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3.338 Wörter, 18 Minuten Lesezeit.


Abschnitt 1

Captain Hikari landete seinen Jet sicher im Hangar der Royal Monarch Supreme und öffnete das Verdeck und nahm seinen Helm ab. Danach atmete er mehrere Male tief ein und aus und sah sich um. Die Royal Monarch wurde getroffen und das Schiff bebte bedrohlich. Eilig kletterte er aus seinem Jet und wurde von zwei Offizieren in Empfang genommen, die ihm respektvoll salutierten. Hikari nickte den beiden erwidernd zu: „Bringt mich auf die Brücke!“, forderte er, und die beiden Offiziere nickten: „Ja, Sir!“, und führten den Captain zur Brücke.

Abschnitt 2

Kommander Eagle stand immer noch sprachlos vor dem Panoramafenster des Peacekeeper und verfolgte, wie der Jet von Captain Hikari im Bauch der Royal Monarch Supreme verschwand. „Soll das wirklich wahr sein?“, sprach er leise, bestimmt schon zum zehnten Mal vor sich her, während er versuchte, die plötzliche Wiederkehr von Captain Hikari zu begreifen. 

Aber er hatte die Stimme von Captain Hikari, nach all den Jahren über Funk, sofort wiedererkannt. Gut, sie war etwas reifer geworden, aber der Klang und Ton waren erhalten geblieben. Er irrte sich nicht, denn es waren seine Funksprüche aus der ersten Outrider-Schlacht, die sich in seine Ohren eingebrannt hatten! 

„Jarred und einige wenige andere, hatten all die Jahre recht gehabt!“ Eagle gingen Jarreds Thesen durch den Kopf, wie es Hikari geschafft haben könnte, zu überleben. Und er hatte dem König nicht geglaubt, er hatte es Jarred immer zugestanden, schließlich hatte der König damals einen engen Freund verloren und hat es als Trauerbewältigung abgetan. Doch nun stand er vor einer unbestreitbaren Tatsache. Eagle seufzte schwer und drehte sich um. Sofort gab er die Anweisung, den offenen Funkkanal zu schließen. Ein grober Fehler war begangen worden, und es war niemandem aufgefallen, weil alle zu sehr auf das Kampfgeschehen fokussiert gewesen waren. Die Enthüllungen und Entwicklungen der letzten Minuten würden zweifellos eine Welle der Aufregung und der Diskussionen im Neuen Grenzland auslösen, dessen war er sich sicher, als er die Verbindung zu General Whitehawk herstellte.

Der Kampf um Jarr hatte sich gerade auf eine gänzlich neue Ebene begeben. Wusste Saber, der immer noch von den jüngsten Ereignissen perplex war. Er reagierte leicht verärgert auf sich selbst, als er den offenen Hypercom-Kanal abschaltete und stattdessen seinen eigenen verschlüsselten Kanal öffnete. Er konnte kaum fassen, dass sie inmitten einer Schlacht einen offenen Kanal benutzt hatten. Es war klar, dass die Outrider auf jede Gelegenheit vorbereitet waren und somit stets einen Schritt voraus sein konnten. Saber presste die Lippen zusammen und schüttelte den Kopf. 

Während die Schlacht vor Jarr weiter tobte und sich die Geschehnisse überschlugen, versuchte Saber, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und einen klaren Kopf zu bewahren. Es gab noch immer eine Mission zu erfüllen, und die Anwesenheit von Captain Hikari brachte eine neue Dynamik in das Geschehen. 

Colt hatte, oh Wunder, zu diesem Thema, gerade gar keine Meinung, er war sprachlos. Ihm gingen im Sekundentakt die Erzählungen von Kommander Eagle über den besagten Captain durch den Kopf. Er kannte auch die ein oder andere Aufnahme, der ersten Schlacht, welche er sich mit den anderen von Kommander Eagle hat zeigen lassen. Captain Hikari galt seit knapp 16 Jahren als vermisst und nicht als tot, aber alles deutete darauf hin, dass er bei der Explosion ums Leben gekommen war. Das plötzliche Auftauchen überwältigte den Cowboy gerade sehr. 

