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7.747 Wörter, 41 Minuten Lesezeit.


Erde – Schottland

Saber war vor einer Stunde in Edinburgh gelandet und nun auf dem Weg zum Familienanwesen der Lancelots. Er hatte sich bewusst gegen den Highway entschieden und fuhr stattdessen über die ländlichen Straßen, die “Single Track Roads” genannt werden. Diese Straßen sind mehr schlecht als recht ausgebaut, boten dafür aber einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft. Er hatte soeben die Lowlands hinter sich gelassen und erreichte Loch Ness und die Highlands hießen ihn schneebedeckt willkommen. Er atmete tief ein ‚Zuhause‘, wiederholte er und grüßte den Bergen zurück. Ja, diese Landschaft gehörte zu ihm, hier konnte er abschalten, das unberechenbare, launische Wetter formte die Menschen und die Kultur der Highlander, und auch ihn. 

Gerade jetzt im Winter hüllte sich die Landschaft in einen mystischen Dunst. Hier enstand der Stoff, in dem Mythen und Legenden geboren und lebendig wurden. Und genau diese Mythen hielten die Highlands am Leben, ohne diese … Seine Gedanken stoppten, ja, wer wäre er ohne diesen Background? Er atmete tief ein und hörbar aus und passierte ein großes Holzkreuz und bog auf die schmale Straße dahinter ein.

Sein Blick glitt über die raue Winterlandschaft und er musste schmunzeln. Wie oft war er als Kind mit seinen Freunden durch dieses Land gestreift und hatte in den Ruinen alter Burgen und Schlösser, der verschiedenen Clans gespielt oder war im Sommer in einem der vielen tiefen Lochs in dieser Gegend schwimmen. Nessie hatten seine Freund und er nie gesehen, doch alle wussten, dass sie da war. Gerne erinnerte er sich an seine Kindheit, die zwar auch aus viel Lernen und vor allem Disziplin bestanden hatte, aber an Freizeit hatte es ihm dann doch nicht gemangelt.

Saber verließ die Single Track Road und bog wieder auf eine öffentliche Straße ein und fuhr durch einen kleinen Ort namens „Glenarroch“, wo ihn ein Schild den Weg direkt zum “Loch Dùn” anzeigte. Den Weg dahin würde er im Schlaf finden, doch diesmal fiel ihm das Schild, das wahrscheinlich schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hatte, auf. “Loch Dùn” war ein beliebter Photo Point, doch da das Schloss seiner Eltern bewohnt war, durfte man es nur aus gebührender Entfernung fotografieren.

Er fuhr an den Rand der Straße und stieg aus und betrachtete das unwirkliche Bild vor sich. Wie das Schloss seiner Vorfahren mystisch durch den winterlichen Nebel umrahmt von den Highlands in die Höhe reichte. Je länger er den Anblick auf sich wirken ließ, desto schöner empfand er ihn, und ein ungewohntes, friedliches Gefühl stieg in ihm auf. Die Highlands schienen ihn willkommen zu heißen und Loch Dùn glänzte im fahlen Winterlicht; auf seiner Oberfläche hatte sich bereits eine dünne Eisschicht gebildet, die das Wasser wie silbernes Glas wirken ließ. Er fuhr weiter und langsam erhob sich das Schloss, auf einem breiten Hügel, teilweise in Nebelschwaden gehüllt, die sich lichteten, je näher er dem Anwesen kam, das hohe, schwere Tor öffnete sich und er fuhr hindurch.

Und wieder stiegen Erinnerungen in ihn auf, seit er denken konnte, wollte er so werden wie sein Vater, der Earl dieser Gegend, ein Edelmann, ein General. Einer, der von seinem Tun überzeugt war, immer standhaft, immer aufrecht und gerecht. Für Saber waren diese Eigenschaften immer erstrebenswert gewesen, und das waren sie auch heute noch. Doch in letzter Zeit stieß er sich immer wieder an diesen Mustern und er erkannte, dass auch sie ihren Preis hatten. So hatten Fireball und er die Schattenseiten dieser Prinzipien am eigenen Leib zu spüren bekommen. Saber atmete tief ein, um diese quälenden Gedanken für einen Moment abzuschütteln und fuhr die letzten Meter der langen Auffahrt zum Anwesen hinauf. Jetzt wollte er sich erst einmal freuen, seine Eltern wiederzusehen.

Schloss Lancelot

Er stieg aus dem Wagen und da standen sie schon, seine Eltern, sie deuteten ihn an schnell hereinzukommen, doch Scotty der alte braune Highland Terrier flitze aus dem schloss und begrüßte ihm stürmisch, es war eiskalt und windig, es würde jeden Moment wieder zu schneien beginnen. Seine Mutter umarmte ihn, und Scotti hüpfte schwanzwedelt und vollkommen aufgeregt durch die Beine der Drei. Als seine Marry endlich von ihm abgelassen hatte, konnte er nun auch seinen Vater begrüßen: “Willkommen zu Hause Saber, schön das du da bist!” Und er hielt in an den Schultern. Saber nickte erfreut: „Danke, Vater, aber bitte sage doch wieder Richard!” Edward sah ihn kurz etwas erstaunt an, doch auf seinen Lippen, die unter einem dichten rot-braunen Vollbart versteckt waren, formte sich ein großes freudestrahlendes Lachen: “Ja, Richard, das werde ich!” sagte er erfreut und gemeinsam gingen sie in den Wohnbereich.

Saber zog sich natürlich zusammen mit Scotti, der ihm jetzt nicht mehr von der Seite weichen würde, in sein Zimmer zurück, um sich kurz von der Reise auszuruhen und um seine Sachen zu verstauen. Langsam ging er den langen Flur entlang, dessen dicker, weicher Teppich jeden Schritt dämpfte. An den Wänden hingen schwere Ölgemälde: stolze Ahnen in Uniformen, zerklüftete Highlands, und das Schloss in allen Jahreszeiten. Dabei wurde ihm bewusst, wie viel Geschichte hier in jedem Stein steckte, wie hatte er das nur übersehen können? Die alten Mauern waren robust wie eh und je, doch drinnen verbarg sich modernster Komfort. Niemand musste hier mehr in zügigen Kammern frieren oder nachts mit Eisblumen am Fenster aufwachen, “zum Glück!” kam es ihm, “Früher muss das zu dieser Jahreszeit schaurig gewesen sein”, dachte sich Saber, während er die schwere Holztür zu seinem Schlafzimmer öffnete.

Er trat ein und sah, dass seine Mutter bereits alles für ihn vorbereitet hatte: Auf einem hölzernen Ständer lag sein Kilt, Saber musste etwas grinsen, seine Freunde machten sich nur zu gern über seinen “Schottenrock”, wie sie den Kilt nannten, lustig, besonders Colt, der immer wieder wissen wollte, was MANN denn nun wirklich darunter trug. Saber lachte leise in sich hinein. Dieses Mysterium würde er mit ins Grab nehmen, wie alle Highlander. Mit einem Kopfschütteln und einem breiten Grinsen zog er sich um. Einmal Highlander, immer Highlander.

