Hosentasche und reichte es seinem Vater.” Shinjiro stand auf und nahm es entgegen und verstand erst nicht, aber als er es sich genauer ansah, erinnerte er sich und sah überrascht zu seinem Sohn: “Wo hast du das gefunden?” wollte er jetzt doch wissen. Fireball grinste seinen Vater an: “Du hattest es im Schultergurt deiner Schultasche versteckt!” Shinjiro sah seinen Sohn mit großen Augen an, jahrelang hatte niemand dieses Versteck gefunden und sein Sohn ging einmal auf den Dachboden und er fand es sofort. Selbst er hatte es tatsächlich irgendwann vergessen. Er drehte das Auto und betrachtete es von allen Seiten und sah auf: “Danke!” sagte er zu seinem Sohn und setzte sich wieder. Royu nahm es ihm aus der Hand. “Hey, das ist sogar meins, von der Rennbahn, das Rote hatte immer gefehlt.” Erinnerte sich der nächste im Raum. Shinjiro nahm es ihm wieder weg: “Dann hättest du es nicht herumliegen lassen sollen!” Da fiel sein Blick zufällig auf seinen Vater, der ihn ansah. Doch Shinjiro grinste in sich hinein, jeder hatte sein Versteck damals täglich vor Augen gehabt, aber niemand hatte es gewusst.
“Ich habe auch mal Spielzeug mit in die Schule mitgenommen und es wurde ein Jahr lang von der Lehrerin eingezogen”, erzählte Fireball belustigend. Shinjiro grinste seinem Sohn entgegen: “Tja, ich hatte das beste Versteck!” Royu grinste innerlich etwas. Shinjiro sah auf seine Uhr: “Ich bin nochmal im Büro!” sagte er, als er aufstand, und Royu folgte ihm.
Auf der Treppe wollte Royu wissen: “Wo hattest du das Auto gefunden?” Shinjiro grinste, das schien seinen Bruder tatsächlich zu beschäftigen, er dachte kurz nach. “Es lag neben der Einfahrt, ich hatte es eines Morgens da liegen sehen und zwei Tage später lag es immer noch dort, also war es meins!” erzählte er. Royu öffnete das Büro und sagte: “Ok, da habe ich wohl nicht gesucht!” und zuckte mit seinen Schultern, sie traten ein und Shinjiro stellte das Auto auf seinen Schreibtisch und holte einen Hefter aus dessen Schublade und gab diesen Royu: “Viel Spaß!” Royu nahm diesen entgegen und hob seine Augenbrauen: “Ja werde ich haben!” und verließ das Büro darauf auch schon wieder und ging in sein Gästezimmer.
Shinjiro setzte sich vor dem Computer und rief die letzten Einsätze des Oberkommandos auf und die dazugehörigen Berichte, es war nichts auffälliges, alles Kleinere zusammentreffen mit den Outridern, seitdem die Basis zerstört war, gab es um Alamo nur noch vereinzelt Auffälligkeiten. Es klopfte, er sah auf und dachte sich, “welch ein seltenes Geräusch in diesem Haus” und dunkelte den Monitor ab: “Ja, herein!” Die Tür öffnete sich und sein Sohn steckte seinen Kopf durch und trat in das Büro: “Hast du einen Moment?” fragte dieser. Shinjiro musterte seinen Sohn, denn wenn Shinji schon so anfing, wurde daraus etwas Großes. “Es gibt da was, um was ich dich bitten muss!” fing Fireball an. Shinjiro hob seine Augenbrauen und lehnte sich in seinem Stuhl zurück und hörte zu.