Seine Augen weiteten sich, als ihm bewusst wurde, was das alles bedeutete, und er schaute zu Fireball, seinem besten Freund. Es war nicht nur ein Captain, der hier gerade plötzlich aufgetaucht war, es war Fireballs Vater! Colt konnte sich kaum vorstellen, was in Fireballs Kopf gerade vorging, aber eines konnte er sich gut vorstellen: dass diese Situation eine immense emotionale Achterbahnfahrt für seinen Kumpel sein musste. Denn der Cowboy wusste, dass Fireball nie wirklich mit der Möglichkeit gerechnet hatte, dass sein Vater zurückkehren könnte. Für seinen Hombre war sein Vater mehr tot gewesen als lebendig! Colt spürte die Spannung und Unsicherheit in der Luft und fragte Fireball behutsam: „Partner, ist bei dir alles in Ordnung?“ Seine Worte waren voller Sorge.

Begegnung

Captain Hikari rannte auf die Brücke der Royal Monarch. Alle Blicke richteten sich auf den Neuankömmling, eine Mischung aus Neugierde und Respekt lag in der Luft. „Jarred! Was ist hier los, wer hat die Befehlsgewalt und …“ König Jarred drehte sich etwas erschrocken in die Richtung, aus der die ihm bekannte Stimme kam. Der Captain stoppte vor dem König und atmete langsam aus. Ein Moment der Stille herrschte, als sich die Blicke der beiden Männer trafen, und die Zeit schien für einen Moment stillzustehen. 

„Entschuldigt, ich meinte, eure Königliche Hoheit“, korrigierte sich Hikari noch schnell. Der König sah dem Mann vor sich tief in die Augen, so als würde er in die Seele schauen. Shinjiros Aussehen war geschockt von seinem Aussehen, aber eher im positiven Sinne. Klar, auch er war älter geworden. „Wie alt war er jetzt?“, überlegte Jarred schnell, „40, nein 42, und er sah aus wie Anfang, Anfang/Mitte 30! Sein Haar war kürzer, aber im Allgemeinen sah er gt aus, besser, als es sich Jarr je vorgestellt hatte, wenn sein Freund eines Tages wieder zurückkommen würde, mehr oder weniger dramatischer. Doch im nächsten Moment war er besorgt und zugleich wieder hocherfreut. 

Jarred erinnerte sich, wie seine Generäle und andere Offiziere, Piloten und Techniker, dem König diese Hoffnung auszureden versucht hatten. „Solch ein Kamikaze-Manöver überlebt niemand!“, sagten sie immer und immer wieder. Und jetzt stand er vor ihm, sein Freund, Shinjiro, 16 Jahre später. Es fühlte sich merkwürdig an, aber zu Jarreds Verwunderung nicht fremd, aber warum sollte es das auch? Schließlich stand doch sein bester Freund vor ihm! Der König stellte sich mit sehr ernstem Blick aufbäumend vor Shinjiro. Eigentlich hatte er so viel zu sagen, doch er musterte ihn nur eindringlich, von oben bis unten, und stemmte zum Schluss noch seine Hände in die Hüften. 

Shinjiro riss etwas seine Augen auf. Jarreds Geste machte Eindruck, keine Frage, doch dann huschte dem König ein kopfschüttelndes Lächeln über sein gerade noch sehr ernstes Gesicht: „Captain Shinjiro Hikari stürmte seine Brücke, als ob es das normalste auf der Welt wäre!“, ging es ihm durch seinen Kopf, und Jarred begrüßte seinen Freund und schloss ihn ohne Vorwarnung freudig, fest und herzlich in die Arme.

Shinjiro konnte nicht reagieren, so erschrocken war er von Jarreds emotionaler Reaktion, und konnte gerade selbst gar nichts darauf erwidern, doch nach einigen Augenblicken umarmte er ihn auch kurz. Die Jahre der Trennung waren spürbar, aber ihre Verbindung schien dennoch unzerstörbar gewesen zu sein! Jarred ließ nach der Umarmung seine Hände fest auf Shinjiros Schultern liegen, wohl wissend, dass es Shinjiro gerade zu viel Nähe war, und sprach erfreut: „Shinjiro.“ und ruckte ihn einmal fest durch, „es ist unfassbar, dich hier vor mir stehen zu haben, ich habe viele Fragen.“ Die Rührung war König Jarred sichtlich ins Gesicht geschrieben, doch eine Explosion holte ihn wieder ins Hier und Jetzt zurück: „Aber, die Fragen müssen warten“, sagte Jarred und ging etwas in die Brücke hinein. Shinjiro atmete tief ein und aus. Das kam unerwartet, aber er folgte noch etwas überfahren seinem Freund. 