Jarr – Villa Hikari

Fireball kam an diesem Morgen nur mühsam zu sich. Jeder Muskel fühlte sich an, als würde er brennen, sein ganzer Körper pochte vor dumpfen Schmerz. Am liebsten hätte er seine Augen gar nicht mehr geöffnet, denn so lange sie geschlossen blieben, konnte er sich wenigstens einreden, dass alles nur ein blöder Traum gewesen war. Doch irgendwann blieb ihm nichts anderes übrig, mit einem genervten, heiseren Laut wälzte er sich schwerfällig auf den Rücken. Langsam blinzelte er, bis die weiße Decke über ihm Konturen annahm. Er starrte sie an, als könnte er darin einen Ausweg finden, wenn auch nur eine Ritze, durch die er zurück in die Zeit vor dem, was passiert war, schlüpfen könnte. Aber die Wahrheit war unerbittlich, mit einem Ruck ballte er seine Hände zu Fäusten, seine Knöchel zeichneten sich weiß durch seine Haut. Wütend drückte er die Fäuste in die Matratze unter sich. 

Doch nach wenigen Augenblicken entspannten sich seine Muskeln und ein kehliger, angestrengter Laut entrang seiner Kehle und blieb weiter liegen, er wollte wütend sein. Aber er war handlungsunfähig und starrte weiter stumm zur Decke, während sich in seiner Brust die Wut mit einer dumpfen Scham mischte. 

Jarr – Militärraumhafen

Auf dem Militärraumhafen herrschte das gewohnte geordnete Chaos. Überall hasteten Soldaten und Techniker, Frachter wurden beladen, Maschinen überprüft. Alle Schiffe des Kavallerie Oberkommandos waren am Morgen nach Yuma abkommandiert worden und jeder wollte der Erste sein, um den Heimweg anzutreten, schließlich standen die Feiertage bevor.

Doch die Entscheidung lag allein bei Commander Eagle, der im Büro saß und den Überblick über die Einheiten auf seinem Notebook hatte. Ständig gingen bei ihm Dringlichkeits-Meldungen ein und entschied, wer heute noch Richtung Yuma starten konnte, würde er jetzt alle losschicken, dürfte er sich garantiert eine ganze Weile im Oberkommando nicht mehr blicken lassen. Er schmunzelte bei dem Gedanken, und ordnete die Schiffe nach Priorität, er selbst würde als Letzter mit der Peacekeeper 7 Jarr verlassen.

Ein kurzer Moment der Ruhe stahl sich zwischen all den Zahlen in seinen Kopf. Charles lehnte sich im Stuhl zurück und ließ seine Gedanken abschweifen. Auch er freute sich auf zu Hause. So sehr er Jarr mochte, mit seinem französischen Flair, doch Yuma war sein Zuhause. Er war der Erste seiner Familie, den es ins neue Grenzland gezogen hatte. Seine Kindheit hatte er noch auf der Erde im sonnigen Südfrankreich verbracht, doch das meiste, was ihn ausmachte, hatte er in den Weiten des Neuen Grenzlandes gelernt. Sogar sein Kind war auf Alamo geboren worden. 

Eine weitere rote Benachrichtigung blinkte auf seinem Notebook auf, die ihn wieder an sein Tun erinnerte, er setzte sich auf: “Na mal schauen, wer es jetzt eilig hat,” murmelte er und öffnete die Nachricht.


Captain Hikari stand zusammen mit Captain Lorenz in einem abgelegenen, bewachten Hangar, in dem ein nagelneuer Jet frisch polierter thronte. Seit ein paar Minuten standen sie einfach nur da und starrten das gute Stück an: „Chic!“, murmelte Lorenz schließlich und stemmte seine Hände in die Hüften und grinste den Jet an, als hätte er ihn höchstpersönlich gebaut.

Shinjiro, der neben dem Deutschen stand, nickte zustimmend: „Ja, nur gibt’s da ein Problem.“ Lorenz verstand nicht und drehte seinen Kopf zu seinem ehemaligen Wingman: „Ein Problem?“, wiederholte er.

Shinjiro grinste breit: „Es ist ein Jet. Und wir sind zwei. Also …  Was machen wir jetzt?“ Lorenz grinste zurück, atmete hörbar durch und ließ seinen Blick genießerisch über die graue Metallhaut gleiten: „In der Tat … das ist ein Problem, wir könnten es mit Schere, Stein, Papier klären.“ und ging nach vorn und legte seine Hand auf die kühle Außenhaut und klopfte gegen das Metall.

Shinjiro folgte ihm und verschränkte seine Arme: „Einer fliegt, einer winkt.“, meinte er trocken, doch noch bevor Lorenz etwas erwidern konnte, vibrierte sein Communicator. Eilig zog Shinjiro ihn aus der Tasche und verzog etwas das Gesicht, als er die Nachricht las. Währenddessen schlich Lorenz weiter, mit funkelnden Augen, wie ein Kind um ein frisch verpacktes Spielzeug um den Jet herum. Neueste Technologie, modernste Geschütze und vor allem schnell. So schnell, dass er das Grinsen kaum noch aus seinem Gesicht bekam, als er daran dachte.

Shinjiro kam zurück: „Hast gewonnen, ich hab noch was zu erledigen.“ teilte er ein wenig niedergeschlagen mit. Lorenz tippte mit einem breiten Grinsen gegen den Rumpf: „Na dann … Einer fliegt, einer winkt!“, lachte er und Shinjiro steckte, leicht schmollend, seinen Communicator zurück in die Hosentasche: „Dann viel Spaß … und wage es ja nicht, mir einen Bericht zu schicken, wie er sich fliegt. Das will ich selbst herausfinden!“ Damit drehte er sich um und ging Richtung Ausgang.

Lorenz rief ihm hinterher: „Aye aye, Captain!“ Dann klopfte er nochmal verliebt gegen den Jet und sprach: „Na dann, nur wir zwei, meine Schöne …“

Absatz 5

Hikari betrat das Büro und fand den Brigadier General Rosso bereits wartend vor. Rosso, der Kommandeur der „Task Force“ des Kavallerie-Oberkommandos, erhob sich und salutierte stramm. Hikari erwiderte den Gruß mit einem knappen Salut und sie setzten sich an den ovalen Tisch in der Mitte des Raumes, auf dem schon ein Terminal und ein paar Akten bereit lagen. Draußen begann es wieder zu schneien.


Es war bereits halb elf vormittags, als sich Fireball endlich dazu entschloss, oder eher die Kraft hatte aufzustehen. Wie lange er die Zimmerdecke angestarrt hatte, wusste er nicht, die Zeit war ihm egal geworden. Doch jetzt spürte er zwei dringende Bedürfnisse. Erstens: Er musste dringend aufs Klo und zweitens: Hatte er einen unerträglichen Durst. Nachdem er das eine erledigt hatte, ging er direkt nach unten, seine Mutter war in der Küche und traf wohl schon Vorbereitungen für das Mittagessen.

