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Danna Konzept in EOTF

旦那 (danna) → Ehemann; historisch auch Gönner/Patron einer Geisha

In der Geschichte ist Shinjiros Vater ein Angehöriger einer alten, extrem einflussreichen japanischen Familie. Seine Familie verfügt über Vermögen, politische udn militärische Kontakte und einen hohen gesellschaftlichen Rang. Eine Ehe wird deshalb nicht ausschließlich aus Liebe geschlossen, sondern ist auch eine Frage von Familienlinie, Ansehen und strategischen Verbindungen.

Er liebt jedoch Yukino Hayakawa. Sie stammt aus einer angesehenen, aber gesellschaftlich deutlich niedrigeren Familie und verschreibt ihr Leben der japanischen Kunst als Geisha und lebt im Umfeld eines traditionellen Okiya.

Statt sie aufzugeben, übernimmt er die Rolle ihres Danna. Das bedeutet: Er ist ihr offizieller finanzieller Patron und persönlicher Beschützer. Er übernimmt alle Kosten für ihre Kleidung, Ausbildung und ihren gesamten Lebensunterhalt und sorgt dafür, dass sie finanziell unabhängig von der Okiya bleibt.

Zwischen den beiden besteht eine echte Liebe. Der Danna-Status keine Geschäftsbeziehung. Er ist vielmehr der gesellschaftlich akzeptierte Weg, wie ein Mann aus seiner Klasse eine Frau unterstützen kann, die er liebt, da er sie nicht zur Ehefrau machen kann.

„Ich kann dich nicht heiraten, aber ich kümmere mich um dich und sorge dafür, dass es dir gut geht.“


Spoiler zum Storyverlauf

Dann wird Yukino schwanger

Shinjiro ist für seinem Vater deshalb kein „illegitimes Kind“. Im Gegenteil: Er betrachtet ihn als seinen ersten Sohn und als Teil seiner Familie. Doch Shinjiro kann nur drei Jahre in der Okiya bleiben.

Eine Okiya (置屋) ist ein traditioneller japanischer Haushalt, in dem Geishas und Maikos leben und ausgebildet werden.

Man kann sich eine Okiya vereinfacht wie eine Mischung aus Wohnhaus, Ausbildungsstätte und Familienbetrieb vorstellen. Die dort lebenden Geishas lernen Musik, Tanz, Gesang, traditionelle Umgangsformen und die Kunst der Unterhaltung. Die Okiya ist deshalb kein Ort, der für die Erziehung eines Jungen gedacht ist.

Für Shinjiro ist die Okiya deshalb nur für seine frühe Kindheit ein Zuhause.

Shinjiros Aufnahme in die Ehefamilie

Der Vater nimmt den dreijährigen Shinjiro schließlich offiziell in seinen Haushalt auf.

Nach außen ist Shinjiro der Sohn seiner Ehefamilie.

Hinter verschlossenen Türen weiß die Familie „Hikari“ jedoch, dass er Yukinos Sohn ist.

Und weil Royu zu diesem Zeitpunkt noch nicht existiert, steht Shinjiro zunächst an erster Stelle in der familiären Nachfolgeordnung.

Und dann wird Royu geboren

Mit Royus Geburt verändert sich alles.

Plötzlich existiert ein zweiter Sohn.

Und Royu besitzt etwas, das Shinjiro niemals vollständig besitzen kann undzwar die gesellschaftlich perfekte Abstammung.

Damit beginnt die eigentliche Spannung.

Shinjiro war ursprünglich der Erstplatzierte. Er ist der Sohn, auf den der Vater seine Zukunftspläne aufgebaut hatte.

Doch Royu ist der Sohn der offiziellen Ehe.

„Royu wird die Familie fortführen. Shinjiro wird die Familie repräsentieren.“

Damit bekommen beide Brüder unterschiedliche Rollen.

Royu → Erbe und Familienlinie

Shinjiro → militärische Karriere und Macht

Und der Vater redet sich ein, dass damit jeder seinen Platz bekommt.

Für Shinjiro bedeutet es allerdings etwas ganz anderes …

Shinjiro ist gleichzeitig:

  • der Sohn der Frau, die sein Vater wirklich liebt,
  • der Sohn einer gesellschaftlich nicht standesgemäßen Beziehung,
  • das Kind, das offiziell in die Familie aufgenommen wurde,
  • der potenzielle zukünftige Erbe,
  • und das persönliche Projekt seines Vaters.

Die Entscheidung Shinjiros

Shinjiro möchte weder den Titel noch das Gewicht dessen übernehmen.

Also tritt aus der direkten Erbfolge zurück. (So wie er es Jarrd im Teil 2 – Kapitel 24 Aufräumen angedeutet hatte)

Damit nimmt er bewusst in Kauf, dass sein eigener Sohn ebenfalls seinen Anspruch auf das Erbe verliert.

Doch genau an diesem Punkt greift Royu ein.

Royu erkennt, dass sein Bruder nicht versucht, die Familie zu zerstören. Im Gegenteil: Shinjiro versucht, seinem Sohn ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Royus Entscheidung

Er verzichtet seinerseits auf den Vorrang udn lässt Fireball den Vorran, Shinjiro nimmt es an, doch gibt Royu den Vortritt zurück.

Die Spaltung der Hikari-Linie

Damit teilt sich das Blut der Hikaris auf zwei Machtzentren auf.

Royu bleibt auf der Erde.

Er führt dort den offiziellen Zweig der Familie weiter, übernimmt Verantwortung für die ursprünglichen Besitzungen, militärischen Verbindungen und gesellschaftlichen Netzwerke.

Shinji (Fireball) geht ins Neue Grenzland.

Dort baut er unabhängig von der alten Familienstruktur eine neue Position auf. Und genau dort entsteht etwas, womit niemand gerechnet hat:

Shinji wird nicht zum Erben der alten Hikari-Macht. Er wird zum Begründer einer neuen Hikari-Macht.

Die Ironie

Das eigentlich Geniale daran ist: Der Vater hat aus Shinjiro einen Fünf-Sterne-General – First Grad gemacht, damit die Hikari-Familie ihren Einfluss behält.

Shinjiro lehnt zwar den vorgegebenen Weg des Bluterbes des Seii Taishōgun ab. Und trotzdem wird er im Neuen Grenzland zu einer der wichtigsten Figuren der Hikari-Linie, als erster First Grad im Neuen Grenzland.

Während Royu auf der Erde die alte Hikari-Tradition weiterführt, etabliert Shinji (Fireball) im Neuen Grenzland eine neue Hikari-Dynastie. Damit hat die Familie am Ende nicht weniger Einfluss. Sondern sie besitzt plötzlich zwei Machtzentren.

Erde: Royu Hikari – die alte Heimat, Militär, Familie, Tradition und bestehende Machtstrukturen.

Neues Grenzland: Shinji Hikari – neue Welt, Militär, Pioniergeist, eigene Netzwerke und wachsender Einfluss im Militär.

Damit ist Shinji nicht mehr einfach „der Sohn einer mächtigen Familie von der Erde“.

Er ist der Hikari, der selbst etwas aufgebaut hat.

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