Der König begann, Shinjiro über die Lage aufzuklären: „Das Kampfgeschehen läuft seit knapp zwei Stunden, Captain Jonsens, ist aus Alamo, mit Verstärkung angefordert und unterwegs, wir rechnen jede Minute mit ihm, und die Befehlsgewalt gerade.“ 

Shinjiro unterbrach Jarred nun etwas forsch: „Hat keiner! Wie ich sehe, das ist ein totales Chaos da draußen!“ und zeigte mit seiner Hand auf das Panoramafenster, um sein Gesagtes zu verdeutlichen! König Jarred nickte bestätigend und beobachtete seinen Freund, der sich auf den großen Rasterortungsschirm in der Mitte der Brücke zubewegte. Ein Navigator, der gerade vor dem Schirm stand, bemerkte den Captain und trat einige Schritte zur Seite. 

König Jarred, ging Shinjiro langsam nach und fragte: „Und? … Hast du einen Pla … eine Strategie?“ Die Anspannung auf der Brücke war spürbar. Was würde von dem Captain jetzt kommen? Shinjiro verharrte einige Momente in Stille, während er verschiedene taktische Möglichkeiten in Betracht zog. Dabei sprangen seine Augen von einem Punkt zum nächsten auf dem gläsernen Schirm. An einem blieb er längere Zeit hängen und schloss seine Augen, atmete tief ein und sprach während des Ausatmens zu sich selbst: „Das müsste funktionieren!“ Danach drehte er sich um und ließ seinen Blick über die Brücke der Royal Monarch Supreme schweifen, als ob ihm erst jetzt bewusst wurde, wo er sich gerade tatsächlich befand. Dann bewegte er sich mit bedächtigen Schritten auf König Jarred zu. Ihre Blicke trafen sich und es lag vollkommene Konzentration in Shinjiros Augen. Als er Jarred zu nickte, sprach er mit ruhiger, aber fester Stimme: „Gib bitte Anweisung, auf „Go Spread“ zu gehen, Abstand eine Meile auf 90 Grad, für alle Kampfschiffe!“ König Jarred, schaute seinen Freund fest an. Jarred atmete tief ein. Sollte er wirklich? Und er versuchte sein aufkommendes „Aber was wäre, wenn …“ zu ordnen.

Nach kurzen Momenten des Zögerns, drehte sich der König kaum merklich nach rechts, ließ jedoch Shinjiro dabei nicht aus den Augen und sprach zu seinem ersten Offizier: „Wir übernehmen das Kommando und “Go Spread” für alle Schiffe!“ Der Offizier salutierte und gab den Befehl weiter, und der Funker aktivierte alle Kommunikationssysteme, und der Befehl wurde allen Kampfschiffen mitgeteilt. 

Captain Hikari beobachtete die Reaktion der Crew und war zufrieden mit der schnellen Umsetzung des Befehls. Er wandte sich wieder dem Rasterortungsschirm zu und begann, die Bewegungen der feindlichen Schiffe zu analysieren. 

Go Spead

Fireball beobachtete wie gebannt auf seinem Monitor, wie der Jet seines Vaters in der Monarch Supreme verschwand. „Sein Vater!“, wiederholte es sich immer und immer wieder in seinen Gedanken. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er die Stimme seines Vaters, die er nur von Videos her kannte, bewusst gehört. „Er lebt!“ Was war gerade los hier? Sein Inneres bebte und er musste sich immer wieder zur Ruhe zwingen. Schließlich steuerte er ein Kampfschiff, und das inmitten einer Schlacht. Colts Stimme drang in sein Bewusstsein. „Hey, Hombre, hörst du mich? Ist alles okay?“ Fireball schaute Colt erschrocken an und räusperte sich, denn er war nicht sicher, ob er seiner Stimme gerade trauen konnte, und antwortete ihm: „Ja, ich denke schon!“ Colt musterte Fireball mit einem aufmerksamen Blick, als er die leise, raue Antwort seines Freundes hörte. 