Hitomi blickte von ihrem Tun auf und wischte sich ihre Hände an ihrem Geschirrtuch ab und schenkte ihm ein liebevolles Lächeln: „Na, möchtest du frühstücken?“, fragte sie mit diesem kleinen neckischen Unterton, der unmissverständlich klar machte, dass sie genau wusste, wie lange er schon vor sich hin vegetiert hatte.

Fireball kratzte sich verlegen am Hinterkopf, etwas peinlich war es ihm ja schon: „Ach, Frühstück? Ich dachte, wir sind schon beim Abendessen …“ grinste er und nahm sich ein Glas aus dem Schrank. Hitomi verschränkte ihre Arme: „Abendessen? Wenn du noch länger geschlafen hättest, hätte ich dir gleich das Frühstück für morgen vorbereitet.“ Fireball hielt sein Glas unter dem integrierten Wasserfilter am Kühlschrank und sah erwartungsvoll zu, wie sich das Glas, mit dem kühlen Nass füllte und leerte es dann mit einem Zug, “Das tat gut” sprach er zu sich, danach grinste er zu seiner Mutter: “Egal wie spät, es riecht jedenfalls verboten gut. Was gibt’s denn?“ fragte er und linste neugierig über einen Topf, als könnte er es schon mal probieren. Hitomi stupste ihn an. Fireball hob ergeben seine Hände: „Okay, okay!“ sagte er und verließ rückwärts die Küche. Seine Laune hatte sich schlagartig gebessert. Er liebte es, mit seiner Mutter herumzualbern, das hatte er wirklich vermisst und sie sah so viel entspannter aus als früher. Doch je weiter er sich in diesem warmen Gefühl treiben ließ, desto lauter drängten sich die Bilder von gestern wieder in sein Bewusstsein. 

Bibliothek Jarr

April stand in der Universitätsbibliothek von Jarr, umgeben von bedächtiger Stille, leisen Flüstern, hohen schweren Holzregalen und dem gedämpften Rascheln von umblätternden Seiten. Ja, diese Bibliothek war tatsächlich königlich“, staunte sie und ließ noch eine Weile das Ambiente auf sich wirken. Schon immer hatte sie sich gerne in Bibliotheken zurückgezogen, wenn in ihrem Kopf Chaos ausgebrochen war, hier wollte sie ihre Gedanken zur Ruhe kommen lassen. Also hatte sie sich einen Stapel Bücher über das Königreich Jarr zusammengesucht, sie wollte mehr über die königliche Familie und deren Geschichte wissen. Und vielleicht, so hoffte sie, würden sich so die Schuldgefühle und Gedanken etwas auflösen, die sich wie ein Knoten in ihrer Brust festgesetzt hatten.

An einem halboffenen Arbeitsplatz ließ sie sich nieder, schob sich ein Buch zurecht und aktivierte den Computer, um sich Notizen zu machen. Doch kaum schlug sie die erste Seite im Buch auf, nagte es wieder an ihr: dieses Schuldgefühl und Sorge, wie es mit Team Ramrod weiter gehen würde, denn sollte das Team scheitern, würde auch das Projekt Ramrod scheitern und das wollte sie nicht! Und da war er wieder, dieser Name in ihren Gedanken, Fireball. Ein kalter Stich zog durch ihre Brust. Es tat ihr leid. Alles. Auch, was gestern passiert war. Sie hatte es ihm sagen wollen, ihm erklären, dass der Kuss ein Moment aus reinem Affekt gewesen war. Aber es war auch mehr gewesen … eine Wunde, die tiefer ging, weil sie sich insgeheim gewünscht hatte, er könnte vielleicht … sie mochte es kaum denken … auch so für sie fühlen. Wie naiv, wie dumm! Wie sollte sie ihm jetzt, in Zukunft begegnen? Er war sicher wütend. Vielleicht würde Saber helfen, wenn er erst wieder da war, Saber, der immer alles ausbalancierte. Da würde es noch ein Gespräch geben, da war April sich sehr sicher. Sie atmete tief durch, strich mit den Fingern über den Buchrücken vor ihr, als könnte sie darin alle Lösungen für ihre Probleme finden. Dann schlug sie entschlossen das Buch auf, die Geschichte von Jarr wartete auf sie. 

Robin & Colt

Robin und Colt standen in einem Herrenausstatter, Robin wollte sich Inspirationen holen, in welchem Anzug ihr Cowboy vor den Traualtar treten sollte, und sie war hin und weg: In jedem Anzug, den der Verkäufer reichte, sah ihr Cowboy einfach Und Colt liebte es durchaus, sich schick zu machen, aber bitte nicht jeden Tag. 

Dass sie beide wirklich heiraten würden, konnte sie immer noch kaum fassen. Wahrscheinlich würde dieses Gefühl bis zum Hochzeitstag bleiben. Ausgerechnet sie würde einem Mann das Ja-Wort geben, dessen Berufung das Schießen war und der sich auch noch dem Militär verpflichtet hatte. Früher hätte sie sich genau davor gescheut, als sie den jungen ungestümen Cowboy mit seinen Blaster in Tranquility kennengelernt hatte, … oh sie war so voller Vorurteile gewesen, schmunzelte sie, als sie an ihre Kennenlernzeit zurückdachte. Doch Colt war hartnäckig geblieben, hatte nie locker gelassen und ihr immer wieder erklärt, warum er tat, was er tat, doch richtig zuhören wollte sie nicht. Erst als die Outrider die Stadt angriffen, die sie zu ihrem Zuhause machen wollte, verstand sie, worum es wirklich ging. Es ging nicht darum, ständig Krieg zu führen, sondern genau das zu verhindern.

Und jetzt, die Outrider zogen zwar weiterhin die ganze Aufmerksamkeit auf sich, doch das Oberkommando musste sich auch um all die Konflikte kümmern, die zwischen den Menschen im Neuen Grenzland immer wieder aufflammten: Streit zwischen Siedlern und den alten Kolonien, kleine Grenzscharmützel, manchmal sogar Terroristen. All das musste beobachtet, geregelt und, wenn nötig, unterbunden werden. Genau wie es immer schon zwischen den Menschen gewesen war. Das frustrierte Robin zwar weiterhin, doch auch ihr Ziel war Frieden. Sie wusste, dass Colts größte Besorgnis war, tatsächlich irgendwann einmal gegen Menschen antreten zu müssen. Eine Sorge, die Robin nachvollziehen konnte. 

Das zischend er Umkleidekabine holte sie aus ihren Gedanken und Colt verschwand mit dem nächsten feinen Anzug, diesmal mit einer Wildlederjacke in der Umkleide. Sie blickte ihm liebevoll nach und beschloss, ihn heute mit schönen Dingen abzulenken, damit er sich seinen Kurzurlaub, der so selten war, nicht mit dem gestrigen Ereignis vermiese. 