Saber und Sincia, beendeten gerade ein sehr langes Videotelefonat mit Marry und Edward, denen sie die freudige Botschaft über ihre Verlobung und die darauf folgende schnelle Hochzeit erzählt hatten. Marry Sabers Mutter scherzte darauf, dass sie sowas nur kenne, von Paaren, die ein Kind erwarteten. Als Sincia und Saber darauf still waren, freuten sich seine Eltern sichtlich und auch hörbar, er hatte gemerkt, dass die beiden sie am liebsten umarmt hätten. Sein Vater gratulierte und holte seinen besten Scotch, seine Mutter wollte alles von Sincia wissen, wie weit, wie lange noch und wie es dem Baby geht. Die beiden würden sie in nächster Zeit auf jeden Fall besuchen kommen und das mit einem Kurzurlaub auf Yuma verbinden.
Saber und Sincia saßen noch eine Weile auf ihrem Sofa vor dem Monitor. Nach dem beendeten Gespräch, nach einiger Zeit atmeten beide tief ein und laut aus und sie mussten über ihr gemeinsames Ausatmen lachen. Sie küssten sich und Saber strich seiner Verlobten über ihren Bauch, eine kleine Wölbung konnte er schon fühlen, kaum zu glauben. Bald würde dieser Bauch zusehends immer runder werden und Sincia garantiert immer schöner, er fand seine Verlobte jetzt schon um einiges attraktiver, die Schwangerschaft stand ihr fand er, nach einiger Zeit lösten sie sich beide und Sincia verschwand im Badezimmer, sie musste früh raus und ihr Tag war anstrengend gewesen.
Und auch Saber hatte noch etwas zu tun und ging in sein neu eingerichtetes Büro, in dem immer noch volle Kisten standen. Er setzte sich an den Schreibtisch, um die veränderte Konstellation auf Ramrod musste er sich auch noch kümmern, denn so wie es aussah, war Colt in die Mission “Tromson Ranch“ eingezogen worden. Er musste das Team komplett neu anordnen. Die ganze Situation machte ihn Sorgen, es würde ihn selbst auch treffen, hätten die Verschwörer Erfolg mit der Unterwanderung.

Wie tief dieser Sumpf wirklich ist, wird sich zeigen. Bemerkenswert, wie der First-Grad mit dieser Situation umgeht, er bleibt ruhig, macht seine Arbeit an vielen Baustellen, die er stets im Blick hat und ließ sich nicht ablenken! Saber verzog sein Gesicht etwas, “Tja, das ist das, was ihm “beigebracht” wurde, keine Ablenkung, volle Konzentration.” kam es Saber wieder in sein Bewusstsein, jedoch würde Captain Hikari da jetzt nervös sein und unüberlegt handeln oder vorschnelle Entscheidungen treffen, wäre es gefährlich, man muss erst alle verräter kennen.
Und mit der Suspendierung von Captain Jonnsons, die harmlos kling, hatte er den Sumpf nun herausgefordert, nun waren diese am Zug und sie würden sich nach und nach zeigen und hoffentlich Fehler machen. Das ist der reinste Tanz auf dem Drahtseil, wem könnte man denn jetzt wirklich im KOK trauen, es müssen Leute darunter sein, die auch er kennen musste. Er sah auf die Uhr, beendete seine Arbeit und ging zu Sincia ins Bett.