Colt erwiderte ein ruhiges: „Ich verstehe, Partner!“ Auch wenn es nicht viel war, was Colt sagte, half es Fireball gerade, sich wieder zu beruhigen! Er wusste, er konnte sich auf seinen Freund verlassen, doch jetzt war das hier vor ihnen wichtig. 

Da blinkte ein Befehl von der Royal Monarch Supreme auf Sabers Display auf. „Go Spread 90 Grad, eine Meile Abstand“, las Saber laut vor und berechnete währenddessen den Kurs, was kein großes Unterfangen war, denn, „Go Spread“ war eine gängige Formation und somit im System gespeichert. „Interessante Taktik“, murmelte Saber.

Kommander Eagle war verblüfft über diesen Befehl: Wie kam der König auf diese Position? Und er sah sich auf der Rasterortung die Stärke der Einheiten an und gab den Befehl weiter. 

Captain Hikari beobachtete, wie sich die Kampfschiffe in Stellung brachten. Danach lag seine Aufmerksamkeit auf den Jets. Die Abfangjäger waren seit seiner Rückkehr damit beschäftigt, die Hyperjumper davon abzuhalten, in den Orbit von Jarr einzudringen. Er musste für Entlastung sorgen, sonst würde das nicht mehr lange gutgehen. Und blickte abwechselnd auf den Schirm vor sich und aus dem Panoramafenster, als er fest und bestimmend sprach: „Die Jet-Einheiten sollten in gegenseitige Deckung gehen, mit ihrem Wingman, so können sie den toten Winkel ihrer Partner einsehen und nach vorn durchbrechen.“ 

Die beiden Navigatoren und der erste Offizier hörten, was Captain Hikari sagte, wussten jedoch nicht, ob König Jarred damit einverstanden war. Jarred sah seinen Freund fest an und dachte angestrengt nach.

„Sag es ihnen selbst!“, sagte Jarred, drehte sich um und gab autoritär zu verstehen: „Ich übergebe Captain Hikari das Kommando!“ Die Besatzung schaute erstaunt zu ihrem König und dann erwartungsvoll zum Captain, der fast ebenso überrascht am Panoramafenster stand und Jarred beobachtete. Jarred ging langsam, zu seinem Platz und setzte sich auf den thronartigen Kommandositz, von dem aus er alles auf der Brücke überblicken konnte. Der Erste Offizier salutierte vor Hikari: „Captain!“ 

Captain Lorenz sah, wie die Monarch Subprime, Ramrod und der Peacekeeper in Stellung gingen. Da schaute Lorenz auf seinen Monitor, als die Meldung über die geänderte Befehlsstruktur eintraf: „Captain Hikari hat ab jetzt das Kommando!“ Captain Lorenz’ herzhaftes Lachen füllte den Funkkanal und Captain Hikari konnte dieses Lachen direkt zuordnen. Und ihm huschte ein Lächeln über sein Gesicht, als er die vertraute Stimme hörte, erinnerte er sich. Lorenz war vor 16 Jahren einer seiner Freunde und Wingman gewesen! Nach dessen Verschwinden war Lorenz wohl zum Captain der Air Base ernannt worden. 

„Okay, ich bin dabei, hau deine Strategie raus, Shinjiro, äh, Captain!“, sagte und korrigierte sich Lorenz schnell. Captain Hikari grinste verhalten, als er fest anwies: „Line-Abreast two, für alle Jets, und bitte mit Vollgas!“, letzteres betonte er extra. „Zu Befehl, Captain!“, kam es darauf sofort von Lorenz. „Line-Abreast two“ verkündete er, und ein einstimmiges Wolfsgeheul bekam Lorenz von seinen Männern als Antwort. Pilotensprache, der Leitwolf spricht und das Rudel folgt. 

Die Jets brachten sich oberhalb des Kampfgeschehens in Stellung. 

Das Manöver war waghalsig, es forderte die volle Konzentration aller Piloten und die Einhaltung der genauen Anweisungen, sonst würden die Jets ungebremst ineinanderfliegen. Deswegen hatte jeder Pilot einen Wingman, einen Partner, dem er zu 100 Prozent vertrauen musste. 

Die Kampfschiffe des Königs und des Oberkommandos waren bereits in ihrer „Go Spread“. Position und warten auf die Jets und auf den Feuerbefehl. Eagle betrachtete die Formationen, auf seinem Schirm und wusste, was Shinjiro vorhatte. Dieser Angriff erlaubt es ihnen, einander zu decken und Ziele im Zangen-Manöver anzugreifen. Alle auf ein Ziel, es würde also gleich verdammt heiß und ungemütlich für die Outrider werden.

