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7.998 Wörter, 42 Minuten Lesezeit.


Absatz #1

Colt saß zusammen mit April im Offizierskasino, die Blondine tippte konzentriert auf ihrem Notebook, sie hatte eine neue Idee und in diesen Momenten war April für nichts und niemanden ansprechbar und Colt schlürfte seinen Kaffee allein und ging gedanklich seinen Tagesablauf durch. Er hatte vor die Maverick Systeme zu prüfen und sich mit den Waffen-Ingenieuren zu treffen, es gab wohl die ein oder andere neue Schnellfeuerwaffe für den Friedenswächter, aber diese wollte er sich erst einmal genauer ansehen, es kam ihm langsam immer unübersichtlicher vor und in einem Kampf braucht er zuverlässige Waffen und so langsam musste er sich entscheiden, welche an Bord wirklich gebraucht wurden, mit diesem Thema saß ihm auch der Schotte langsam im Nacken.

Er sah auf seine Uhr, der Säbelschwinger sollte auch gleich auftauchen, eine Einweisung zum ersten Offizier würde er heute auch noch bekommen. “Tja, so viel hatten die Cowboys früher nicht zu tun. Das artete ja langsam alles in Arbeit aus!” dachte er und grinste etwas, er merkte schon, wie die erste graue Locke sich langsam kringelte, und ja, zum Friseur musste er auch.

Seine Gedanken gingen wieder zu Delweg und Neo, “Es sind viele, die so denken!” hallte es in Colt abermals nach. Wer sind diese viele? Oder war das nur Geschwätz, er kannte Neo, der gerne aus einer Mücke einen Elefanten machte und verzog sein Gesicht, er roch etwas, und es stank zum Himmel. Neo hatte Fireball auf dem Kicker, das wusste Colt, er atmete tief ein und sah sich um, das Offizierskasino wurde nach und nach etwas leerer, er schaute zum Haupteingang, und sah wie Captain Hikari das Gebäude betrat, Offiziere salutierten und grüßten und ein Offizier lief mit Hikari zum Fahrstuhl. Colt sah ihn nach, streckte sich und rieb sich seine Augen. Was sollte er tun, doch die Antwort kannte er. 

Alex setzte sich zu seinen Teamkollegen, die sich anschwiegen. “Warum könnt ihr nicht auch an Bord so ruhig sein?”, brach Alex die Stille zwischen April und Colt, der Cowboy sah zu dem vorlauten Piloten, der sich mit einer großen Tasse Kaffee an den Tisch gesetzt hatte: “Ja, dir auch einen guten Morgen!”, brummte er und Alex grinste den Cowboy an: “Schlechte Laune?” Colt rollte mit seinen Augen: “Nein, am Nachdenken!” Alex lachte auf: “Ok ja … verstehe!” April kicherte. Und Colt nahm sich einen Schluck von seinem Kaffee, er hatte jetzt gar keine Lust auf sowas und lehnte sich wieder zurück. 

Im nächsten Moment legte jemand etwas in die Mitte des Tisches, und alle blickten auf das Papier und sahen dann zu denjenigen, der es einfach so vor ihre Nase gelegt hatte. Alex und Colt streckten ihre Köpfe zusammen und blickten auf das schwarz-weiße Bild, um es ganz genau zu betrachten: “Ganz eindeutig, Andromeda Galaxis.” Sagte Alex, überzeugt und nickte. Colt schüttelte darauf mit seinem Kopf: „Nein, nein, das ist ein unbekanntes Sternensystem, bestimmt gerade erst entdeckt!” kommentierte er sicher und zeigte darauf. April nahm das Bild jetzt an sich und schaute es sich genauer an, ihre Augen weiteten sich und sie sprang auf. “Nein!” und fiel den Schotten um den Hals. Colt und Alex grinsten und standen auf, die beiden hatten sich einen Spaß erlaubt und umarmten den Schotten freudig. 

Saber hielt Colt nun das Bild selbstsicher vor die Nase: “Tja, Schachmatt Cowboy, ich bin Erster!” Colt zuckte mit einer Schulter und nahm seinem Boss das Ultraschallbild noch einmal ab und schaute es sich genauer an: “Nein, ich bin immer noch Erster!” sprach er fast beiläufig als er Saber das Bild zurückgab. Alle wurden still und sahen den Cowboy jetzt fragend an, dieser grinste: “Robin ist einen Monat weiter!”, ließ er die Baby-Bombe platzen. April kreischte nun auf, dass konnte doch nicht wahr sein, gleich zwei Babys auf einmal. Nun wurde natürlich auch der Cowboy beglückwünscht. “Hey, warum hast du nichts gesagt?” wollte April von ihrem Lieblings Cowboy wissen. “Das wollten wir uns für die Hochzeit aufheben, tut also bitte so, als seid ihr überrascht.” Saber schüttelte nur mit seinem Kopf. 

“Ein kleiner Cowboy und ein Mini- Säbelschwinger zur gleichen Zeit, das soll mal einer nachmachen, soll mal einer!” sagte Colt stolz und klopfte Saber auf eine Schulter. Saber musste grinsen: April konnte ihre Augen nicht von den beiden lassen, sie sahen aus wie immer, man sah ihnen überhaupt nicht an, dass sie bald Väter sein würden, und trotzdem hatten die beiden gerade etwas wunderschönes an sich. 

Sabers Kommunikator piepte zweimal auf, eine Nachricht erschien, er las sie und schaute auf seine Uhr und holte sich jetzt erstmal einen Kaffee. Ellena, ein junges Mädchen, schmiss heute die Kaffeebar. “Guten Morgen Major Lancelot!” grüßte sie mit einem schönen Lächeln, Saber grüßte sie auch freundlich zurück und suchte sich einen Kaffee aus. Während Ellena das schwarze Gold zubereitet, fragte Saber: “Wie viel Liter werden davon eigentlich am Tag hier verbraucht?” Ellena lachte auf: “Sie sind der Erste, der diese Frage stellt, Major, aber ich werde es gerne für sie in Erfahrung bringen, denn jetzt möchte ich es auch wissen!” Sie stellte ihm seinen Milchkaffee auf die Theke und beide grinsten: “Sehr schön, ich bin gespannt!” sagte er und ging zu seiner Besatzung. Doch zu seiner Verwunderung war Colt nicht mehr da. “Wo ist der Cowboy, er wird doch nicht schon angefangen haben.” fragte Saber April sah darauf von ihrem Tun auf: “Oh, ich habe gar nicht gemerkt, dass er weg ist!” war ihre Antwort und versank wieder in ihrem Datenstrom, der Cowboy würde schon wieder auftauchen, da war sie sich sicher. Alex erklärte: “Er hat noch etwas Wichtiges zu erledigen, waren seine Worte.” Saber schaute sich um, zuckte mit einer Schulter und setzte sich auf Colts Platz und begann erst einmal seinen Kaffee zu trinken, bevor er mit Lorenz zu Captain Hikari gehen würde. 

Absatz #2

Colt stand im Fahrstuhl und schaute auf die Etagenanzeige und musste schwer schlucken, was tat er hier gerade, fragte er sich und noch bevor er sich diese Frage beantworten konnte öffnete sich auch schon die Fahrstuhltür, die ihm mit einem leisen “Bing” ankündigte. Nun gab es kein Zurück mehr und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn Misses Ellnys und Captain Hikari standen im Vorraum und schauten in seine Richtung. Innerlich tief einatmend stieg Colt aus und ging auf die beiden zu und beschloss einfach freundlich, “Guten Morgen” zu sagen. 