“Warum sollte ich das tun?” fragte Shinjiro seinen Sohn. Dieser stand vor seinem Schreibtisch und stützte sich mit einer Hand auf der dunkelbraunen Holzplatte ab und sah seinen Vater an. “Weil ich denke, dass er nicht wirklich darüber nachgedacht hat.” erklärte Fireball. Shinjiro legte das Blatt Papier vor sich auf dem Tisch ab, welches die historische Kaufurkunde der Familie Wilcox von 1820 war. “Und es eilt, die Farm ist bereits gelistet, sie könnte jetzt schon weg sein!” dränge Fireball und setzte sich etwas frustriert auf einen Stuhl vor dem Tisch. “Was hast du dann damit vor?” wollte sein Vater jetzt wissen. Fireball sah zu seinem Vater und zuckte mit seinen Schultern: “Keine Ahnung, sehen, wie er wirklich reagiert, ob es ihm echt egal ist, wenn es so sein sollte, was ich nach wie vor nicht glaube, kann man die Farm ja immer noch verkaufen, sogar mit gewinn, wenn man es staffelt, die Preise sind dort zurzeit sehr gut, ich habe nachgesehen!“
Shinjiro rieb sich seine Augen, “Na toll, sein Sohn war nicht nur ein ausgezeichneter Autoverkäufer, sondern auch noch ein heimlicher Immobilienmakler!” und stand auf: „Shinji, es gibt Dinge, mit deren Entscheidungen, egal ob richtig oder falsch, man danach klarkommen muss!” Fireball atmete hörbar laut aus und verschränkte seine Arme vor seiner Brust Shinjiro beobachtete diese kleine trotzige Haltung vor sich: “Warum?” Fireball sah nur mit den Augen auf zu seinem Vater und zog seine Augenbrauen fragend zusammen. Hikari setzte sich auf dem Stuhl neben seinen Sohn und erklärte: “Ich möchte wissen, warum es dir so wichtig ist, Mr. Wilcox ist erwachsen und wird darüber sehr lange nachgedacht haben, ich werde mich da nicht einmischen!” erklärte Shinjiro und lehnte sich im Stuhl zurück. Fireball lehnte sich etwas nach vorn: “Aber ich muss mich als sein Freund da einmischen, weil ich einfach weiß, dass es falsch ist, ich kenne so viele Geschichten über diese Farm, es ist, als ob ich da schon hunderte Male gewesen war, obwohl ich sie nur aus seinen Erzählungen kenne. Sie bedeutet ihm alles, sie gehörte seinen Eltern, diese kamen bei einem Outrider-Angriff auf einen zivilen Raumgleiter ums Leben!” Shinjiro nickte, er wusste von dieser tragischen Geschichte und hörte weiter zu.
“Er hatte damals allein versucht, die Farm zu halten, aber es hat nicht funktioniert, er verkaufte schweren Herzens, das Vieh, die Gerätschaften usw. Und ging nach Yuma, um mit seinen Schieß Fähigkeiten etwas anzufangen. Und wusstest du, dass er eine kurze Zeit auch mal Kopfgeldjäger war?” Auch das nickte Shinjiro ab. “Ja klar, weißt du das … jedenfalls merkte er, dass es ihn nicht weiter brachte und seine Eltern das nicht gerne gesehen hätten, er wollte was aus seinem Leben machen, so kam ihn ein Flyer der Oberkommandos in die Hände, damals wurden vor allem Scharfschützen gesucht, der zweite Outrider Krieg hatte begonnen und er sah es, als seine Chance dagegen etwas zu tun, er wollte nicht das noch mehr unschuldige Menschen durch die Outrider starben! Er will seine Eltern stolz machen, aber mit dieser Aktion geht das nach hinten los, für ihn und seine Kinder, sie werden nichts haben, was sie sich anschauen können, er will’s ihnen erzählen, päh, ja dann hören sie, dass er diese Farm, welche seit Generationen dort war, einfach verkauft hatte, was werden die machen, wenn er hier seine Farm aufbaut, sie werden sie auch einfach so verkaufen, weil dahinter nichts steht, was man anfassen kann, 1820 weißt du wie lange das her ist?“ Shinjiro sah seinen Sohn an: “Ja, ich kann rechnen.” gab er darauf grinsend zu verstehen! “Hm …” kam es vom Fireball und stand auf, er musste etwas laufen.
“Weißt du, damit könnte ich ihm auch mal etwas zurückgeben, ich war in der Vergangenheit zu ihm auch nicht immer fair, durch mich bekam er auch viel ärger, oder er nahm ihn sogar auf sich, er beschützte mich und geriet auch dabei nicht nur einmal in Gefahr, aber ich habe von ihm nie ein Vorwurf oder dergleichen bekommen, er war mir immer ein Freund, wo ich keiner war und ich weiß, er würde das Gleiche tun, wenn er sehen würde ich würde einen Fehler begehen, dafür sind doch Freunde da, oder?” Shinjiro sah seinen Sohn ernst an, der noch im Redefluss war. “Und ich fühle, dass es Bill, sobald es heißt, die Farm ist verkauft, nicht gut gehen wird und er nur ein paar lumpige Dollar in den Händen hält für das, wo sein Herz, seine Seele und seine Geschichte dran hängt” sprach sein Sohn ehrlich sichtlich besorgt und stellte sich an das Fenster hinter dem Schreibtisch.