Da meldete Captain Jonsens sein Eintreffen an, der schon, über die Rückkehr von Captain Hikari informiert worden war.

Rettungsschiff

Captain Hikaris Blick fiel auf ein Schiff, welches seiner Meinung nach länger benötigte, die 90 Grad aufzubringen. Er zeigte auf den Ortungsschirm und fragte den Ersten Offizier: „Was ist das für ein Schiff? Wenn sie die 90 Grad nicht halten, schießen wir auf unsere eigenen Leute!“ Der Erste Offizier schaute auf den Schirm und antwortete: „Das ist die Ramrod-Einheit, ein Friedenswächter des Kavallerie-Oberkommandos, eines der neuesten und besten Schiffe im neuen Grenzland. Sie werden jetzt einige Probleme haben, ihre Navigatorin wurde aus gesundheitlichen Gründen evakuiert“, erklärte er. Shinjiro kniff nachdenklich seine Augen zusammen und atmete tief ein: „Ah ja, die Evakuierung.“ Fiel es ihm wieder ein, hatte er doch alle Funksprüche mit angehört, auch als er noch nicht physisch hier anwesend war. 

Er beschloss, dass dieses Schiff, die Ramrod-Einheit, kampfunfähig ist und sich hinter das Geschehen in Position bringen sollte, um beschädigte Jets aufzunehmen! Captain Jonsens sollte den Platz von Ramrod einnehmen. 

„Ja, Sir!“, nahm Saber den Befehl entgegen. So ganz passte es ihm nicht, doch er war unterbesetzt und musste einsehen, dass sie tatsächlich nicht zu 100 Prozent kampffähig waren. Colt polterte und zeigte in Richtung Monarch Supreme: „Er kickt uns aus dem Spiel! Und ersetzt uns auch noch, nun dürfen wir Abschleppservice spielen!“ fauchte er weiter. „Colt, bitte beruhige dich!“, kam es von Saber ruhig. „Es ist richtig!“

„Nein, ist es nicht.“, gab Colt sofort darauf zurück und schaute Saber dabei sehr ernst an. „Doch, ist es“, mischte sich jetzt überraschend Fireball ein. Colt, der neben seiner Satteleinheit stand, blickte zu Fireball und wollte gerade ansetzen, etwas zu erwidern, aber er ließ es stecken … Er wusste nicht warum, doch Colt drehte sich seinen Konsolen zu, ein „Pff.“ konnte er sich jedoch nicht verkneifen. Fireball steuerte darauf Ramrod in die angegebene Position an, welche ihm freundlicherweise, von einem Navigator der Monarch geschickt wurde. 

Captain Jonsens, fügte sich der Befehlsgewalt, aber kam gerade gar nicht klar. „Captain Hikari?“, sprach er fragend vor sich. „Wie kommen die dazu, ihm die Befehlsgewalt zu übergeben? Er kann doch unmöglich, schon bestätigt worden sein. Was war hier geschehen?“, ging es ihm durch den Kopf, und er nahm Kontakt mit Commander Bradley auf.

Kommander Eagle saß im Kommandostand der Peacekeeper 7. Ein Offizier riss ihn aus seinen Gedanken: „Kommander, wir sind in Stellung und schussbereit.“ Eagle nickte: „Sehr gut, alle Systeme auf GO!“ Antwortete Kommander Eagle. Die Outrider hörten keinen Funkverkehr mehr und sahen die neue Formation, der Fleischlinge. Auch sie wollten sich in Stellung bringen, um die neue Stellung der Menschen zu durchbrechen. Captain Hikari beobachtete die Aktionen der Outrider. „Feuer!“ Kam der Befehl. Laut und bestimmend, aus Hikaris Mund. 

Und alle Schiffe und die Jets, feuerten aus allen Rohren. Die Jets flogen oberhalb der Schiffe ihre Formation, so entkam ihnen kein Hyperjumper der Outrider. Genau, auf diesen Moment, hatte Shinjiro gewartet, als den Outridern bewusst wurde, dass auch sie sich in Stellung bringen mussten. Es war ein Sekundenspiel: Entweder man hatte den richtigen Moment, oder eben nicht!

