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Das neue Grenzland

Das Neue Grenzland ist nicht einfach nur ein Ort – es ist ein Neuanfang, voller Hoffnung, Geheimnisse und Konflikte. Seine Ursprünge reichen weit zurück und wurden durch Mut, Schmerz und Entscheidungen geformt, die das Schicksal vieler verändern sollten.

Die ersten Einblicke bekommst du im ersten Teil unserer Geschichte:
6 Monate zuvor“ – erzählt von Shinjiro.
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Dort beginnt die Reise – leise, aber bedeutungsvoll.

Die Eroberung des Alls war zunächst schmerzhaft. Schon in den frühen 2000er Jahren gab es eine geheime wissenschaftliche Einrichtung auf dem Planeten Pectos, die das All erforschte und erste Planeten für die Besiedlung freigab. Dabei kam es auf dem Planeten Titan (heute Teil von Sektor A) zu einem schweren Unglück, das wahrscheinlich Millionen Menschen das Leben kostete.

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Anomalien im All

„Anomalien im All!“, wechselten seine Gedanken zu dem Gelesenen zurück. Was hatte das zu bedeuten? Kleinere Anomalien waren durchaus normal und die Menschheit hatte gelernt, damit umzugehen. Nicht alles war einfach so passierbar im All, wie man sich das anfangs gedacht hatte.Viele Einflüsse von Sternen und Asteroidenfeldern gepaart mit Sonnenenergie konnten wahre Magnetstürme auslösen. Das wurde gerade in den Anfangszeiten einigen Schiffen zum Verhängnis. Nachdem die erste, damals noch geheime wissenschaftliche Einrichtung auf dem Planeten Pectos, die das umliegende All erforschte und die ersten Planeten auch für die Besiedlung von Menschen freigab, ereignete sich das wohl schlimmste Unglück seit Bestehen der zivilen Raumfahrt. Shinjiros Blick ging Richtung Himmel, der mit seinem wolkenlosen Blau nur so protzte. Er rief sich die Geschichten darüber in den Kopf, die er selbst nur aus Geschichtsbüchern kannte. Oder aus den Archiven des Militärs, auf die er als vier Sterne Captain zugreifen konnte.

Die ersten zivilen Menschen waren 5 Millionen mutige Männer und Frauen aus den unterschiedlichsten Nationalitäten gewesen. Eine Mischung aus Militärs, Wissenschaftlern, Ärzten und vor allem Abenteurern, die sich der Herausforderung stellten, den Planeten Erde zu verlassen, um einen Grundstein im All zu legen. Der Planet Titan, der sich im heutigen Sektor A befand, war ein Planet, der eine hohe Ähnlichkeit mit der Erde aufwies. Er hatte ein mildes Klima und Sauerstoff in ausreichender Konzentration. Er besaß zwei Sonnen und 3 Monde. Die Besiedlung war ein offenes Geheimnis gewesen, aber es gab kein großes Aufsehen. Nur Interessierte verfolgten die Sache. Auf Titan wurden die ersten Siedlungen errichtet und die Menschen wurden nach und nach mit großen Schiffen dorthin gebracht. Nach wenigen Jahren wies der Planet schon eine Infrastruktur auf, die ersten Kinder wurden geboren. Ziel war es, den Planeten zu nutzen wie die Erde. Anfangs war es die Landwirtschaft. 95 Prozent der Saaten konnten angesiedelt werden und Titan war nicht mehr auf zusätzliche Lebensmittellieferungen von der Erde angewiesen. Auch eine Wirtschaft etablierte sich schnell. Das Vorkommen von seltenen Erden, Erze und auch Silber ermöglichte es den Menschen, dort sowas wie eine Exportgesellschaft zu werden. Denn diese Rohstoffe wurden auf der Erde immer gebraucht! So entstand der erste Handel im All. Doch eines war im letzten Jahr von Titan zu beobachten: der schnelle Anstieg der Temperaturen. Eine der beiden Sonnen schien ihre Energie aus irgendeinem Grund zu bündeln. Heute weiß man, dass es durch riesige magnetische Asteroiden geschieht, die sich im Umkreis der Sonnen befinden. Somit übertrug diese Sonne ihre Energie mit einem Sonnensturm auf die zweite Sonne. Satelliten verglühten und die Ernten auf dem Planeten vertrockneten. Der Planet heitzte sich durch den Magneteffekt auf. Ab einem gewissen Zeitpunkt entschied man das ganze Projekt vorerst abzubrechen und die Menschen sollten in Sicherheit gebracht werden. Alle möglichen Schiffe der Erde waren an der Evakuierung beteiligt. Es sollen zum Schluss hunderte jeden Typs gewesen sein. Die Hauptsache war, die Menschen da herauszuholen! Die ersten Schiffe erreichten die Erde und flogen auch direkt wieder Richtung Titan, um die nächsten Menschen aufzunehmen. Zum Erstaunen vieler wollten einige dort überhaupt nicht weg! Sie konnten die Gefahr nicht kommen sehen, weil sie sie nicht kannten! Es geschah als alle verfügbaren Schiffe, 260 Stück sollen es gewesen sein, darunter Frachter, Gleiter und Militärschiffe, und alle waren voll mit Menschen. Sie befanden sich alle bereits 30 Minuten im Orbit von Titan mit Kurs Richtung Erde. Da löste die zweite Sonne einen noch nie zuvor beobachteten Magnetsturm aus, der sich mit der ersten Sonne und den erhitzten magnetischen Asteroiden verband. Alles, was zwischen dem Planeten war, wurde in diesen Sturm hineingezogen. Sogar Frachter, die weit entfernt zwischen der Erde und Pectos flogen, waren danach flugunfähig und liefen Gefahr, im All abzustürzen! Der Sturm dauerte fünf Tage. Das erstaunliche: in diesen fünf Tagen konnte man anfangs immer noch Signale von einigen Evakuierungsschiffen auf Pectos empfangen. Ruhig wurde es erst in den letzten 48 Stunden, als der Sturm abgeflachte und nur dunkles All und einen kalten Mond zurückgelassen hatte. Shinjiro atmete tief ein. So viele Menschen! Die Eroberung des All war schmerzhaft gewesen.