Colt bekam in der Umkleide eine Mitteilung vom Oberkommando: Alle Truppen sollten binnen 24 Stunden nach Yuma verlegt werden, auch Ramrod würde mit der Zweitbesetzung schon heute starten. Im ersten Moment riss er überrascht seine blauen Augen auf, “nicht mal im Urlaub hatte man hier wirklich frei”, dachte er genervt. Doch schon im nächsten Moment breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus. “Yuma. Zu Hause.” Der Gedanke ließ ihn alles andere vergessen. Yuma würde wirklich sein Zuhause werden. Er und Robin würden sich eine Wohnung oder ein kleines Haus suchen. Endlich konnte er sein Apartment beim Oberkommando hinter sich lassen. Es fühlte sich alles so richtig an: Ein Neuanfang, auch wenn er mit Veränderungen sonst immer ein bisschen haderte. Aber diese hier, die wollte er. Schließlich würde er die Frau heiraten, die er liebte, irgendwann bestimmt Vater werden und eine kleine Rasselbande um sich haben. Genau das hatte er sich immer gewünscht. Mit diesen Gedanken stieg er mit einem breiten Grinsen in die Hose.

Absatz 10

Captain Hikari saß zusammen mit Colonel Rosso am Meetingtisch. Ihr Gespräch über die “Task Force” hatten sie gerade beendet, als es an der Tür klopfte.

Die Tür glitt auf und Fireball stand in der Tür. Captain Hikari blickte etwas überrascht und dann von seinem Stuhl auf und ging zur Tür: “Ähm, störe ich?”, fragte Fireball etwas unsicher, als er sah, dass da noch jemand im Büro war. Sein Vater schüttelte mit seinem Kopf und zeigte ihm an, einzutreten und ihm zu folgen. 

Der Colonel stand auf und die beiden Hikaris standen vor ihm: “Colonel Rosso, mein Sohn, Shinji!” Fireball kannte diesen Colonel nur vom Namen her, also salutierte er vor ihm und dieser reichte ihm seine Hand. Der Colonel wandte sich an den Captain: “Da brauchst du keinen Vaterschaftstest mehr!” und zeigte auf Fireball, dieser rollte innerlich mit seinen Augen und alle setzten sich wieder an den Tisch, nach einer Weile, verabschiedete sich der Colonel, denn er flog heute noch zurück nach Alamo. 

Nach der Verabschiedung ging Shinjiro zu seinem Sohn, der noch immer still am Tisch saß. Ohne ein Wort zu verlieren, setzte er sich ihm gegenüber. Einen Moment lang herrschte nur das leise Ticken der Wanduhr: „Was machst du hier?“, fragte Shinjiro schließlich, seine Stimme war ruhig, aber man konnte den neugierigen Unterton gut heraushören. Fireball atmete tief ein und lehnte sich ausatmend zurück, dabei musterte er seinem Vater, bevor er antwortete: “Ich möchte mich bei dir entschuldigen … wegen gestern!” Shinjiro spürte, wie etwas in ihm kurz stockte, er hob langsam seine Augenbrauen und ließ die Worte seines Sohnes in seinem Kopf ein paar Mal kreisen. Dann nickte er knapp: „Das ist gut. Sehr gut sogar“, sagte er, und ein stummes Lächeln formte sich auf seinem Gesicht: “Angenommen!” und lehnte sich ebenfalls zurück.

Fireball hob langsam seinen Kopf und ein vorsichtiges Lächeln huschte auch über sein Gesicht: „Und jetzt?“, fragte er leise, denn er wusste nicht, wohin mit sich und schon gar nicht, wie es weitergehen sollte. Shinjiro nickte nur, so, wie er es oft tat, wenn er Worte sammelte, bevor er sie aussprach und begann ruhig zu erklären, wie es in den nächsten Tagen weitergehen würde. Schritt für Schritt, ohne hastig zu werden, jeden Punkt klar und geordnet.

Fireball presste seine Lippen fest aufeinander, sein Blick glitt etwas zur Seite. Es hieß, zurück nach Japan, wieder weg von hier, doch etwas fühlte sich diesmal anders an, zum ersten Mal war er froh darüber, froh, zu vergessen, was auf Jarr passiert war. 

Shinjiro stand auf, nachdem er seinem Sohn alle wichtigen Informationen mitgeteilt hatte. Fireball blickte seinem Vater stumm nach, und sah, wie dieser etwas holte und vor ihm auf dem Tisch abstellte. “Aber nicht wieder kaputt machen!” hörte er seinem Vater sagen, Fireball verstand erst nicht, doch die Neugier war größer und er stand auf, und linste in die Tüte und griff hinein und holte eines der neuesten Com-Geräte heraus und auch das kam wieder in ihm hoch. Er hielt die schwere Pappschachtel einige Augenblicke in seinen Händen und blickte zu seinem Vater: “Ach so ja …!” kam es ihm über die Lippen, als er die Schachtel in seinen Händen drehte und sich ansah: “Danke! … Tolles Teil!” sagte er und das war es wirklich, schon seit einigen Wochen hatte er damit geliebäugelt, es sich sogar selbst zu kaufen. 

Shinjiro beobachtete es und ging wieder zu seinem Schreibtisch, er musste noch einiges vor Ort klären. Und Fireball entschied sich, seinen Vater in Ruhe arbeiten zu lassen und verabschiedete sich. 


Colt schlenderte durch die Gänge des Militärraumhafens Jarr, so als wollte er Abschied nehmen, doch er war auf dem Weg zu Ramrod, um seine restlichen Sachen von Bord zu holen. Die Ersatzcrew, hatte den Friedenswächter schon übernommen und in einer Stunde würden sie starten und zurück in den Heimathafen nach Yuma fliegen. Er ging an Bord, dort waren Alex und die anderen schon mit den Startvorbereitungen beschäftigt. Alex schaute verwundert, wer da die Brücke betrat und fragte: “Was machst du hier Cowboy, kommst du mit uns zurück?” Colt ging auf die Mittlere Satteleinheit zu und schüttelte mit seinem Kopf: “Nein, ich hole nur ein paar Sachen von mir, ich werde am Freitag auf Yuma sein!” Alex nickte: “Was ist mit dem System los, euer Pilot taucht gar nicht mehr im Staff auf?”

Colt sah mit großen Augen zu Alex, das ging jetzt alles echt schnell, “Fireball war also sogar schon aus dem Bordcomputer gelöscht worden.” Er atmete hörbar ein, zog sich seinen Hut tiefer ins Gesicht und drehte sich Richtung Korridor, um die Brücke zu verlassen: “Es hat alles seine Richtigkeit!” sprach er und hinter ihm zischte die Tür zu. Alex sah ihn nach und zuckte mit seinen Schultern und wandte sich wieder seiner Arbeit zu. Schweigend ging Colt in sein Quartier, welches er jetzt an Henry für die Zeit abtreten musste. 