“Guten Morgen First Lieutenant Wilcox, was ein seltener Besuch!” kam ihm Captain Hikari jedoch zuvor. Misses Ellnys begrüßte den Scharfschützen der Ramrod Einheit ebenfalls und gab dem Captain den allmorgendlichen blauen Ordner. Colt nickte der Chefsekretärin, die er noch von Eagle und Miss Miller kannte, freundlich entgegen und wandte sich direkt dem Captain zu: “Sir; es gibt da etwas, worüber ich mit ihnen sprechen muss!” Hikari sah auf seine Uhr und nickte Misses Ellnys zu und öffnete die Bürotür, Colt sah zu Misses Ellnys, diese deutete den Cowboy an, dem Captain zu folgen. “Gut, rein in die Höhle des Löwen!”

Misses Ellnys

Hikari ging direkt auf seinen Schreibtisch zu: “Also, Lieutenant?” fragte er und bot Colt an, sich auf einen der Ledersessel vor dem Schreibtisch zu setzen. Colt, der Eagles altes Büro nun überhaupt nicht mehr wiedererkannt hatte, sah die Geste und trat nun näher an den Schreibtisch und setzte sich. Misses Ellnys brachte dem Captain seinen morgendlichen Kaffee, den er normalerweise allein trank, bevor er Termine wahrnahm und verschwand auch sofort wieder. Colt beobachtete sein Gegenüber, der vom Schreibtisch mit seinem Stuhl ein Stück weg rollte und seine Beine überschlug und wartete, bis er begann. “Sir, mir sind da Dinge zugetragen worden, welche ich zwar erst mit meinem direkten Vorgesetzten besprechen sollte, aber ich habe das Gefühl, dass sie es als erstes erfahren sollten.” Hikari nickte und nahm von seinem Kaffee: Weiß ihr Vorgesetzter, dass sie hier sind?” fragte der Japaner, Colt verneinte, ihm war bewusst, dass er gerade eine Instanz übersprang, doch das würde er im Anschluss mit Saber klären.

“Vor einiger Zeit kam ein Lieutenant auf mich zu und wollte mich in ein Gespräch verwickeln über die neuen Strukturen im Oberkommando, es war ein geplantes Aufeinandertreffen, und ich bin mir sicher, wie das ein Kaktus grün ist, dass er mich zu einer Äußerung verleiten wollte.” Hikari sah den Cowboy vor sich an, die Gesprächsführung fand er gerade sehr interessant und dessen plötzlichen Redefluss erstaunte den Captain sehr. “Was war denn der Inhalt dieses Gespräches, Lieutenant?” Colt vernahm keine Miene des Captains, dieser wollte sich wohl erst einmal alles anhören. So erzählte der Lockenkopf weiter: “Sir, es ging um die Befehlsstrukturen, dass immer die gleichen Leute in den oberen Rängen sind und dass sie eventuell gemeinsame Sache mit den Outridern machen.” 

Auf Hikaris Monitor blinkte eine Nachricht auf und durchbrach das Gespräch. Hikari bestätigte die Meldung und Stand auf, es klopfte und die Bürotür wurde geöffnet, und es traten Captain Lorenz und Saber ein, Colts Augen wurden groß und er stand auf. Saber war ebenso verwundert, seinen Scharfschützen im Büro des Captains vorzufinden und schaute diesen fragend an. 

Lorenz und Saber setzten sich auf die anderen beiden Plätze neben Colt. Hikari stand hinter dem Schreibtisch und wartete, bis alle saßen: “Nun Lieutenant Wilcox, sie verraten mir bestimmt den Namen dieses Lieutenants!” Saber sah fragend richtung Colt, der tief einatmete. 

“Vielleicht hilft das ihnen weiter.” sagte der Captain und schob Colt ein A4 Blatt, auf dem er zusammen mit Lieutenant Delweg im Offizierskasino zu sehen ist. wahrscheinlich aufgenommen durch eine Überwachungskamera. Saber sah das Bild, welches Colt jetzt in seiner Hand hielt. „Ja, Sir!“ kam es darauf bestätigend vom Cowboy und legte das Blatt wieder auf den Schreibtisch zurück. Captain Hikari setzte sich und widmete sich wieder seinem Kaffee. “Also ist Delweg jetzt dazu da, um einzusammeln?” stellte Lorenz fest, Colts schaute zum Captain der Air Base, er war also im Bilde und Saber? Der Schotte nickte ihm zu Colt lehnte sich im Sessel zurück: “Ihr wisst also Bescheid?” kam es von Colt etwas unformell, er war einfach gerade nur überrascht, dass es für die drei keine Neuigkeiten waren.” Hikari stellte seine Tasse ab: “Das war noch bevor ich Jonnsons suspendiert habe, welche Rolle Delweg jetzt spielt, wird Lieutenant Wilcox für uns herausfinden!” beschloss er und Colt entkam ein schnelles, “Was?” Hikari sah den Cowboy an.

“Bitte, was, Sir?” berichtigte sich Colt schnell, als er den Blick des Captains auf sich wahrgenommen hatte. Hikari schaute jetzt zu Saber und der Schotte begann, Colt aufzuklären. Colt spitzte seine Ohren, einfach unglaublich, dass das schon so ein Ding hier war und bereits daran gearbeitet wurde. Als Saber fertig war mit seinen Ausführungen, lehnte sich Colt erst einmal zurück und verschränkte seine Arme vor der Brust: “Also eine Meuterei, großartig!” Lorenz grinste, „Ja, so könnte man es auch nennen, bis jetzt sind uns die wichtigsten Namen bekannt, jedoch wohin sich das ganze verlagert und wie tief es ist, wissen wir noch nicht!” Saber sah zu Captain Hikari, dessen Blick auf den Schützen lag. Colt sah jetzt auch zu dem Captain und Vater seines Freundes, er hatte dessen Blick auf sich gespürt. “Wie ist ihre Sichtweise der Dinge!” fragte der Japaner den Cowboy. 

Saber lehnte sich erst einmal zurück, er wollte jetzt nur zuhören. Colt räusperte sich und setzte sich etwas auf: “Sir, ich muss ehrlich sagen, ich hatte vor über zwei Jahren noch genauso gedacht, aber es relativierte sich alles, ich stehe hier für das, was ich tue, sonst wäre ich heute nicht damit zu ihnen gekommen!” machte der Lockenkopf seine Position klar. Lorenz nickte und auch Saber nickte kaum sichtbar, das glaubte er Colt aufs Wort, niemals wäre er freiwillig zu Captain Hikari gegangen, nur wenn er von diesem aufgefordert worden wäre ansonsten mied er den Captain und war froh, mit diesem nichts weiter groß zu tun haben zu müssen. 