Abbringen ließ man sich von dem Vorhaben, Lebensraum für Menschen im All zu schaffen, jedoch nicht. Man wusste jetzt, worauf man genau achten musste, um so einer Katastrophe zu entgehen. Das Gebiet, in dem sich der Planet Titan damals befand, ist heute ein abgelegener Teil des Sektor A. Es soll das Grab dieser Millionen Menschen sein. Gerade nach diesem Ereignis schritt die Technologie voran, vor allem Frankreich und die USA hielten am Projekt ein „Neues Grenzland“ im All zu erschließen fest. Japan lieferte seinen Erfindungsreichtum, was vor allem die Technologie auf den Schiffen sehr vereinfachte und trug so zur effizienten Platznutzung bei. Doch was die Ansiedlung im All betraff, hielt sich das Land der aufgehenden Sonne zurück. Und das bis heute! Japan besitzt zwar mehrere Forschungseinrichtungen auf Pectos und Jarr, vor allem in der Entwicklung von zivilen Raumgleitern waren die Japanischen ganz vorn, in Effizienz und Sicherheit.

Besonders das kleine französische Königreich Jarrés investierte viel in die Erschließung des Neuen Grenzlands. Es besiedelte den ersten Planeten im Sektor A und taufte diesen Jarr. Sektor B wurde wenige Monate darauf gegründet, wo der Planet Yuma mit seinen lebensfreundlichen Bedingungen herausstach und es auch heute noch tut! Dort wurde die erste militärische Einrichtung im All gegründet: das Kavallerie Oberkommando, deren Kadetten nach der Ausbildung als Star Sheriffs auf den vereinzelten Planeten und Siedlungen dienten. Die Menschen auf der Erde standen nach dem Ereignis vom Titan dem neuen Grenzland natürlich sehr skeptisch gegenüber. So wurden von den planetaren Regierungen der Siedlungsplaneten finanzielle und andere Anreize geschaffen. Ganz zu Beginn gab es sogar kostenloses Land. Auch begann man mit der Besiedelung erst, nachdem die Strukturen der Planeten hinsichtlich Rohstoffe und ähnlichem geklärt waren. Es sollte eine fertige Infrastruktur und Wohnraum vorzufinden sein. Und die Menschen ließen dann nicht lange auf sich warten. Goldgräberstimmung, im wahrsten Sinne des Wortes, brach aus. Heute, Jahrzehnte danach, wies fast jeder Planet eine oder gar mehrere Metropolen auf. Die Wirtschaft boomt. Viele wurden anfangs wirklich vom Tellerwäscher zum Millionär. Das Grenzland war von der Erde unabhängig. Auch wenn es  für Millionen Menschen ein neues Zuhause geworden war, wollten sie die letzte Verbindung zu ihrem Heimatplaneten nicht kappen. Somit sollte jeder selbst entscheiden, ob er weiterhin ein Erdenbewohner und somit auch noch seinem Land zugehörig war, oder die ganz neue Identität des Neuen Grenzlandes annehmen wollte. Wenige entschieden sich für das Letztere. Das war auch in vielen Dingen gut so, denn so ganz bürokratisch ausgetüftelt war die Sache bei weitem noch nicht! Als sich Shinjiro diese Geschichte durch den Kopf gehen ließ, klappte er sein Notebook noch einmal auf und sah sich die neuesten Meldungen ein weiteres Mal an. In letzter Zeit tauchten Abnormalitäten auf. Sektor A und B waren betroffen in Gebieten, wo zurzeit nur mit Satelliten und kleineren kurzen, wissenschaftlichen Expeditionen geforscht wurde. Die Energien bündelten sich, hatten jedoch kein natürliches vorkommendes Muster. Sie waren physikalisch etwas vollkommen Unmögliches: „Was passiert da draußen?