Fireball war auf dem Weg nach Hause und warf einen flüchtigen Blick durch das große Panoramafenster, des Offizierskasinos, da sah er Ramrod auf der Rollbahn stehen, er stoppte, bevor er langsam das Casino betrat und sich vor die Glasfront stellte. Regungslos beobachtete er, wie Ramrod zum Start ansetzte, wie dessen mächtige Triebwerke den auf der Rollbahn liegenden Schnee aufwirbelten und kurz darauf in einer Wolke verschwand. Er blickte dem Schiff wehmütig nach, bis es nur noch ein heller Punkt am grauen Horizont war. Nie wieder würde er den Friedenswächter fliegen. Da ging etwas zu Ende, endgültig und er spürte einen brennenden Schmerz in seiner Brust. “War es auch damals so bei Shinichi?” Kam es ihm plötzlich in seine Gedanken. Denn auch da endete etwas schmerzvoll, so wie es ihm sein Vater erzählt hatte. Er ließ die Gedanken und fühlte sich hinein: “Ob er sich damals auch so abgestellt und verloren gefühlt hatte?” versuchte sich Fireball in die Lange seines Vorfahren zu versetzen. “Pfff!” atmete er frustriert aus und schüttelte leicht mit seinem Kopf, und holte sich damit wieder ins Hier und Jetzt zurück, “Das war Vergangenheit, was sollte es ihm jetzt bringen, darüber nachzudenken?” Er wollte das Gebäude verlassen, doch draußen zog ein großer Eis-Graupelschauer auf, nein, da wollte er jetzt auch nicht hinausgehen und entschied sich, im Offizierskasino zu warten, bis dieses Wetter vorbei war und setzte sich.

Um sich die Zeit zu vertreiben, packte er seinen neuen Communicator aus, den könnte er hier ja gleich einrichten. Bloß gut, sein Vater hatte seinen alten gefunden, nicht auszudenken, wenn dieser in falsche Hände gekommen wäre. Er stellte alles auf den Tisch ab. Und nachdem er sich etwas zu trinken geholt hatte, begann er die Verpackung zu öffnen und begutachtete das neueste Com auf dem Markt in seiner Hand. Langsam zog er die Folien ab, ja, das hatte immer etwas, grinste er und schaltete ihn ein. 


“Hey Partner!” sprach ihn auf einmal eine vertraute Stimme an und setzte sich zu ihm an den Tisch. Fireball erschrak etwas, weil er so in sein Tun vertieft gewesen war! Aber er kannte diese Stimme und vor allem denjenigen, der ihn immer so nannte. Colt beobachtete seinen Freund, der gerade mit einem neuen “Spielzeug” beschäftigt war, er griff nach dem Deckel der Verpackung und fragte: “Was ist das, Frustkauf?” Fireball sah nicht auf und erklärte: “Ich brauchte einen neuen!” war seine knappe Antwort. Colt nickte stumm und legte die Verpackung wieder zurück auf den Tisch: “Wie geht es dir … nach, na ja, nach gestern?” fragte Colt vorsichtig. Fireball startete seinen Kommunikator: “Sehr gut, danke!” antwortete er fast beiläufig und nach Colts Geschmack viel zu ruhig. Der Cowboy schaute sein Gegenüber etwas frustriert an, was sollte er jetzt darauf sagen, die Antwort passte Colt überhaupt-nicht, aber er wollte seinen Freund deswegen jetzt nicht irgendwie reizen: “Ich verstehe, dass du sauer bist, Fireball! Ich unterstütze die gestrige Entscheidung nicht, ich habe dich danach nicht gefunden, ich hatte mir Sorgen gemacht!”

Fireball der gerade eine Verbindung mit dem Internet hergestellt hatte und nun seine Einstellungen aus seiner Cloud übernahm, legte den Kommunikator zur Seite und griff nach seiner Flasche Wasser und blickte den Cowboy jetzt auch mal direkt an: “Du stehst also nicht hinter der Entscheidung deines Vorgesetzten?” fragte er ein wenig vorwurfsvoll. Colt zog seine Augenbrauen langsam zusammen: “Ich akzeptiere sie, aber heiße sie nicht gut!” erweiterte er darauf, auch etwas gereizt: “Was soll das jetzt? Ich habe mit der ganzen Sache am wenigsten zu tun, du bist mein bester Freund und ich weiß, dass dir Ramrod viel bedeutet und auch das Team!”

Fireball nahm einen Schluck seines Getränks und sagte ernst: “Ramrod ist Geschichte, sowie das Team, ich komme schon klar!” Colt atmete tief ein: “Okay …” sagte er stimmlos und stand auf, er brauchte auch erstmal etwas für seine Kehle. Als er am Automaten sich eine Cola zog, atmete er einmal tief ein und aus, es war ihm nicht geheuer, wie abgeklärt Fireball ihn antwortete und ging wieder zurück: “Wollen wir heute Abend essen gehen?” fragte er und öffnete seine Coladose mit einem Zisch. 

Fireball schüttelte nur mit seinem Kopf: “Nein, ich muss anfangen zu packen, ich reise übermorgen ab.” – “Also schickt dich dein Vater wieder nach Japan?” Fireballs Communicator piepte an, dass alle Einstellungen übernommen wurden, er griff danach und erwiderte darauf: “Wir fliegen alle, er auch!” Colt war nun sehr überrascht: “Ach deswegen der komplette Truppenabzug!” sprach er nachdenklich zu sich selbst. 

Er merkte, dass er gerade überhaupt keinen Zugang zu seinem Freund bekam, aber er wollte wissen: “Steht etwas zwischen uns?” Fireball schüttelte mit seinem Kopf und sprach leise: “Lass mir bitte etwas Zeit, ok?” und blickte von seinem Com auf: “Vielleicht brauchst du die auch!” und fing an alles eilig zusammenzusammeln und legte alles in die Tüte. Colt nickte: “Melde dich bitte, auch wegen der Hochzeit, ich brauche dich als Rückendeckung!” Fireball nickte und stand auf, der Regen hatte draußen aufgehört, und er zog seine Jacke an: “Ich muss los, wir hören uns!” sprach er und ging. Colt sah ihm nach, bis er aus dem Gebäude verschwunden war. Er atmete tief ein und nahm den letzten Schluck seiner Cola, da piepste sein Communicator, fischte ihn aus der Tasche und öffnete die Nachricht: “Ich melde mich, Kuhhirte!” Colt grinste.

Absatz 15

Saber saß zusammen mit seinen Eltern beim Dinner. Edward und Marry brachten Saber auf den neuesten Stand der Dinge. Vor allem, dass es seiner Mutter seit einiger Zeit wieder gesundheitlich wieder besser ging und auf dem besten Weg der Genesung war. Das freute Saber natürlich sehr, er hatte schon beim Ankommen bemerkt, dass es seiner Mutter wieder besser ging, sie lief herum und sah einfach wunderbar dabei aus! 

Doch Marry verabschiedete sich, sie war sich sicher, dass ihre beiden Männer noch in Ruhe bei einem Scotch zusammensitzen wollten: “Bevor du gehst Mutter, möchte ich euch beiden noch etwas zeigen” hielt er sie auf und reichte seinen Vater die rote lederne Mappe. Edward öffnete sie und er sprang von seinem Platz auf und ging um den Tisch: „Marry, schau ihn dir an.” sagte er und hielt seiner Frau die Mappe hin: “So sieht ein echter schottischer Major aus!” kommentierte er und zeigte auf seinen Sohn. 