Hikari wandte sich jetzt seinen Computer zu und erklärte währenddessen: “Wir haben neue Erkenntnisse von unseren Undercover-Ermittlern.” Colt lehnte sich zurück und war gespannt, was da jetzt noch kommen würde. “Es ist ein Netz und die Spinne ist bis jetzt immer noch Jonnsons, ich vermute jedoch, er war nur der Köder!”  – “Sir, ich hätte da noch etwas.” kam es erneut von Colt und alle blickten fragend zum Cowboy. “Ich war gestern auf der Tromston Ranch und am späten Nachmittag wurde ich dort von einem ehemaligen Kadetten, angesprochen, der Wortlaut war nahezu der gleiche, wie der von Delweg, allerdings und das macht mir mehr Sorgen, er erzählte mir, es gibt viele, die es nicht gerne sehen, was sich in der oberen Struktur speziell im Oberkommando und Jarr abspielt, es war, als ob er mich “Wachrütteln” wollte um mich diesen eventuell anzuschließen…“ – “Ein ehemaliges Kadett?” fragte Hikari, Colt nickte und erläuterte: “Ja, Sir, er wurde rausgeschmissen, nachdem er mit … ihrem Sohn eine Auseinandersetzung gehabt hatte.” Sabers Augen wurden groß, er hatte gerade diese Szene vor Augen, kaum auszudenken, was passiert wäre, wären sie damals nicht in der Nähe gewesen und hätten Schlimmeres verhindern können, an Fireballs mentalem Breakdown danach wollte er jetzt nicht nachdenken. 

“Neo Brennan?” kam es von Hikari, der jetzt wieder angelehnt in seinem Stuhl saß. Colt nickte bestätigend und Hikari sagte:. „Ja, ich kenne diese Geschichte.” Sabers Stirn legte sich in Falten, Colt sah fragend zum Captain. Hikari sah in die verwunderten Gesichter: “Mein Sohn hat sie mir erzählt!” klärte er schnell auf, Colt nickte mehr zu sich, das hätte er jetzt nicht erwartet, dass Fireball seinem Vater wirklich alles so im Detail erzählt hatte, da sind wohl doch mehr intensive Gespräche zwischen den beiden abgelaufen, als er dachte. Saber, war darüber auch sehr überrascht, denn diese Geschichte war etwas, was Fireball gerne aus seinem Leben hätte löschen wollen. “Und was macht Ihnen Sorgen, Lieutenant Wilcox?” fragte Hikari nun genauer nach. Colt sah zu Saber und darauf zum Captain: “Er hat einen regelrechten Hass auf Fire … auf Shinji, er gibt ihm die Schuld, aus dem Oberkommando geflogen zu sein und hat eigentlich fast die ganze Zeit nur von ihm gesprochen.” Hikari drehte sich mit seinem Stuhl wieder dem Computer zu und gab einige Befehle ein und las sich etwas durch. “Laut seiner Akte wurde er zu Recht des Oberkommandos verwiesen, viele unschöne Dinge sind da passiert, was hat er erwartet?” 

“Halten Sie ihn für gefährlich?” war Hikaris nächste Frage. Colt nickte: “Was die Sache mit ihrem Sohn betrifft, ja, ich wüsste nicht, was geschieht, wenn Neo Shinji begegnen sollte.” Saber bestätigte Colts Aussage mit einem nicken. Captain Hikari, der den letzten Schluck von seinem mittlerweile kalten Kaffee nahm, sagte darauf: “Ich werde mich mit General Whitehawk in Verbindung setzen, was dessen Einschätzung dazu ist.” Und Mr. Neo Brennan werden wir eine Weile beobachten, oder möchten Sie das übernehmen, Lieutenant Wilcox?” fragte Hikari Colt jetzt direkt. “Was, ich?” Saber sah zu Colt, Colt zu Saber, “Was ich, Sir?”; wiederholte Colt. Saber rollte innerlich grinsend mit seinen Augen. Hikari ignorierte das gerade vor ihm und erklärte: “Dann würden wir uns den Mann sparen, der erst einmal eine Vertrauensbasis zu Mr. Brennan schaffen müsste, sie kennt er bereits und vor allem sie kennen ihn!” Colt lehnte sich zurück und dachte nach. Hikari beobachtete den Cowboy eine Weile, der sich in seinem Sessel nachdenklich zurück lehnte.

Captain Hikari nutzte die Nachdenkpause des Cowboys und widmete sich nun Lorenz und Saber: “Hat sich einer von beiden bei Ihnen nochmal gemeldet?” Lorenz schüttelte mit seinem Kopf und Saber verneinte ebenfalls. “Lieutenant Wilcox, bitte teilen Sie uns Ihre Gedanken mit.” kam es von Hikari und Saber musste fast lachen, lange Denkpausen waren wohl nichts für den Captain. Colt sah auf und gab zu verstehen: “Ich bin mir nicht sicher, ich bin zu nah dran an diesem Thema, ich könnte da nicht objektiv genug sein!” Lorenz war es jetzt, der etwas dazu sagte: “Wir wollen nur wissen, wie weit er gehen würde, wenn überhaupt, es könnte auch nur ein Schwätzer sein, der nur eine Gegenmeinung hat, die man auch haben darf!” Hikari schaute zu Lorenz: “Danke Captain!” Lorenz sah zu Hikari. “Bitte Captain!” 

Colt dachte sich gerade verhört zu haben, was war das gerade, ein Witz? “Ich kann ja nochmal hinfahren, um ihn einzuschätzen.” gab Colt jetzt fürs Erste klein bei. “Aber! … Ja, habe ich damit noch nicht gesagt!” machte er klar. Hikari , lehnte sich zurück und überschlug seine Beine und fixierte den Cowboy: “Was brauchen Sie, um Ja zu sagen, Mr. Wilcox?” Colt sah auf, woher kam der Mister auf einmal? Und sah den Captain ernst an und dachte. “Ok, er möchte pokern, das kann er haben!” und der Lockenkopf lehnte sich in seinem Sessel zurück und legte seine Arme rechts und links auf den Lehnen ab und sagte gerade und fordernd hinaus: “Ich möchte die Wahrheit wissen, was war wirklich vor den 16 Jahren und vorallem in den 16 Jahren.” 

Saber riss seine Augen auf, hatte Colt gerade wirklich? Ja, hatte er…! Lorenz sah von Colt zu Hikari und Saber blickte auch gerade nur noch hin und her, blieb jedoch mit seinem Blick beim Captain Hikari hängen, dieser saß noch genauso da, als er Colt die Frage gestellt hatte, und antwortete nach einer kleinen Weile ruhig: “Das übersteigt bei weiten ihre Kompetenzen, First Lieutenant Wilcox!” Letzteres betonte er extra. Colt wollte gerade etwas erwidern, doch Hikari hob seine Hand und Saber wollte soeben dasselbe in Richtung Colt tätigen. “Lernen Sie Ihren Vorgesetzten ausreden zu lassen, da könnten Sie viel lernen, Lieutenant!” Colt rollte innerlich mit seinen Augen. Hikari stand auf und nickte Richtung Saber und sah dann wieder zu Colt: “Gut, heute Abend gehört ihnen das Büro, Major Lancelot, sie werden Zugriff auf die Aufzeichnung von Pectos bekommen.“, dann dürfte Lieutenant Wilcox seine Antworten haben.” 

Lorenz sah Hikari gerade ungläubig an: “Captain!” kam es von ihm, Hikari sah nun zu Lorenz. Saber konnte es gerade nicht glauben und Colt noch weniger, aber es bestätigte seinen Spürsinn, dass da doch mehr war, als er bisher dachte! Saber nickte: “Ja, Sir!” denn er musste zugeben, ihn interessierte brennend, was bei diesem Gremium vor 16 Jahren abgegangen war.