Shinjiro musterte ihn eine Weile und hob eine Hand und zeigte auf dem Computer. Fireballs Augen weiteten sich, sein Vater wollte jetzt Daten und Fakten sehen: “Ja!” kam es ihm doch lauter als gedacht und setzte sich darauf an den Schreibtisch und rief die Seite des Maklerbüros auf, auf der die Wilcox Farm gelistet wurde. Shinjiro stand mittlerweile hinter seinem Sohn. “Das ist sie und sie hat schon einige Aufrufe!“ sagte er und stand auf, damit sich sein Vater setzen konnte, um sich ein genaues Bild davon machen zu können. Fireball tigerte in der Zeit im Büro umher.
“Und was sagst du nun?” fragte Fireball nach ein paar Minuten der Stille und stellte sich an den Schreibtisch. “Ich werde darüber nachdenken!” war seine kurze aber ehrliche Antwort! “Wann wirst du es entscheiden?” fragte Fireball genauer nach und bewegte das Spielzeugauto auf dem Tisch mit einem Finger leicht hin und her. Shinjiro lehnte sich zurück und beobachtete die Aktion seines Sohnes und sagte: “Wenn aus deiner Punktzahl eine 100 geworden ist!” und überschlug seine Beine.
Fireball verdrehte innerlich seine Augen, “als ob sein Vater nur darauf gewartet hatte.” dachte er sich. “Das sind nur noch vier Wochen” und ließ von dem Auto auf dem Tisch ab und setzte sich. Sein Vater schüttelte mit dem Kopf: “Ja und, wo ist das Problem?” Hm, so wirklich beantworten konnte Fireball diese Frage nicht. Sein Vater sagte: “Das sind nur 2 Prozent, was ist das, ein oder zwei Bücher mehr lesen oder sich mehr mit dem Thema beschäftigen.” Fireball nickte verhalten. Sein Vater fuhr den Computer runter und sagte währenddessen: “Du hast keinen Urlaub und keine Ferien, du bist lediglich für ein paar Tage freigestellt, also kannst du die Vorlesungen und alles auch Online verfolgen.” und zeigte dabei auf dem Computer vor sich und stand auf. “Tagsüber gehört das Büro dir.” Fireball nickte, wenn auch widerwillig. “Gut!” sagte sein Vater und verließ das Büro. Fireball rutschte etwas tiefer in den Stuhl und drehte sich mit diesem: “Wegen 2 Prozent so ein Aufriss!” sagte er leise zu sich und stand dann auch auf und ging in sein Zimmer, wo Aaiko bestimmt schon auf ihn wartete.
Shinjiro betrat das Wohnzimmer, sein Vater und Royu saßen noch am Tisch und schauten ihn erwartungsvoll entgegen: “Und, was sagst du?” Shinjiro sah die beiden an, die wohl schon voll im Bilde waren, er verschränkte seine Arme: „Was sagt ihr?” wollte Shinjiro darauf von den beiden wissen. Sein Vater lachte: „Persönlich halte ich es für eine nette Geste!“ Shinjiro schaute die beiden vor sich am Tisch an: “Nett, nett?“ wiederholte Shinjiro und Royu grinste: “Eine sehr, sehr, sehr, sehr nette Geste!“ berichtigte sich Royu und Shinjiro rollte kaum merklich mit seinen Augen und fragte seinen Bruder: “Also würdest du deinen Sohn diese Farm kaufen, nur damit sie niemand anderes kauft, um zu sehen, wie jemand auf den Verkauf reagiert?”