Marry blickte überrascht auf. Saber trat an die beiden heran. Sein Vater klopfte ihm auf die Schulter und umarmte ihn ganz schnell, um gleich Platz für seine Frau zu machen, die Saber ebenfalls beglückwünschte! Edward stand da und las sich noch einmal die Urkunde durch, sein Sohn hatte jetzt endlich den Sprung vom Captain zum Major geschafft! Er sah auf und zeigte mit einem Finger auf die aufgeschlagene Mappe: “Diese Urkunde bekommt einen Ehrenplatz!“ beschloss er.

“Ja Vater, wir werden einen guten Platz finden!”, freute sich Saber mit seinem Vater. Edward lachte: “Und jetzt mein Sohn, heißt es Sternchen sammeln …!” lachte er einfach weiter. Dann setzten sich die beiden vor dem schon angefeuerten Kamin, vor dem es sich Scotti gemütlich gemacht hatte, es standen zwei schwere braune Ohrensessel davor, das Licht war gedämpft und draußen stürmte es unermüdlich. Sein Vater holte seinen besten Scotch, um den Major natürlich ordnungsgemäß zu feiern. Er reichte seinen Sohn ein Glas und salutierte vor ihm und beide stießen lachend an und setzten sich. Saber überschlug seine Beine und schaute in das Feuer, es war einfach gemütlich! 

“Wie kam es denn so plötzlich zu deiner Beförderung, Richard?” wollte Edward wissen. Saber blickte in sein Glas und schwenkte seinen Scotch ein wenig: “Vater, ich muss sagen, ich weiß es nicht, ich war zu einem Dinner geladen, wo viele interne Dinge besprochen wurden, aber noch bevor irgendjemand etwas erzählte, bekam ich meine “Eintrittskarte” so nannten sie es.” und musste schmunzeln, wie er von dem Abend erzählte. Edward nickte, denn er verstand durchaus, wovon sein Sohn da sprach: “Ja, zu sowas darf man nur ab einem bestimmten Rang, du gehörst praktisch jetzt zum engeren Kreis, erweise dich dessen würdig!”

Von Highlander zu Highlander

Saber nickte. „Natürlich! Ich habe jedoch gerade das Gefühl, dass das eine große Aufgabe werden wird!“ gab er zu und hob sein Glas ein wenig an und beobachtete, wie der Scotch im Kaminlicht bernsteinfarben schimmerte. Dabei stieß das Eis sanft gegen den Rand, wie ein leises fernes Glockenspiel. 

Edward trank einen Schluck und sagte: „Keine Aufgabe ist zu groß für einen Highlander.“

Saber atmete darauf tief ein, hob sein Glas und nahm auch einen Zug von seinem Drink, der Scotch brannte angenehm in seiner Kehle. Edward lenkte ein, als er merkte, dass die Antwort seinem Sohn nicht weiterhalf, so begann er erneut: „Mit jedem Rang kommen neue Aufgaben hinzu, die erst einmal schwer sind, doch hat man sie einmal gelöst, wird es immer einfacher.“ Saber atmete langsam aus. Er spürte das Feuer in seiner Brust, als wollte es ihn daran erinnern, wofür er brannte, so wie das Feuer vor ihm im Kamin, bevor er sich in dem Tanz der Flammen verlor, nickte er zustimmend: „Ja, so wird es wohl sein … Vater“, murmelte er leise zu sich selbst als zu seinem Vater.

Edward spürte die leise, bedrückte Stimmung, die sein Sohn ausstrahlte. Nach ein paar Augenblicken der Stille fragte er ruhig: „Möchtest du einen Ratschlag von mir?“ Saber hob erstaunt seinen Blick und sah seinen Vater an. „Ja, gerne doch.“ Edward lehnte sich in seinen Sessel  zurück, legte die Hände auf die Armlehnen und begann ruhig: „Halte an deiner Loyalität fest. Schau genau hin, doch vor allem: hör zu. Die Sprache der Generäle ist eine andere. Jetzt heißt es für dich beobachten, nachmachen und vor allem besser sein, als die anderen.“ Saber ließ den Worten einen Moment Zeit, um in alle Winkel seines Verstandes zu gelangen, dann nickte er und drehte sein Glas in der Hand: „Ja, das habe ich mir vorgenommen“, sprach er leise. „Es ist nur schwer, wenn man einen Vorgesetzten hat, den man überhaupt nicht einschätzen kann. Vor ein paar Tagen dachte ich sogar noch, er hält mich für vollkommen unfähig. Es ist alles so undurchsichtig, so voller Schatten.“

Edward lächelte und erhob sein Glas: “Na dann, auf deinen Vorgesetzten, ist ein guter Mann!” Saber war gerade etwas verwirrt: “Wie meinst du das?” Edward erklärte ihm: “Das Saber ist es, was einen guten General ausmacht, sich nicht in die Karten schauen zu lassen, hätte er dir gesagt, du bist gut, hättest du dein tun und handeln nicht hinterfragt, oder?” Saber musste nicken, sein Vater hatte recht! “Jetzt wo du es ansprichst, muss ich im Nachhinein zugeben, dass ich unter der Führung von Commander Eagle, nie eine Kritik bekommen habe, es war immer alles gut, umso gruseliger ist es von jemanden eine Einschätzung nach 4 Tagen zu bekommen.” Edward nickte mehrmals verständnisvoll: “Das ist der unterschied, Commander Eagle den ich sehr schätze ist ein guter Major, Mentor und Diplomat, da liegen seine stärken. Und Captain Hikari, ist ein gemachter General, dass war damals meine Meinung und ist es heute noch, ich habe beim Voting mitgemacht” sprach Edward und stand auf und schenkte sich nach: “Jedenfalls wurde vor allem hier auf der Erde darüber diskutiert, debattiert und letztendlich abgestimmt, nicht anonym, als Major kannst selbst du alle Stimmen einsehen! Hikari selbst hat erst vor ein paar Tagen dem ganzen zugestimmt, sehr klug muss ich sagen!” sprach er und ging zurück zu seinem Sessel.

Saber stellte sein Glas ab und verschränkte seine Finger ineinander: „Ja, er wird somit First-Grand, mehr geht nicht!” Edward bestätigte: “Ja, mit großer mehrheitlicher Zustimmung, einige wenige waren dagegen, ich hatte mich genau erkundigt und war auf einigen Debatten dabei, du hast Glück!” und nahm einen erneuten Schluck. Saber blickte zu seinem Vater: “Ich mache mir da so meine Gedanken, es verändert sich gerade viel, wenn nicht gar alles, unter ihm.” Sie schwiegen eine Weile. 

“Du meinst die innerlichen Strukturen? General Whitehawk und General Finalli bezeichnen es gerade als Aufräumen!” Saber blickte nun etwas ernster zu seinem Vater, woher wusste er das alles? „Ja, aufräumen trifft es gut!” – “Wie meinst du das?” wollte Edward wissen. Saber entfloh ein schnelles Grinsen, bevor er anfing: “Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll, es ist alles so schnell, schon als er in der Schlacht damals wieder auftauchte, innerhalb von Minuten war alles, mit einem großen Knall vorbei und es ging sofort weiter, zack, zack, zack.”  