“… Und dann reden wir nochmal!” sagte Hikari und sah auf seine Uhr: “Meine Herren, ich denke, sie haben gleich noch etwas zu tun!” Saber stand auf und stieß den immer noch perplex schauenden Cowboy an, und sie verließen das Büro. Saber schleifte seinen Schützen fast zum Fahrstuhl, in diesem angekommen, sah er Colt ernst an: “Bist du verrückt!” Colt nickte: “Nie normal gewesen!” Saber schüttelte mit seinem Kopf: “Das hätte verdammt nach hinten losgehen können!” Colt grinste: “Ja, aber er wollte Pokern und er hat sein Pokerspiel bekommen!” Saber sah Colt etwas fassungslos an: “Was?” war alles, was Saber über seine Lippen bekam. “Was sollen wir jetzt machen?” wechselte Colt das Thema und stieg aus dem Fahrstuhl. “Saber erklärte: “König Jarred, wird in zwei Stunden landen, wir und drei andere Teams werden ihn eskortieren!” Sie öffneten mit ihren ID’s die Gangway, beim Betreten des Friedenswächters fragte Colt: “Muss ich mich für heute Abend auf irgendwas vorbereiten? Oder reicht es, wenn ich Popcorn mitbringe?” Saber antwortete schnell: “Nein, darauf kann man sich nicht vorbereiten!” Colt sah zum Säbelschwinger: “Wann hast du davon erfahren?” Saber schaute geradeaus: “An dem Abend, als ich Major wurde!” – “Ah!” kam es von Colt … und sie betraten die Brücke.

Absatz #3

Die Royal Monarch und zwei kleinere Begleitschiffe aus Alamo passierten den Sektor des aufgenommenen Signals, der König wies an, ebenfalls eine Aufnahme zu tätigen, jedoch ohne großes Aufsehen zu erregen. Jarred schaute sich die empfangenen Daten an, es glich dem, was auch die Ramrod-Einheit vor einigen Wochen aufgenommen hatte. 

König Jarred ging wieder auf die Brücke und setzte sich auf seinen Kommandostand und schaute auf die Brücke. Es wurden 3 Raumschiffe angekündigt, um ihnen in der letzten Stunde, bevor sie auf Yuma landen würden, Geleit zu geben. Nicht wegen der Sicherheit, sondern wegen des ehrenvollen Empfangs des königlichen Gastes. 

Aus seinem Panoramafenster erblickte Jarred die Ramrod-Einheit. “Noch 30 Minuten, eure Hoheit, dann erreichen wir den Orbit von Yuma.” Jarred nickte und lehnte sich für diese Zeit noch etwas zurück. 

Und auf Ramrod wechselte das Gesprächsthema von Hochzeit auf Babystimmung. “Nun kann ich nicht einmal zu Robin gehen und sie umarmen!” beschwerte sich April. Colt, der in seiner Satteleinheit saß und sein Steuermodul abzeichnete, um schon mal eine grobe Planung zu machen an welchen Platz, welches Waffensystem später sollte. “Doch du kannst sie umarmen, aber freuen, gibt es erst auf der Hochzeit!” und der Lockenkopf ärgerte sich, dass er es doch schon verraten hatte, doch es war eine schwere Aufgabe gewesen, es noch niemandem sagen zu können, er musste es auf jeden Fall Robin beichten und beschloss später noch ihre lieblingssüßigkeiten zu besorgen, die sie seit der Schwangerschaft, einmal täglich benötigte. “Ich freue mich jedenfalls schon auf das Babyshopping, die kleinen Sachen sind immer so süß!” schwärmte April und Saber musste grinsen, ja, das wird was werden, er hörte die entzückten Stimmen jetzt schon in seinen Ohren. 

Alex, der plötzlich das Hochzeitsthema sehr vermisste, denn dieses wäre mit der Hochzeit des Kuhhirten abgeschlossen gewesen, das Babythema würde ihn noch einige Monate verfolgen. “Wenn jetzt auch noch Hombre sagt, dass er Vater werde, dann ist alles perfekt getimt!“ sprach Colt seine Gedanken grinsend aus. April erschrak einen Moment und schaute zu dem Cowboy. 

“Der muss erst noch lernen, wie man sowas überhaupt macht!” gab Alex leicht spöttisch in Richtung Colt. Colt schaute zu den Piloten und rollte mit seinen Augen. Saber der darüber etwas grinsen musste, weil ihm das “Anklopf-Problem” wie es der Captain nannte, in den Sinn kam: “Bei ihm wird es bestimmt noch einige Jahre dauern, ich bin mir sicher, dass es das letzte gerade ist, woran er denkt und plant!” April wollte davon gar nichts mehr hören: “Können wir bitte das Thema wechseln, wir landen gleich!” Colt riss seine Augen auf und spitzte seine Lippen, das war wohl zu viel für die Blondine gewesen. Alex bekam die Lande Informationen von April, “König Jarred wird auf der Landebahn zwei aufsetzen, Ramrod auf der 3 und der Peacekeeper auf der eins und das am besten gleichzeitig, damit es für die Presse schöne Aufnahmen gibt.”


Captain Lorenz und Captain Hikari standen am Rande der Landebahn. Hikari hatte seine First-Grad Uniform für den Empfang angezogen. Auch Captain Lorenz stand in seiner Uniform der Air Base, rausgeputzt an Captain Hikaris Seite, um den König zu empfangen. 

An den Seiten standen weitere geladene Gäste und am Rand des ausgerollten blauen Teppichs, die Presse, die auf der Höhe, wo sich König Jarred und der First-Grand die Hand geben werden, in Stellung gebracht hatten. Der Luftraum über ganz Yuma City wurde für diese Landung gesperrt, um die Sicherheit zu gewährleisten, denn jeden Moment sollten dort die drei Flaggschiffe des neuen militärisch vereinten Neuen Grenzland zu sehen sein. 

Hitomi saß zu Hause vor dem Fernseher und schaute sich den Empfang an und beobachtete ihren Mann, der einfach immer wieder umwerfend in seiner Uniform aussah, erwischte sie sich bei diesen Gedanken und musste leicht vor sich her grinsen. Charles trat langsam neben die beiden in seiner Major Uniform und die drei Schiffe konnte man schon mit bloßem Auge erkennen, sie flogen mit versetzter Geschwindigkeit und würden jeden Moment aufsetzen und für die Kameras bis zum Ende, wo der Stab die Royal Monarch im Empfang nehmen würde, rollen. 

“Sehr schöne Landung, ich gebe jedoch eine 2, das geht besser!” sagte Lorenz leise in Hikaris Richtung, dieser musste grinsen, er hatte wohl gerade dieselben Gedanken gehabt. Die Schiffe rollten zum Vorfeld und die Royal Monarch hielt am Teppich und König Jarred trat kurze Zeit später medienwirksam aus seinem Schiff, während die Hymne des Königreichs Jarr erklang. Hikari und Lorenz liefen ihnen fünf Schritte entgegen und salutieren vor dem König, der First-Grand gab König Jarred seine Hand und beide verweilten in dieser Position für die Presse, es stellte sich unerwartet ein Fotograf direkt neben die beiden und drückte ab.

