Warum wurde Shinjiros Strategie abgelehnt?
1. Skeptizis gegenüber der Bedrohung: Einige Militärs und Wissenschaftler zweifelten daran, dass die Anomalien eine feindliche Bedrohung darstellten… General Francis und andere Wissenschaftler hielten es für möglich, dass sich die Energie auf natürliche Weise auflösen könnte. Major Eagle bezeichnete die Annahme eines Angriffs als bloße »Hypothese«.
2. Zweifel an der Strategie selbst: Die vorgeschlagene »Inselhopping«-Invasionstaktik, beginnend mit dem weniger dicht besiedelten Sektor A und Jarr, erschien einigen unlogisch für einen technologisch überlegenen Feind. General Pareduer und andere argumentierten, wenn der Feind technologisch weit überlegen sei, würde er keine solch einfache, aus menschlicher Kriegsgeschichte bekannte Taktik anwenden4.
3. Hohe Kosten und logistische Herausforderungen: Die Mobilisierung und der monatelange Einsatz einer großen Truppenstärke (ca. 400.000 Mann) an verschiedenen Punkten im Neuen Grenzland wurden als finanziell und logistisch zu aufwendig angesehen5. Die Kostensteigerung von 20 Prozent (allein für Infanterie über Wochen)5 war ein starkes Argument dagegen5.
4. Bedenken bezüglich Führung und Befehlskette: Die vorgeschlagene Befehlsstruktur, bei der größere Einheiten einem OF-9 General unterstellt würden5, stieß auf Ablehnung, da einige Befehlshaber ihre Autonomie aufgeben müssten5. Es gab auch Unklarheiten darüber, wer dieser OF-9 General sein würde und wer die Verantwortung trüge5.
5. Shinjiros Alter und wahrgenommene Unerfahrenheit für die Befehlsgewalt: Ein Hauptkritikpunkt war Shinjiros Alter (26 Jahre6) in Relation zu der enormen Befehlsgewalt, die er laut König Jarred über die gesamte Siebte Kavallerie erhalten sollte6. General Francis und andere hielten ihn für zu jung für solch eine hohe Position6. Ein Colonel bezeichnete die Strategie und Shinjiro als »Wahnsinn« und »jungen Captain-General«6.
6. Auswirkungen auf die öffentliche Meinung: Es gab Bedenken, dass die Bevölkerung von der Mobilisierung der gesamten Kavallerie und der königlichen Truppen erfahren würde und was man ihnen sagen sollte, falls die vorhergesagte Invasion ausbliebe – nämlich, dass man auf die »Hirngespinste eins 26-jährigen Captains gehört« hätte6.
7. Fehlende Einheit und bürokratische Hürden: Es gab strukturelle Probleme im Neuen Grenzland, wie die mangelnde reibungslose Zusammenarbeit zwischen Jarr und dem Oberkommando, zu viele Generäle, die die Befehlskette behinderten, und fehlendes Personal. Diese Probleme, verbunden mit der Skepsis, erschwerten die Umsetzung einer solch umfassenden Strategie.
8. Ergebnis der Abstimmung: Die Entscheidung über die Strategie und Shinjiros Rolle (vermutlich als First Grad6… oder Befehlshaber6) wurde durch eine Abstimmung getroffen6…. Jarred erwähnte später die »knappe Entscheidung des Gremiums“ bzw. die ›enge Entscheidung‹, was darauf hindeutet, dass die Strategie nicht mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde oder nur in Teilen umgesetzt werden sollte, oder dass die Entscheidung über Shinjiros Führungsrolle umstritten war. General Whitehawk wusste, dass das militärische Bündnis mit Jarr wackeliger würde, falls Shinjiro das Votum nicht annahm8. Die Tatsache, dass König Jarred nach dem ersten Angriff die Verbindungen zum Neuen Grenzland abbrach10, deutet ebenfalls darauf hin, dass die angestrebte Einheit und Strategie nicht vollständig funktionierte.
Trotz Shinjiros überzeugender Darlegung der Strategie und der Unterstützung durch König Jarred und General Whitehak… führten diese Bedenken und die knappe Abstimmung dazu, dass seine Strategie nicht ohne Weiteres akzeptiert oder vollständig umgesetzt werden konnte…




