Edward lachte kurz auf: „Du kommst also nicht hinterher, Richard, pass auf, dass du nicht abgehängt wirst!“ mahnte er seinen Sohn, dranzubleiben, mit einem ernsten Unterton. Saber lehnte sich zurück, atmete ein und war gespannt was sein Vater ihm mitzuteilen hatte.

„Captain Hikari war schon immer einer, der nach vorne geprescht ist“ – „Er weicht bekanntlich nicht zurück. Nie. Diese Taktik habe ich damals schon an seinen Strategien gesehen. Und heute wird es, nach allem, was ich gehört habe, noch genauso sein. Ich habe gehört, Captain Hikari entwickelt seine Pläne immer so, dass er keinen einzigen Punkt aufgibt und aus allen Richtungen handlungsfähig bleibt.“

Saber hob langsam seine Augenbrauen, denn plötzlich ergab so einiges Sinn, worüber er sich in den letzten Tagen den Kopf zerbrochen hatte. Eine Eingebung jagte die nächste und er rieb sich etwas erschöpft über seine müden Augen: „Ja, wenn ich zum Beispiel an die letzte Schlacht vor Jarr denke“, murmelte er bestätigend. Dann hob er seinen Kopf und sprach direkt seinen nächsten Gedanken aus: „Ich finde nur keinen Punkt, an dem ich bei ihm ansetzen kann.“

Edward verstand natürlich sofort auf, was sein Sohn hinaus wollte und er richtete sich etwas im Sessel auf und sah seinen Sohn ernst an: „Pass auf, Richard“, sagte er und senkte die Stimme, fast schon verschwörerisch. „Ich sage dir das jetzt als Vater: Zeig ihm niemals deine Unsicherheit, sollte er merken, dass du nicht hinter deinen Entscheidungen stehst oder hin und her schwankst, bleibst du für immer Major, wenn du nicht sogar zurückfällst. Sieh dich um! Deine Beförderung zum Major ist etwas Besonderes, Richard. Wie viele Majors gibt es im neuen Grenzland? Ich sage es dir, es sind: Drei. Und einer von ihnen übernimmt ab nächstem Jahr eine Mentoren-Position. Also mach was draus, du stehst in den besten Startlöchern, mein Junge.“ sagte er und lehnte sich wieder zurück und nahm sein Glas in die Hand. 

Sabers Augen weiteten sich langsam. Das hatte er so noch gar nicht auf dem Schirm gehabt, dass er einen Rang innehatte, der im Neuen Grenzland so selten war und ihn praktisch auf die Pole-Position setzte. Saber begann nachzudenken und langsam zu nicken, als sich die Puzzleteile fügten. Er wusste, dass Commander Eagle den Mentor-Posten im KOK auf Yuma übernehmen würde, einen Posten, den es in dieser Form bisher nicht gegeben hatte. Eagle war schon immer Vorgesetzter und Mentor in einem gewesen, anders kannte Saber ihn nicht. Und je länger er darüber nachdachte, desto deutlicher wurde ihm, dass Eagles neue Position in Zukunft ein tragender Pfeiler des Oberkommandos sein würde. … „Also rutsche ich sozusagen auf Eagles Platz?“, fragte er fast ehrfürchtig. 

Edward nickte bestätigend. „Richtig, mein Junge und bevor man jemanden auf diesem Rang lässt, will man genau wissen, wer da sitzt. Captain Hikari wird dich studiert haben, Richard. Vielleicht sogar besser, als du dich selbst kennst. Unterschätze ihn nicht!“ Saber schüttelte langsam mit seinem Kopf: „Nein, Vater, ich unterschätze ihn nicht, ganz im Gegenteil sogar, aber ich möchte mich nicht an ihn messen.“ Edward hob fragend eine Augenbraue: „Warum nicht?“ Saber nahm seinen letzten Schluck Scotch, der bereits verwässert, von den geschmolzenen Eiswürfeln war und erklärte darauf: „Ich weiß eben noch nicht, wo ich das Maß ansetzen soll.“

Edward lachte unerwartet auf und Saber sah überrascht zu seinem Vater, was hatte er denn nun gesagt, was seinem Vater so erheitern konnte? Doch Edward klärte seinen verdutzten Sohn schmunzelnd auf: „Du hast also das Gefühl, im Dunkeln zu tappen? Keine Sorge, tust du nicht!“ und wurde wieder etwas ernster; „Er lässt dich bewusst eigenständig laufen, das zeigt im Übrigen, dass er dir vertraut, in der Hoffnung, dass du handelst wie ein Offizier, deiner Klasse, der seinen Rang auch verdient. Denn wenn er dir ständig sagen würde, was du tun sollst und was nicht, wärst du heute kein Major, sondern immer noch Captain.“ und er machte eine kleine Pause und fuhr fort: „Er wollte sehen, ob du die richtigen Entscheidungen triffst. Glaub mir, er hat dir bestimmt schon Aufgaben gestellt, ohne dass du es überhaupt gemerkt hast. Und du hast sie gut gelöst, sonst säßest du jetzt nicht hier und würden auf deinen Major anstoßen”, erklärte er weiter, während er sich zurücklehnte: „Captain Hikari muss seinen Stab aufbauen, Richard. Als First-Grand braucht er Männer um sich, auf die er sich zu hundert Prozent verlassen kann. Und du bist einer davon, ob du’s glaubst oder nicht.“ 

Saber hörte die Worte seines Vaters, natürlich zweifelte er nicht an seine eigenen Fähigkeiten als Befehlshaber Offizier, aber dass er ein Teil eines gerade entstehenden militärischen Stabs sein soll, in seinem Alter? Doch die feste Stimme seines Vaters holte ihn aus seine Gedanken.

„Richard! Er bietet dir hiermit eine einmalige Chance!“ sagte Edward eindringlich und deutete auf die Ledermappe, die auf dem kleinen Tisch vor ihnen lag. Sabers Blick blieb auf der Mappe hängen und für einen Moment schien die Zeit in diesem Raum stillzustehen. „Also wenn du weiterhin dabei sein willst, dann bleib dran“, fuhr Edward fort. „Lass dir deine Position von niemandem streitig machen. Sei stolz auf dich und trotzdem: Lern von ihm und messe dich!“ Saber löste den Blick von der Mappe und musste sich jetzt erst einmal anlehnen, was hatte ihm da gerade sein Vater eröffnet? „Danke, Vater, natürlich werde ich diese Chance ergreifen!” sagte er entschlossen! Edward nickte darauf zufrieden seinen Sohn zu: „Ruh dich aber nicht darauf aus! Denn, jetzt kannst du vorausdenken, es wird dir helfen.“

Saber musste leicht schmunzeln und schüttelte mit seinem Kopf: „Wie gerissen ist das denn?“ Edward nickte: “Was würdest du tun, hätte er dir es von vornherein gesagt?” Saber verstand: “Ich wäre ständig dabei gewesen, alles nach seiner Auffassung zu entscheiden.” – „Genau!“, bestätigte Edward. „Du solltest es nicht wissen und die anderen um dich herum auch nicht. So musst du dich beweisen, ganz ohne doppelten Boden. Und du behältst deine Würde dabei.“

Saber stand auf, er musste sich bewegen, musste die Gedanken sortieren, die sein Vater ihm gerade eröffnet hatte. Er holte sich einen „Gordon Scotch Ale“ aus der kleinen Bar und erzählte: „Er lässt niemanden ins offene Messer laufen. Das hat mir Commander Eagle auch schon gesagt. Und jetzt weiß ich, dass es wirklich so ist!“, sagte er, während er den Verschluss abnahm. Edward nickte zustimmend und beobachtete seinen Sohn, der ihm noch nicht ganz zufrieden vorkam: “Ist da noch etwas, Richard?” 