Ein extrem grelles Blitzlicht leuchtete auf, blendete den König und Captain Hikari gleichermaßen. Der Fotograf wurde sofort vom Teppich entfernt, so nahe sollte die Presse den beiden gar nicht kommen. Dieses Blitzlicht löste in Captain Hikaris Kopf einen stechenden Schmerz aus, er zuckte kaum merklich zusammen, doch Jarred merke es an dessen Händedruck und sah seinem Gegenüber an, der ihn auch schon im nächsten Moment losließ und sich umdrehte und den Weg formell anzeigte. Innerlich zog Shinjiro fest die Luft ein und ging hinter dem König auf die wartende Limousine zu, die sie zum Hauptgebäude bringen würde. Diese wurde geöffnet und Jarred machte nicht viel Wirbel darum, er merkte, dass es Shinjiro gerade alles andere als gut ging und stieg schnell ein, damit dieser aus der öffentlichen Schusslinie rauskam. 

Hitomi zog ihre Augenbrauen zusammen, sie hatte eine kleine, kaum merkliche Mine von Shinjiro wahrgenommen, auch bemerkte sie etwas an seinem Gang, ging es ihm nicht gut, heute Morgen war doch alles in Ordnung gewesen, erinnerte sie sich. Jarred, Shinjiro und Lorenz saßen in der gepanzerten Limousine, die getönte dunkle Scheiben hatte, sodass niemand hineinsehen konnte. Die Tür wurde geschlossen und Shinjiro griff sich mit einer Hand über seine Augen und verweilte einen kleinen Moment in dieser Position. Jarred beobachtete es und fragte etwas besorgt. “Was ist los?” Lorenz schaute neben sich. Shinjiro schüttelte leicht seinen Kopf und richtete sich darauf wieder auf: „Ich habe nur Kopfschmerzen, das Blitzlicht kam unerwartet, es ist alles in Ordnung!” erklärte er und fragte indes den König, der ihm gegenüber saß: „Wie geht es dir?” Jarred nickte, ihm gefiel das gerade nicht, er würde es später unter vier Augen nochmal ansprechen.

Das Ramrod-Team, das unweit vom Geschehen am Fuße der Rampe gestanden hatte, dockte gerade am Oberkommando an und der Peacekeeper nahm eine Position neben dem Friedenswächter ein, das Schiff war zur Generalüberholung für zwei Wochen auf Alamo gewesen und war auf den neuesten Stand gebracht worden. Ein schönes Schiff ist sie geworden, dachte sich Eagle, als er den Peacekeeper 7 betrachtete. 

“Das war aber ein schneller Abgang!” entkam es Colt, und Saber nickte und sie gingen in den Aufenthaltsraum, wo Saber Colt sein neues Aufgabengebiet erklärte. April verließ Ramrod und ging eine Parkposition weiter und bekam die Erlaubnis, an Bord des Peacekeeper zu gehen, sie wollte auch einen Blick über die neuen Systeme werfen.

Absatz #4

“Das hat sich aber ganz schön verändert hier!” stellte Jarred fest und ging eine Runde durch das First-Grad Büro und den Meeting-Raum, dessen Tisch bereits festlich eingedeckt war, für das gemeinsame Mittagessen mit geladenen Gästen. 

Shinjiro öffnete seine Jacke und lockerte seine Krawatte, irgendetwas stimmte gerade wirklich nicht. Jarred bemerkte es und wandte sich seinen Freund zu, der gerade dabei war, sich ein Glas Wasser einzuschenken. “Was war denn vorhin los und sag jetzt nicht, nichts. Ich habe es an deinem Händedruck gemerkt!” Shinjiro sah zu Jarred und schüttelte mit seinem Kopf: “Ich habe keine Ahnung“, erklärte er denn auch er fand seine körperliche Reaktion auf ein Blitzlicht vollkommen übertrieben und setzte sich auf einen der drei Sessel vor seinem Schreibtisch. “Wir sollten einen Arzt rufen!” sagte Jarred bestimmend besorgt. Shinjiro winkte mit seiner rechten Hand, die nur noch eine leichte Bandage zierte ab: “Da bin ich morgen und werde es ansprechen.” beruhigte er seinen Freund. “Na gut!” sagte Jarred darauf, es gefiel ihm nicht, aber er konnte darauf vertrauen, dass Shinjiro es machen würde. Jedoch trat er kurz darauf aus dem Büro und ging zu einem seiner Securitys und gab Anweisung, den Fotografen ausfindig zu machen, welcher den Teppich gestürmt hatte und ihn zu befragen, warum er sich nicht an die Anweisungen der Sicherheitsleute gehalten hatte. Jarred betrat wieder das Büro und Shinjiro und er nahm in der Lounge Platz und sprachen über das aufgenommene Signal.

Mit dem Peacekeeper kamen auch Colonel Murry, Rosso und Royu auf Yuma an, um einen ausführlichen Bericht über die Erstürmung und Zerstörung der Basis zu geben.  Die drei verließen über die Gangway das Schiff und machten sich auf den Weg ins Büro des First-Grad. Auf dem Weg dorthin trafen sie Saber, der  nun auch seine Uniform der Ramrod Einheit trug und auch auf dem Weg zum Büro war. Der Schotte gratulierte den beiden Colonels zur gelungenen Operation. 

Saber hat Colt einfach ins kalte Wasser geworfen, er ist jetzt seine Vertretung, bis er wieder da wäre so konnte sich Saber auf das offizielle Mittagessen mit dem Militärstab und König Jarred zu hundert Prozent konzentrieren. “Das hat schon was“, dachte sich der Schotte und musste etwas grinsen, sein Schiff stand unter dem offiziellen Kommando und er konnte seinen Pflichten im Stab nachkommen. Murry und Royu unterhielten sich über den Flug des “neuen” Peacekeeper. “Ist ein sehr schönes Schiff geworden!” schwärmte Murry. Royu, der sich gerade seine Uniformjacke während des gehen zu knöpfte, sagte: “Ich ziehe First Class beim Fliegen dann doch vor!” Saber und Murry mussten lachen. “Erstaunlich, dass ihr Bruder und Neffe solche Flieger Asse sind und sie damit so gar nichts am Hut haben!” Royu, der mittig von den beiden lief, grinste und erklärte: “Unser Vater nahm uns als Kinder manchmal mit in die Base, einmal hat er uns abwechselnd mit hochgenommen, nichts Wildes schnell hoch und wieder runter.” Murry nickte: “War bestimmt aufregend, für Kinder ist das ein Highlight!” wusste der ältere Colonel. Royu blickte zu Murry: “Ich habe in den Jet meines Vaters gekotzt!” sagte er trocken, Murry und Saber mussten loslachen. “Danach war das Thema ich und Pilot endgültig vom Tisch!” Murry lachte immer noch: “Das kenne ich vor allem von den jungen Kampfjet-Anwärtern, die noch nie mit einem Jet gestartet sind, einmal ist Pflicht, das ist wie eine Taufe!” Royu verzog sein Gesicht: “Schön, mein Appetit ist nun auch weg!” Saber pflichtete ihm bei, so ein Gespräch vor einem drei Gänge Menü war nicht klug gewählt gewesen. 