Royu zuckte mit seinen Schultern: “Ach keine Ahnung, Fakt ist, Verlust machst du damit nicht, lass sie ein paar Jahre liegen und du kannst 50 Prozent mehr dafür bekommen oder staffeln, dann bist du sogar bei 70 Prozent, Check ab, ob es da noch Öl gibt und … !” Shinjiro hob seine Hand und unterbrach somit seinen Bruder, bevor dieser ihn noch riet, ganz Texas aufzukaufen in seinen Träumereien. “Euch ist klar, dass er diese dann Mr. Wilcox schenken will, das sind mehr als 100 Prozent Verlust!” Royu griff zu seinem Glas: “Hat er dir auch erzählt, wie du den Preis um 2 Prozent drücken könntest?” Shinjiro schüttelte ungläubig mit seinem Kopf und ging sich durch seine Haare: “Als Autoverkäufer war er mir lieber!” sagte er und winkte den beiden ab und ging in Richtung Küche, wo er hoffte Hitomi zu finden.
Shinjiro betrat die Küche, wo seine Frau immer noch fleißig dabei war und schon Geschirr für das Frühstück bereitstellte, er umarmte sie von hinten, Hitomi erschrak kurz und lehnte sich an ihm etwas zurück. “Was machst du hier?” – “Ich dachte, Aaiko macht morgen das Frühstück?” fragte er und schmiegte sein Gesicht an ihres. Sie genoss seine Wärme für den Moment und antwortete: “Ich wollte ihr nur schon …” Weiter kam sie nicht, Shinjiro küsste sie: “Das kann sie auch allein!” sagte er sanft und machte kurz darauf ein fragendes Gesicht, als er den Geruch seiner Frau wahrnahm: „Wonach riechst du, neues Parfüm, Kaugummi, Brause?” Hitomi drehte sich zu ihm um und lachte kurz auf: „Das ist das neue Barbie-Parfüm, Yuna Royus Tochter hat es für mich als Geschenk mitgegeben” Ein kurzes hörbares Grinsen kam von Shinjiro und ließ seine Frau los und ging zum Kühlschrank: “Davon bekomme ich Hunger!“ sagte er und schaute, was dieser so hergab. Hitomi lachte: “Eine schöne Ausrede, um noch etwas essen zu können!” Shinjiro, der sehr selten etwas Süßes zu sich nahm, griff sich ein grünes Mochi und steckte es sich in den Mund und nickte ihr bestätigend zu!
“Du hast nein gesagt!” Fragte Hitomi ihren Mann, Shinjiro sah nun seine Frau ernst an: “Was, möchtest du mir jetzt auch die Vorteile dieses Kaufes vortragen, habt ihr den Preis gesehen?” fragte er nun doch vorsichtshalber mal nach. Hitomi ging zu ihm: “So meinte ich das nicht!” Shinjiro lehnte sich an die mittlere Arbeitsplatte und sagte: “Es wäre einfacher, wenn er Mr. Wilcox das Geld einfach geben würde, statt dieses Hin und Her und habt ihr den Preis gesehen?” sagte und fragte er indessen nochmals nach. Hitomi ging zu ihrem Mann, der das Ganze in seiner Art rein objektiv betrachtete und auch damit recht hatte, sie lehnte sich an ihm und schlang ihre Arme um seinen Nacken und schüttelte mit ihrem Kopf, es geht ihm dabei überhaupt nicht um das Geld, sondern um den Wert, den es für seinen Freund hat, seinen besten Freund und der ist viel höher, er möchte ihn nicht unglücklich sehen!”
Shinjiro sah seine Frau an, natürlich wusste er um was es Shinji im eigentlichen ging, das hatte dieser ihm vorhin ausführlich berichtet.
© Echoes of the Frontier – www.echoesfrontier.de Folge uns auf Instagram & YouTube




