König Jarred, stand aus seinem Sitz im Kommandostand auf und schaute sich das Spektakel durch das große Panoramafenster an. Ein Schiff nach dem anderen, der Outrider wurde zerstört, die Hyperjumper in diesem Kessel hatten keine Chance, und würde es doch ein Jumper schaffen, aus diesem zu entkommen, warteten die Jets auf diesen. Prinz Roland, Kommander Eagle, Captain Jonsens und die Ramrod-Crew waren ebenso fasziniert von der Kraft der Laser und geballter Energie. Captain Lorenz flog eine Formation nach der anderen und achtete auf seine Männer und schickte beschädigte Jets zu Ramrod. 

Das war die Endphase, einer großen Weltraumschlacht, das spürten alle Beteiligten. Saber öffnete die Rampe für die angemeldeten Jets und hoffte, dass niemand eine Notlandung machen musste: „Colt, geh bitte nach unten und bring Ordnung in das Chaos und sortiere die Verletzten für die Rettungseinheiten“, ordnete Saber dem Schützen an, der gerade arbeitslos war. „Puh, eine undankbare Aufgabe“, dachte sich Colt, „aber einer musste sie natürlich machen. Und hoffte, nicht auf Tote zu treffen, und schickte ein Stoßgebet gen Himmel, für alle Beteiligten. Daberi konnte sich Colt selbst kaum noch auf den Beinen halten, seine Bewegungen hatten etwas Beschwipstes. Saber schaute zu seinem Piloten, er machte sich Sorgen, denn so wortkarg kannte er Fireball normalerweise nicht: „Geht es dir gut, Fireball?“, fragte Saber und wartete auf eine Antwort, während er Befehle in sein System eingab. Fireball sah zu Saber und versuchte, so normal wie möglich zu klingen: „Wir sollten bald landen!“

Sabers Augenbrauen gingen nach oben und legten seine Stirn in Falten. Wow, das war mal eine Antwort, die aber alles sagte. Saber nickte und schaute zu seinen Piloten: „Ich verstehe!“ Und funkte Colt über den Bordfunk an: „Wie ist die Lage bei dir da unten?“ Colt ging gedanklich noch einmal alles durch und gab Saber Bericht: „Sechs Jets, keine Ahnung, wie die damit noch geflogen sind, drei Verletzte, einer davon schwer, die Erstversorgung läuft!“

Der allgemeine Befehl „Feuer einstellen!“ drang über die Kommunikationssysteme.

Jetzt hieß es, Daten sammeln und sich einen Überblick verschaffen. Alle Funksprüche gingen auf der Monarch Supreme ein. Auch Sabers, mit der Bitte um Rückzug: Sie haben Verletzte an Bord!

Captain Lorenz drehte einige Runden, mit seinem Wingman über das Schlachtfeld. Einen Schwadrone ließ er in weitere Bereiche rund um das Kampfgeschehen fliegen, für Messungen, um sicherzustellen, dass es keine weiteren Outrider-Aktivitäten mehr gab. Bei einigen Jets ordnete er den kompletten Rückzug an, solange sie noch flugtauglich waren, sei es körperlich oder technisch. 

Die größeren Kampfschiffe scannten die nähere Umgebung. Keine Outrideraktivitäten mehr, auch die Aufklärungs-Jets vermeldeten nach einiger Zeit, dass es im Orbit des Planeten Jarr ruhig war. Es war vorbei, so wie es kam, war es vorbei! Es war ein Ausatmen von allen Beteiligten, als ob man es hören konnte, es war Ruhe! Captain Hikari stand am Panoramafenster und schloss seine Augen. Er atmete ruhig und hörte die Meldungen der Schiffe und Jets über Funk. Er drehte sich um und schaute auf die Brücke. Alle sahen ihn an und warteten auf neue Anweisungen. Dabei sah der Captain fast jeden einzelnen an und nickte. Seine Stimme klang nun nicht mehr fordernd, sondern ruhig, besonnen, gar freundlich: „Hervorragende Arbeit!“ Ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht und er sprach weiter: „Ab nach Hause, Rückzug für alle!“ Jubel brach aus.


© Echoes of the Frontier – www.echoesfrontier.de Folge uns auf Instagram & YouTube

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