Der Chefkoch bat die Gäste an den Tisch. Auf dem Weg dorthin richtete Captain Hikari seine Krawatte. “Ist alles ok mit dir?” fragte Royu kaum hörbar seinen Bruder, dieser nickte nur stumm und ging zu seinem Platz. Der erste Gang wurde serviert und Hauptthema am Tisch war das baldige Zusammenarbeiten mit dem Königreich Jarr. Jarred erklärte, wie dessen Vorstellung sei und der Stab pflichtete den meisten Dingen bei. Wer wirklich auffällig ruhig war, war Captain Hikari, der nur zuhörte und ab und zu mal auf das Gesagte einging. Es wurden Fotos vom Fotografen des Oberkommandos gemacht, die dann für die Presse freigegeben wurden. Nachdem das Dessert genüsslich verspeist wurde, blieb man darauf noch fast eine Stunde sitzen und debattierte. 

König Jarred erhob sich, er würde das Oberkommando jetzt in Richtung Hotel verlassen und die Runde löste sich schnell auf. Hikari ging an seinen Schreibtisch und holte für Saber einen Stick und gab ihm diesen. “Für heute Abend, Misses Ellnys weis Bescheid, dass sie und Lieutenant Willcox das Büro nutzen werden. “Danke Sir!” nickte Saber und nahm den Stick entgegen. Zu Lorenz sagte er: „Du löst Eagle ab!” Lorenz nickte, er konnte sich schon denken, warum. Danach sah er zu Royu: “Wir fahren, du fährst!” und sie verabschiedeten sich, Royu schaute sich zu den übriggebliebenen im Büro um und machte ein fragendes Gesicht. Saber zuckte mit seinen Schultern, denn auch ihm kam das gerade etwas merkwürdig vor. “Ist was passiert?” fragte Saber in Richtung Lorenz. 


Royu fuhr die Auffahrt zum Haus seines Bruders hoch: “Wir sind da!” teilte er Shinjiro mit, dieser öffnete seine Augen und stieg aus. Royu tat es ihm gleich, ging vor ihm und wollte nochmals wissen, was los sei. Hitomi, die den Wagen gesehen hatte, öffnete die Haustür und wunderte sich, dass auch Shinjiro mit ins Haus trat, mit ihm hatte sie noch gar nicht gerechnet. “Geht es dir nicht gut?” wollte sie wissen, er sah sie an und ging, nachdem er sich die Schuhe ausgezogen hatte, gleich in den obersten Stock. Hitomi blickte nun fragend zu Royu, der auch nicht mehr wusste als sie: “Er wollte gleich nach dem Essen los.” Mehr Auskunft hatte er auch nicht. 

Shinjiro ging auf direktem Weg ins Schlafzimmer und schloss die Tür hinter sich und lehnte sich an diese, er genoss gerade erst einmal die Ruhe um sich herum, das Dinner hatte er als die reinste Qual empfunden, wie es ihm gerade ging, konnte er überhaupt nicht einschätzen. Er löste sich von der Tür und begann sich auszuziehen und ging ins Bad. 


Hitomi betrat langsam das Schlafzimmer und schaute hinein, sie hörte die Dusche, und verließ das Zimmer wieder, sie wollte ihn erst einmal allein lassen. Shinjiro stand unter der Dusche und ließ das Wasser über sich laufen und kniff dabei immer wieder seine Augen zusammen. Als er aus der Dusche stieg, griff er nach einem Handtuch und sah sich im Spiegel an: “Mann, was war das?” sprach er leise und ruhig zu sich selbst und verließ das Badezimmer. Er zog sich an und wollte ins Wohnzimmer gehen, entschied sich jedoch, sich kurz hinzulegen. Und als er seine Augen schloss, erschien immer wieder dieses grelle Blitzlicht vor seinen Augen, es gab keinen Schmerz, doch es raubte ihm die Kraft zu atmen. Er öffnete seine Augen und er nahm eine Einschränkung seines Sichtfeldes wahr und es war ihm alles viel zu hell, er betätigte einen Schalter an seinem Nachtisch und die Rollläden fuhren nach unten, nach einiger Zeit fand er in den Schlaf. 

Absatz #5

Für diesen Absatz ist es ratsam, Kapitel 02 – 6 Monate zuvor (Ein Gremium) gelesen zu haben.

Colt saß fassungslos im Meetingraum, sein Mund stand offen, und er konnte kaum glauben, was in diesem Gremium vor fast siebzehn Jahren geschehen war. Schon beim ersten Teil der Aufzeichnung hatte Saber das Video stoppen müssen. Denn aus Colt war eine Schimpftirade in feinster Cowboy-Manier herausgebrochen. „Was zum Geier haben die da veranstaltet?“, wetterte er. „Die sitzen da wie die Gockel, bekommen die Wahrheit direkt an den Kopf geknallt und nehmen das nicht einmal ernst!“, fauchte er weiter, und sprang von seinem Stuhl auf und zeigte wütend auf den Monitor und schimpfte das Standbild an.

Saber versuchte ruhig zu bleiben „Colt, bedenke: Das war, bevor irgendjemand wusste, worum es wirklich ging. Niemandem war klar, was dort passieren könnte. Nicht einmal Captain Hikari, es war alles reine Spekulation.“ Colt starrte den Schotten entsetzt an. „Du wärst also auch einer von denen gewesen?“ und deutete auf das eingefrorene Bild des Gremiums, auf dem Captain Hikari gerade vor dem Monitor stand und seine Präsentation hielt. Und Colt wurde lauter: „Sogar ich habe verstanden, dass die Outrider für ihren ersten Sprung diese gewaltige Energie bündeln müssen, um irgendwo ein Loch in die Weltraum-Sphäre hineinzubringen, um daraus einen Schweizer Käse zu machen. Und dann auch noch an der denkbar ungünstigsten Stelle vor Jarr! Dort gab es seitdem immer die meisten und größten Schlachten!“

Saber verstummte und bekam große Augen, hatte der Cowboy da eben wirklich das alles beim ersten Mal verstanden, was Captain Hikari dem Gremium dort zu erklären versucht hatte. “Beruhige dich erst mal Colt, das alles ist Vergangenheit, und ehrlich, ich bin beeindruckt, dass du das gleich kapiert hast, das hatte ich selbst erst beim zweiten Mal.” Colt atmete tief ein, Saber hatte ja recht, es bringt nichts, sich darüber aufzuregen und er grinste: “Tja, Säbelschwinger, unter meinem Hut sind nicht nur hübsche Locken!” sage er und setzte sich wieder und öffnete sich eine Cola, die auf dem Meeting-Tisch stand. 

“Na los, Teil zwei, das ist ja wie ein schlechter Kriegsfilm, mit endlosen Fortsetzungen, die man sich anschaut, weil der erste Teil gut war!” sagte der Cowboy und Saber grinste leicht, zog sich seine Uniformjacke aus und lockerte seine Krawatte, ihm war jetzt doch ziemlich warm geworden, einen Cowboy zu besänftigen, war schon eine Aufgabe. 