Saber nahm einen Schluck von seinem Bier, nickte dabei und ließ sich wieder im Sessel nieder. Er legte seine Beine auf den Hocker vor sich, atmete einmal tief durch, dann sah er seinen Vater an. Es war wohl Zeit, ihm zu sagen, was ihm so schwer auf der Seele lag: „Ich musste gestern meine erste weitreichende Entscheidung als Major treffen … und ein Teammitglied von Bord schicken.“ Nun war es raus und seine Worte lagen jetzt schwer im Raum. Edward nickte nur, bevor seine Antwort ruhig und mit der Nüchternheit eines erfahrenen Generals kam: „Ja. Und es wird wahrscheinlich nicht bei diesem einen Mal bleiben. Du bist als Befehlshaber in der Pflicht, zum Wohle aller zu entscheiden und nicht für einen Einzelnen.” erinnerte Edward seinen Sohn an seine eigentliche Aufgabe. “Darf ich fragen, was passiert ist?“ fragte er nach, denn sein Sohn schien mit der Situation nicht klarzukommen, was Edward durchaus verstand, kannte er doch die inneren Strukturen des Ramod-Teams.

Saber sah zu seinem Vater, der wohl wie kein anderer seinen inneren Kampf verstehen konnte, als General, der solche Entscheidungen wahrscheinlich schon unzählige Male hatte treffen müssen. Er suchte nach den richtigen Worten, dabei wusste er, dass alles, was er hier aussprach, auch hier bleiben würde. Nicht nur, weil sie Vater und Sohn waren, sondern es war Teil ihres militärischen Kodex.

„Natürlich …“, sagte Saber leise. Dann begann er, sich das Ereignis von der Seele zu reden. Wort für Wort legte er alles offen, ohne etwas zurückzuhalten, er wusste, dass sein Vater dieses Vertrauen nicht brechen würde.

„Ich habe mich letzten Endes dafür entschieden, dass Fireball das Team verlässt, weil ich wusste, er selbst ist sich nicht sicher, ob er überhaupt zu Ramrod zurückkehren will. Außerdem wäre er die nächsten Monate sowieso nicht an Bord gewesen, bis er 18 ist. Ich benötige ein immer einsetzbares Team, selbst das habe ich zurzeit nicht.“ beendete Saber seinen Bericht und schloss seine Augen.

Edward lehnte sich zurück und verschränkte nachdenklich seine Arme und brummte ein bedächtiges: „Hmm …“, vor sich. Saber öffnete seine Augen und drehte seinen Kopf zu seinem Vater: “Hättest du anders entschieden, Vater?“ Edward blickte seinen Sohn ruhig an. „Richard, ich möchte hier keine Bewertung aussprechen, ich respektiere deine Entscheidung, deine Gründe sind auf den ersten Blick nachvollziehbar, aber ja,“ er atmete ein, „ich hätte anders entschieden.“

Sabers Augenbrauen schnellten nach oben, sein Interesse war geweckt. Edward nickte nur und fuhr fort: „Du sagst, er ist noch nicht 18 und darf daher nicht aktiv am Einsatz teilnehmen. Richtig so. Und du sagst selbst, er ist der beste Pilot für Ramrod. Aber du sagst auch, er kann sich gerade nicht entscheiden, ob er überhaupt zurück will.“ Saber nickte stumm. Edward hielt seinen Blick fest und sprach weiter: „Ich hätte ihn trotzdem im Team gelassen. Es hätte seine Entscheidung beeinflusst. Wenn er Teil der Crew bleibt, wächst seine Bindung, an das Schiff und an die Besatzung. Ein guter Pilot ist Gold wert, gerade wenn es um Leben und Tod geht. Stell dir vor, du ersetzt ihn durch jemanden, der in Panik gerät oder im Ernstfall seinen Posten verlässt. Das kannst du dir nicht leisten. Und er ist jung, du hättest ihn formen können, ihm zeigen können, was es heißt, Teil dieses Teams zu sein. Jetzt, in diesem Alter, lassen sich Haltung und Loyalität noch lenken. Mit zwanzig ist schon vieles festgefahren, Strukturen und Denkweisen, dann wird es schwerer, jemanden auf Linie zu bringen.“

Saber ließ die Worte seines Vaters sacken. Er fuhr sich mit der Hand über seine müden Augen, lehnte den Kopf zurück in den Sessel. Er spürte es, sein Vater hatte recht. Fireball hatte Potenzial, das gesehen und geführt werden wollte. „Na, einfach großartig!“, murmelte er zu sich selbst, aber laut genug, dass Edward es hörte.

Absatz 16

April sprang eilig aus dem Taxi und zog ihren Mantel enger. Der Wind peitschte ihr ins Gesicht und sie wollte nur schnell rein, zu ihrem Vater, ihm helfen, alles organisieren. Yuma wartete, Zuhause wartete. Plötzlich hielt sie inne, Fireball, er kam gerade aus dem Hauptausgang und tippte etwas auf seinen Communicator. Sie spürte, wie ihr Herz stolperte. „Fireball!“, rief sie. Er blieb stehen, drehte sich um und ihre Blicke trafen sich für Sekunden, doch es fühlte sich für beide wie Minuten an. „Bitte …“, hauchte sie und ein kleines, unsicheres Lächeln kroch auf ihre Lippen.

Fireball sagte nichts, er sah sie einfach nur an, als wollte er etwas sagen, es aber nicht über die Lippen brachte. In seinen Augen lag etwas, das sie nicht deuten konnte, ein Schatten, der etwas festhielt, das nicht tot war, aber eingesperrt war. „Ich muss mit dir reden!“, stieß sie hervor und hörte ihre eigene Stimme beben: „ … Ich will nicht, dass das unsere Freundschaft zerstört.“ Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte sie, etwas Weiches in ihm zu erkennen, etwas, das einen Spalt offen ließ. Doch Fireball atmete leise aus: „Es wurde alles gesagt“, kam es von ihm mit rauer und hörbar verletzter Stimme: “Pass auf dich auf!” sagte er noch bevor er sich abwandte und ging. 

Sie blieb zurück und sah ihm nach, als könnte sie ihn mit ihren Blicken noch festhalten. Doch er ging einfach und entfernte sich Schritt für Schritt, bis er schließlich im Taxi stieg und verschwand. April starrte dem Wagen hinterher, bis die Rücklichter im winterlichen Grau verschwanden. Die Kälte biss ihr ins Gesicht, aber sie spürte eine Träne, die warm über ihre Wange lief.


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