“, fragte er sich und stand auf. Er wollte sich etwas zu trinken holen, als sich auf halbem Weg sein Kommunikator meldete. „War ja klar!“, sagte er, als er das nervige kleine laute Ding schnell an sich nahm und zu seinem Sohn schaute. Nicht dass er noch aus seinen Träumen gerissen wurde! Shinjiro las den Namen, um zu wissen, wer da gerade störte. Es war König Jarred, der mit seiner privaten Nummer anrief. Eingespeichert war dieser natürlich nicht unter König Jarred, sondern unter seinem Pseudonym, das nicht viele Menschen kannten. So hatte er den König damals auch kennengelernt, was jedoch eine andere Geschichte war. Aber genau das muss es damals gewesen sein. Sie gingen ungezwungen miteinander um, teilten den selben Humor, geigten sich aber auch schon mal die Meinung, was beiden in ihren festen und strengen Strukturen verhalf, einfach auch mal Mensch zu sein. Mit all seinen Facetten, Stärken und vor allem Schwächen. Es gab beiderseits tiefen Respekt dem anderen gegenüber. Auch wenn Jarred zwar um einiges älter ist als Shinjiro, stand das nie irgendwie zwischen den beiden.

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Trotz der Katastrophe auf Titan hielten Frankreich und die USA am Projekt ein „Neues Grenzland“ im All zu erschließen fest.

Eine treibende Kraft bei der Erschließung war das kleine französische Königreich Jarrés, das viel investierte und den ersten Planeten im Sektor A besiedelte: Jarr. Wenige Monate später wurde Sektor B gegründet, wobei besonders der lebensfreundliche Planet Yuma hervorstach. Auf Yuma wurde die erste militärische Einrichtung im All errichtet: das Kavallerie Oberkommando. Dessen Kadetten wurden später auf dem neutralen Planeten Alamo zu Star Sheriffs ausgebildet.

Nach dem Titan-Unglück war die Bevölkerung auf der Erde dem Neuen Grenzland gegenüber sehr skeptisch. Um die Besiedlung zu fördern, boten die planetaren Regierungen finanzielle und anfangs sogar kostenloses Land an. Die Besiedlung begann erst, nachdem Infrastruktur, Wohnraum und grundlegende Informationen über die Planeten (wie Rohstoffe) vorhanden waren. Dies führte zu einer Art „Goldgräberstimmung“, und die Menschen kamen zahlreich.

Jahrzehnte später haben die meisten Planeten Metropolen entwickelt, und die Wirtschaft boomt. Viele Siedler wurden reich.

Das Grenzland war somit zunächst unabhängig von der Erde konzipiert. Nach dem ersten Outrider-Krieg trennte sich das Königreich Jarr und wurde autonom, was die vollständige Unabhängigkeit des Neuen Grenzlands verhinderte; die Wiedereingliederung Jarrs war ein erster Schritt zur angestrebten Unabhängigkeit.

Das Neue Grenzland wird als Vereinigung der Nationen der Erde im All beschrieben, die unter seiner eigenen Flagge dienen, aber dem Kavallerie-Oberkommando und dessen Bündnispartnern unterstehen. Das Neue Grenzland hat nun auch einen „First Grad“ als militärische Führung, um Bedrohungen von innen und außen (wie die Outrider) zu taktisch und str

ategisch zu begegnen.

In jüngerer Zeit traten unerklärliche physikalische Anomalien in den Sektoren A und B auf, die eine wachsende Energiequelle darstellen und immer häufiger gemessen wurden3. Diese Anomalien werden als potenzieller Hinweis auf einen technologisch überlegenen Feind gewertet3.keep_pinIn Notiz speichern

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