Im zweiten Teil stellten verschiedene Generäle ihre Einsatzpläne vor, von Evakuierungen, eines ganzen Planeten bis hin zur Ignoranz war alles dabei. “Die spinnen doch, tun sie doch, oder?” drehte sich Colt zu Saber, der neben ihm saß, Saber nickte nur leicht und sie schauten weiter. Was Colt auffiel, die Generäle versuchten Hikari immer mal wieder bloßzustellen, aber der Captain ließ sich in keinster Weise klein machen, er hatte zu jeder Frage eine kompetente und für Colt meist auch logische Antwort, auch ließ er ab und an kleine Spitze fallen, aber sein Faden verlor er dabei nicht und ließ ihn sich auch nicht durch die Zwischenfragen ablenken, er blieb sachlich, ruhig und klar. “Er macht das echt gut!” kam es von Colt, Saber sah den Lockenkopf neben sich an und musste schmunzeln: “Das aus deinem Munde!” Colt zuckte mit den Schultern: “Das heißt ja nicht, dass ich ihn mag, aber ich bin auf seiner Seite.” Saber nickte und grinste in sich hinein: “Ach ja, stimmt!“ sagte der Schotte nur darauf und hörte weiter zu. 

Absatz #6

Etwas Kaltes berührte seine Stirn und er öffnete vor Schreck seine Augen. „Pssst, ich bin es nur.” flüsterte Hitomi, die neben ihm auf dem Bett saß und ihm ein Kühlpad auf seine Stirn gelegt hatte, er griff danach und zog es sich über seine Augen. “Was ist denn?” fragte er. “Du hast im Schlaf geredet, irgendwas von Flieger und bunten Stiften, deine Stirn war heiß, ich hatte den Verdacht, dass du Fieber hast.” Shinjiro zog seine Augen unter dem angenehm kühlen Pad zusammen. “Was?” fragte er ungläubig. “Möchtest du etwas essen, Shinji und dein Vater sind schon seit zwei Stunden da.” 

Shinjiro fiel nun alles wieder ein und richtete sich ein wenig auf: “Wie lange habe ich denn geschlafen?” – “Fast zwei Stunden”, sagte sie und er sah sie geschockt an. “Es ist in Ordnung, dir geht es ja wieder besser.” Shinjiro nickte leicht, sicher war er sich dessen jedoch gerade noch nicht, wollte aber aufstehen.

Shinjiro betrat nach einigen Minuten sein Wohnzimmer, und es war voll mit Familie. Sein Sohn, Royu und sein Vater, vor dem er sich verbeugte, dieser nickte ihm zu: “Geht es dir wieder besser?” Fragte Royu und Shinjiro nickte: „Ja, ich habe wohl zu viel in den letzten Tagen vor einem Monitor gesessen und mich zu wenig bewegt”, versuchte er sich das Geschehene zu erklären. 

Hier ein Geschenk von meiner Tochter, ich soll es dir als erstes geben, sagte sie. Und Royu hielt ihm ein knallbuntes, gemaltes Bild entgegen. Shinjiro nahm es und schaute es sich ganz genau an, er erkannte einen Totoro, der, so wie es aussah, King Kong Konkurrenz machen wollte. Doch dann las er die bunten Schriftzeichen: “Das bist du, Ojisan!” gut, kein Totoro und kein King Kong, sondern er. Sein Sohn verkniff sich gerade ein herzhaftes Lachen, das bekam Shinjiro im Augenwinkel durchaus mit. Er holte tief Luft: “Ahhhhh, ja!” sagte er und drehte das Bild etwas und betrachtete das Kunstwerk. “Gar nicht so schlecht getroffen“, sagte Royu und verglich es mit Shinjiro.

“Ich habe auch so ein Bild, auf dem bin ich grün, und ich dachte, ich sei der Hulk.”

Shinjiro betrachtete seinen Bruder und sagte “Du bist eher der Grinch!” und nahm das Bild aus Royu wieder ab, “Das ist meins!” sagte er und ging damit zum Tisch und setzte sich neben seinen Sohn und sah ihn fragend an: “Wo ist Aaiko?” Fireball grinste: “Sie schläft genau wie du bis gerade eben, der Flug war ihr wohl zu anstrengend.” Shinjiro nickte verstehend. 

“Du musst mindestens zweimal am Tag joggen, dann passiert dir das nicht mehr!” sagte sein Vater mahnend. Shinjiro sah darauf von seinem Vater zu seinem Sohn: “Und du kommst mit!” Fireball erschrak und verstand nun gar nichts mehr, “Was, aber warum?” Shinjiro grinste: „Weil es dir nicht schadet!” Royu lachte. 


Saber und Colt hatten sich gerade die Aufzeichnungen der ersten Outrider Schlacht mit allen detaillierten Aufzeichnungen angesehen. Colt blickte stumm auf die Tischplatte vor sich, er war geschockt. Zum ersten Mal hatte er die ungeschönte Version mit allen Funksprüchen gesehen. Er hat gesehen, wie die Jets im All explodierten. Und später, ein ganzes Schiff mit 50 Mann Besatzung, diese Bilder hatten sich in seinem Kopf festgebrannt. Das waren die ersten Opfer der Outrider gewesen und sie wurden nicht erwähnt, es gab eine Ehrentafel, das war es, mehr blieb nicht von den tapferen Männern. 

Colt stand auf und ging näher heran, er erkannte, was König Jarred ihnen damals immer und immer wieder versucht hatte zu erklären, warum er glaubte das Hikari eines Tages wieder zurückkommen könnte: “Schau hier, die Kuppel ist schon gar nicht mehr ganz in unserer Dimension und der Jet ist fast genau auf gleicher höhe. Saber trat näher, Tatsache, diesen Frame hatte sich der Schotte noch nicht angeschaut, sie schaltete ein Bild weiter, der Jet sollte sich jetzt genau auf der Kuppel befinden, aber diese war schon gar nicht mehr zu sehen, jedoch erkannte man eine Explosion, auf der anderen Seite. Das ist das, was Hikari meinte, dass diese Explosion nicht hier stattgefunden hatte, sondern auf der Seite, deswegen war es bei ihnen auch so schnell vorbei gewesen. Der nächste Frame zeigte, wie der endgültige Dimensionssprung alles mit nach drüben zog. 

“Das ist total irre!” sprach Colt, als er vor dem Bildschirm stand, “Jarred hatte recht!” Saber nickte. Colt atmete erst einmal durch und ging wieder auf seinen Platz zurück, er war sehr betroffen und ging sich mit einer Hand über seine Augen, während der Tribut von Lorenz und Jarred zu sehen war und Saber stieg jetzt iin sein Bewusstsein, genau da in diesem Moment, auf der anderen Seite war Hikari bereits gerettet worden. Und der Schotte atmete tief durch, er war jetzt schon gespannt, wie Colt auf diese Nachricht reagieren würde. “Gehen wir etwas essen, Cowboy?” fragte Saber den ungewohnt stummen Colt, der immer noch auf den Monitor schaute und sich die Bergungsarbeiten ansah. Colt nickte stumm und stand auf.

Absatz #7

Im Hause Hikari wurde wenig an diesem Abend gesprochen, so lang würde dieser nicht werden, Shinjiro beschloss, sich wieder zurückzuziehen, und er verabschiedete sich und wünschte allen eine gute Nacht. Während er die Treppe hinauf ging, schaute er kurz auf seinen Communicator, alles war ruhig, und der Abfangschirm in seinem Büro war noch aktiv und er grinste wissentlich: die beiden hatten eine spannende Nacht vor sich.


Für diesen Abschnitt empfiehlt es sich, Kapitel 09 – „Check up“ gelesen zu haben.

“Was, was, was?” Colt stand auf und ging sich mit beiden Händen durch seine Haare: “Was erzählt er da?” und zeigte auf das Standbild, das Hikari auf Pectos beim Verhör zeigte. “Menschen” wiederholte Colt und sah Saber geschockt an: „Was bedeutet das, wie geht das, wie kommen Menschen in die Phantomzone? Wurden sie entführt, aber woher hatten sie dann die Technik, was?” Saber verstand diese Reaktion: „Auch auf deine Fragen bekommst du in den nächsten Minuten Antworten, ich lege dir ans Herz, einfach nur zuzuhören!” sprach Saber schließlich aus Erfahrung. Colt stand hinter seinem Stuhl, er hatte seine Hände auf der Lehne und nickte einige Male, bis er sich dazu entschloss, das zu tun, was Saber ihm geraten hatte, er setzte sich wieder und Saber ließ die Aufnahme weiter laufen. “Menschen?” wiederholte Colt erneut leise fassungslos, auch mit dem Planetennamen konnte Colt nichts anfangen, und Hikari selbst wusste zwei jahrelang nicht, wo er war, niemand sprach mit ihm, eine Vorstellung, die Colt sich nicht vorstellen konnte.

Wie kann man das aushalten? Menschen, vor allem Babys starben sogar, wenn niemand mit ihnen interagierte, gut diese Menschen haben ihn irgendwie wieder zusammengeflickt und alles andere, aber dass so keine Interaktion mit ihm stattfand, empfand der Cowboy ja fast schon als folter. “Was soll das, warum?” Saber antwortete nicht, er sollte wohl weiter zuhören. Alles was Hikari in dieser Zeit tat, war der fremden Sprache zuzuhören, die er ab und zu mal hören konnte, um etwas Fremdes in seinen Kopf zu bekommen, auch wenn er nichts verstand, hörte er einfach zu, seine eigenen Gedanken hatten ihn damals fast um den Verstand gebracht. “Das ist Folter!” kam es von Colt, eindeutig, das sind keine guten Menschen da drüben“ urteilte er und hörte weiter zu. Seine Vermutung über die Folter bestätigte auch Hikari.

Die Outrider hießen dort also Deathcula, die Menschen dort haben fast dieselben Probleme wie sie hier und die Phantomnasen kommen auch nicht aus dieser Dimension, welche keine ist, sondern … ein anderer Teil des Universums. Die Hoffnung dieser Menschen dort war, dass sich die Outrider irgendwann selbst zerstören, durch ihren massiven Energieaufwand, denn diese betrieben. Colts Gedanken überschlagen sich, diese Informationen waren einfach nur unglaublich und der Captain sprach sachlich, auch merkte Colt, dass kaum Emotionen dabei waren.

“Aber warum haben sie ihm nicht erzählt, woher sie kommen, oder gab es dort auch eine Entwicklung, eine Schöpfung oder Evolution, nur woher kam das Wissen über die englische Sprache und überhaupt die Technik, es kann sich doch nicht alles parallel abgespielt haben. Kontakt zur Bevölkerung hatte er keinen, irgendwann durfte er auch fliegen, immer im Orbit oder kurze Strecken über Land. “Warum?” drehte er sich fragend zu Saber. Saber stoppte: “Ich und alle anderen vermuten, dass sie sich damit geschützt haben, Sie hatten vorgehabt, ihn wieder zurückzuschicken.” – “Er gehört dort nicht hin, und vor allem haben sie kein Interesse an unserem Teil des Universums. Er half dort, die kleineren Angriffe der übriggebliebenen Outrider abzuwenden und brachte ihnen Kriegsstrategien bei, er hat ihnen nicht alle verraten, aber einige, um sich gut in Stellung gegen die Outrider bringen zu können. “Also haben sie gemerkt, was er kann und diesen Jet, was auch noch zum Teil sein eigener war, wieder instand gesetzt.” Es hieß nur warten, für ihn er verbrachte Zeit mit Sport, um sich wieder fit zu bekommen. Auch geistig, so schrieb er alles, was er wusste, immer und immer wieder auf, um nichts zu vergessen, und optimierte sogar einige Dinge für sich. 

Er tat alles, um den eigenen Verfall nicht zuzulassen, alle Namen, die er kannte, wiederholte er immer wieder, beobachtete seine Umgebung, lernte die Sprache und studierte die fremden Sterne. Er fokussierte sich immer wieder auf das, was jetzt ist, um nicht in Hoffnungslosigkeit zu versinken. Er blieb bei 365 Tagen und hatte einen klaren Tagesablauf. Eine unglaubliche Disziplin, wie Saber fand. Gleichzeitig hoffte er, dass die Outrider wieder Radau machten, andererseits um des Friedens Willens nicht. “Was ein Scheiß Zwiespalt!” Sagte Colt: “Woher haben die Outrider nur diese Technik oder das Wissen, um sowas hinzubekommen?” Colt musste seine Fragen laut stellen, er konnte sonst nicht denken. Nein, das hätte er nicht erleben wollen. “Er muss einsam gewesen sein!” kam es plötzlich von Colt. Saber schaute mit seinen Augen im Raum umher, dieser Gedanke, diese Feststellung, war ihm zu seiner Schande nie in den Sinn gekommen. Saber stoppte die letzten Minuten und sah Colt an. “Was ist los?” fragte der Cowboy. Saber schüttelte mit seinem Kopf: „Weißt du, an das habe ich noch nie gedacht oder mir Gedanken gemacht, oder hat das überhaupt schon mal jemand hier, seitdem er wieder da ist?” Colt sah Saber stumm an: “Von was redest du?” Saber setzte sich etwas zugewandter zu Colt und erklärte: “Deine Feststellung, dass er einsam gewesen sein musste, natürlich war er das, da war niemand den er kannte, er wurde auf Abstand gehalten und wenn ging man mit ihm nur in Kontakt, wegen seines militärischen Wissens, wir machen hier nichts anderes, verstehst du?” 

Colts Augenbrauen zogen sich zusammen, das, was Saber ihm da erklärte, machte Sinn. Er hatte immer von Hikari verlangt, etwas Menschliches zu zeigen, aber hatte er ihn auch als Mensch gesehen? Nein, er hatte ihm bei seiner ersten Begegnung gleich abgestempelt, er war 16 Jahre allein gewesen, kam zurück mitten in einen Kampf, sein Sohn hatte er auf Ramrod halb tot das erste Mal nach 16 Jahren gesehen, er kannte ihn nur als Baby, er war plötzlich unter so vielen bekannten Gesichtern, von einen Moment auf den anderen und die ersten Tage war er auch wieder allein, ok er wohnte bei Jarred, was nun nicht das schlechteste ist, aber er war allein mit sich und allen drumherum, ihn rettete das, was er kannte, das militär, die Arbeit, hier wie da. “Scheiße!” entkam es Colt. Saber nickte: “Soll ich weiter laufen lassen, jetzt geht es nur noch um den offenen Funkkanal, welchen er schon eine Stunde lang zugehört hatte und uns nicht nett betitelt hatte, Colt musste grinsen: “Lass laufen, das halte ich jetzt auch noch aus!”


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